Windows 7 — na und?

by Gunnar on 23. Oktober 2009 · 46 comments

Ich bin ein kleines bisschen irritiert– was soll die ganze Hysterie in Twitter, Medien und Blogs um den Launch von diesem Windows 7?

Ich bin nun kein IT-Experte und habe auch die Beta von Windows 7 nicht ausprobiert, aber hey, so wie ich das verstehe, tut Windows 7 letztendlich doch nur das, was eigentlich Vista schon 2007 hätte tun sollen, aber einfach nicht getan hat. Sich jetzt zu freuen, dass man den Problemen einer teuren Software durch den Kauf einer neuen Fassung derselben teuren Software beikommen kann, ist ein bisschen sad.

Natürlich ist es schön, dass das missratene Vista (seinerzeit übrigens auch schon als bestes OS seit Erfindung des heißen Wasser beworben) jetzt abgelöst wird, aber nach so einem Desaster würde ich erwarten, dass MS den Kunden die nächste Variante als kostenloses Upgrade per singendem Boten ins Haus liefert, mit Goldschleifchen drum. Immerhin haben Privatnutzer und Firmen erst kürzlich ordentlich Geld für Vista ausgegeben — ein Betriebssystem ist ja nichts, was man in jedem ungeraden Jahr neu kaufen will. Das jetzt auch noch so halb-lustig zu karikieren, indem man insistiert, dass jetzt aber wirklich alles einfacher würde, das, liebe Redmonder, ist nachgerade frech.

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Ruben Oktober 23, 2009 um 11:16

Was sollen sie sagen, dass es einfach immer noch nur ein Windows ist?
Geld ausgeben würde ich dafür auch nie, aber an meiner Uni bekomm ich es kostenlos (legal). Daher werde ich es mal zum Testen auf meinem Mac installieren.
Dieser künstliche Hype, den man wohl Apple abgeschaut hat (Launch Partys etc.) wirkt aber bei Microsoft einfach nur lächerlich.

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Simon Oktober 23, 2009 um 11:19

Da stimme ich zu. Ich habe den Release Candiate installiert, der hat nicht nur ein paar kleine Vista-Problemchen alle gelöst, sondern ist bisher auch noch nie angestürzt. Trotzdem sollte das eigenlich ein Hygiene-Faktor sein (will heissen: wenn vorhanden, gibt es dafür kein Extra-Lob, wenn’s nicht funktioniert hingegen Schimpfe).

Allerdings habe ich auch immer das Gefühl, dass viele User auf Vista rumhackten, weil man das eben so macht. Allgemeine Microsoft-Bashing mit Hurra-Gebrüll. Es gab vor einiger Zeit einen Usability-Test, wo Mirosoft Test-Usern Vista vorsetzte und behauptete, es wäre ein Prototyp des “neuen Windows”. Und siehe da, plötzlich fanden es die meisten wunderbar und viel besser als leidige Vista (leider fehlt mir der Link, finds nicht mehr).

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Gunnar Oktober 23, 2009 um 13:55

Ah, man hat auch schon Windows-Nutzern Linux vorgesetzt und gesagt, es wäre ein neues Windows. Fanden auch alle klasse.

Das beweist nichts ;-)

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Styg Oktober 23, 2009 um 14:34

Das beweist immerhin, dass der Einfluß von Suggestion und Konditionierung größer ist, als der technisch argumentierbare Anteil an der Meinungsbildung.

zippo Oktober 23, 2009 um 11:30

Och, ich finds eigentlich garnicht so schlimm das Ganze. Wer Vista unbedingt haben wollte hat es sich eben damals gekauft und muss jetzt halt für ein neues Betriebssystem zahlen. Wenn ich mich recht entsinne waren Pläne für einWindows 7 schon frühzeitig bekannt, insofern hätte man sich zu dem damaligen Zeitpunkt auch locker für zwei zusätzliche Jahre XP Professional mit SP3 entscheiden können.

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Ich bin ein PC Oktober 23, 2009 um 11:34

Mhhh…sich als Apple-Fan über die aktuelle Windows-7-Hype-Welle aufzuregen ist irgendwie…ähhh…absurd. Apple Fans bejubelen jedes kleine Update als Revolution und denken jedesmal Steve Jobs hätte den Heiligen Gral der Computer-Welt gefunden. Dabei macht es Apple ganz genau so: Snow Leopard ist ein Service Pack – dafür ruft Apple mal geschmeidige 30 Euro auf. Software-Updates für den iPod Touch kosten regelmässig einen Zehner usw usw.
Baut Apple feine Hardware und ist Mac OS ein gutes Betriebssystem? Sicherlich! Aber Windows 7 ist es nunmal auch richtig gut geworden. Und ein Argument a la “War schon immer schlecht, wird deswegen immer schlecht bleiben” ist doch für einen Test-Redakteur der alten Schule wie dich eher schwach :)
Und dadurch das Windows besser geworden ist, wird Mac OS ja nicht schlechter – also wo ist das Problem?

http://www.youtube.com/watch?v=WOO0giz3qUs

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cat5e Oktober 23, 2009 um 12:02

“Snow Leopard ist ein Service Pack”

Uh… nein, es ist alles andere als das:

http://arstechnica.com/apple/reviews/2009/08/mac-os-x-10-6.ars

Ich wünschte, Microsoft würde endlich mal seine Windows-Codebasis so gründlich umkrempeln, wie Apple es mit Mac OS X bei 10.6 getan hat; vor allem diese künstliche Trennung zwischen 32/64-bit Versionen des OS ist sowas von 90ies. Vom konsequenten Abschneiden alter (API-)Zöpfe will ich gar nicht erst anfangen…

Und die Erklärung, warum Software-Updates für den iPod Touch kosten *müssen* (zumindest bis vor kurzem noch), findet man in jedem besseren ‘financial accounting 101′ Lehrbuch. HTH

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Ich bin ein PC Oktober 23, 2009 um 12:20

Wir müssen gar nicht streiten: Mac OS ist wirklich gut, ich habe es ausprobiert und es gibt wenige Sachen die mich stören. Aber es ist ganz sicherlich nicht der weiße Ritter der Betriebssysteme, so wie es Apple immer gern darstellt (Gastaccount?). Mein einziger Punkt in dieser Diskussion: Windows 7 ist gut geworden, dadurch wird Mac OS nicht schlechter, aber Apple wird es gegen dieses Windows deutlich schwerer haben als gegen das wirklich üble Vista.

Und zum Thema Ipod: Wer fast 400 Euro (oder auch 200 Euro für eine kleinere Version) für einen iPod Touch auf den Tisch legt, kann wohl erwarten, dass bei diesen mächtigen Preisen zukünftige Softwareupdates inklusive sind – da reicht gesunder Menschenverstand vollkommen aus, da brauch es keine weiteren Business-Kasper-Bücher :)

Gunnar Oktober 23, 2009 um 14:00

Ach, ich sage ja gar nicht, das Windows 7 schlecht ist, weil MS schon immer schlecht war. Verwende auf der Arbeit seit Jahren problemlos XP/SP3.

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Jürgen F. Oktober 23, 2009 um 11:54

Vielleicht hat MS einfach mal geguckt, mit welchen Strategien andere ihr Geld verdienen. Ersetze im Text “Vista” einfach mal mit “Adobe Creative Suite”. Da hast Du das selbe Problem, nur in weit höheren Preisregionen.

Mit Vista hatte ich im Vergleich zu Adobe jedoch nie Probleme.

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Freigeist Oktober 23, 2009 um 12:30

Apple macht es sich ja auch einfach. Ich mein, deren Betriebssystem läuft nur auf Apple-Produkten. Windows läuft auf unzähligen verschiedenen Hardwarekonfigurationen. Ich stelle mir vor, dass so was sehr viel schwieriger zu realisieren ist, also nur für ein paar Geräte. Ist es nicht sogar so, dass das neue Snow Leopard nicht mal auf allen Apple-Geräten läuft, nicht mal denen, die erst ein paar Jahre alt sein? Da nehm ich mir doch lieber Windows.

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Styg Oktober 23, 2009 um 12:59

Die Überschrift trifft’s: “Windows 7, na und?”
Sachlich oder objektiv setzen sich doch die wenigsten mit einem neuen OS auseinander, in der Regel werden Befindlichkeiten breitgetreten. Win7 ist schlicht eine weitere Iteration, wie das Vista oder XP das davor auch waren.

Wer sich 2001 XP gekauft hat, konnte nun über acht Jahre hinweg ein OS nutzen, samt Aktualisierungen. Das wird bei Vista ähnlich sein. Das steht in keinem Verhältnis zu anderweitigen Hardware- oder Softwarekosten. Ich kauf mich doch auch nicht sofort ‘nen neuen 5er wenn das neue Modell Anfang nächsten Jahres rauskommt und beschwere mich dann über die hohen (selbstgewählten) Kosten?

Die 32/64Bit-Unterscheidung ist eine absolute Notwendigkeit. Denn ein Großteil der heute im Produktivbetrieb eingesetzten Software basiert auf 32-Bit- oder sogar 16-Bit-Code. Gerade aus der Abwärtskompatibilität ergibt sich die Mächtigkeit und Dominanz von Windows. Ich rede hier nicht von den aufgebohrten Office-Schreibmaschinen mit Bespaßungsfunktionalität die die meisten Win- und Mac-Rechner nun einmal darstellen. Apple bedient schon rein aus historischen Gründen eine völlig andere Klientel die z.B. akzeptiert, dass a) größere Updates bezahlt werden und b) danach wahrscheinlich Updates/Neukäufe von Anwendungssoftware aufgrund von Imkompatibilitäten notwendig wird. Daher kann Apple das Unix-Derivat OsX unter ganz anderen Gesichtspunkten weiterentwickeln. Weil akzeptiert wird, dass ein auf dem neuesten Stand gehaltenes OsX samt z.B. der Adobe Creative Suite ein _Schweinegeld_ kostet. Natürlich liegt das nicht daran dass Apple “böse” ist. Hier greift schlicht economy of scale. Ich denke, dass Apple es sich nicht leisten könnte, kostenlose Updates in ähnlichem Umfang wie Microsoft zu bieten. Denn auch Apple weiß ganz genau dass langfristige Kompatibilität Kunden bindet. Da bleibt nur die Flucht nach vorne in’s Hochpreissegment – dort kann man Lifestyle und Exklusivität verkaufen, dort gehören blumige Worte und großartige Verpackung zum Repertoire.

@Simon: Stimme zu, die meisten User können im Blindtest weder XP/Vista/Win7 voneinander unterscheiden, weder hinsichtlich Absturzverhalten noch Geschwindigkeit.

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Drizzt Oktober 23, 2009 um 13:15

Vielleicht nimmt es ja der Ein oder Andere zum Anlass »Good-bye, Microsoft!« zu sagen und mal was neues auszuprobieren. ;)

Grüße,
Drizzt

P.S.: Zum Thema Windows-7-von-xyz-unterscheiden, fällt mir immer nur http://www.zdnet.com.au/insight/software/soa/Is-it-Windows-7-or-KDE-4-/0,139023769,339294810,00.htm ein.

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D@mien Oktober 23, 2009 um 13:41

Der ganze Hype ging irgendwie total an mir vorrüber. Mag daran liegen, dass ich von Vista nie was bewegend Positives gelesen/gesehen habe. Hab’s hier beim Rechner auch schleunigst runtergeschmissen und XP drauf gepackt.

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Eldest Oktober 23, 2009 um 14:20

Als jemand, der Vista nur ein leises Naserümpfen zu Ehre hat kommen lassen, interessiert es mich wenig, wie wenig 7 im Gegensatz zu Vista ändert. Was es im Gegensatz zu XP ändert finde ich hingegen gut. Deshalb werde ich es mir auch zulegen.

Es ist das, was Vista hätte sein sollen. Vista-User dürfen sich aber natürlich trotzdem verarscht fühlen.

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hello Oktober 23, 2009 um 17:20

Habe seit ~1 jahr Vista – zuvor xp sp2 – und bin absolut zufrieden mit dem system…
Hatte ich mit einem neuen rechner gekauft und (dadurch) absolut keine perfomanceprobleme…(hatte ich mit xp aber auch nicht)
allerdings ist vista bei mir noch kein einziges mal abgestürzt/eingefroren und hatte auch nach kleinen hardware startschwierigkeiten keinen einzigen bluescreen mehr – und in der richtung hatte ich mit xp doch des öfteren probleme
einziger kritikpunkt: mein vista fährt sehr lange hoch – aber die 3min 2-3x am tag kann ich verkraften

werde demnach (vorerst) bei vista bleiben – und evtl demnächst auf meinem studentennotebook das kostenlose 7 mal antesten…
verarscht komme ich mir gar nicht vor, sondern bin sehr zufrieden mit meinem vista.

PS: wie schon jmd angesprochen hat habe ich das gefühl das es einfach “in” ist über vista zu lästern – wie zB. seinerzeits auch über Tokio Hotel

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Mone Oktober 23, 2009 um 14:59

Ein neues Windows. Der Hype darum, den ich erwartet hatte, der ist ausgeblieben. Auf Arbeit nutze ich einen Mac mit der typischen Apple-Software, an die man sich schnell gewöhnt, aber die einen auch nicht unbedingt aus den Socken haut. Zuhause dann auf der Spielemaschine das altbewährte XP und das wird auch so bleiben. Ich lass mich da nicht anstecken. Erstmal abwarten, was da noch so kommt.

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Ayon Oktober 23, 2009 um 17:06
Ben Oktober 23, 2009 um 17:19

Es gibt vielleicht eine handvoll Firmen, die Vista produktiv einsetzen. Viele haben es erst garnicht getestet oder sind nach internen Tests wieder auf ein anderes (älteres) OS zurück.

Weils irgendwo in den Kommentaren erwähnt wurde :)

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Falcon Oktober 23, 2009 um 18:16

Der ganze Blog Eintrag wird bereits von Dir selbst im allerersten Satz ausgehebelt:

“Ich bin nun kein IT-Experte und habe auch die Beta von Windows 7 nicht ausprobiert”

Tja, wenn man keine Ahnung hat…

Sorry, aber man kann nunmal nicht über etwas schreiben, wovon man keine Ahnung hat. Ausserdem war Vista bei Weitem nicht so schlecht, wie es von “Journalisten” der “Fachpresse” (GameStar… hahaha… Eure Hardware-Redaktion taugt (leider) gar nichts) suggeriert wird.

Die meisten Probleme die Vista (und jetzt auch 7) haben, sind die User, die einfach nicht bereit sind, sich an neues zu gewöhnen.

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Gunnar Oktober 23, 2009 um 19:04

“Sorry, aber man kann nunmal nicht über etwas schreiben, wovon man keine Ahnung hat. “ (Falcon)

Ich schreibe ja auch nicht über die Qualitäten von Windows 7, wie Dir bei sorgfältigen Lesen aufgefallen wäre, sondern nur über den Hype und die Werbung. Dafür muss man, glaube ich, nicht Informatik studiert haben. Ein Urteil erlaube ich mir nur über Vista und das hatte ich zwei Jahre auf mehreren Rechnern im Produktiveinsatz.

“Journalisten” “Fachpresse” hahaha Hardware-Redaktion taugt gar nichts

Ich würde mir einen mild zivileren Umgangston hier wünschen. Und ich arbeite nicht für die GameStar-Hardware-Redaktion — undifferenzierte Kritik bitte direkt dorthin.

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Hannes Oktober 23, 2009 um 23:58

Naja, ich glaube, das größte Problem der Hardware-Spalte ist einfach, dass sie keinen Platz haben, um ordentliche Artikel und genug Tests abzudrucken, um einn einigermaßen genaues Bild des Marktes abzubilden.
Aber dringender interessieren würde mich, wo der gute Herr Wieselsberger abgeblieben ist. Der schreibt ja irgendwie keine News mehr. Hatte zumindest schon irgendwie einen gewissen Unterhaltungswert. Und die ganzen Übersetzungsfehler erst.

Hannes Oktober 27, 2009 um 20:54

Ah. Zu früh gefreut. Da ist er wieder.

Ben Oktober 23, 2009 um 18:17

Es wird wirklich Zeit, dass sich ein neues Windows durchsetzt. So ausreichend vielen XP auch erscheinen mag, man merkt an allen Ecken und Enden wie rückständig und umständlich etliche Systemkomponenten nach 8 Jahren sind, z.B. der USB- und WLAN-Support oder die Sicherheitsarchitektur. Die Servicepacks haben sicherlich die Lebenszeit verlängert, aber können nicht auf allen Ebenen helfen.

Egal was man vom relativ schnellen OS X-Zyklus halten mag, durch kleinere Updateschritte reduziert Apple etliche Probleme bereits im Vorfeld und kann schrittweise neue Technologien einführen ohne eine grosse Anzahl der Nutzer gleichzeitig zu verprellen.

Ich wünsche Windows 7 nicht die Weltherrschaft, aber eine schnellere Verbreitung als bei Vista würde meinen Ärger deutlich reduzieren, wenn ich mal irgendwo ein W-Lan einrichten oder eine USB-Festplatte anstecken darf.

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Marvin Oktober 23, 2009 um 20:32

naja ich glaub ja auch dass das ding im vergleich zu vista wirklich besser geworden ist, aber das erste was ich davon mitbekommen hab ist wie es den laptop des freundes meiner schwester zum dauerabsturz gebracht hat. erste eindrücke und so

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Alex Oktober 23, 2009 um 20:56

Ich hab da so eine Theorie, was den Windows 7 Hype angeht.

Als Vista erschien, haben sich eine ganze Menge Leute (darunter auch die vermeintliche Fachpresse) vollmundig über alles Mögliche beklagt. Geschwindigkeit, Systemstabilität, etc.
Die meisten dieser Kritikpunkte wurden im Laufe der Zeit behoben, oder lagen ohnehin nie in Microsofts Einflussbereich.
Weil man aber unglaublich dumm dastehen würde, wenn man zugeben müsste, dass der erste Eindruck falsch war und sich Vista zu einem brauchbaren Werkzeug gemausert hat, springen jetzt viele auf den “Windows 7 macht endlich alles richtig!”-Zug auf und können weiterhin behaupten, Vista sei der Software-gewordene Holocaust.

Windows 7 hat ein paar brauchbare Neuerungen gebracht, aber es hat seinen Grund, dass in Microsofts Versionssystem nur Windows 6.1 ist. Jeder, der jetzt behauptet, Windows 7 und Vista spielten nicht in der gleichen Liga entlarvt sich meiner Meinung nach als Nachplapperer.

Von Styg:
“Das beweist immerhin, dass der Einfluß von Suggestion und Konditionierung größer ist, als der technisch argumentierbare Anteil an der Meinungsbildung.”

Das hat meine vollste Zustimmung.

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Ich Oktober 23, 2009 um 21:45

Naja, der positive Windows 7-Hype und der negative Vista-Hype heben sich im Grunde nur gegenseitig auf. Zusammengenommen geben sie dann vielleicht eine realistische Einschätzung wieder. Aber hübsch sieht’s aus, und das ist gar nicht so unerheblich wie die Leute immer sagen.

Sooo schlimm fand ich Vista auch nicht, muss ich sagen. Also, hat mir genau so gut gefallen wie XP, aber umgestiegen wär ich auch nicht.
Aber Stygs Kommentar zur Suggestion und Konditionierung sagt ja schon so ziemlich alles was man hier noch über Hypes sagen könnte.

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hoschi Oktober 23, 2009 um 22:10

die win7 diskussion regt mich irgendwie auf. Denn was ist win7 schon ? Ein neues SP für Vista, nicht mehr nicht weniger. Ein neues OS sollte schon mehr bieten als eine aufpolierte Taskbar und kleine Verbesserungen in der Performancem denn das hätte man bei Vista auch nachpatchen können. Aber genau das ist der Punkt. Die Durchschnitts-User machen die ach so tolle Genialität von win7 nur an solchen banalen Dingen wie der Optik fest. Daher labern jetzt alle das gleiche nach: win7 ist genial und vista scheisse, checken dabei aber nicht dass sie im endeffekt das gleiche System benutzen. 95% der User würden gar nicht mal merken, dass sie Vista benutzen würden wenn man da einfach nur die GUI austauschen würde. soviel dazu.
Außerdem profitier win7 ja von der Treiberarchitektur von vista und hat dadurch kaum Probleme mehr mit Treibergeschichten. Somit fällt dieser Negativpunkt schon mal weg, den Vista beim Start hatte. Also würde es ohne dieses Vista gar kein win7 geben.
Darum hat MS sich auch davor gedrückt möglichst viele Systemverbesserungen einzugühren weil so wieder die Kompatibilität gelitten hätte. Komischerweise wird dieses Fehlverhalten von den Benutzern gewürdigt weil sie deswegen sich nicht drüber aufregen dass ihre 2 Jahre alte TV Karte oder was auch immer noch läuft. Mir wäre mehr Inkompatibilität lieber gewesen aber dafür mehr technischer Fortschritt.

was OSX angeht: da ist vista oder win7 deutlich besser, aber mit apple usern zu diskutieren ist so als ob man versuchen würde einen Brief an den Weihnachtsmann zu schicken. Außerdem muss unter Apple Systemen weder großartig viel Fremdsoftware noch Fremdharware laufen . und was die tolle “Hardware” von Apple angeht: die verbauen doch gar nicht mehr ihren eigenen PowerPC Schrott sondern sind auf PC Hardware umgestiegen. das sagt doch schon alles.

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Ben Oktober 24, 2009 um 01:23

Irgendwie niedlich.

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hoschi Oktober 24, 2009 um 11:02

finde ich auch

MadCat Oktober 25, 2009 um 00:47

Windows 7 hat tiefgreifende Änderungen am Kernel und der SMP- bzw. SMT-Unterstützung im Vergleich zu Vista. Insbesondere geht es dabei um die Thread-Verteilung bzw. Umschichtung auf die einzelnen CPU-Kerne bei schwankender Auslastung und die grundsätzliche Effizienz der Kern-Verwaltung. Sowas einfach mit einem Service Pack zu liefern, ist keine gute Idee.
Mehr Hintergrundinformationen was sich da alles geändert hat, findet man bei Toms Hardware in den Tests der neuen Core i5 und i7-CPUs.

Wer PowerPC-CPUs als Schrott bezeichnet, hat von Hardware offensichtlich überhaupt keine Ahnung.:

1. PowerPC ist eine CPU-Architektur von IBM. Apple war nur Kunde.

2. Die Dinger werden oft im professionellen Workstation- und Server-Bereich (Blade!) eingesetzt — oder sind das alles Idioten, weil sie Schrott verbauen?

3. Falls Du eine Xbox 360 oder PS 3, lies mal nach, welche CPU die verwenden.

4. PowerPC verfügt im Vergleich zu x86 über einen einfachen, sehr effizienten Befehlssatz und schleppt keine 20 Jahre alten Lasten mit sich rum. Die meisten Dual- bzw. Quad-G5 PowerMacs stehen entsprechenden Mac Pro mit Xeons (gleiche Kernanzahl und ähnliche Taktung) in nichts nach.

Und OS X hast Du wohl nur mal fünf Minuten benutzt. Windows 7 ist gut, hat einiges kopiert (Dock -> neue Taskleiste) und man kann angenehm damit arbeiten. Den Workflow eines OS X hat es aber noch lange nicht. Aber das merkt man erst, wenn man sich mit dem System auch mal längerfristig beschäftigten würde, anstatt Schwachsinn zu schreiben …

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hoschi Oktober 26, 2009 um 17:16

mag ja alles stimmen was du über die PowerPC Architektur schreibst, aber wenn du ein wenig aufgepasst hättest dann würdest du wissen was ich gemeint habe: nämlich die leistungsfähigkeit der Desktop Computer PowerPC Prozessoren. Und die sind nun mal Schrott im Sinne von Leistungsmäßig meilenweit der x86-Architektur von Intel entfernt. Oder was meinst du warum sich Apple nun nach Jahren endlich davon entfernt? Dass PowerPC im Kern ne feine Sache ist, will ich gar nicht bestreiten.

Und natürlich hat win7 auch gewisse tiefergehende Änderungen im Kernel usw. Aber das ist alles nichts bahnbrechendes Neues was ich persönlich von einem neuen OS erwarte. Ich will ein modulartisiertes win os mit grundlegenden Architekturänderungen ohne den alten ballast von vor 20 Jahren.

Was den Vergleich der Superbar mit dem Dock von OSX angeht, empfehle ich den Link:
http://arstechnica.com/software/news/2009/01/dock-and-windows-7-taskbar.ars
Solche Aussagen wie “kopiert” usw sind doch lahm. Und der Workflow ist unter osx sicher kein deut besser, sondern meiner Meinung nach und der des Links eher schlechter…

Aber gemäß den mac-userns ist unter osx ist natürlich alles besser was sich in solche hyppen Begriffe wie workflow pressen lässt.

Not my foult Oktober 24, 2009 um 10:19

Was mich wirklich nervt: Die meisten Probleme macht gar nicht das Windows. Kurz vor dem Vista-Launch habe ich mir damals eine absolute Highend-Webcam mit Stereo-Mikrofon und allem Zip und Zap gekauft – 100 Schleifen damals. Ein paar Wochen später kommt Vista und Creative hat natürlich keine Treiber am Start. Bis heute gab es nur ein paar rudimentäre Beta-Treiber für Vista und für 7 kommt natürlich nix mehr, da die Weiterentwicklung eingestellt wurde – und das für ein hochpreisiges Markenprodukt – die haben nichtmal gescheite Treiber für die gesamte Garantiezeit der Webcam geliefert. Da kann das Betriebssystem so gut oder schlecht sein wie es will, wenn die Hersteller nicht mitziehen…

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niklas Oktober 24, 2009 um 13:38

also ich bin von vista64 (was am ende klasse lief bei mir) auf w7 64 umgestiegen.
> (windows live) mail stürzt bei jedem 10 start ab
> das autoupdate für (microsoft) office 2007 funktioniert nicht.

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Usakar Oktober 24, 2009 um 22:15

Benutze vista 64 bit und fühle mich damit wie der paradiesvogel technischer probleme, wenn ich damit versuche lösungen (lösungen im eigentlichem sinne und nicht in versnobter IT sprache) im internet zu finden.

Aber eig ist das einzige problem alte programme die unter 64 bit partout nich funktionieren/ starten wollen.
Das größte “tastaturzerbeissen” hat mir da punkbuster beschehrt, was eifach nicht mit CoD4 funktinieren wollte obwoohl…. (ich höre hier auf weil ich sonst agressive flashbacks kriege weil ich mein lieblingsspiel IMMERNOCH nicht im multiplayer spielen kann ohne XP zu booten)

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blackAngel Oktober 29, 2009 um 00:12

Also wer Apple Hardware kauft und Software regelmäßig erneuert, der darf sich wirklich nicht darüber aufregen dass Microsoft des öfteren eine neue Version von Windows rausbringt und die so viel kostet… wirklich nicht. Ein Mac kostet mehr als ein PC. Wenn man sich den PC selbst zusammenstellt kriegt man den nochmal um einiges günstiger… Wer Apple kauft, hat keine Probleme damit, Geld auszugeben. Die einzigen Produkte die nicht total überteuert sind, sind die 13” Notebooks, auch wenn die schon um einiges mehr kosten, als “PC”-Notebooks.

Aber ich muss zugeben… Windows7 ist echt um einiges besser als Vista, und Vista ist an sich nicht schlecht, aber Vista kaufen und dann Windows7 kaufen kann echt sehr teuer kommen… das hat mich auch schon gestört…
Zum Glück bin ich in den Genuss von einem MSDNAA Account gekommen^^…
Wobei es bei Windows7 einige gute Angebot gibt/gab… Gibt ja auch Upgrades von XP/Vista auf Windows7 afaik.

@Usukar: BTW ich hab auf Windows7 RC COD5 gezockt, keine Probleme mit Punkbuster… (wobei ich Punkbuster immer schon schlecht fand.) Kollege spielt CoD 4+5, weiß von keinem Problem auf Vista…

XP ist zu alt. Wüsste keinen Grund wieso ich das noch benützen soll… Vielleicht für einige Firmen sinnvoll, die Software haben die auf neueren Betriebssystemen nicht funktioniert…
Vista ist besser, aber extrem Leistungfressend.
Windows7 find ich einfach geil. schnell und sieht gut aus. Hat viele extras, die Taksleiste und mit allem drum und dran ist einfach perfekt. Neue Tastenkürzel die bei mir schon alltäglich verwendet werden sind auch total komfortabel.

@Not my foult:
Ja zum Teil sind auch die Hersteller schuld, überhaupt bei Laptops kommt es oft vor dass die Treiber vom Laptop Hersteller zur Verfügung gestellt werden müssen. Diese werden sowieso seltenst aktualisiert.
Creative an sich macht ganz gute Hardware, die Treiber waren aber immer schon katastrophal… Ich werd mir so schnell nichts mehr von Creative richten.

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Mibran Oktober 29, 2009 um 11:17

Das Thema auf den Punkt gebracht: Das Gute ist der Feind des Besseren. Ok, der gute Voltaire formulierte es andersherum, aber es passt. Es ist wohl das Schicksal unseres Wirtschaftssystems, dass es künstlich Nachfrage generieren muss, um sich aufrechtzuerhalten.

Jene Funktionalitäten, die Otto Normalverbraucher benötigt, waren bereits mit Windows95 abgedeckt. Seit NT/2000 haben wir im Kernel echtes Multitasking, das seit den Multicore-Prozessoren auch verzögerungsfreies Arbeiten ermöglicht. Beschränken wir uns auf das, was die Masse der Anwender tagtäglich benötigt, bietet Windows 7 keinen echten Mehrwert. Den Marketing-Trick, neue DirectX- oder sonstige Software-Versionen älteren Betriebssystemen vorzuenthalten, sollte man Microsoft eher vorwerfen, als mit einem Kauf belohnen.

Dennoch nutze ich Windows7 seit dem Release Candidate. Warum? Als Systembetreuer muss ich möglichst vor allen anderen Anwendern in all die Fallen laufen, die jede neue Software mit sich bringt. Und ich muss Microsoft bescheinigen, dass sie ihre Hausaufgaben diesmal gemacht haben. Anstatt Windows 7 wie Vista im stillen Kämmerlein zu entwickeln, weitab von allen Anwenderbedürfnissen, hat man die Benutzer recht früh in einen Community-Prozess eingebunden, sie als Betatester eingespannt und ihnen dabei auch noch das Gefühl gegeben, dadurch besonders priviligiert zu sein. Hut ab.

Herausgekommen ist mit Windows 7 tatsächlich ein Betriebssystem, mit dem sich wieder flott arbeiten und auch spielen lässt. Ob das so betrachtet anstatt eines Fortschritts nicht eher einen geschlossenen Kreis darstellt, muss jeder für sich selbst beantworten. Spätestens aber wenn Schlüsseltechnologien nur noch für Vista/Windows7 zur Verfügung gestellt werden, erübrigt sich diese Frage ohnehin wieder einmal.

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