Viraler Blödsinn und so

by Gunnar on 24. Februar 2009 · 11 comments

Der Kollege Siegismund hat, drüben bei GameStar, eine kurze Kolumne über die Methoden aktueller Guerilla-PR verfasst. Der erste Kommentar eines Users darauf war folgende Äußerung:

fraencko

Erstmal das schöne Wort »Realitätsmanagement«, dann leicht und locker die parodistische Überleitung. Sehr schön.

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Straider Februar 24, 2009 um 09:02

Den Artikel habe ich mir durchgelesen und auch ein paar kommentare, aber der ist mir nicht aufgefallen. Herrlich :D

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Evil Februar 24, 2009 um 15:26

Sieht irgendwie so aus, als stimmt da was mit dem Bewertungssystem des Kommentars nicht…

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Gunnar Februar 24, 2009 um 16:49

huh? wieso?

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Flopper Februar 24, 2009 um 17:42

Was viele Leute heute als “viral” abstempeln… Glaub die Kombination und Bedeutung “virales Marketing” ist total aus den Fugen gelaufen. Bestes Beispiel ist der Wikipedia Artikel zu dem Thema.
Was ich sagen möchte: Dieses in Foren Geschreibe wie bei Herrn Siegismund beschrieben oder Leute für 10 Cent anwerben, damit sie auf Amazon eine schöne Rezession schreiben ist _kein_ virales Marketing. Auch wenn es was mit Internet und so zu tun hat und man das ja alles so schön in eine Tonne schmeißen kann!
Viral wird es erst in dem Moment, wenn Blog y auf den Foreneintrag verlinkt und User x noch eine Videoparodie auf diesen Foreneintrag auf YouTube stellt.

Die Forenpostings sind einfach plumpe Werbung von lahmen Werbeagenturen. Ich würde sogar soweit gehen, dass man diese nicht mal als richtige Seedings für virales Marketing benutzen kann.

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Gunnar Februar 24, 2009 um 17:50

@flopper:

ja und nein. mundpropaganda ist der kern viralen marketings. also: airbus industries leiht mir einen 380 über’s wochenende, nur so. ich fliege ein bisschen probe und verfasse, vielleicht mit unterstützung der airbus-pr, einen flugzug-test. und mein bruder nimmt eine serie fotos auf, wie ich um die frauenkirche kreise. der blogeintrag schlägt ein wie eine bombe, wird tausendfach zitiert und führt ganz am ende der kette dazu, dass die lufthansa, beeindruckt von der guten presse, drei 380 extra bestellt.

so. wenn das marketing blöd oder faul ist, versuchen sie’s erst gar nicht mit den meinungen anderer leute und schreiben selber was nettes über ihren airbus. in der hoffnung, dass das wieder zitiert wird, zumindest indirekt (“bei amazon hat der airbus 380 total viele gute reviews und die kommentare im flusi-forum sind auch alle positiv”) die öffentliche meinung zu ihren gunsten dreht.

virale maßnahmen für arme eben.

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Evil Februar 24, 2009 um 18:06

123 mal (inzwischen 157) Daumen hoch für den Werbekommentar? Kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, dass die Zahl stimmt.

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Gunnar Februar 24, 2009 um 18:14

@evil:

wieso nicht? ist der erste. und überdies ein ziemlich witziger.

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Flopper Februar 24, 2009 um 21:15

hmm, gerade das war mein Punkt. Das “virales für Arme” gerade eben kein virales Marketing mehr ist. Vielleicht ist meine Position da aber einfach ne Andere.

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Die Arbeitgeberverbände Februar 24, 2009 um 23:48

Mensch, Evil, das ist doch kein echter Werbekommentar, sondern nur Quatsch.

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Lucky Luke Februar 25, 2009 um 19:37

Hmm, die Brillenputztücher gibts ja gar nicht.

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