Wenn einen Mutti nicht mehr anzieht

by Gunnar on 7. März 2009 · 2 comments

Keine Ahnung, was die Modetheorie und die urbanen Hipster dazu sagen, aber ich finde ja, dass weiße T-Shirts unter weißen Oberhemden tendenziell eher nicht gehen. Und was besonders nicht geht, ist, wenn besagte weiße T-Shirts einen V-Ausschnitt haben. Brrr. Aber: Das klassische Unterhemd ist auch keine Lösung. Das deutet so in Richtung verkleideter Bauarbeiter. Und nichts drunter scheitert vielfach an der Sparsamkeit der Hemdenhersteller und der Brustbehaarung durchschnittlicher Männer. Einzige Lösung: das Tanktop. Vielleicht.

Oder so.

Wollte diese durchaus bedeutungslose Kleinigkeit nur mal ausbreiten, um aufzuzeigen, dass man als moderner Mann im ausgehenden Jungs-Alter (Ende 30) einem enormen modischen Druck ausgesetzt ist. Frauen spielen das ja frecherweise immer so runter, so ach, ihr habt’s gut, ihr müsst ja nur einen Anzug anziehen, das geht immer.

Vielleicht entlastet es, wenn man der Umwelt frühzeitig durch Ballonseide oder Karottenjeans oder gepunktete Schlipse mitteilt, dass man in Sachen Mode die argumentativ erreichbare Zone verlassen hat und eh nicht zu retten ist.

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Thomas März 7, 2009 um 23:42

Dieser Problematik muss ich mich auch hin und wieder stellen. Für mich habe ich da eine einfache Lösung gefunden:

Es wird einfach nur dann ein weises Hemd angezogen, wenn ich aufgrund des für die jeweilige Veranstaltung geltenden Dresscodes gezwungen bin, im Anzug zu erscheinen. Da fällt wegen der obligatorischen Jacke das klassische Unterhemd nicht auf.
Ansonsten werden Hemden mit Streifen, Mustern usw. getragen.

Geht auch.

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PhanThomas März 8, 2009 um 00:40

Hmm, ich trage auch weiße T-Shirts unter dem Hemd, eben weil’s keine Alternative gibt und dies den für mich einzig akzeptablen Kompromiss aus wärmender Bequemlichkeit und gangbarem Aussehen darstellt. ;-)

Was Krawatten betrifft, ist mir allerdings so oder so der Sinn entgangen. Die sind für mich nicht modisch, sondern eher ein Artefakt aus der Kategorie “Des Kaisers neue Kleider”. Wäre der Erfinder der Krawatte nur fünf Minuten später aufgestanden, hätte er vielleicht beschlossen, dass es zum guten Ton gehören sollte, eine selbst bemalte Post-It-Notiz an der Stirn zu tragen. Brrr!

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