Herr Kaliban auf 140

by Gunnar on 1. April 2009 · 12 comments

Neulich icq’te ich mit einer alten Bekannten, es fiel der Satz “Ach, in dein Blog müsste ich auch mal wieder schauen, das habe ich schon lange nicht mehr gemacht.”

Uh.

Offenbar gibt es Leute, die nicht jedes Wort verschlingen, dass ich in die Welt spucke. Verwerflich. Gemein. Das führt bei mir natürlich, wie bei allen Content-Produzenten, zu einer Trotzreaktion. Daher folgt jetzt eine kleine Sammlung der besten kalibanischen Twitter-Einträge. Hat ja bestimmt auch wieder keiner gelesen. Also:

Was ich über die Welt weiß:

Erstaunlich, wie sich Dinkelkeksreste mit Babysabber zu einer betonartigen Masse verbinden können. Daraus könnte man Bunker bauen.

Die Arroganz wurde logischerweise in Berlin erfunden. Aber in München und Frankfurt werden die besten Fortbildungskurse angeboten.

Mobilfunkmasten auf Dächern sehen aus wie Insektenbeine mit Zahnarztinstrumenten gekreuzt. Kein Wunder, dass Esoteriker Angst davor haben.

Auf Plastikbechern von Ikea steht der Name der Designerin. Wow. Noch in 500 Jahren wird die Dame auf den Müllhalden der Welt berühmt sein.

Was so passiert:

Hotelduschendrama: Wasser kalt. Drehdreh. Wasser heiß. Drehdreh. Wasser gut. Ahh. Dann: Armbewegung, Armatur touchiert. EISWASSER! Argh!

Sie hat Schwarzarbeiter gesagt. Ich habe Schwanzarbeiter verstanden. Peinliche Stille ensues.

Psychologen bieten in der U-Bahn spontan Hilfe an; Schulkinder helfen mir über die Straße. Offenbar MUSS ich jetzt mal endlich zum Friseur.

Unfehlbar identifizieren Supermarktleiter meine Lieblingsgeschmacksrichtung als Regalballast und listen sie aus. Jedesmal. Gemein, die Welt.

Was andere Leute sagen:

Meine Frau sagt, man könne meinen Musikgeschmack unter “simple Gitarrenmusik” subsummieren. Ich finde das vage beleidigend.

Spruch des Tages (über die Leistung des FC Bayern gestern): “Da spielt ja mein Kicker besser, wenn keiner dran steht”

Leute, die kundtun, dieses oder jenes RSS-Abo zu löschen, drohen auch Ladenbesitzern damit, zukünftig nicht mehr ins Schaufenster zu gucken.

“Wenn Gott so groß ist, warum spielt er dann nicht Basketball?” (Zitat der Woche)

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