Ich bin, zugegeben, ein aufmerksamer Betrachter von Wahlplakaten. Meine Faszination dafür ähnelt ein bisschen der von Leuten, die gerne Unfälle angucken — es ist eine Mischung aus Ekel und Grusel, hauptsächlich.
Beispiele für scheußliche oder doofe oder fehldesignte Plakate findet man gleichermaßen bei allen Parteien, aber meine besondere Aufmerksamkeit gilt den Kandidaten der CSU, die bringen da noch sowas Rübennasiges mit rein. Das beste Beispiel ist natürlich mein besonderer Freund Bernd Posselt, über den ich schon so viel geschrieben habe, aber auch Herbert Frankenhauser, MdB, legt sich schwer ins Zeug, wie dieses Plakat beweist:

Wow. Da hat sich offenbar der Herr Frankenhauser geärgert, dass er auf keinem Foto gemeinsam mit Shootingstar von Guttenberg zu sehen ist. Aber ach, die moderne Technik wird’s richten, mag er sich dann gedacht haben — meine Sekretärin war doch neulich auf einem Photoshopkurs an der Volkshochschule. Schnell den Wirtschaftsminister reingebaut und fertig ist das Plakat.
Aber, hm, an der Schnittkante ist’s ein bisschen ungenau? Dann machen wir da eben noch einen Verwischeffekt rein. Der Baron hat weißere Zähne als der Kandidat? Das kann man reparieren, ein paar Klicks später leuchtet auch dem Herbert sein Gebiss. Nur noch ein Problem: Von Guttenberg hat gesunde, rosige Haut, während man dem Herrn F. die Stammtischweißbier durchaus ansieht — das Leben als Vorsitzender des Deutschen Instituts für Reines Bier e. V. hinterlässt eben seine Spuren. Aber Photoshop hat auch dafür eine Lösung: Dann bekommt der Minister eben auch ein bisschen Alkoholikerröte ins Gesicht.
So. Fertig. Jetzt bitte wählen.

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Hoschi, jetzt mal ganz ehrlich, du nervst!
Disclaimer: Dieser Kommentar ist mit Rücksicht auf die Zukunft verfasst.
“Rücksicht auf die Zukunft”
…
Das ist doch auch ein nettes Paradoxon! :)
Lässt sich der Herr Kaliban eigentlich dafür bezahlen, oder hat er nur Spaß daran über die CSU Kandidaten herzuziehen.
ALF, die Kollegen der CSU bitten doch förmlich darum. Was die Sekretärin nämlich noch wegretuschiert hat, ist der Aufdruck “Steilvorlage”, den viele dieser Kandidaten aufweisen ;)
Schreckliches Bild von diesem Frankenhauser,das sieht aus als ob er einen gewaltigen Überbiss hätte.Und diese Photomontage auf Amateurniveau versetzt dem ganzen den Todesstoß
“sowas rübennasiges”
made my sunday!
die, die ähnliche weißbier-stammtisch-kultur als teil ihres lebens bezeichnen, werden ihre stimme gern der CSU geben. leider bist du, Gunnar, nicht die zielgruppe. :)
Was die CSU kann können wir schon lange… http://media101.zgt.de/content/96/86/81/5A/9686815ABILD2DBMGKNTOUXPIEORCZSYNRX521072009145639/D892023902796.JPG
Genau dieses Plakat ist mir auf schon aufgefallen. Der deutliche Qualitätsunterschied beider Bilder kann man hier online leider nicht so gut sehen. Selbiges gilt für die grausige schwarze Kante zwischen den beiden Anzügen. Bisher ist das echt das schlechteste Plakat dieses Jahr.
Allerdings war man in der Messestadt (West glaub ich) in München so freundlich und hat das Plakat noch mit der Aufschrift “Dick und Doof” über den Köpfen der beiden verschönert.
Achja, wie steht es dieses Jahr eigenltich mit einer neuen Version des Plakatschämens?
Das nur nebenbei: Mein persönliches Lieblingsplakat für die Bundestagswahl ist ja von der MLPD, der Marxistisch-Leninistischen Partei Deutschland. Die zeigen besagten Lenin mit dem schönen Spruch “Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser!”
Das neue Plakat sieht jedenfalls bedeutend besser aus.
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