
Mein kleines Nebenprojekt Berufsgeheimnisse (wurde hier schon ein, zwei Mal erwähnt) ist eine Internetseite, die lustige Tricks und “Geheimnisse” aus Berufen sammelt, in die man sonst nicht so recht Einblick hat.
Das Projekt ist grundsätzlich ein ganz nette Sache, aber, wie mein Freund P. neulich sagte, “so ein typisches Gunnar-Ding — gute Idee, halbherzig durchgeführt, dann sträflich vernachlässigt“. Ahem. Nun. Da hat er nicht unrecht. Das passiert mir zuweilen. Aber nun wird bestimmt alles besser, denn:
Berufsgeheimnisse.de ist ge-relauncht und sieht jetzt aus wie ein richtige Webseite, nicht mehr wie ein nebenbei aufgesetztes Blog. Das ist auch nötig, denn (surprise!) es wird zu den Berufsgeheimnissen ein Buch geben, Ende 2010 oder Anfang 2011 vermutlich. Und da man mit den vierzig bis fünfzig Einträgen, die bislang auf der Site sind, allenfalls einen Bierdeckel füllen kann, brauche ich ein bisschen Hilfe:
Es wäre also nett, wenn jeder der Mitlesenden, der die Grundidee ausreichend okay findet, mal in seinem Alltag wühlen würde, um zu schauen, ob sich da nicht ein druckfähiges Berufsgeheimnis verbirgt. Verlinkungen könnten auch helfen und ein bisschen Reklame bei Bekannten mit interessanten Berufen (“Hey, Dein Schwager ist doch Förster, oder? Der kennt bestimmt ein Berufsgeheimnis für den netten Herrn Kaliban”) ebenfalls. Selber aufschreiben ist übrigens nicht nötig — ich rufe auch gerne an und lasse mir das Geheimnis erzählen. Oder skype an. Oder icqe an. Oder so. Ganz ohne Lohn ist die Sache auch nicht — für eine abgedruckte Einsendung gibt’s zum Erscheinungstermin ein signiertes Exemplar und eine namentliche Erwähnung im Buch. Immerhin.
Vielen Dank schon mal für’s Mitmachen oder wenigstens drüber Nachdenken,
Herr Kaliban
P.S. Zur Anregung schnell ein hübsches kleines Geheimnis:
Kameramann: » Blaues Flackern «
Heutztage filme ich fürs Fernsehen oft Leute, die an Bildschirmen sitzen oder arbeiten — Journalisten, Werber, Manager, Fahnder, Designer, Programmierer, Gamer et cetera. Aus dieser Situation vernünftige Bilder zu zaubern, ist ziemlich schwer. Ich mache immer nach ein paar Sekunden Bildschirm einen Gegenschnitt auf Gesicht oder Augenpartie des Menschen am Rechner, aber das sieht oft nicht besonders aus, weil heutige Bildschirm nicht flackern wie Fernseher und zudem auf dem Monitor meist nicht Spektakuläres passiert, das einen Widerschein werfen könnte.
Also bitte ich den Kameraassistenten, mit einer Minitaschenlampe (die dank eines davor geklebten Stücks blaue Folie blaues Licht wirft), im Gesichtes des Subjektes herumzuleuchten.
Und schon haben wir ein schönes blaues Flackern, das der Szene ein bisschen Lebendigkeit gibt.
[Autor: anonym]

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Nicht, dass du nicht noch andere, unangetastete Projekte am Start hättest … Hrm.
Kommt. Kommt. Dieses hier ist ja jetzt fertig, technisch zumindest.
Wieso giebt es eigentlich einen Markt für Bücher mit Inhalten die im Internet frei verfügbar sind?
Und was mich eigentlich mal Interessiert, basiert das neue Berufsgeheimnisse auch auf WordPress?
Zur ersten Frage: Jede Form hat ihre Stärken. Man hat den PC oft nicht dabei, wenn man im Urlaub am Strand liegt, wenn man im Flieger sitzt, wenn man S-Bahn fährt.
Zur zweiten Frage: Nein.
Darf man fragen wie es dann Realisiert wurde?
Huh? Ist ja nicht realisiert. Noch nicht.
Technisch ist sie doch fertig. Also muss sie irgendwie realisiert worden sein?
Ach, mit “es” meintest Du die Website. Sorry, hatte ich missverstanden.
Die ist handprogrammiert, von einer Agentur.
Kriegen die dann auch was vom Buchgewinn ab?
Ruhm und Ehre, hauptsächlich. Und im Falle des Abdrucks immerhin ein signiertes Buch.
AAL in Reinform. Traumhaft. Das klappt bei den »Großen« meist auch nicht (zum Glück) und so Leid mir das tut, eigentlich kann ich nur hoffen, dass das hier auch so ist… sonst vielleicht mal http://vimeo.com/6141912 gucken.
Grüße vom leicht enttäuschten
Drizzt
Keine Ahnung, was Dein Problem ist.
Leute erzählen/schreiben ein Geschichtchen, ich schreibe es auf/um/neu, ich stelle die Plattform, ich stelle die Sachen hinterher zu einem Buch zusammen und credite die Einzelautoren. Ich habe die Arbeit, ich kassiere im Erfolgsfall ein Honorar. Die Kontributoren erhalten ein Exemplar des Buchs und eine Erwähnung.
Wer nicht mitmachen will, muss nicht.
Problem wäre sicher zu hart in der Wortwahl. Mich stört einfach dieses grassierende Phänomen anderer Leute Arbeit/Wissen zu verkaufen, ohne diese angemessen zu beteiligen. Ist IMO gleich zu diesen Blogs, die man da von einigen Verlagen aus gegründet hat, wo die Autoren nur 50 € bekommen sollten (wer Informationen dazu sucht, kann ja mal an die Blogbar gehen).
Grüße,
Drizzt
“Mich stört einfach dieses grassierende Phänomen anderer Leute Arbeit/Wissen zu verkaufen, ohne diese angemessen zu beteiligen. Ist IMO gleich zu diesen Blogs, die man da von einigen Verlagen aus gegründet hat, wo die Autoren nur 50 € bekommen sollten .”
Der Vergleich ist eher unfair. Und unnötig. Ein signiertes Buch im Wert von, sagen wir, zehn Euro, ist keine ungemessene “Bezahlung” für ein paar Minuten Arbeit, die zudem noch korrekt ge-creditet wird.
@Drizzt: Du vergisst, dass niemand gezwungen wird. Wer damit nicht leben kann, soll halt nichts einreichen.
@Gunnar: Sieht schick aus. Schöne Seite. Auf jeden Fall (um Längen, ach was, Welten) besser als die alte Seite. Vielleicht finden sich jetzt ja mehr Träger von Berufsgeheimnissen, die diese mit uns teilen wollen.
wow, war grade auf der seite… hat sich ja wirklich extrem gemausert.
Die Idee gefällt mir gut. Du versteckst nur das Formular zu gut. Da gehört ein fetter “Dein Berufsgeheimnis”-Button auf die Startseite.
Guter Hinweis. Ich schaue mal.