Liebe unbekannte Holzzuschneide-Firma,
wenn Sie es schon auf sich nehmen, im komplexen Markt der Kinder-Holztierfiguren zu agieren, dann geben Sie sich doch ein bisschen mehr Mühe. Es ist ja durchaus verständlich, wenn Sie versuchen, die Tiere ein bisschen zu abstrahieren, Holz ist ja auch ein schwieriges Material, aber es tut doch wirklich nicht Not, dass Ihre hippen Designer die Formen handelsüblicher Tiere dekonstruieren. Das gibt dann vielleicht in hippe-Designer-Kreisen Extrapunkte für Chuzpe, aber bedenken Sie, in welche Situationen das die Väter von kleinen Goldkinderntm bringt — mit großen blauen Kinderaugen schauen die Kleinchen zu Ihren Vätern auf, die sie (noch) für allwissend halten, erwarten sich Aufschluss, Klärung, das Ordnen des chaotischen Universums. Und dann kneifen die Väter ein Auge zu, fixieren das Tier noch mal und stammeln, äh, das, das ist ein, äh, tja, keine Ahnung, ein Grumparp vielleicht. Papa? Was ist denn ein Grumparp? Gibt es das überhaupt? Nun, klar, uh, die leben in Westfriesland, in so kleinen Wäldern und ernähren sich von Igelrobben. Mamaaaa! Papa faselt schon wieder!
So verliert die junge Generation vorzeitig den Respekt vor der Lebenserfahrung der Alten, die Sitten verlottern, Drogenkonsum und Facebook-Nutzung greifen pandemisch um sich, alles wird schlimmer, schlimmer, schlimmer.
Und Sie sind schuld, liebe unbekannte Holzzuschneidefirma.
[von links nach rechts: Löwe, Igelrobbe, Grumparp]

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Soll das rechts vielleicht ein Dromedar mit angewinkeltem Bein sein? Also den »Igel« und den »Löwen« hätte ich noch irgendwie identifizieren können, aber bei dem organgefarbenen Etwas habe mich von dem aufgemalten (Sack?) ein wenig leiten lassen. Gut, und wie das Tier seinen Kopf hält.
Aber ich stimme zu, das etwas realitätsnähere Spilzeugfiguren sicher nicht schlecht wären. Naja, muss man das nächste Mal halt Schleich-Tiere kaufen. Aber die sind dann schon wieder aus Kunststoff.
Grüße,
Drizzt
Ein Dromedar mit einem Höcker am Arsch? Und etwas so komplexes wie ein angewinkeltes Bein passt nicht recht zum Stil, in dem etwa der Löwe gemacht ist.
Evtl. ist das Dromedar ja auch einfach nur weiblich. Wah! gender-mainstream greift weiter um sich!!!
Meine Vermutung beim Grumparp wäre ja eher, dass der Designer während der Gestaltung einen Schlaganfall oder noch Schlimmeres erlitten hat. Oder es ist doch eine Dromedar – aus der Picasso-für-Arme-Kollektion.
Alternativ wäre auch vorstellbar, dass die Firma nach der feindlichen Übernahme durch einen angloamerikanischen Heuschrecken-Fond aus Gewinnmaximierungsgründen auch Verschnittreste, die zuvor im Müll gelandet wären, lackiert und verkauft. Ist vielleicht sogar die wahrscheinlichste Erklärung.
Sieht auf jeden Fall, äh, interessant aus.
Es handelt sich um eine Schlange – soeben ein Domedar verzehrt und sich dessen Gepäck als schmucke Handtasche angeeignet.
Hmmm, vielleicht wurden die lieben Tierchen auch in einer Behindertenwerkstatt gefertigt, darum die ähhhh ungewohnte Form?!
Und ich behaupte ja das ist ne Kuh die vom Designer zuerst in halb kniender Form erdacht wurde der dann aber das Konzept verworfen hat und sie doch lieber anständig stehen lassen wollte…so irgendwie halt eben.
Oha, da hat wohl die Justierung der Zuschneidemaschinen versagt. So kann’s gehen.
Es ist ein orangenes Nilpferd mit geöffnetem Maul – daher die unerklärliche “Delle” (aka Unterkiefer) auf Brustbeinhöhe. Den Beutel kann auch ich nicht erklären…. Woodcutters weedbag?
Ganz klar ein Beuteltier!
Kann gut aus einer Behindertenwerkstatt sein, ich war selbst Zivi in einer Einrichtung in der solche Tierchen mittels Bandsägen hergesägt wurden. Nicht zu vergessen die Bestückung der Gardena-Schlauchkupplungen, deren Dichtungen ab und an aus Langeweile von Mitarbeitern verspeist wurden, aber äh… ja… Holz mit interessanter Formgebung, genau.
Trotzdem oder gerade deswegen lobenswert, nicht den Kram zu kaufen, der für ein Bruchteil des Geldes aus chinesischen CNC-Fräsen fällt…
Wer weiß vielleicht ist es sogar ein Grumparp. man müsste wissen wie alt diese hübschen Figuren sind.
Wikipedia sagt: “Der „Living Planet Index“ des WWF konstatierte im Mai 2008, dass die Artenvielfalt auf der Erde zwischen 1970 und 2005 um 27 Prozent gesunken ist.”
Vielleicht erinnern wir jugendlichen Naturbanausen uns nur nicht mehr an die mittlerweile ausgestorbenen Grumparp-Herden, die einst im fernen 1972 das Landschaftsbild prägten.
Mich hat man als kleinen Jungen in dem Glauben gelassen, es gäbe diese fiesen Wolpertinger wirklich. In den Wald bin ich dann nicht mehr gerne gegangen. So ein harmloser Grumparp hätte wohl kein solches Trauma ausgelöst. Obwohl, der frisst Igelrobben ? scary
Das ist die Schlange, die Guybrush Threepwood gefressen hat! ^^
http://scummvm.plaaay.de/grafiken/spiele/screenshots/screenshot226.jpg
Dieser rosa Klops erinnert mich an einen Embryo mit Bartwuchs…
Southpark hat uns schon vor einiger Zeit gelehrt das Drogenkonsum nicht dabei hilft kreativ zu werden (falls jemand die Folge mit den “Super-School-News kennt)
Das kein Igel. Dreht man das “Tier” kann man eindeutig erkennen, dass es sich um eine Schnecke handelt!
Also bei dem angeblichen ‘Löwen’ hätte ich zuerst auf ein Meerschweinchen getippt.
Das ist locker mal kein Igel.
Das mag jetzt freudianisch motiviert sein, aber der Igel sieht für mich wie ein bestimmtes Körperteil aus, das man Kindern besser nicht zeigen sollte, weil man sonst für ein paar Jahre in den Knast wandern dürfte…
Klare Sache: Ganz links ein Büffellöwe, oben das Rauhaarferkel und rechts ein verkehrtes Kamel! Ganz sicher!
@Gunnar: Das der Höcker zu weit hinten ist, ist schon klar, aber das hatte ich kurzerhand auf die »künstlerische Freiheit« es Designers geschoben. Immerhin würde die Kopfhaltung (nach oben gerecktes Maul) und der eine Höcker für ein Dromedar sprechen. Aber wie ich schon weiter oben schrieb: wirklichkeitsnäher wäre besser.
Sollte die Annahme mit der Behindertenwerkstatt stimmen, wäre ich aber mehr als bereit Abweichungen von der Natur zu akzeptieren. Außerdem fördert so ein Tier nicht nur die Kreativität der Kinder, sondern auch der Eltern. ;)
Grüße,
Drizzt