Wie sieht ein Grumparp aus?

by Gunnar on 6. Mai 2009 · 19 comments

Liebe unbekannte Holzzuschneide-Firma,

wenn Sie es schon auf sich nehmen, im komplexen Markt der Kinder-Holztierfiguren zu agieren, dann geben Sie sich doch ein bisschen mehr Mühe. Es ist ja durchaus verständlich, wenn Sie versuchen, die Tiere ein bisschen zu abstrahieren, Holz ist ja auch ein schwieriges Material, aber es tut doch wirklich nicht Not, dass Ihre hippen Designer die Formen handelsüblicher Tiere dekonstruieren. Das gibt dann vielleicht in hippe-Designer-Kreisen Extrapunkte für Chuzpe, aber bedenken Sie, in welche Situationen das die Väter von kleinen Goldkinderntm bringt — mit großen blauen Kinderaugen schauen die Kleinchen zu Ihren Vätern auf, die sie (noch) für allwissend halten, erwarten sich Aufschluss, Klärung, das Ordnen des chaotischen Universums. Und dann kneifen die Väter ein Auge zu, fixieren das Tier noch mal und stammeln, äh, das, das ist ein, äh, tja, keine Ahnung, ein Grumparp vielleicht. Papa? Was ist denn ein Grumparp? Gibt es das überhaupt? Nun, klar, uh, die leben in Westfriesland, in so kleinen Wäldern und ernähren sich von Igelrobben. Mamaaaa! Papa faselt schon wieder!

So verliert die junge Generation vorzeitig den Respekt vor der Lebenserfahrung der Alten, die Sitten verlottern, Drogenkonsum und Facebook-Nutzung greifen pandemisch um sich, alles wird schlimmer, schlimmer, schlimmer.

Und Sie sind schuld, liebe unbekannte Holzzuschneidefirma.

p5051477[von links nach rechts: Löwe, Igelrobbe, Grumparp]

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