Der Tag der Mainstreampresse

by Gunnar on 23. Februar 2009 · 11 comments

Erstaunlich: Es ist ein ganz normaler Montag, nicht E3 oder Games Convention oder Tag des Videospiels, und doch erscheinen gleich auf zwei Mainstream-Portalen Artikel zum Thema Videogames.

Erst nimmt Chris bei SpOn den Jubelpatriotismus und die mangelnde Originalität von Killzone 2 ins Visier:

Der Shooter “Killzone 2″ zeigt das erneut: Er ist technisch brillant – und in etwa so smart wie ein “Landser”-Heftchen aus den Fünfzigern. […] Kaiser Wilhelm II. hätte “GTA” nicht verstanden. Dagegen hätte er an “Resistance 2″, “Gears of War 2″ und “Killzone 2″ vermutlich seine helle Freude gehabt.

Das ist ja noch nicht so überraschend. SpOn macht sowas schon mal.

Dann aber regt sich Thomas bei Welt.de über die fortschreitende Mainstreamisierung der Videospiele auf:

Es gibt niemanden, der die Genregesetze radikal bricht, keinen Karl Valentin und keine Nina Hagen des Games. […] Das Videospiel ist erwachsen geworden, hört man oft – das heißt aber auch: Es hat seine Unschuld verloren und noch keine Gelassenheit gefunden.

Und das ist nun schon ein bisschen überraschend — sich in einem Mainstream-Medium zu beklagen, dass sich Games (die, zieht man die ganze DS/Wii-Sportbewegung ab, noch lange nicht irgendswo angekommen sind und schon gar nicht in der Mitte der Gesellschaft) zu sehr dem Mainstream ergeben.

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