Leben unter dem Putzstern

by Gunnar on 3. September 2009 · 9 comments

Dass unser Töchterlein einen Putzfimmel hat, schrub ich neulich schon mal. Allerdings war damals die Sache noch relativ harmlos — mittlerweile ist das alles eskaliert und wir leben wie Bundeswehrrekruten am Putztag.

Ich illustriere das mal an ein paar Beispielen: Die Kleine nimmt sich ein Spielzeug aus dem Koffer of Many Thingstm (ein magisches Spielzeugreservoir in ihrem Zimmer), ich schnappe sie, um ihr die Windel zu wechseln, da schreit sie “Koffer!” und wir müssen erstmal zurück, um das Spielzeug ordentlich zu verstauen. Vor das Windeln hat Gott eben das Kofferpacken gesetzt. Wenn ich beim Präparieren des Milchfläschchens drei Mikrogramm Pulver verstreue, werde ich mit der Kampfansage “Sauber! Sauber!” und energischem Deuten auf den nahebei griffbereit liegenden Schwamm zur Ordnung gerufen — und ehe nicht alle Spuren getilgt sind, darf ich mit dem Leben und Atmen nicht fortfahren. Am frühen Morgen werde ich an der Hand zum Staubsaugerschrank geführt, damit Madame sich dort an der Quelle versorgen kann. Habe ich einen Kratzer am Arm, wird der sofort entdeckt, als nicht Papa-zugehörig eingestuft und wegzuwischen versucht. Und mit einer Spülbürste und einem Topf kann sie sich 15 Minuten still beschäftigen.

Absurd. Von mir hat sie das nicht.

Und schade nur, dass sie an diese Episode keine Erinnerung mehr haben wird, wenn wir in zehn Jahren darum kämpfen werden, dass sie ihr Zimmer aufräumt.

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Lorenz September 4, 2009 um 09:26

Video aufnehmen?

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Batolemaeus September 4, 2009 um 09:30

Das nennt man “Beweise sichern”, Herr Lorenz!

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Herr Olsen September 4, 2009 um 09:37

Großartig.
Ich hoffe auch immer noch darauf, dass es Sohnemann Finn (5) in 10 Jahren immer noch so viel Spaß macht die Spülmaschine auszuräumen wie derzeit.

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Tim September 4, 2009 um 10:30

Kinder sind toll!

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Al September 4, 2009 um 13:13

Nun man sollte sich dazu diziplinieren jeden Tag die Freude mit seinem Kind zu maximieren und solche Dinge nicht zum Alttag verkommen zu lassen.( Was ist wirklich wichtig!?) Am besten schnell alles dokumentieren ,bloß wann soll man sich das alles anschauen ???
Zitat”Und schade nur, dass sie an diese Episode keine Erinnerung mehr haben wird, wenn wir in zehn Jahren darum kämpfen werden, dass sie ihr Zimmer aufräumt.”
Sie wird sich nicht daran erinnern aber du wirst es und das ist noch viel wichtiger! ;)

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Konrad September 4, 2009 um 14:18

Und da sag noch einer Frauen wären nicht zum putzen geboren… *duck*

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siR September 4, 2009 um 14:37

“schrub” … interessantes Imperfekt! ;)

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Gunnar September 4, 2009 um 16:07
Lord Quinex September 4, 2009 um 17:50

Jaja, Kinder essen auch schon 5 Jahre später nicht mehr willig alles, was man ihnen früher servieren konnte, sie geben Widerworte, und Aufräumen ist für sie ein kleines Land im Himalaya^^

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