Mädchen brauchen Idole, das ist bekannt, das ist eines der festgefügten Prinzipien dieses Universums und hat Posterhersteller und Boygroup-Caster reich gemacht. Unser Goldkindtm ist mit seinen 14 Monaten noch ein bisschen jung für unerreichbare Heroen wie Miley Cyrus oder Bill Kaulitz und hat sich demzufolge ein handfesteres Vorbild erwählt: unsere ukrainische Putzfrau. Immer wenn die, eine freundliche Dame in den 30ern mit akademischem Hintergrund und guten Manieren, unsere Wohnung betritt, strebt ihr das Goldkind freudestrahlend entgegen, begrüßt sie ausgiebig und bedient sich dann aus dem Fundus der Putzfrauen-Utensilien, um alle damit zusammenhängenden Tätigkeiten ausdauernd zu imitieren.
Absurd. Von mir hat sie das nicht.
Der Putzfrau ist das übrigens nicht so ganz recht, vermutlich, weil sie befürchtet, dass wir sie später in Regress nehmen, wenn das Goldkind das Kernphysikstudium abbricht, um sich — unter dem Joch der frühkindlichen Prägung — komplett der Putzfrauen-Karriere zu widmen.

Ist das nicht moralisch verwerflich, eine Dame mit akademischem Hintergrund in solch einer niederen Position zu beschäftigen? Ich käme mir dabei irgendwie schäbig vor…
Andererseits: Hauptsache es wird billig sauber… ;-)
In Zeiten der Not frisst der Teufel Fliegen. Aber ich kenne auch nicht die Hintergründe oder möchte gar den Beruf an sich schlecht machen.
Der Grund warum ihr das nicht recht ist könnte auch einfach sein: alles braucht länger, weil sie ihrem Material hinterherrennen muss, sie kommt nicht so schnell zum nächsten Haushalt, wie sie möchte und/oder sie fürchtet, dass die verbrauchte Mehrzeit nicht entlohnt bzw. zur Kündigung führt.
Zumindest könnte ich mir das so vorstellen.
Grüße,
Drizzt
ihr müsst nicht immer alles so ernst nehmen.
nicht alles, was hier steht, stimmt immer wort für wort.
ach du hast dein kleines doch absichtlich auf den stuhl gestellt und den Spongesbob in die Hand gedrückt :D
Aber süüüß :D
Habe mir gerade von meiner Holden erklären lassen, dass das im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung in einem sogenannten Denver-Test geprüft wird: “Ahmt ihr Kind Haushaltstätigkeiten oder typische Handlungen der Mutter nach?”. Spannend das die Kids das ganz von allein machen. Schade, dass sich das nicht bis in die Pubertät hält…
Das ist ganz typisch, das machen alle Kinder irgendwann.
Und ja, vor der Pubertät hört es wieder auf.
Da kann man aber den Aufräumtrieb durch ganz andere Mittel »fördern«. :D
Grüße,
Drizzt
Kenn’ ich, unser Kind (13 Monate) putzt auch gerne. Und schiebt den Staubsauger durch die Gegend. Und räumt die Wäsche in die Waschmaschine. Und das Geschirr aus der Spülmaschine.
Schade, dass es die Disziplin “Windeln selbst wechseln” bisher noch nicht für sich entdeckt hat.
;-)
Ich habe früher mit Staubsaugern und Töpfen gespielt, gilt das auch?
“Von mir hat sie das nicht” ist in dem Zusammenhang weltklasse. Wenn auch etwas entlarvend. :)
Dann spart Euch doch die Putzfrau und lasst das Kind doch einfach putzen. Zwei Fliegen mit einer Klappe
Ach, das Kind putzt etwa so effektiv wie… ich. Uh.
[...] unser Töchterlein einen Putzfimmel hat, schrub ich neulich schon mal. Allerdings war damals die Sache noch relativ harmlos — mittlerweile ist [...]