Angemessene Forderungen

by Gunnar on 21. März 2009 · 9 comments

Man muss es mal sagen: Was die Familien der Opfer von Winnenden in ihrem offenen Brief fordern, ist vielleicht teilweise naiv, aber mehr als angemessen.

Insbesondere das:

Wir wollen, dass der Name des Amokläufers nicht mehr genannt und seine Bilder nicht mehr gezeigt werden. Am aktuellen Beispiel von Winnenden zeigt sich, dass die derzeitige Berichterstattung durch unsere Medien nicht dazu geeignet ist, zukünftige Gewalttaten zu verhindern. Auf nahezu jeder Titelseite finden wir Namen und Bild des Attentäters. Diese werden Einzug finden in unzählige Chatrooms und Internet-Foren. Eine Heroisierung des Täters ist die Folge.

Bei Gewaltexzessen wie in Winnenden müssen die Medien dazu verpflichtet werden, den Täter zu anonymisieren. Dies ist eine zentrale Komponente zur Verhinderung von Nachahmungstaten.

Wenn davon wenigstens das, was leicht umzusetzen wäre, tatsächlich umgesetzt würde, wäre die Welt sicher ein besserer Ort. Und, vermutlich, gäbe es weniger Irrsinnstaten wie die von Winnenden.

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