Der Elektrische Reporter zum Thema “Die Zukunft des Journalismus — wer soll das bezahlen?”. Alles ganz schlüssig und halbwegs logisch zusammengefasst. Kann man mal angucken, finde ich.
Medienmassen statt Massenmedien
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der typ ist überhaupt nicht witzig. und auch nicht geistreich. das ist nur wieder die halbironische parodie der persiflage auf… was eigentlich?
Ja, irgendwie kocht die sogenannte Medienwelt ständig in ihrem eigenen Saft, siehe nicht nur das verlinkte Video, sondern auch das berühmte Pamphlet zu dem, was man früher Netiquette nannte.
Meine Frage wäre: Kann man den traditionellen Journalismus, wie er im Video aus gutem Grund verteidigt wird, und das neue massenhafte Blogger-Dasein überhaupt vergleichen? Wenn nein, dann wären solche Diskussionen, wie im Clip angeregt, überflüssig.
Hmmm, also den eigentlichen Bericht fand ich ganz gut. Der Moderator sprach allerdings grausam zäh. ;)
Die Idee mit dem Bezahlcontent kann vielleicht funktionieren, aber ich fände es besser, wenn man auf jeden Internetanschluss deutschlandweit eine Art “Journalismus-Pauschale” draufzahlen würde. Sozusagen eine Art Flatrate – und wenn’s pro Anschluss generell “nur” 2 Euro sind. Quasi als einfache Sicherung der besonders gefährdeten Bereiche, wie z.B. Auslandsberichterstattung oder Politik. Denn Qualitätsjpurnalismus sollte für jeden Menschen zumindest frei erreichbar sein (auch wenn vielleicht bei einigen kein unmittelbares Interesse besteht). Nur so eine Idee…
@Kasimir
Der Beitrag dreht sich nicht um die Streitfrage “Sind Blogs überhaupt Journalismus im traditionellen Sinne?”, denn das sind sie nicht. Es geht um das Problem, dass es im Netz kein Modell gibt um Netz-Qualitätsjournalismus zu bezahlen: Es geht nicht über Anzeigen, (größtenteils) nicht über Quersubventionierung und auch (noch) nicht über Paid-Content. Und da dem Internet eine immer größere Bedeutung in unserer Gesellschaft zukommt und der traditionelle Journalismus scheinbar koheränt dazu an Bedeutung verliert, ist die Diskussion durchaus berechtigt.
@zippo
Die Frage ist nur: Wer erhebt diese “Journalismus-Pauschale”? Der Staat, der die Mittel dazu hätte? Oder doch eine unabhängige Institution wie die GEZ? Wenn ich mir ansehe, wie unbeliebt die Rundfunkgebühren und wie wenig geschätzt die Öffentlich-Rechtlichen Anstalten sind, glaube ich kaum, dass sich dieser Ansatz durchsetzen wird.
Eine nicht unerhebliche Frage: Wer hat denn in Deutschland die “Macht” im Internet? Momentan steht hinter jeder großen Webseite ein Verlag. Und die Verlage haben auf der einen Seite kein Interesse daran, eine Art Konkurrenzmedium zu unterhalten, das ihr Hauptgeschäft schädigt. Kein Wunder also, dass sich die Verlage nach der “guten alten Zeit” sehnen. Andererseits erkennen sie die Bedeutung des Internets und versuchen halbherzig, in das “Medium der Zukunft” zu investieren. Das erklärt, glaube ich, die fast schon schizophrene Haltung der Verlage dem Internet gegenüber.
Außerdem haben die Verlage durch ihren guten Organisationsgrad und durch ihre ökonomische Macht eine bessere Verhandlungsposition als, sagen wir, Blogger und freie Journalisten, die eine Veränderung wollen. Also werden die Verlage den Status quo wohl noch so lange wie möglich aufrechterhalten wollen. Bis einer Pleite geht.
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