Nachdem das mit dem Mitmachen der wohlriechenden, gut aussehenden Kaliban-Leser bei den letzten Malen (Zukunftsfragen, Album-Cover, Hohlbein-Bashing) so hübsch geklappt hat, würde ich gerne nochmal zu einer kleinen Gedankenübung einladen. Vor allem die, uh, gesetzteren Leser, die mit Lebenserfahrung, grauen Schläfen, ehrlich erarbeiteten Falten und so.
Also, Ziel ist es, Dinge, Umstände, Situationen aufzuschreiben, die wir ältere Herrschaften noch aus eigener Anschauung kennen, die aber den Kiddies von heute absurd erscheinen müssen. Einfach in die Kommentare tippen, ich übernehme die dann nach und nach in den Beitrag. Sollte eine nett zu lesende Liste ergeben. Ein gewisser vorwurfsvoller Unterton gegenüber der heutigen Jugend, die es natürlich viel einfacher hat als wir damals, ist dem Sujet durchaus angemessen.
Ich fange mal an:
Ihr mögt es nicht glauben, aber früher, als wir jung waren…
… haben wir Songs aus dem Radio aufgenommen. Auf Kassetten. Stundenlang gewartet, dann vor Schreck zu spät auf “Aufnahme” gedrückt und am Ende hat der blöde Moderator reingelabert. Übrigens: Wenn die Lieder erstmal auf der Kassette waren, gab es keine Möglichkeit mehr, die Reihenfolge zu ändern.
… gab es drei Fernsehsender. Drei! Und keiner davon sendete Musikvideos oder Zeichentrickfilme. Die glücklichen Leute in Süddeutschland hatten noch ORF, wir im Norden mussten uns mit DDR 1 als Extra-Sender begnügen.
… konnten wir Haus- oder Seminararbeiten nicht aus dem Internet abschreiben. Wir mussten uns den ganzen Text SELBER AUSDENKEN oder die igelhaarige Brillenschlange aus dem Parallelkurs bestechen, damit er uns das aufschreibt. Es soll vorgekommen sein, dass Studenten oder Schüler zu Recherchezwecken Bibliotheken aufgesucht haben.
… gab es in der Schule keinen Kopierer. Wenn der Lehrer was vervielfältigen wollten, machte er Abzüge von Wachsmatrizen mit einer absurden Maschine. Die Abzüge waren lila auf gelbstichig, stanken erbärmlich, und vermutlich kriegen wir deswegen irgendwann alle Krebs.
…machten Geschäfte unter der Woche um 18:00 zu. Zack. Und wer am Wochenende einkaufen wollte, musste das bis 12:00 (in Städten: 14:00) erledigt haben. Die Freizeit der Gewerkschaftsmitglieder war heilig. Erschwerend kam hinzu: Tankstellen haben damals nur Benzin verkauft, nicht etwa Bierkästen, Grillkohle und Kuchen.
… haben wir uns im Restaurant, wenn die Wartezeit auf das Essen lang wurde, noch mal eben eine Zigarette angesteckt. Denn nach Murphy’s Gesetz kommt das Essen immer dann, wenn man noch eine halbe Zigarettenlänge vor sich hat.
… hatten wir zwar schon Computer (C-64! Amiga!), aber sehr lange ohne Internet und E-Mail. Ich war so um die 24, als ich meine erste E-Mail-Adresse bekam — und musste mich, um die Mails “abzuholen”, extra mit dem Modem in eine “Mailbox” einwählen. Die Mailbox hatte auch Boards zwecks Meinungsaustausch und Trollerei sowie Pornobildchen in schlechter Auflösung (oder gleich in ASCII-Zeichen, wie Hazamel anmerkt). Eigentlich fehlte nix, so gesehen.
… gab es Apfelsorten wie “Roter Pariner” oder “Altländer Pfannkuchenapfel”. Hunderte, von Landstrich zu Landstrich unterschiedliche. Nicht nur “Golden Delicious” oder “Fuji” wie heutzutage.
… haben TV-Moderatoren zuweilen Sätze wie “Oh, ich glaube, das müssen wir für unsere Schwarzweiß-Zuschauer einmal erklären” gesagt. Und warum? Weil das Fernsehen früher NICHT FARBIG war! Beim Fußball früher hatte der Schiedsrichter extra die rote Karte in der Gesäßtasche und die gelbe in der Hemdtasche, weil im S/W-Fernsehen gelb von rot kaum zu unterscheiden ist. Daher auch der Ausdruck “Arschkarte”. [Herr Kaliban / Manuel]
… war die Zollabfertigung ein fest eingeplanter, beträchtlicher Zeitblock im Ein-Tages-Skiausflug. Nix grüne Grenze. Österreich war quasi ein fremdes Land! Die hatten sogar eine eigene Währung: Schillinge. Der Wechselkurs auf der Skihütte wechselte täglich, möglicherweise sogar stündlich. Und wir, wir hatten die West-Mark (das war vor der Gesamt-Mark und vor dem Euro). [Jagermo]
… konnte man nicht mal eben mit dem Handy anrufen, wenn man vor der Tür stand und wollte, dass der beste Freund runterkommt. Man musste klingeln und wenn es keine Gegensprechanlage gab, musste man die Treppen hochlaufen, um zu sagen, dass man da ist. [MNOSTG]
… hieß “Twix” noch “Raider”. Wirklich. [Schildmaid]
… hatten wir Angst, dass wenn man morgens aufwacht, man eben nicht aufwacht, weil eine Atombombe in Mutlangen eingeschlagen ist. Der kalte Krieg wird heute schon sehr verharmlost, das war früher der Panikmacher Nummer 1 — die Punks hatten “No Future” auf ihren Jacken stehen, weil ja klar war, dass in absehbarer Zeit der Atomkrieg kommt. [MNOSTG]
… hörte man Musik nicht nur von den vielzitierten selbstaufgenommenen Kassetten, sondern hauptsächlich von so genannten “Schallplatten”. Die hatten zwei Seiten, also musste man, wenn die eine nach 20 Minuten abgelaufen war, aufstehen und das Ding umdrehen! [Tanne]
… hatten wir, um Plakate für ein Konzert zu entwerfen, diverse Bücher mit Kopiervorlagen, aus denen wir die Bildchen und Buchstaben ausschnitten und auf ein A-4 Blatt klebten, um dann davon in einem Copyshop (sündhaft teure) S/W Kopien anfertigen zu lassen. [Ernie Trölf]
… schrieben wir uns aus dem Urlaub Postkarten. Die kamen dann (auch aus dem Ausland) nach ein paar Tagen oder Wochen an. Und es wurden Briefe geschrieben. Mit Schönschrift und allem drum und dran. [Thomas]
… kamen die lauten Geräusche beim Computer nicht vom Lüfter (denn es gab keinen), sondern vom Diskettenlaufwerk. [Magnus]
… gab es keine Fax- sondern Telexgeräte! Und: Meine ersten Texte hab ich auf einer IBM-Schreibmaschine geschrieben. Bei Tippfehlern gab es dann nur eins: Tipp-Ex oder noch einmal von vorne anfangen. [Tanne]
… waren wir nicht immerzu erreichbar. Es gab nur ein Festnetztelefon je Familie – in Österreich anfangs sogar noch ein Vierteltelefon. Das Gerät stand immer am selben Ort. Den Klingelton konnte man auch nicht ändern Wenn man bei Freunden anrief, hob jedes Mal erst die Mutter ab, und man musste ein paar Sekunden Smalltalk einschieben, ehe man den gewünschten Gesprächspartner bekam. [Gerhard / Black Angel]
… waren die Postleitzahlen vierstellig. 1993 stellte die Post um, die Werbekampagne dazu stand unter dem Motto “Fünf ist Trümpf” und hatte eine sprechende Hand als Maskottchen. [Daniel]
… haben wir noch seitenlange hexadezimale “Data Listings” aus Computerzeitschriften abgetippt, um unsere Gratisspiele zu bekommen. Und wenn man auch nur einen Schreibfehler gemacht hatte, war die ganze Liebesmüh umsonst. Wer alles richtig machte, durfte zur Belohnung ein maues Textadventure spielen, das eine halbe Stunde lang irgendwie Spaß machte. Und: Früher konnte man auch die Verkäufer in den großen Kaufhausern herrlich verwirren, indem man
10 Print “Dieser Laden ist scheisse!”
20 Goto 10
Run
in den dramatisch ausgestellten Commodore 64 bei Karstadt tippte. 90 Prozent der armen Kundenbetreuer wussten sich nur mit einem Reset zu helfen. [Matthias]
… wurden Adventures teilweise über ein Jahr lang gezockt, bis man sie gelöst hatte — denn es gab ja kein Internet voller Komplettlösungen. Mit etwas Glück fand man eine Lösung in einer Spielezeitschrift. [hoschi]
… musste man aufstehen und zum Fernseher gehen und am Gerät umschalten, wenn man das Programm wechseln wollte. Die ersten Fernbedienungen waren über ein Kabel mit dem Fernseher verbunden. [einkay]
… haben wir die Joysticks reihenweise kaputtgeschüttelt bei Track & Field, Decathlon, Summer- oder Winter Games. Und wenn alle Joysticks geschrottet waren, zerlegten wir sie in Einzelteile, um daraus wieder funktionierende zu basteln. [wu]
… fuhren in den europäischen Nachbarländern primär jeweils die Fahrzeuge, die ebenda produziert wurden und noch nicht das globale Einheitsdesign. In Frankreich fuhr man ausschließlich mit gelben Scheinwerfern, als Tourist besorgte man sich entsprechende Folien für die eigenen Leuchteinheiten. [mhansen]
… endete nachts irgendwann das Fernsehprogramm. Das nannte man “Sendeschluss”. Danach liefen nur Testbilder. [mhansen]
… hatten meine Eltern eine Zimmerantenne zum Fernsehen. Die musste je nach Wetter vor oder neben das Fenster oder sonstwohin gestellt werden, nur um ein schneefreies Bild zu bekommen. [Thomas]
… nahm man alles mögliche und unmögliche auf viereckige Dinger mit Magnetband auf. Nannte sich VHS. Man hat es dann meistens nie mehr angeschaut, aber man hatte es. Das Programmieren des Videorekorders war ungefähr so leicht wie Hebräisch lernen, und wenn man Pech hatte, überspielte man irgendwas wichtiges. Später konnte man dann irgendwann nicht mehr nur SinglePlay aufnehmen, sondern auch stundenlang Longplay bei miserabler Qualität. [Hazamel]
… war es undenkbar, mal eben für eine Konferenz einen Tag ins Ausland zu fliegen. Fliegen war ein Wunder und unfassbar teuer. [Manuel]
… hieß die Zeit in der Kindersendungen im Fernsehen liefen noch “Kinderstunde”. Und das war nicht zwischen 8:00 und 10:00 morgens! [ihcsoh]
… war Pluto noch ein Planet in unserem Sonnensystem! [Maccle]
… gab es an der Tankstelle nur Sprit (und nicht etwa Holzkohle, 45 Softdrinksorten und Toastbrot). Und der Tankwart hat selber getankt und auch noch die Scheiben geputzt. Ohne Aufpreis. [ruediger]
…verbreiteten sich Viren noch nicht über das Internet, sondern über illegale Spiele(raub)kopien auf Disketten, die auch die einzige Quelle für PC-Spiele waren. Wenn man sich ein Spiel besorgt hatte, musste man wegen dem Kopierschutz noch das Handbuch kopieren — oft wurden im Spiel nämlich Fragen wie “Welches Wort steht am Anfang von Zeile 17 auf Seite 28?” gestellt. [hoschi]
… hatte mein Vater in der Firma einen schnellen Rechner mit schwarz/grünem Display. Da konnte man nach Feierabend mit Strickgrafik daddeln. [Baruch]
… hatten coole PCs Turboschalter. Um die Taktrate zu erhöhen. [Maccle]
… hatten wir einmal 16 Jahre den gleichen Bundeskanzler. Einen dicken, großen Mann. [Hannes]
… war “Converse” eine leicht peinliche Billigmarke. Weil die Dinger aus Stoff waren! [Claudia]
… haben wir auf dem Schulhof Pokémon getauscht. PER LINK-KABEL! Nix drahtlos. Und es gab damals auch nur 151 (!) Pokemon. [aeq]
… war Ritter Sport die teuerste Schokoladenmarke. [ruediger]
… gab es keine Computer-Mäuse, die allerersten Shooter wurden ausschließlich mit der Tastatur bedient. Die ersten Mausspieler hatten keine Chance gegen die Tastatur-Profis und wurden müde belächelt. [einkay]
… gab es Bonanza-Fahrräder mit komischen Satteln. Etwas später sind die Leute nicht mit Ranzen zur Schule gegangen, sondern 60% der Jungen hatten Lederkoffer. Man spielte mit Jojos und es gab in Wettbewerbe beim JoJo-Looping machen. Man konnte noch ganz frisch Kuhmilch beim Bauern kaufen, ohne dass es da viele Hygiene-Regeln gab (gut erhitzt wurde sie schon). Es gab Eis mit Kaugummis unten drin (Slop) und freitags habe alle Futzi in “Western von Gestern” geschaut. Ich hatte sogar fünf Sender ARD, ZDF, Das Dritte und DDR1 und DDR2 — der Vorteil, wenn man an der Grenze lebte. Die Leute haben kalten Tee getrunken, außer Cola und Sinalco gab es keine anderen Erfrischungsgetränke mit Geschmack – außer Quench, aber das war ein Pulver, das man auflösen musste. Es war normal, jeden Tag draußen Fussball zu spielen. Es gab Pornokinos für normale Leute und man stritt sich ob Beta, VHS oder Video 2000 das richtige Format ist. Lange bevor es die DVD gab, gab es die Laser Disc, die es sehr lange gab und die eigentlich nicht viel schlechter als eine DVD ist. Ein Besuch bei McDonald’s war etwas ganz besonderes. Es gab nur wenige McDonald’s. [Metagames]
Extra I: DDR-spezifische Erinnerungen
Früher… … haben wir noch mit Kohle geheizt, man musste im Winter tatsächlich Kohle in den Ofen schippen und am Ende die Asche zur Schwarzen Tonne schaffen (dafür war die ursprünglich mal). [Konrad]
… gab es auf jeder Party einen Igel aus Mett (Gehacktes) und Salzstangen und mit Radieschen oder Zwiebeln als Augen. [einkay]
… konnte man an einem Sonntag bei der Chefin der Kaufhalle klingeln und darum bitten, den Laden kurz aufzusperren, da man noch ein Stück Butter, ein paar Eier oder eine Flasche Milch brauchte. [einkay]
… haben wir Programme, also Software, über das Radio mit einem handelsüblichen Kassettenrecoder aufgenommen. Der Jugendsender DT64 hat das typische Gequietsche einer Datasetten-Aufnahme einfach per Radio ausgestrahlt und das konnte man am Kassettenrecoder aufnehmen und dann in seinen Rechner einladen. [einkay]
… brauchte ich in der DDR einen Bezugsschein, um als Privatperson einen der wenigen verfügbaren KC87 Computer kaufen zu dürfen. In unserem ganzen Ort gab es genau zwei Rechner: Meinen und einen in einem Großbetrieb. [einkay]
Extra II: Serien, Musik und so Zeugs
Früher… … war Tony Marschall war ein Gott und “Heute hau’n wir auf die Pauke und wir machen durch bis morgen früh” war seine Hymne, die jeder mitsingen konnte. [einkay]
… liefen im Fernsehen noch Kinderserien wie “Heidi”, “Georgie”, “Die Abenteuer von Peter Pan” und später Jugendserien wie “Die Schatzinsel”, “Saber Rider und die Star Sheriffs” oder “Galaxy Rangers”. [Kashi]
… freuten sich alle Grundschüler auf “Krempoli“. [ruediger]
… hatten bestimmte Serien wie z.B. “Die bezaubernde Djinni” nahezu 50 Prozent Marktanteil. Das kannte jeder. [Magnus]
… freuten wir uns auf Captain Future. Und die Star Trek-Folgen, bei denen der Captain noch Kirk hieß. [Herr Kaliban]
… war unsere Vorstellung von Erotik die geknotete Bluse von Jody in “Ein Colt für alle Fälle”. [Herr Kaliban]

… haben wir noch Zeichentrickserien geschaut wo man was davon gelernt hat, wie zB “Als die Tiere den Wald verließen…” ^^ – Das waren nicht nur so bunte Gestalten die auf der Wiese rumhüpfen (Teletubbies -.-)
… waren die Postleitzahlen noch 4-stellig.
* … hieß es noch SWF3
* … war pong zu spielen das Höchste
* … gab es Sonntags um 13.00 Uhr die Rappelkiste
* … war Krempoli das Ziel eines jeden Grundschulabsolvierers
* … gab es an der Tankstelle nur Sprit und es wurden immer die Scheiben geputzt
* … kamen alle paar Wochen neue Asterix Hefte
* … hatten wir kaum Anglizismen
Früher….
…war Pluto noch ein Planet in unserem Sonnensystem!
Schöne Idee, Herr Kaliban. Bin ich mit 28 auch schon alt?
Was ist “alt” denn heutzutage so?
Früher….
…hatten coole PCs auch noch Turbo-Schalter!
@ruediger:
krempoli?
@maccle:
ach, was ist alt? 28 eher nicht. im sinne der heutigen frage alle, die noch bewusst eine welt ohne internet erlebt haben.
@gunnar
Das war eine Serien im 2., über einen alten Müllplatz, der von einer Horde Kinder als Abenteuerspielplatz genutzt wurde:
http://de.wikipedia.org/wiki/Krempoli
http://www.tvprogramme.net/krempoli2.htm
so 70ig: http://www.youtube.com/watch?v=pB31p5DLTyY
Das waren noch echte Helden. :)
* … kaufte man Playboy wegen der Interviews
* … zähle man im Cafe sitzen Birkenstockschuhzträger
* … musste man Marlboro rauchen um anerkannt zu sein
* … feierte man, wenn man einen Ami kannte, der einem Zeugs aus dem PX mitbrachte
* … stanken die Zapfsäulen beim tanken noch nach Benzol
* … war Ritter Sport Luxus-Schokolade
* … waren enge Trigema T-Shirts mit großem V-Ausschnitt noch Mode
* … war Adidas Alround der beste Schuh überhaupt und konnte die Stan Smith nur in Frankreich kaufen
* … wurden Special Effekts mit kleinen Puppen, Pappmaschee und wirren Hintergrundbildern erzeugt
* … war Raumschiff Orion im Fernsehen
* … war es Karottenjeans zu tragen richtig mutig
* … hatten Autoradiokassettengeräte noch Autoreverse
* … gab es noch Schulranzen aus Leder/Kunstleder
* … hatten die meisten Autos keine Kopfstützen
@Gunnar: Fällt das zusammen mit den Leuten, die noch mit pre-Windows Betriebsystemen aufgewachsen sind? Ich hab noch auf Dos 5.22 gelernt (hab sogar noch die Disketten und Laufwerke, allerdings ned eingebaut. In diese Miditower heutzutage passt ja nix rein).
Apropos: Früher hat ne Windows-Installation mit einrichten den ganzen Tag gedauert und mehrere dutzend Disketten erfordert :p.
Ich glaub’ ich bin zuuu alt für das hier…
…früher gab es keine Videorekorder. Wenn man eine Sendung verpasst hatte, dann hatte man sie verpasst. Man konnte keine Sendungen speichern oder aufnehmen lassen. Und Filme gab es für sehr teuer auf Super-8 (Star Wars in 60 min!!) oder für furchtbar teuer auf 16mm-Film.
… da gab es zwar Singles, aber keine Maxis.
… als das Fernsehen farbig wurde, hatten meine Eltern noch kein Farbfernseher. Als Willy B. auf den wohl roten Knopf gedrückt hatte, war das bei uns zu Hause nicht so aufregend. Denn nach dem Knopfdruck blieb ja alles beim Alten.
… Twix gab es nicht. Aber auch noch kein Raider.
… Der Computer in der Schule hatte Lochkarten. (Ja, es gab schon welche mit Magnetbänder, aber welche Schule konnte sich das leisten?)
… mein Vater hatte keine Parkplatzprobleme. Es gab nur zwei Autos in der Straße.
… in Bussen in der Stadt fuhr immer einer mit um Fahrkarten zu verkaufen. Der Busfahrer brauchte nur fahren.
… Jo Jos waren noch ganz reguläres Spielzeug und keine Werbe-Lifestyle-Offensive von Fanta, wie Anfang der 80ziger.
Ich hör jetzt auf und geht wieder ins Altersheim…
huch, hier ist ja noch Winterzeit! 21:53? Oder ist München in einer anderen Zeitzone? Muhaha!!
Früher wusste noch kein Mensch, was “pesto” ist.
Mir ist noch was eingefallen: Früher waren “Converse”-Turnschuhe super peinlich. Weil sie aus Stoff waren!
Als ich noch jung war haben wir auf dem Schulhof Pokemon getauscht. PER LINK-KABEL! Nichts von wegen drahtlos. Und es gab damals auch nur 151 (!) Pokemon. Hach… das waren noch Zeiten…
Was mir immer wieder auffällt: Früher besaßen die Menschen zwar weniger materielle Dinge als heute, waren aber trotzdem zufriedener und ausgeglichener(trotz kaltem Krieg), was wohl auch daran liegt dass meiner Meinung nach früher die Verdummung durch mieses Fernsehprogramm usw. und dem ganzen Medienoverkill noch nicht gegeben war. Wer zB mal Archivaufnahmen von irgendwelchen Reportagen aus den 80er,70er gesehen hat wird feststellen, dass die Menschen da wircklich ganz anders geredet und gedacht haben. Irgendwie… intelligenter. Nicht so degeneriert dümmlich und undankbar wie heute.
Früher war Retro-Mode noch modern(, sah aber genauso scheiße aus wie heute)!
Als ich zur Schule ging, kosteten Kopien noch eine Mark und mehr. Für die Kinder: das sind gut 50 €-Cent. Daher war es unmöglich, dass Lehrer Skripte für die Klasse kopierten.Vielmehr schrieb man mit Schreibmaschine “Matritzen” voll, die man vervielfältigen könnte und die blaue Schrift produzierten.
Die stanken wie die Pest nach dem Alkohol im Vervielfältiger und man wurde high davon, was auch irgendwie gut war.
Und man verschrieb sich immer beim letzten Wort und durfte es neu abtippen. War auf der Uni bei Seminararbeiten übrigens auch so.
…musste man noch zur einzigen Telefonzelle im Ort gehen um zu telefonieren.
Als es dann endlich einen Hausanschluss gab und jeder Telefon hatte, konnte man schon beim Abheben (also ohne Wählen ;) …jede Menge Stimmen hören
In den 70ern waren gelbe Gummistiefel in Mode und wir Kinder liefen damit auch bei gutem Wetter rum.
… musste man Harry Potter noch lesen anstatt ihn im Kino zu sehen.
Früher gab es keine Computer-Mäuse, die allerersten Shooter wurden ausschließlich mit der Tastatur bedient und die ersten Mausspieler hatten keine Chance gegen die Tastatur-Profis und wurden müde belächelt
[...] HerrKaliban stellt gerade mit Hilfe seiner Blogleser eine Liste über die gute alte Zeit zusammen. Vielleicht ja kann der eine oder andere noch was dazu beitragen. [...]
Zu dem Thema gibt es auch ein wunederbares Lied von “Rainald Grebe & der Kappelle der Versöhnung”. Es heißt “Als ich jung war”. Nur zu empfehlen!
Ach, damals, als ich noch jung war….
da gabs die DDR noch (gut, auch nur bis zum zarten Alter von 4 Jahren, dann durfte Helmut Kohl mit anderen Polit-Grössen in Berlin, an der Mauer, unsere Nationalhymne so herrlich schräg und durcheinander singen, das sich mir heute noch der Magen umdreht), Monitore hatten wenn es hochkam 2 Farben, der Norton Commander war das erste mir bekannte GUI und der BallVerein Borussia Dortmund war eine Macht in der Bundesliga, was so ziemlich alle Schüler in vier Gruppen spaltete: Bayern, BVB, Exoten (Schalke und so) und Nicht-Fans. Mein erstes wirklich intensiv gespieltes Computerspiel (damals schon von 3 1/4” Diskette) war Der Patrizier, mit riesiger Faltkarte als Kopierschutz. Und ich könnte mich heute noch aufregen darüber das ich irgendwie nie sehr weit gekommen bin, dank Bugs und Abstürzen und so.
…spielte man noch Max und Mücke und nicht Manhunt 2.
…dachte man, dass der Duke tatsächlich noch kommt.
…war Angela Merkel noch überzeugte Jungkommunistin, Zuständig für Propaganga und Agitation und hätte nicht mit der FDP koaliert. Wie denn auch.
…spielten alle mit ihren Tamagotchis rum. Das war so ein Handheld mit gefühlten 2 Pixeln und einem Spiel mit einem Vieh, welches dauernd was zu essen wollte und dich deswegen Nachts geweckt hat.
…gab es noch keine Fastfood-Kette, die labbrige Brötchen verkaufte.
…musste man in Büchern (!) nach Informationen suchen. Nichts von wegen mal schnell bei Wikipedia gucken.
…hieß Chemnitz noch Karl-Marx-Stadt *seufz*
…wusste niemand was lol bedeutet und wie man eine Roflcopter konstruiert.
…gab es noch eine Börse im Gulli.
… war :-) einfach nur ein Doppelpunkt gefolgt von einem Bindestrich und einer Klammer.
…wollte niemand, dass die eigenen Blogeinträge, welche damals noch Tagebucheinträge genannt wurden, gelesen werden.
…gab es kaum Atheisten in Deutschland.
…schrieb man noch Briefe mit dem Füller und telefonierte mit Münzen.
…wurde DSA noch am Tisch bei Kerzenschein mit ein paar Freunden gespielt.
…fuhren alle Mädchen total auf so einen Typen ab, der wie eine Frau aussah und irgendwas mit einem Monsun wollte.
…gab es Menschen, die sich gegen staatliche Unterdrückung und Zensur wehrten.
Als ich noch jung war mussten wir wenn wir zum WC wollten über den Hof gehen. Im Winter und/oder bei Regen doof.
Früher haben sich Mama und Papa noch ordentlich gestritten, wenn sie die Strassenkarte und er das Steuer in der Hand hielt. Heute gibt es GPS.
Früher hat man Essen noch gekocht und nicht einfach in die Mikrowelle gesteckt.
In der Elektroabteilung des Warenhauses gab es bei den Taschenrechnern eine Elektroorgel mit einem irren Groove, bei dem ich damals gedacht habe furchtbar, wenn ich es heute höre, kommt aber sofort die Textzeile “Da, Da, Da” in den Sinn.
Bei den mobilen Elektrospielgeräten konnte man keine Module tauschen.
Wenn es aber noch älter sein soll: Meine Mutter hat früher noch Teppiche geklopft und keinen Staubsauger benutzt (da gab es richtig Stangen dafür neben dem Haus).
Die Geschäfte haben unter der Woche um 18:30 zu gemacht (12:30 am Samstag?)
Wenn man eine Videothek betreten hat, wurde man von Menschen begrüßt, nicht von einer Maschine, die den Fingerabdruck kontrolliert.
Man hat nicht die Features von Handies verglichen, sondern die von Digitaluhren. Aber selbst die mußte man manuell stellen.
Es gab Yps-Hefte.
Getränke wurden in Glas-Flaschen verkauft, nicht welche aus PET.
Früher…
… hat David Hasselhoff noch regelmäßig die Welt in Baywatch und Knight Rider gerettet. Heute tourt er durch Amerikas Entzugskliniken.
… gab es noch des öfteren Stromausfälle (zumindest in Polen) und Kerzen lagen deswegen immer griffbereit.
… hat man seine Freunde noch in Poesiealben(!) und nicht in Facebook und StudiVZ verwaltet.
… gab es im Tengelmann noch Automaten, wo man seine 1l-Glasflasche mit frischer Milch auffüllen lassen konnte!
… hat man sich noch gefreut, wenn man zur Firmung/Konfirmation eine Zuzahlung für einen Walkman (später Discman) bekommen hat. Heute kriegen die Kinder bereits zum 1. Geburtstag iPod Nano, Macbook und 42” Full HD Fernseher in den Hintern geschoben.
… waren diese sexy Wechselrahmen für Festplatten noch weiter verbreitet.
… gab es noch CD-ROMs, zu denen der DOS-Treiber auf CD(!) mitgeliefert wurde
…musste man für weitreichende Recherchen in eine Institution namens Bibliothek fahren. Diese exorbitante Ansammlung von Büchern hatte immer genau das Buch nicht, welches man ausleihen wollte und selbstverständlich auch nie etwas, was nicht mind. schon vor 5 Jahren erschienen war. Alternativ konnte man auch in das immer weiter vererbte, regalfüllende Lexikon von Mama & Papa schauen.
…haben wir Daten-Backups auf massenhaft Disketten angefertigt, von denen mind. 50% dabei kaputt gegangen sind. Weil wir mit Zip-Dateien Platz sparen wollten, haben wir dabei gleich alle Daten verloren, da diese Archive über mehere Disketten aufgeteilt wurden und sollte eines fehlen…
Im ARD konnte man die Sendungen um 17:00 Uhr meist nie zu Ende sehen weil kurz vor 18 Uhr die ARD brutal auf die Regional Sender der Bundesländer umschaltete.
Die Welt redete noch von den gleichen Serien jeden Morgen bei der Arbeit, weil es gab ja meist nur eine (Twin Peaks, Dallas, Denver Clan)
Man spielte von der Diskette, HD gabs nicht in Homecomputern.
Manche Sender hatten sogar noch die Zeit vor Sendungen die Uhr einzublenden für bis zu 1 Minute bevor der Film anfing, statt Werbung wie heute
Gameboys gabs nicht, aber Telespiele zum mitnehmen die mit 8 LED’s tolle Sportspiele offerierten.
Damals hatten Autos noch riesen Biegeantennen auf dem Dach dami man während der Fahrt UKW Sender reinbekam
Damals hatte Benzin noch Blei drin … keine Katalysatoren. Der Gestank fiel uns damals nicht auf, mal abgesehen davon das es ungesund war
Damals hatten Autos sowas wie “Choke”, heute weiß niemand mehr was das ist.
Hatte Lego nur Standard Klötze, in 4 Farben …
Kam der Milchmann jeden Tag vor die Tür, ALDI gabs nicht
Hatten Radios kein Sendersuchlauf oder Programmtasten. Man drehte an so einem Knopf bis der Sender drin war und die Leute kannten die Frequenzen auswendig.
Drehte sich die Welt irgendwie langsamer, die Tagesschau hatte noch großen Einfluss auf die Aktualität. Worte wie “Vor 4 Tagen ist ein Flugzeug in USA abgestürtzt …” war damals eine Sensation, heute würde das keine Sau mehr interesieren was vor 4 Tagen war.
Damals hing der Bravo Starschnitt von Farah Fawcett in jedem Jugendzimmer….
und ein nackter Busen erregte noch das ganze Land.
Damals lebten wir jeden Tag mit hunderten von Pershing Atomraketen im Land und tausenden von USA/USSR Atomraketen die auf uns zielen.
Damals war es cool ein Kamm in der Hinternhosentasche zu haben und sich ab und an cool damit durch die Haare zu fahren.
Lammfeljacken waren in Mode genauso wie die riesen Sonnenbrillen. Letzteres kam ja grad wieder …
Damals hatte man noch Taschentücher aus Stoff …
Kugelschreiber waren aus Metall und sauteuer
Taschenrechner hatten rote LED Anzeigen und brauchten selbst für Addition ein paar sekunden. Wurzel, Quadrat etc war nix auf den Kisten.
Damals musste man Uhren noch aufziehen.
Damals hasste man Leute mit Nullen in der Telefonnummer weil die Wählscheibe so langebrauchte und beim abrutschen man von vorne anfangen durfte.
Damals ging einfach niemand dran ans Telefon wenn niemand zu hause war. Nix Handy, Anrufbeantworter etc.
Man lief noch von Freund zu Freund um zu fragen ob er Zeit hatte, heute ruft man ihn einfach auf dem Handy an
… gab es immer einen riesen Trubel, wenn ein Paket von “drüben” kam.
… bekam man häufiger besuch wegen dem Westfernsehen
… musste man zum Nachbarn um zu telefonieren weil er einer der wenigen war, der eins hatte und man wusste nie ob mitgehört wird
… konnte man noch mit Filzpantoffeln Motorrad fahren und wurde von den Staatsorganen nur belächelt.
… war Toilettenpapier grau, rau und hart
… hießen Sony, Phillips, Samsung, Panasonic & Co. noch RFT und bauten erstaunlich gute HiFi-Anlagen
… hießen manche Mädchen noch Sozialisma
… hießen Fähnchen noch Winkelement
… waren Jugendliche bereits blau uniformiert, paramilitärisch organisiert und mussten zum Fahnenappell
Mal sehen ob mir da bald noch was einfällt.
…konnte man im Dorfkiosk, bzw. örtlichen Tabak- und Zeitschriftenladen neben echten Stinkbomben (die man inzwischen verboten hat, weil sie wahrscheinlich hochgradig toxische und/oder karzinogene Stoffe enthielten) noch Waffen kaufen.
Also, Spielzeugpistolen. Die aber echt aussahen (für einen 12järigen), vor allem, wenn sie Metallteile besaßen. Und es gab durchaus Ganzmetall-Modelle, für die man aber etliche Wochen Taschengeld sparen musste. Einige dieser gefährlichen Handfeuerwaffen waren bekannt dafür, dass man sie gut “durchbohren” konnte (z.B. die Cobra, ein Revolvermodell, das schon für Kinderhände fast zu klein war). Man hat quasi mit einem glühenden Schraubendreher (die übrigens damals noch -zieher hießen) die Trennwand zwischen Lauf und Trommel entfernt, um danach Papierkügelchen, rohe Erbsen oder runde Steinchen zart bis gar nicht beschleunigt zu ‘verschießen’. Oder man musste sich eine neue Pistole kaufen, weil der Schraubendreher zu heiß war oder die Hand zu unruhig.
Also Munition dienten 6er-Ringe oder 12er-Streifen (die man ins Magazin legen konnte, und deren leergeschossene Knallhülsen sogar abgetrennt und ausgeworfen wurden, ganz wie bei echten Automatikpistolen, ja ja). Zündplättchen oder Knallstreifen waren ja eher was für Babys.
Man begab sich dann im Sommer mit mehreren Spielkameraden (niemals mit -innen) in das nächstgelegene Waldstück, um in glücklichen Stunden an der frischen Luft mit realem Körpereinsatz unter lautem Geballer das zu spielen, was die heutige Jugend nur als CS oder UT kennt (in den Varianten Deathmatch und Team Deathmatch, meistens mit aktivertem Instagib, obwohl einige das Mod nicht kannten oder kennen wollten). Würde man das dieser Tage versuchen, käme vermutlich nach 10 Minuten die Staatsgewalt auf der Suche nach dem bösen Terroristencamp im Staatsforst angerückt.
Komischerweise hat sich damals niemand großartig darüber aufgeregt. Niemand hat sich gesorgt, dass die Jugend, also zumindest die Jungs, von einem militärisch-industriellen Komplex indoktriniert werden könnten; zu der Zeit gab’s ja auch noch jede Mange tieffliegende Kampfflugzeuge, und jeder Junge, der was auf sich hielt, konnte Starfighter, Phantom und Alpha Jet am Abgasgeruch unterscheiden. Pfeiffer muss damals noch was vernünftiges gearbeitet haben.
Früher…
…sendete MTV Musikvideos, fast rund um die Uhr
…war es ungluablich schwierig und nur über Buchhändler-Genies mit Beziehungen möglich, an Bücher in der Originalsprache ranzukommen. Eine solche Bestellung dauerte Wochen und kostete absurd viel Geld.
… sahen wir Filme auf Videokassetten, so schwarze Plastikkästchen mit Magnetband drin. Die Sprache liess sich nicht umschalten, es gab keine Extras und eine bestimmte Stelle im Film liess sich nicht anspringen. Stattdessen gab es ein Zählwerk, dass die Länge des Bandes maß. Man musste oft minutenlang “spulen” (Band vorlaufen lassen) und erwischte die gewünschte Stelle nur mit vie Glück. Originalsprachige Filme gab es nur im Ausland.
…gab Kataloge auf Papier. Darin boten Kaufhäuser ihre Waren feil. Mehre hundert Seiten dick, mit Beschreibungen in Mikroschrift. Die Bestellung wurde per Brief aufgegeben und es dauerte Wochen bis die Lieferung ankam.
… waren ebenjene Kataloge oft die EINZIGE Möglichkeit für Heranwachsende, Damen in Unterwäsche anzuschauen.
@cat5e :
Ich habe hier noch meine Cobra mit durchbohrtem Lauf liegen. Allerdings steckten wir damals keine Papierkügelchen oder Vergleichbares rein, sondern Aschenbecherschreck. Das ist ein Scherzartikel der wie Watte aussieht, aber bei Kontakt mit Funken Feuer fängt und es eine Stichflamme gibt. Und im Lauf einer Cobra schiesst da eine echt beeindruckende Flamme raus. Damals hatten wir damit beim spielen sehr viel Spass.
Ich komme gerade nicht dazu, alle neuen Anregungen in den Beitrag zu übernehmen. Lasst euch aber davon nicht abhalten, weitere zu posten.
Ich sortiere das bei Gelegenheit ein bisschen übersichtlicher und füge alles ein, was bis dahin noch nicht drin (und nicht doppelt) ist.
Vielen Dank für die überwältigende Beteiligung!
Zu meiner Zeit gab es noch solche Geräte namens “Kopfhörer”. Die stöpselte man wahlweise an Walkman oder später Discman an und man konnte unterwegs bequem seine Musik genießen, ohne gleich die gesamte Nachbarschaft damit zu beschallen. Tolle Erfindung!
“I just got mugged in memory lane.” (frei nach Terry Pratchett)
Damals…
…war das Bücherregal voll mit Romanen der drei ??? (alle vom bekannten Autor Alfred Hitchcock, natürlich) und TKKG (deren Autor mir leider entfallen ist, kann aber nicht wichtig gewesen sein). Die Fünf Freunde (und Ti-hi-mmy der Hu-hund) von Enid Blyton durften auch nicht fehlen. Dass man heimlich die Hanni-und-Nanni-Bücher der kleinen Schwester gelesen hat, ist ein böses Gerücht.
…gab es bei den “jüngeren” Spielkameraden Hörspielkassetten (heute würde man sagen: Audio Books) besagter ???- und TKKG-Romane. Die waren aber voll blöd, wenn man die Bücher schon kannte und schnell merkte, dass sich die “großartigen” Stories niemals in 2 x 30 Minuten quetschen ließen. Außerdem klangen die Sprecher immer anders als die Stimmen, die man beim Lesen im Kopf hatte.
…konnte man beim örtlichen Waffenschieber (d.h. Tabak- und Zeitschriftenhändler) auch jede Menge schweres Kriegsgerät, also Plastikmodelle im Maßstab 1:72, für wenige D-Mark kaufen. Es gab Kampfflugzeuge (historisch und modern), Panzer, Kriegsschiffe, etc. pp. Diese wurden dann zuhause mehr schlecht als recht zusammengeklebt und daraufhin mit den Freunden draußen ausprobiert. Niemand machte sich die Mühe, die Dinger anzumalen und ins Regal zu stellen, warum auch? “Ausprobieren” bestand darin, die Flugzeuge auf ihre aerodynamischen Eigenschaften zu testen (meistens mangelhaft), die Schiffe auf ihre Schwimmfähigkeiten (dito) und die Panzer auf ihre Beständigkeit gegenüber Minen und Hohlraumladungen in Form von Ladykrachern (…dito).
…gab es noch echten militärischen Tiefflug über Deutschland. Also Kampfflugzeuge, die mehrmals am Tag mit einem Affenzahn unter infernalischem Lärm eine gefühlte handbreit über Häusergiebel und Baumwipfel gebrettert sind. Heutzutage findet diese Form der Verteidigung des freien Westens ja nur noch in der Wildnis Kanadas oder über der Wüste New Mexicos statt, dort kann sich ja außer ein paar Elchen oder Klapperschlangen niemand beschweren.
Früher…
… soll es angeblich “Milchtüten” gegeben haben, die nicht ordentlich aus Papp-Zeug bestanden wie unsere heutigen Tetra-Packs, sondern klarsichtige Kunststoffbeutel mit Milch drin waren, die man idealerweise in einem Topf aufschnitt, damit die Milch sich nicht in der Küche verteilte. Das behaupten jedenfalls meine zwei fast zehn Jahre jüngeren Mitbewohnerinnen im Brustton der Überzeugung und haben mich in eine tiefe Sinnkrise gestürzt.
… habe ich meine Sonntag-Abende damit verbracht, in Ultima Online in die Mine zu gehen, Erz zu hacken und daraus Folche zu schmieden – und hielt das für gute Unterhaltung.
http://bit.ly/15zMZo
#raider_heisst_jetzt_twix
Wenn man sich in meiner Jugend ein PC Spiel gekauft hat, bekam man:
- ein dickes Handbuch mit ALLEN Details zum Spiel. Zusätzlich zur Steuerung gabs da noch Hintergrund Story, Charaktere, Konzeptzeichnungen, Spieltipps usw.
- Das Spiel in einer schönen Disketten/später dann CD Verpackung
- Meist noch irgendein Extra: Poster, Tastaturauflagen,…
- Das ganze in einer schönen Karton (!) Verpackung. (so ca. DIN A4 groß)
- Der Kopierschutz wurde oft in der Packung mitgeliefert (!). zB die Dial-a-Pirate Wählscheibe bei Monkey Island oder die Abfrage von technischen Details zu Fahrzeugen und Gebäuden bei Dune II (so detailliert waren die Handbücher ;))*hach*.
Da wurden die Spieler noch belohnt für den Kauf.
lg
Jeff
Früher hießen ‘Songs’ noch Lieder und ein ‘Leader’ war als Leitwolf oder Anführer bekannt…
Früher …
… drehten noch alle an einem bunten Würfel um die Farben wiederherzustellen und jeder kannte es (Rubics Cube)
… kamen Urzeitkrebse noch aus Yps und das Futter auf der Folgeausgabe, nicht von Kosmos zu übereuerten Preisen
… sah jeder den Vorspann von “Ein Colt für alle Fälle” weil Heather Thomas da im Bikini durch die Schwingtür kam
… gab es Slime als Spielzeug mit dem man tolle Streiche spielen konnte
… führte selbst Männer Freundschaftsbücher weil man so an die Mädels rankam
… war Viral Marketing für Musik hieß damals dem Freund eine Kasette kopieren, Tape Laufwerke mit Dual Kassettenschacht waren der letzte Schrei
… waren deutsche Lieder fast ausschließlich Schlager und die Gute Musik englisch
… kannte jeder noch Rudi Carell und Dalli Dalli mit dem “Sie fanden das war … Spitze”
… musste man alles Essen und Salziges vor dem Film bereitstellen weil es gab weder Pause noch Werbung während dem Film
… waren Spiele noch Meisterwerke die mehr im Kopf abliefen als auf dem Monitor und komischerweise genausoviel Spass machten
… ab es Disketten oder Kassettenspiele die auf der Rückseite ein Bonusspiel hatten
… gab es auf Apple II Spiele die wenn man die Disk verkehrt herum reinsteckte auf dem Kopf liefen
… lochte man Disketten um auf der Rückseite Daten unterzubringen
… kostete der Spitzen Homccomputer Amiga 1000 mit Monitor 4500 DM
… und das Diskettenlaufwerk vom C64 1395 DM
… musste man um sich in Mailboxen einzuwählen den Telefonhörer in eine Gummimuschel klemmen
.. hatte man ISDN Internet ohne Flatrate, mit Ultima Online kam man da locker auf 1500 DM Telefonrechnung im Monat
… führte selbst Männer Freundschaftsbücher weil man so an die Mädels rankam
teut!
Hach ja, damals
… konnte man noch den Polizeifunk mit handelsüblichen Radios abhören – indem man die Senderwahl einfach über den regulären Bereich gedreht hat.
… hat man noch Quartett (oder auch als Supertrumpf bekannt) gespielt, statt Onlinepoker
… war “Lambada” der Hit des Sommers – und man war der tollste Hecht, wenn man den Song auf Kassette hatte
… waren “Nike Air” Schuhe das absolute Statussymbol in der Klasse und “Diesel”-Sweater (nur echt mit Iro-kopf) das Erkennungsmerkmal der Bonzen
… hat mich die realitätsnahe Grafik von TFX über Wochen gefesselt
… konnte man nur 24 bzw. 36 Bilder mit der Kamera machen und musste dann ein Filmband wechseln – das noch dazu in der Anschaffung und in der Entwicklung gekostet hat. Und das Resultat hat man dann 14 Tage später sehen können, um sich dann zu ärgern, dass die besten Motive doch verwackelt waren.
… waren Fototapeten im Wohnzimmer ziemlich cool
“…hatten bestimmte Serien wie z.B. “Die bezaubernde Djinni” nahezu 50 Prozent Marktanteil. Das kannte jeder. [Magnus]”
Heißt ganz genau genommen “Bezaubernde Jeannie” und kommt jetzt immer Nachmittags um 15.00 Uhr auf ORF1. (Wen’s interessiert^^) Ich habs früher nie gekannt, finds jetzt aber nicht besonders toll^^
Früher hatte man vor dem Kauf von Spielen noch Spielezeitschriften gelesen, heute schlägt der Internet-Versender aufgrund des exakt aufgezeichneten Spielerverhaltens in den Profilen der Konsolenherstellern und den Eingaben in Community-Sites, die optimal passenden Titel vor. (Ein Blick in die Nahe Zukunft wird ja wohl erlaubt sein)
…wurden Politiker noch in Badewannen ertränkt wenn sie ihr Eherenwort nicht hielten
1. Früher ist man in die Disco gegangen, um neue Musik zu hören. Hin und wieder rannten wir zum DJ, um den Titel eines coolen Songs zu erfahren. Am Montag ging es dann in den örtlichen Music-Store, um nach der Schallplatte zu fragen. Oft musste die Platte extra bestellt werden. Das bedeutete: Du hörst ein Lied in der Disco und erst zwei Wochen später kannst du es dir daheim reinziehen.
Heute wollen die Leute in der Disco nix Neues hören. Sie wollen den gleichen Song, den sie sich bereits 60 mal via Radio, MTV, iPod usw reingezogen haben. Und wenn doch mal ein unbekannter Tune gefällt, wird dieser kurz via Shazam analysiert und dreißig Sekunden später der Download-Liste hinzugefügt.
2. Früher gab es noch Schelln, wenn man frech war. Allerorts sah man Erwachsene, die freche Kinder abwatschten. Heute wird gleich das Jugendamt alarmiert, wenn ein Erwachsener ein ungehorsames Kind maßregeln will. Besonders schlimme Arschlochkinder werden heute einfach als hochbegabt deklariert. Früher auch bekannt als “Dumm, faul und frech”.