Mai 2009

Sonntagslinks

by Gunnar on 31. Mai 2009 · 13 comments

SITE: Was brauchen Männer mehr als eine Webseite voller, nun, Explosionen und Titten? ###

SITE: Kimeta ist eine Art Meta-Stellensuchmaschine. Noch nicht recht ausgereift, aber schon mal anschauenswert. ###

SITE: Wer sich für ägyptische Mumien interessiert, Englisch oder Französisch kann und gut gemachte Flash-Seiten mag, sollte mal hier klicken. ###

SITE: Die Art Cyclopedia weiß alles über Kunst, Künstler, Kunstwerke. ###

VIDEO: Die Heringe streben die Weltherrschaft an. Unfassbar. Cool. Absurd. ###

VIDEO: Weird Al Jankowitz singt ein Bob Dylan-Cover, komplett in Palindromen. Sensationell. Wahnsinnig. Großartig. ###

VIDEO: “Sorry, I’m late” ist ein hübsches Stop-Motion-Video von Thomas Mankovsky. ###

ARTIKEL: Spötter sagen, Bing, der Name von Microsofts überarbeiteter Live-Suche, bedeute “But It’s Not Google”. Naja. Was man über Bing wissen muss, steht hier. ###

ARTIKEL: Die moderne Musik verliert die Dynamik, sagt die SZ. ###

ARTIKEL: Und wenn wir gerade bei Hype-Themen sind: Wer über Google Wave noch nicht umfassend informiert ist, sollte man zu Mashable ‘rübersurfen. ###

TEXT: Nehmen wir an, man sei in eine Bekannte verliebt und brauche eine sichere nicht zu aufwändige Methode, um sie ‘rumzukriegen. ###

TEXT: Die CDU profiliert sich als Anti-Internet-Partei, konstatiert Thierry Chervel drüben, bei den Perlentauchern. ###

TEXTCHEN: Und Sie, was machen Sie eigentlich beruflich? ###

BILD: Das Spitblog sagt, wofür die CDU im Europawahlkampf steht. ###

BILD: Wo hat der Typ von Google nochmal gesagt, dass wir uns treffen sollen? ###

BILD: 3D-Panorama der Brücke der Enterprise im neuen Star Trek. Ist das echt eine Windschutzscheibe? Absurd. Und dazu hätte ich noch das Cockpit des Space Shuttle. ###

BILD: Diese Zigaretten können nicht gesund sein. ###

BILDER: Google hat mit Streetview-Bildern eine Art Holodeck gebaut. Sozusagen. ###

GAME: Spymaster ist noch nicht offiziell gestartet, aber was man bis jetzt weiß, klingt echt interessant. ###

Vor vielen Jahren, so 1953 etwa, habe ich an der Uni einen Semesterkurs in Kameraführung und Videoschnitt belegt. Abschlussarbeit war ein Musikvideo zu einem beliebigen Song mit beliebigem Inhalt. Weil ich damals schon eitel war, habe ich keine Kaufmusik genommen, sondern ein selbstgeschriebenes Lied drunter gelegt. Keine Ahnung, mehr wie’s hieß, aber es hatte eine ziemlich simple Gesangslinie (das mit dem Singen ist nicht meine ganz große Stärke) und ein hübsches Gitarrenriff, das mein Freund Carsten eingespielt hatte. Fiel mir neulich beim Stöbern in alten Sachen wieder ein, das Tape von damals ist allerdings (glücklicherweise?) verschollen.

Wieso erzähle ich das? Ach, weil es jedermanns Traum ist, Sänger zu sein, eine CD aufzunehmen, ein Musikvideo mit sich selber als Hauptdarsteller zu drehen. Und ich mich wunderte, dass da noch niemand eine standardisierte Dienstleistung draus gemacht hat — Kunde ins Studio, kurzes Beratungsgespräch (“Nee, für ‘Feel’ haben Sie nicht recht das Stimmvolumen, nehmen Sie besser ‘My Way’ oder was von den Fantastischen Vier), Singen zu Instrumentalplayback, Schmerzen beim Techniker, zweimalige Wiederholung, Fotos, CD pressen, 250 Euro bitte, danke, raus. Sollte leicht verdientes Geld sein, es kommt nur drauf an, die Dienstleistung geschickt anzupreisen, damit die Leute keine Angst haben, sich vor Profis zu blamieren.

Aber ich hatte mich getäuscht, die Idee gibt’s, äh, doch schon. Hatte bloß schlampig recherchiert. Naja, damit dürfte dieser Blogeintrag irgendwie hinfällig sein. Egal, gucke ich halt weiter Fußball und drücke Werder die Daumen. Der Akku meines Macbooks ist eh gleich leer und ich bin irgendweswegen gerade zu faul, mich einen halben Meter auf dem Sofa nach rechts zu bewegen, wo das Kabel wartet. Naja, aber ein paar Minuten wird’s schon noch re

… dann würde ich alles ganz anders machen. Die herkömmlichen Trainer mögen einen Trainerschein gemacht und Sporttheorie gebüffelt haben, aber ich, ich kann auf die Erfahrung von 5.000 Partien Pro Evolution Soccer zurückgreifen. Dort habe ich gelernt, wie der Fußball wirklich funktioniert.

[click to continue…]

posselt bernd csuUm kurz meine liebevolle Berichterstattung zum EU-Parlamentskandiaten Bernd Posselt (CSU) zu vervollständigen, möchte ich daraufhinweisen, dass die schiere Absurdität der Entität Bernd Posselt mittlerweile auch den Machern der ZDF-Sendung “Neues aus der Anstalt” aufgegangen ist. Die machen das auch ganz bodenständig, halten einfach das Plakat hoch, lassen es wirken, das Publikum tobt.

Anzuschauen hier, ab Minute 19:00 etwa.

Für alle neuen und alten Fans des gemütlichen, irgendwie auch lustig aussehenden Herrn P. eine Info: Das ist immerhin der Mann, “der Gabriele Pauli als ‘Türken-Gabi’ verunglimpft und US-Präsident Barack Obama empfohlen hatte, die Türkei als 51. Bundesstaat in die USA aufzunehmen”, wie Michael Spreng schreibt.

Der Spott trifft keinen falschen, da bin ich sicher.

Dass die Amazon-User-Wertungen, die Recommendation Engine, eine ganz eigene Relevanz haben, wissen wir nicht erst seit Epic 2015. Trotz all dem potenziellen und tatsächlichen Missbrauch (alte Regel: die ersten fünf sind vom Hersteller) sind sie für Gedeih und Verderb des jeweiligen Produkts mitverantwortlich. So weit, so klar.

Was mir persönlich, obwohl ich zuweilen fast mein komplettes Medienmonatsbudget bei Amazon gelassen habe, aber nicht klar war, ist, dass es offenbar eine ganze Reihe User gibt, welche die Reviews für kleine humorige Vignetten nutzen. Kleinkunst im Kommerz, sozusagen.

Hier sind ein paar besonders schöne:

### Three Wolf T-Shirt ### Zubaz Pants ### Very best of David Hasselhoff ### Harmonie am Heiligabend ### The Cable from Hell ### Uranium Ore ### How to live with a huge penis ###

Das “Three Wolf Shirt” hat es sogar in einen Webcomic und die New York Times geschafft.

[mit Dank an @johnsmithfield, @janro, Kai]

Was sich im Sony-Logo verbirgt

by Gunnar on 27. Mai 2009 · 11 comments

Ach, das Internet. Schlimm, was da mit für Schabernack mit etablierten Marken, selbst mit Love Brands wie Sony, getrieben wird. Ich prangere das an.

sony_logo

[Gefunden bei UK Resistance]

Was Herr Kaliban trinken würde

by Gunnar on 26. Mai 2009 · 32 comments

Aus der Abteilung “Ideen vom Herrn Kaliban, die niemals Wirklichkeit werden”:

Eigentlich habe ich die nächste Bionade erfunden. Also das nächste große Ding im Getränkesektor. Haltet euch fest: Es ist ein Drink in Flaschen, bisschen dickflüssig, rotgefärbt, wenig Kohlensäure, volle Kanne Koffein, mit künstlichem Fabrikgeschmack (so zwischen Red Bull und Cola Zero).

Klingt schon jetzt wie ein sicherer Erfolg, finde ich. Es ist ja durchaus schwierig, in Club und Disco irgendwas halbwegs Erträgliches zu trinken zu finden, wenn man sich, als Fahrer beispielsweise, dem Alkohol enthalten muss. Cola, Fanta, O-Saft, Wasser, Red Bull, Bionade? Alles abgenutzt, zu süß, zu zuckrig, zu lasch, da ist noch Luft. Und neue Mixgetränke gehen immer.

blut_trinkenAber der Clou kommt erst noch: Der Drink heißt: Blut. Einfach Blut. Wird ausgeliefert in einer durchsichtigen Flasche mit schwarzem Etikett und rotem Aufdruck. Für Clubs könnte man’s auch in so Blutkonservenbeutel abfüllen. Kann doch nicht schief gehen, sowas bestellt man doch gerne: “Hey, Barkeep, einmal Blut Wodka für mich, zwei Beck’s für die Jungs und die Damen nehmen zwei Blut pur. Dann müssen sie nicht uns aussaugen, haha.”

Und dann hätte ich noch einen großartigen Slogan dazu:

BLUT. WAS WIR NACHTS TRINKEN.

Kann nicht schief gehen. Kugelsichere Idee. Ich wäre praktisch schon reich, wenn ich jetzt nur noch einen wagemutigen Getränkefabrikanten fände. Aber irgendwas sagt mir, dass hier keine schwerreichen Getränkefabrikanten mitlesen. Ach, die Grausamkeit der Welt.

Wie wir früher spielten

by Gunnar on 25. Mai 2009 · 56 comments

Dass neulich, bei Botschaften an die Jugend (jaja, ich überarbeite das bei Gelegenheit noch, wie versprochen), die Beteiligung von regelmäßigen und unregelmäßigen Kaliban-Lesern so gut war, zeigt doch, dass hier offenbar intelligente Menschen in den 30ern mitlesen, die zudem funktionierende Retro-Partitionen in ihren Hirnen aufweisen. Oder so.

retro gamesJedenfalls, das bringt mich auf eine Idee: Ich würde gerne eine Webseite machen, die sich mit Retro-Spielen beschäftigt. Mit der goldenen Vergangenheit. Nicht sowas Großes, Datenbank-basiertes, All-Umfassendes. Eher eine kleine, feine Seite, die persönliche Geschichten vom Spielen sammelt, Erlebnisse von Veteranen. Eher was zum Lesen, weniger zum Nachschlagen. Ich würde von den Kämpfen gegen die Thargoiden erzählen wollen, von den ungezählten Archon-Matches gegen meinen Freund Roman, von den Nächten mit UFO: Enemy Unknown, von dem Kartenzeichnen bei Bard’s Tale. Et cetera, ihr versteht schon.

Natürlich ist das, wie der Engländer sagt, labor of love, Geld wird damit allenfalls im niedrigen dreistelligen Bereich zu verdienen sein. Ich kann das aufsetzen, kann auch die Traffic-Kosten tragen, kann vielleicht ein paar Spieleindustrie-Veteranen zu kleinen Beiträgen animieren, aber das Gros der Inhalte müsste von anderen Leuten kommen. Das muss nicht exklusiv sein, Wiederveröffentlichungen von Blog-Texten gingen auch. Aber es bräuchte ein paar willige Hände, so vier, fünf, sechs Leute, die regelmäßig mit draufschauen und etwa beim Einbuchen von Beiträgen mit anfassen. Die Ideen einbringen und Texte einloben. Eine Art Redaktion, sozusagen.

Ahem. Wären solche Leute hier zu finden, unter den Mitlesenden?

Bei wirklichem Interesse (Aufwand: so zwei Stunden pro Woche, die aber regelmäßig) bitte ich, eine kurze Notiz an gunnar AT kaliban PUNKT org zu senden.

Zack. Neue Woche. Neue Gefahren für Leib, Leben und ästhetisches Empfinden. Herr Kaliban empfiehlt, die Herzwände durch konzentriertes Abhören simpler Gitarrenmusik zu stärken.


[Frank Turner: Photosynthesis]

Sonntagslinks

by Gunnar on 24. Mai 2009 · 13 comments

VIDEO: Ich sag’s mal so: Katzen-Content par excellence. ###

VIDEO: Als das erste von ihnen in der Pfanne stirbt, realisieren die Eier endlich, in welcher Gefahr sie schweben. ###

VIDEO: Wunderschönes Zeitraffer-Video vom Himmel über Tokio. ###

VIDEO: Die spinnen, die Japaner — dies ist sicher das bizarrste Videospiel des Jahres. ###

SITE: Air Sex ist sowas wie Luftgitarre, nur eben ohne Musik. Und mit Sex. ###

SITE: Das Youtube-Monster — eine experimentelle Seite. ###

TOOL: Die Arcade Font Engine gibt eingetippte Wörte in Retro-Buchstaben aus. Schön. ###

TEXT: Mein Ex-Kollege Harry McCracken (super Name!) erinnert an die Zeit, als Google noch nicht die Internet-Großmacht war. ###

TEXT: Wenn’s nach “Jugendschutzprogramm.de” geht, ist kaliban.de ab 14 und F!xmbr gleich ganz verboten. ###

TEXT: Björn widmet sich erschöpfend dem neuen Star Trek-Film. ###

BILDER: Tapeten und Interieurs aus, uh, dänischen Pornos der 70er Jahre. Wow. ###

BILDER: Jennifer Daniel macht Visualisierungen von, nun, fast allem.

BILDER: Moralisch fragwürdige, aber sehr schöne alte Zigaretten-Werbeplakate. ###

COMIC: Drogenmissbrauch in der nahen Zukunft. ###

GAME: Google Earth Ships ist eine Schiff-Simulation, die, wie es der Name schon sagt, die Umgebung mit Google Earth darstellt. ###

GAME: Auditorium ist ein leicht surreales Flash-Spiel. Farben! Sounds! ###

GAME: Und wo wir gerade bei surreales Flash-Spielen sind: Blush ist ein schönes, schwereloses Unterwasser-, uh, -Spiel. ###

Warum Männer lieber Pizza bestellen

Mai 23, 2009

Wenn man mit einem Mann essen geht, ist das ziemlich easy: Es gucken beide kurz in die Speisekarte, wählen das, was sie immer nehmen, verständigen sich mit zwei Sätzen über die Biersorte und bestellen dann. Wenn man mit einer Frau essen geht, passieren merkwürdige Dinge.

Read the full article →

Das Goldkind hat ein Hobby

Mai 22, 2009

Mädchen brauchen Idole, das ist bekannt, das ist eines der festgefügten Prinzipien dieses Universums und hat Posterhersteller und Boygroup-Caster reich gemacht. Unser Goldkind hat sich ein handfestes Vorbild erwählt: unsere ukrainische Putzfrau.

Read the full article →