Der Tag, als Hyperion stillstand

by Gunnar on 2. Februar 2009 · 11 comments

Oh. Ah. Mir war schon wieder entfallen, dass eine meine Lieblingsromanserien, Dan Simmons’ Hyperion Cantos, verfilmt wird. Von Hollywood. Sowas erfüllt einen Fan ja immer gleichzeitig mit Freude und Schrecken. Gänsehaut und so.

Vor ein paar Tagen wurden einige Detailchen bekannt: Regisseur ist Scott Derrickson, der zuletzt The Day The Earth Stood Still gemacht hat. Das ist schon mal ein schlechtes Zeichen, oder? Das Drehbuch schreibt Trevor Sands, von dem ich überhaupt noch nichts gehört habe. Das werte ich ebenfalls als ungünstiges Vorzeichen. Und obendrein müssen die Jungs unbedingt zwei fette Bücher (von vieren; Teil drei und vier heißen aber anders) in einem einzelnen Film zusammenpferchen. Trotz der relativ komplexen Thematik, welche die Allwissende Müllhalde ein bisschen sehr kühl so beschreibt: “Die Hyperion-Gesänge nimmt sich auf seinen über 1400 Seiten verschiedenster monumentaler Themen an: Götter und Religionen, Philosophie und Dichtung, Ethik und Moral, künstliche Intelligenzen, Ökologie im Rahmen einer interstellaren Gesellschaft. Zusammen mit Spannungselementen wie Weltraum- und Bodenschlachten und emotionalen Themen wie die Macht der Träume und der Liebe im Universum verknüpft Simmons diese unterschiedlichen Elemente zu einer epischen und aktionsreichen Vision einer High-Tech-Zukunft. Ausführlich behandelt werden unter anderem die Opferung Isaaks, der Kampf mit den Göttern (Hyperion ist in der griechischen Sage einer der Titanen) und das Leben des englischen Dichters John Keats.”

Das geht also möglicherweise schief. Ich benutze also schon mal meine bekannte Superkraft Erwartungsreduktion durch Autosuggestion, um mir einzureden, dass der Streifen eh nix taugen kann, damit ich hinterher allenfalls positiv überrascht werden kann. Hat ja bei V for Vendetta auch geklappt.

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