Das Album des Jahres: Fever Ray

by Gunnar on 21. Juli 2009 · 25 comments

Ich versteh’ ja nix von Musik, ich bin in der Eingeschränktheit meiner Vorlieben nicht allzu weit entfernt vom Kuschelrock-Compilationskäufer, nur dass ich eben keine Kuschelrock-Compilations kaufe, sondern immer neue Iterationen von simpler, melodischer Gitarrenmusik mit gesellschaftskritischen Texten. Meine Heroen, von Hot Water Musik über Leatherface, Boy Sets Fire, Rise Against, Thrice, Samiam bis zu Gaslight Anthem und neuerdings die großartigen The Casting Out, klingen alle ähnlich, bei Lichte betrachtet. Konservativer melodiöser Post-Punk-Hochhüpf-Sound. Klar habe ich auch noch ein paar andere Vorlieben, meist für ältere rauhstimmige Herren wie Cave oder Waits oder Cohen, aber Gitarre und (ohne Hirnbluten hörbare sowie) mitsingbare Texte müssen immer dabei sein, sonst erschließen sich mir die Songs nicht.

Soviel zur Ausgangslage. Und dann kommt Fever Ray in mein Leben. Die Soloplatte von, äh, Karin Dreijer Andersson, Stimme von Röyksopps What else is there und weibliche Hälfte des mir total unbekannten Duos The Knife. Vielleicht liegt’s daran, dass ich mit Electronica und so Zeug kaum Erfahrung und daher auch keine Ach-ja-schon-1000mal-gehört-klingt-wie-immer-Antikörper habe. Vielleicht ist das Album aber auch wirklich einzigartig, jedenfalls umfängt es mich, spinnt mich ein, greift mir in die Eingeweide, lässt mich nicht mehr los.

Und ich könnte nicht mal die Musikrichtung benennen. Egal. Hinhören:


[Fever Ray – Triangle Walks]

Wow, oder?

Das sensationelle komplette Album gibt übrigens für faire 6,98 Euro bei Amazon als MP3-Download. Danke übrigens auch an den Kollegen Daniel F., der mir Fever Ray überhaupt erst empfohlen hat. Und an Peggy K., die’s wiederrum Daniel empfohlen hat. Oder so.

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