Innenminister und Killerspiele

by Gunnar on 5. Juni 2009 · 29 comments

Oh. Die Herren Innenminister der Länder, vertreten durch unseren alten Freund, den Keiler-Killer Uwe Schünemann aus Niedersachsen, haben sich mal wieder auf die ach so fürchterlichen »Killerspiele« eingeschossen.

Selig frei von Sachverstand und höheren Hirnfunktionen verwechseln die Herren mal wieder Symptom und Ursache, ignorieren (das scheint eine Art Innenministerprivileg zu sein) den Rechtsrahmen und blöken eine Verbotsforderung heraus, von der sie sicher annehmen, dass sie im Wahlvolk auf Zustimmung oder wenigstens Desinteresse stößt. Im Verfahren wird sich wieder herausstellen, dass das alles so einfach nicht ist, dann wird man irgendeinen Quatsch beschließen, ein USK-Logo, das nicht mehr durch die Media-Markt-Tür passt oder sowas, und sich auf die Schulter klopfen, weil man’s wenigstens versucht hat. Wie schon 2006 und 2007. Wie schon beim Paintball-Verbot. Politik by Bildzeitung.

Haben die eigentlich nichts Besseres zu tun? Ich bin es so leid, mich aufzuregen. Die Politiker, namentlich die Vertreter der zweieinhalb Parteien der großen Koalition, lassen derzeit echt keine Gelegenheit aus, um ihre absolute Nicht-Eignung für verantwortungsvolle Positionen in der Verwaltung unseres Gemeinwesens unter Beweis zu stellen.

Aber ich bin des Themas zu müde, um mich damit jetzt ausführlich zu beschäftigen. In der Sache ist eigentlich alles gesagt.

Update: Der deutsche Kulturrat verurteilt das Statement der Innenminister als “wahltaktischen Schnellschuss” (Quelle).

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