Eigentlich hätte ich es besser wissen müssen, aber ohne Risiko für die eigene Unversehrtheit machen Experimente nun mal keinen Spaß.
Aber immer langsam. Also. Ich war früher mal großer Fan der Werke von Wolfgang E. Hohlbein, auch die deutsche Fantasy-Allzweckwaffe genannt. “Früher” meint so um 1988 herum — das war eine Zeit, in der alle Welt um mich herum mit Geschmacksverwirrungen zu kämpfen hatte, was mein Vergehen ein wenig relativieren mag. Obwohl mein Freund Niklas versuchte, mich zu kurieren, hörte ich erst nach gut 25 Hohlbein-Büchern im Regal auf. Und das auch nur, weil mir der Autor auf einer Podiumsdiskussion (war das in Hamburg? Auf einem Rollenspiel-Con?) ausgesprochen unsympathisch war. Im Nachhinein fielen mir dann doch noch ein paar stilistische Unzulänglichkeiten, eine gewisse Leblosigkeit der Charaktere und eine Neigung zur Wiederholung von ganzen Textpassagen auf.
Soweit meine Erinnerung. Jetzt das Experiment — todesmutig kaufte ich neulich im (übrigens großartig sortierten) Schmorl & von Seefeld in Hannover ein hohlbein’sches Hörbuch (siehe Bild) für die gewagte Summe von Sechseurofünfundneuzig. Zusammen mit drei anderen Hörwerken, um vor der Verkäuferin nicht wie ein alternder Bettnässer dazustehen. Und dann habe ich es mir angehört, bis zur Hälfte ungefähr. Obwohl es sogar mit Musik unterlegt ist! Und der Autor selber liest!
Und das Fazit? Naja, wie erwartet: Nach schwach zehn Minuten begann ich leicht aus den Ohren zu bluten, nach einer Viertelstunde fielen mir die Augenbrauen aus, nach einer halben Stunde hatte ich Schwierigkeiten, mich an die Namen meiner Brüder zu erinnern. Mir heute unerklärlich, wie ich dieses umständliche, geschwätzige, sich ewig wiederholende Zeug gut finden konnte. Karl May ist Hochliteratur dagegen. Bei Hohlbein stand und steht das Adjektiv, im Journalismus Prügelknabe und Armendroge, in hoher Achtung — Treppenstufen knarren nicht, sie “knarren hörbar”, Tränen sind immer “heiße Tränen”, die Dunkelheit hat stets Augen, die “unsichtbar”, aber auch “gierig” sind. Et cetera.
Und jetzt sitze ich da mit meinem hochwertigen Halbgehörtbuch. Hm. Ich wage kaum zu fragen, aber — will es vielleicht jemand haben? Jemand von Ihnen, geschätzte Mitlesende?
Ich würde es verschenken, frei und franko. An denjenigen, der mir innert zweier Wochen in die Kommentare dieses Beitrags die überzeugendste Begründung schreibt, warum er dieses Hörbuch haben muss. “Der Hohlbein schreibt super, und Sie sind ein arroganter Fatzke, Herr Kaliban” zählt genauso wie “Meine Schwester hat mir Übles angetan, ich will dies Hörbuch nachts leise vor ihrem Zimmer abspielen, um ihre Träume zu vergiften.”
Und ich lege auch noch was Nettes in das Päcklein, versprochen.

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welch angebot! und ich hab damals “Schattenjagd” nicht ungern gelesen. und ich bin auch noch der erste kommentator. aber leider will ich es nicht haben, lieber herr Kaliban. es sei denn, es fände sich kein abnehmer innerhalb von zwei wochen, dann melde ich mich wieder.
Ich könnte es für meinen Vater gebrauchen. Der findet Hohlbein immernoch gut. Ich hab schon nach 50 Seiten abgebrochen, aber das tut ja nichts zur Sache =)
Hab mir vor Jahren mal ein komisches Motorradhorrorwasauchimmer von Herrn H gekauft. Und wenn mich recht erinnere, nicht mal die Hälfte geschafft.
Entgegengesetzt ihrer Meinung finde ich die Bücher von Hohlbein meist ziemlich gut und höre auch Hörbücher immer wieder gerne, daher her damit!
(Unhöfliche Variante: You, Sir, are an idiot!) :)
Ich habe in gut 4 Wochen eine längere Autofahrt mit einem extrem unsympatischen Kollegen vor mir. Da ich der Fahrer bin, bestimme ich welches Hörspiel in den CD-Player kommt…
Alles ist besser als ein erzwungenes Gespräch. Wenn es dann auch noch weh tut… (hihihi)
örgs. Natürlich habe ich ausgerechnet “unsympathisch” falsch geschrieben. Hab mich wohl direkt disqualifiziert, schade…
Gibt es das Nette auch ohne den Hohlbein?
Ich habe die Bücher auch mal verschlungen und unzählige “der Schlag traf ihn so hart, dass ihm die Luft aus den Lungen gepresst wurde” über mich ergehen lassen.
Als ich und mein Kumpel dann in zwei verschiedenen Büchern eine nahezu vollkommen identische Seite entdeckt haben, haben wir den Hohlbein für immer bei Seite gelegt, das dürfte aber schon seine 12/13 Jahre her sein.
Das wäre die ideale Gelegenheit, mal in den Gefilden Hohlbein Fuß zu fassen. Oder auch nicht. Mir wird von diversen Leuten immer nahegelegt, wie gut so manches Buch dieses Schriftstellers sei.
Wenn es wirklich so mies ist, spare ich mir dadurch sicher eine Menge Geld. Aber nur mit einem Autogramm vom werten Herrn Lott :)
Naja, da ich noch immer auf das 5. Buch von “A Song of Ice and Fire” warte und das 4. Buch nicht an die hohen Erwartungen der ersten 3 Bücher anschließen konnte, möchte ich gerne wissen, auf welch hohen Niveau ich hier jammere. :)
Muharr! Hohlbeinbücher sind eigentlich nur etwas für fantasyverrückte Teenager. Und selbst denen gehen nach einigen Ausgaben die immer gleichen Kernelemente einer jeden Geschichte auf die Nerven… Viel Erfolg beim Loswerden :-)
Ich hatte in meinem bisherigen Leben weder mit Hohlbein noch mit Hörbüchern Kontakt, das wären also zwei Fliegen mit einer Klappe – und zur Not hätte ich auch eine Schwester deren Träume ich vergiften kann. Oder ich schenk es ihr zum Geburtstag…
Also immer her damit. ;)
Kann mich Steff nur anschließen… Hab früher auch mit Hohlbein das Lesen angefangen und zur Fantasy gefunden, aber nach nen paar Büchern merkt man dann doch, dass er immer und immer dasselbe schreibt… Mittlerweile kriege ich Würgreize wenn mir wer ein Hohlbeinbuch hinlegt, und bis auf eine Ausnahme habe ich alles von Hohlbein aus meinem Regal verbannt ;-)
Oh. Was ist denn die Ausnahme?
Ich könnte es als Gegenpol zu GTA4 gebrauchen. Tief in der GTA4 -Welt versunken, wird mich das Hörbuch immer wieder dort herausreißen und an meine menschlichen Bedürfnisse (Essen, Freundin treffen, Kaliban.de lesen) erinnern.
Ganz einfach: Ich bin stocktaub, also der Einzige, dem man das zumuten kann.
Danke!
Nach dem grandiosen Endymion/The Rise of Endymion bräuchte ich mal wieder etwas,um von meinem literarischen Trip runter zu kommen,und so wie sich dein Post anhört gibts anscheinend nix was mehr abtörnt als Hohlbein-Bücher.
Und ich bin seit 4 Jahren regelmässiger Gamestar-Leser,habe dieses Hörbuch somit indirekt finanziert,wodurch es im Prinzip eh schon mir gehört ;)
Ich muss mein Studium endlich fertig kriegen, welches seit einiger Zeit irgendwie vor sich hin schlummert. Und dann ist da noch die Steuererklärung von 2007, die immer noch unvollendet bei mir zu Hause herumliegt. Desweiteren muss ich noch einige geschäftliche Termine via Telefon führen, damit ich dieses Jahr wirtschaftlich überstehe. Und überhaupt verdienen es einige gute Freunde, dass ich ihnen endlich einmal zurückschreibe.
Weshalb sollte mir Hohlbein dabei helfen?
Ich bin ein Prokrastinierer; und ein schlimmer noch dazu.
Hätte ich das Hörbuch von Hohlbein vor mir liegen, dann würde ich alles andere lieber machen, als eben jenes mir anhören zu müssen. Dadurch würden die Chancen dramatisch steigen, dass ich etwas von meiner To-Do-Liste (siehe oben) abarbeiten würde.
Eventuell.
Also ich kann mich nur noch vage an meine Hohlbein-Zeit erinnern. Im Gedächtnis geblieben ist mir ein Buch, wo ein High-Tech-Zug in einem Alpentunnel in einer Art Zeitfalle steckenbleibt und in welches Vergangenheits-Jahr auch immer geschleudert wird. Und Druiden aus dieser Zeit nach heute. Oder so. Hm. Ich will das Hörbuch übrigens NICHT haben.
Ich fände es ja durchaus nett, von dir ein Paketchen zu bekommen, aber Hohlbein lehne ich kategorisch ab. Wenn Phantasy, dann Markus Heitz oder Michael H. Schenk.
Falsch – nicht zum Ohrenschmausen!
Das schlimme Hörbuch diente mir
als feiner Untersetz für’s Bier.
So würde mit dem krausen
Machwerk des Herrn Hohlbein
mir trotzdem ganz schön wohl sein.
Autsch…
Ich würde das Hörbuch nehmen.
Ich habe schon lange nichts mehr bei Amazon verkauft und das wäre eine gute Gelegenheit
Ich würde das Hörbuch ein paar Jahre lang an einem Ort lagern, an den es offenbar gehört, nämlich in die hinterste Ecke meines Kellers. Während dieser Zeit sollte es im Sammlerwert steigen, sodass ich es schließlich verscherbeln und das Geld einem wohltätigen Zweck zukommen lassen kann. Das Machwerk wäre für die nächsten Jahre aus dem Verkehr gezogen, würde irgendwann vielleicht Ausstellungsstück in einem Bad-Taste-Museum und eine wohltätige Organisation könnte sich über eine Spende freuen…:D
Der Doppelband “Die Töchter des Drachen/Der Thron der Libelle”. Der fiel allein dadurch schon auf, dass er mal dahingehend aus der Reihe tanzte, dass die Hauptfigur KEINE mysteriöse tolle geheime Kraft hatte, die sie nur nicht benutzen kann – und das auch bis zum Ende des Buches niemals lernt ;-)
Allerdings lege ich meine Hand nicht für das Buch ins Feuer, ich habs nur auch schon mehrere Jahre nicht mehr in der Hand gehabt, aber von Hohlbein wars das Beste, was ich gelesen habe. Zumindest von der Story, der Stil gesundet da eher kaum…
Aber soweit, dass ichs empfehlen würde, gehe ich dann doch eher nicht :-)
Nachdem ich durch Deine Empfehlung mir die furchtbaren Bücher von R. Scott Baker gekauft habe, verdienst Du es schon ein bißchen das Buch zu behalten. :P
Naja, obwohl ich muß zugeben, die Bücher hab ich an jemand weitergegeben und durch extremen Zufall an genau seinem Geburtstag, den ich total verschnupft hatte… also etwas gutes kam dann doch dabei raus.
Trotzdem, ich habe selten eine Buchreihe gesehen, wo *alle* Protagonisten so furchtbar unsympathisch sind. Also leide etwas dafür! ;)
Also das Jahr des Greifen les ich heute noch gerne. Auch wenn er nur Co-Autor war.
Aber da ich sonst keinen Hohlbein gelesen hab ist irgendwie eine andere Welt an mir vorbeigezogen, die mich doch intressiert. Wenn der Herr Kaliban das Hörbuch an einen ungescholtenen Bürger geben möchte, der die Wunder des Zauberers nur aus grusligen Gute-Nacht-Geschichten und schauderhaften Erzählungen her kennt, hat er meine Email Adresse. Und solange er auf denjenigen wartet, auf den das zutrifft, kann ichs solange verwahren ;)
Geht mir ähnlich. Ich habe auch noch ein halbes Regal voll mit Büchern von Hohlbein, die ich vermutlich auch nie lesen werde. Jugendsünden und das selbst in meinem fast noch knabenhaften Alter. Oder so. Die will aber auch keiner haben. Immerhin verdanke ich ihm das Interesse fürs Leben. Heute nehme ich dann aber doch lieber Moers Werke vor, wenn es mich nach Fantasy gelüstet.
Man streiche “Leben” und mache “Lesen” daraus. Wär ja furchtbar, wenn mein Leben von sowas abhinge…
hab noch nie was vom hohlbein gelesen und will eigentlich auch nur bedingt was von ihm hören. aber ich bin lipper und nehme daher alles mit was umsonst ist und was nettes vom sehr geehrten herrn lott hätte ich auch gerne. sollte das nicht grund genug sein: ich beabsichtige dieses hörbuch zu brennen und mit der aufschrift “geständnisse eines killersspiel-spielers” an den nicht so sehr geehrten herrn pfeiffer zu schicken in der hoffnung, dass er an einer hirnblutung erliegt oder zumindest alles vergisst was er gegen uns zu verwenden gedenkt.
Früher war alles besser dachte ich mal, nun ja, auch ich muss gestehen das ich den Einstieg in das Reich der Fantasy Bücher über Hohlbein hatte. Meine lieblings Buchreihe war übrigens “Die Chronik der Unsterblichen”, bis zum dritten Buch glaubte ich das jedenfalls. Als ich dann Anfing in der Schule direkte und indirekte Proportionalität kennen zu lernen und mir auffiel, dass das Verhältnis zwischen meiner steigenden Fähigkeit die immer gleichen Textbausteine in Hohlbeins werken zu erkennen und dem Interesse an seinen Werken indirekt Proportional ist, fing ich an mich für die Affinität zu seinen Büchern zu schämen.
Aktuell würde ich Hohlbein jedem ans Herz legen der noch keines seiner Bücher gelesen hat. Wäre ich Deutschlehrer würde ich meine besten Schüler dazu zwingen ein 45 minütiges Referat über Hohlbein und seine Werke zu halten (wobei 30 Minuten wahrscheinlich auf die Namensfindung der Bücher entfallen würde, die manch aktuellem Weltkriegsspiel in nichts nach steht) einfach in der Hoffnung, dass diese genauso benachteiligt sind wir ich in deren Alter und gefallen an den Büchern finden. Dann wäre es mir auch nicht mehr so peinlich über dieses dunkle Kapitel meines Lebens zu berichten!
Das Hörbuch würde ich unauffällig in Tonschnipseln auf dem iPod meines aktuellen Azubis verstecken, damit er während der Arbeitszeit nie wieder auf die Idee kommt Musik zu hören und mich zu zwingen, jede Frage doppelt zu formulieren (einmal bevor er die Musik pausiert hat und einmal wenn er mir endlich zuhört). Dies würde auch meinem sozialen Umfeld einen gefallen tun, da ich das 10.000 Wörter Kontingent das ein Mann am Tag zu sprechen bereit ist so nicht bereits zur Mittagspause aufgebracht hätte.
Naja, eigentlich ist “hörbar” knarren eher Adverb, nicht wahr ? Hach, Nitpicking.
Stimmt. Angeber.
Das ist ja wohl die Höhe. Vermutlich sucht der Herr Kaliban die Adressen derer, die hier positives verlauten lassen, dank zahlreicher IP-Zuordnungstabellen, die ja heuer frei zugänglich zu sein scheinen, und befreit diese Welt somit von einem weiteren Übel. Ein Schritt mehr in seinem diabolischen Plan, die Weltherrschaft an sich zu reißen!
Ist da noch Verwendung für eine rechte Hand?
Ich bin bis heute unsterblicher Hohlbein Fan, “Der Greif” und “Das Siegel” lese ich bis heute aller 12 Monate und es gefällt mir immer noch so gut wie vor 10 Jahren. Also bitte Herr Kaliban schick mir das Hörbuch damit ich es auf meinem Hohlbein Altar neben der Märchenmond Triologie drapieren kann.
Darf man voten? Ich bin für Stefan, Kommentar Nr. 17. Wunderbar.
Da ich selber “gerne” prokastriniere kann ich diesen zaghaften Versuch dem zu Entkommen nur unterstützen! Wir haben das nötig und sind uns in unserer Aufschieberei für nichts zu schade… wie man an seiner Anfrage ja deutlich merkt. Könnte jemand noch verzweifelter sein? Ich glaube kaum.
Mein Mitgefühl.
Übrigens habe ich “Anubis” geliebt. Damals…
Ps: ich will das Hörbuch auf gar keinen Fall! Ich freue mich lieber wenn dank Aufschieberei regelmßig die Wohnung gesaugt wird.
Voten ist erlaubt. Am Ende entscheide aber eh ich.
Ich würde mich ja gern als Hohlbein ausgeben, und mein Hörbuch zurückverlangen.
Leider hab ich zu viel Angst, dass er mich dann verklagt…..
On the internet nobody knows you’re a dog.
Ich finde das Teil sollte dringend an den Herrn aus Kommentar Nummer 15 gehen. Eine bessere Begründung gibt es ja wohl nicht!
Hoffentlich hat sich Herr Hohlbein vom Anteil des gekauften Hörspiels was zu essen gekauft. Ich durfte ihn zweimal in Gütersloh auf einer Lesung erleben und hatte immer Angst, dass der nächste Windhauch ihn in sich zusammenklappen lässt.
Unheimlich übrigens, wieviele Leute hier “Hohlbein”-frühgeschädigt sind, ging mir damals genauso. Danke nochmal für deine Empfehlung von Dan Simmons, spätestens der hat mich davon kuriert. Aber ganz verteufeln will ich den Hohbein dann doch nicht, hatte viele spannende Lesestunden mit ihm. Als Kind.
Gruß,
br0t
Ich brauch das Ding unbedingt!
Dann höre ich mir dieses Machwerk 20 mal an und drehe ein Video von dem ganzen auf dem man dann die körperlichen Schäden sehen kann die ich davon getragen habe und erpresse diesen Herrn Hohlbein damit dass ich dieses Video als Antiwerbung und Schmerzensgeldforderung bei Youtube hoch lade. Und irgendwann steht ihm dann die brandschatzende Meute von Menschenrechtlern auf der Matte. Also zahlt er und ich bin REICH! JUCHU!
Das Hörbuch will ich gar nicht, schick mir einfach das “Nette”
:-)
Ich finde, Jago sollte das Hörbuch bekommen ^^ :P
PS: Ich will’s auch auf gaar keinen Fall!
Mein Arzt hat mir gesagt, ich hätte nur noch zwei Monate zu leben und jetzt brauch ich etwas um die Zeit totzuschlagen.
Herr Kaliban, können Sie sich vorstellen, was das Ding anrichtet, wenn es in die Hände eines Ahnungslosen fällt? Was wäre – worst case – wenn es zum Beispiel Ihre Tochter in Ihre unschuldigen Kinderhände bekommt?!
Aus reinem Altruismus biete ich mich hiermit an, es fachgerecht und mit der Hilfe eines eingeschulten ABC-Teams zu entsorgen.
Außerdem möchte ich das Cover aus der Nähe sehen, ob es tatsächlich so schlimm aussieht wie in der Miniaturansicht.
Lieber Herr Kaliban,
da ich bekennender auditiver Masochist bin wäre ich sicherlich der geeignete Hörer für dieses Hörspiel. Ich erkläre mich auch gerne dazu bereit, die dabei erlittenen Erfahrungen / den Leidensweg zu publizieren, sofern ich es überleben werde. Desweiteren versichere ich, dass Hörspiel anschließend sicher zu verwahren, um eventuellen Mißbrauch vorzubeugen.
Hochachtungsvoll
C’s kleiner Bruder
Ich hab Holbin schon gelesen, da wußte noch keiner, daß der Mann so heißt. Sprich: Zu den Zeiten, als “der Hexer” eine Romanheftchenserie gewesen ist und ich denke, nur wenn man nicht weiß, daß Holbein Groschenromane geschrieben hat, ist man über die überschaubare Menge an Wortschatz und Ereignisvarianten überrascht.
Mich würde es tatsächlich interessieren, wie sich seine Mantren (“kippte in einer grotesk langsamen Bewegung nach hinten”, “der [beliebige Berufsangabe] zog vielsagend die Augenbrauen hoch”) und die lustige Verwendung von GROSSBUCHSTABEN mitten in Sätzen vorgelesen anhören.
Es gibt allerdings tatsächlich diese zwei Azrael-Bücher von ihm, die mir als Bahnlektüre doch ganz gut gefallen haben. Man schaut ja auch manchmal Filme mit Jean-Claude van Damme und wird doch irgendwie ganz nett unterhaten. Man darf nur nichts anderes erwarten.
Hohlbein höre ich jetzt zum ersten Mal. Aber der Name klingt lustig. Das war alles ziemlich weit vor meiner Zeit bis ich lesen konnte. Geschweige denn vor der Zeit bis ich überhaupt mal das Kreißsaallicht erblickt habe. 1990 hat man wohl versäumt, mir zum Teddy auch noch was von Hohlbein zu schenken.
Mich würde es schon interessieren, was der Mann so verzapft hat und danach könnte ich sicherlich ein besseres Urteil abgeben.
Zwei Wochen Hohlbein Bashing! Hurra! (aka Selbsthilfegruppe der anonymen Hohlbeinopfer) – Und fast jeder kennt ihn, außer Leuten wie David, die das Glück der späten Geburt hatten, oder mein Urgroßvater, der das umgekehrt glücklich getroffen hat und es nicht mehr erleben musste. Mich hat es übrigens damals mit dem Druidentor erwischt – Solidaritätsbekundung mit Traveller aus Post 18. Für mich ist H so logikkompatibel wie Bügeleisen mit Möbiusband und so wortgewaltig wie ein Schluckauf.
Genug gejammert. Schicken Sie mir das Hörbuch bitte nicht, denn ich würde versuchen, seine Macht zum Guten zu wenden, aber schließlich selbst auf die dunkle Seite gezogen werden. Eigentlich müsste es in den Feuern, in denen es geschmiedet wurde, nebst Schmied vernichtet werden. Aber das dürfte die Staatsanwaltschaft auf den Plan rufen. In diesem Sinne: Tu was Du willst.
Lieber Herr Kaliban,
ich habe zu jedem meiner Werke ein sehr inniges Verhältnis aufgebaut, “Auf der Spur des Hexers” gehört zu meinen besonderen Lieblingen. Es zerreißt mir laut knarrend das traurige Herz, zu wissen, dass ein Exemplar dieses besonderen Kleinods nicht in meiner Nähe ist.
Ich wäre Ihnen tiefst verbunden, wenn sie meinen Schmerz lindern könnten.
Ihr
Wolfgang E. Hohlbein
Sehr geehrter Hr. Lott, Lieber Gunnar!
Ich lese W. Hohlbein gerne. Verlose das Hörbuch an mich. Ich hab auch 2 Gründe:
1. Ich habe meinen Stellungsbrief erhalten (Musterung und so). Da ich dort mit dem Auto hinfahre, und da sich in dem Auto ein CD-Player befindet, wäre es eine gelungene Abwechslung, statt der Musik auch einmal ein herzzerreissendes Hörbuch zu hören. Der Stellungbescheid ist schon ein triftiger Grund, mir dieses Hörbuch zu schicken.
2. Meine Wenigkeit fährt im Sommer MIT DEM ZUG auf eines der bekanntesten Metall-Musik-Festivals in deiner Heimat, in Deutschland. Da die Zugfahrt mindestens 12 Stunden dauert, brauch ich da auch Abwechslung. Meine MP3-Musikothek geht mir schon langsam auf die Nerven. Darum kniee ich mich vor dir hin und bettle dich an, mir das Hörbuch zu übertragen.
3. Ich bin ein GameStar-Abonnent. Wenn du mir das Hörnuch nicht zukommen lässt, kündige ich es (Falls Erpressungsversuche nicht erlaubt sind, bitte ich dich darum, diesen Punkt zu ignorieren/streichen).
Gruß,
Christian Schreiner bzw. Yakuza-Vorstand Pik Achu
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