Rechts, links, Sonntagslinks

by Gunnar on 6. Dezember 2009 · 38 comments

Die Sonntagslinks sind eine in wöchentlichen Ausgaben veröffentlichte Linkliste, liebevoll zusammengesucht von Herrn Kaliban und einigen seiner Leser, diesmal namentlich Krautmeister, Klaus und Tasuki.

VIDEO: Kabarettist Hagen Rether spricht über Islamfeindlichkeit. Schon was älter, der Text, klingt aber gerade wieder sehr frisch. ###

VIDEO: Der immer wieder gern genommene Wilhelmsschrei. ###

VIDEO: Ein hübsch choreographierter Weihnachtstanz. Mit Robotern. ###

VIDEOS: Die Jungs von Improv Everywhere improvisieren überall lustige Szenen. ###

VIDEO: Charly the Unicorn ist offenbar eine Art Web-Klassiker, der mir bislang entgangen war. Episode 3 ist die beste, sagt Kaliban-Leser Krautmeister. ###

BILDER: Historische Fotos, neu interpretiert. ###

BILDER: Wenn sie in Star Wars Facebook-Accounts hätten… ###

BILDER: 14 brillant minimalistische Anzeigenmotive. ###

BILDER: Wenn man wollte, könnte man sogar Barcodes hübsch aussehen lassen. ###

BILD: Very gradual change we can believe in. ###

BILD: Findet die Unterschiede zwischen Google UK und Google China. ###

BILD: Was Leuten zu Weihnachten so passieren kann. ###

BILD: Man kann ja nicht sagen, dass die Leute in diesen sozialen Netzwerken nicht nett wären. Wenn sie helfen können, tun sie’s. ###

COMIC: Der Abstieg in die Klientenhölle — aus dem Leben eines Webdesigners. ###

TEXT: Wo all die bekloppten Namen bekannter Bands herkommen. ###

TEXT: Sascha Lobo forscht über Trolle. ###

TEXT: Der Guardian schreibt über die dunkle Seite des Internets. ###

TEXT: Playing by the Rules ist eine Studie zweier schweizerischer NGOs über die Beachtung des humanitären Vökerrechts (früher “Kriegsrecht”) in aktuellen Computerspielen. ###

BLOG: 100 Gedichte. An einem Tag. ###

BLOG: Der Taubenvergrämer gibt zu, dass er peinlich ist. ###

SITE: Beim Appventcalendar gibt’s jeden Tag eine kostenlose iPhone-App. Hübsch. Bei dieser Gelegenheit möchte ich auch noch schleichwerbenderweise auf die Adventskalender bei Making Games und GameStar hinweisen. Ahem. ###

SITE: PaperC ist eine Plattform, auf der man online kostenlos Fachbücher lesen kann. Gegen Registrierung. Hm. ###

GAME: Von Missile Command kann man gar nicht zu viele Klone gespielt haben, denke ich. ###

GAME: Continuity ist wirklich ein brillantes kleines Spiel. ###

PRODUKT: Bin nicht sicher, ob ich das wirklich brauchen kann, dieses Sugru, aber die Idee ist clever. ###

Und als Rausschmeißer ein VIDEO, wie immer. Diesmal mit Riesenrobotern, die Montevideo angreifen:

{ 35 comments… read them below or add one }

aeq Dezember 6, 2009 um 22:45

Du nennst Hagen Rether einen Comedian? Was kommt als nächstes? Bezeichnest du Marc-Uwe Kling als Kleinkünstler? Egal, wieder mal eine sehr gute Linklist, danke!

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hugn Dezember 7, 2009 um 00:25

aeq hat es schon gesagt. Das ist Kabarett was Rether macht. Aber ansonsten wieder eine sehr gute Auswahl

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Sebi_313 Dezember 7, 2009 um 00:45

Nun, zur Kritik am Islam sei angemerkt, dass sie durchaus berechtigt ist. Es gibt insgesamt 206 Suren im Koran, die zur Gewalt aufrufen. Steht da wirklich drin. Kann man nachlesen wenn man will und sich die Mühe macht. Zur Gewalt gegen Frauen und Ungläubige, also fast allen Deutschen, da hierzulande ca. 90% keinen Islamischen Glauben haben.

Wie die Suren auszulegen sind, und wann sie anzuwenden sind und ob man sie überhaupt beachten soll, kann man drehen und wenden wie man will. Aber was ist, wenn dann wirklich ein strenggläubiger Moslem daher kommt und das ernst nimmt, was dort steht. Denn wenn jemand Moslem ist sollte er sich auch an die Worte im Koran halten. Er kann das hier im Moment sicherlich nicht frei ausleben, ohne selbst verhaftet zu werden. Aber auch dies hält nicht alle davon ab.

Warum also eigentlich keine Kritik am Islam? Warum wird Kritik am Islam verpönt und verschrien? Warum nicht offen gesagt und darüber diskutiert, was dort im Koran steht und Moslems gelehrt wird? Warum gilt Kritik am Koran sofort als rechtsradikal und der Koran an sich nicht als Menschenverachtend? Ja, warum eigentlich nicht…?

Übrigens. Im Gegensatz zum Koran findet sich im Neuen Testament kein einziger Aufruf zur Gewalt. Schön, nicht wahr! :-)

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Gunnar Dezember 7, 2009 um 10:23

Ich verstehe, du sprichst von Stellen wie dieser, oder?

Und sollst dich mit ihnen nicht befreunden: eure Töchter sollt ihr nicht geben ihren Söhnen, und ihre Töchter sollt ihr nicht nehmen euren Söhnen. Du sollst mit ihnen oder mit ihren Göttern keinen Bund machen. [...] Denn sie werden eure Söhne mir abfällig machen, daß sie andern Göttern dienen; so wird dann des HERRN Zorn ergrimmen über euch und euch bald vertilgen. Sondern also sollt ihr mit ihnen tun: ihre Altäre sollt ihr zerreißen, ihre Säulen zerbrechen, ihre Haine abhauen und ihre Götzen mit Feuer verbrennen. Verstört alle Orte, da die Heiden, die ihr vertreiben werdet, ihren Göttern gedient haben, es sei auf hohen Bergen, auf Hügeln oder unter grünen Bäumen, denn du bist ein heiliges Volk dem HERRN, deinem Gott, Dich hat der HERR, dein Gott erwählt zum Volk des Eigentums aus allen Völkern, die auf Erden sind.

Ach nee, das ist ja aus der Bibel.

Vielleicht eher die hier?

Es sollen auch ihre Kinder vor ihren Augen zerschmettert, ihre Häuser geplündert und ihre Frauen geschändet werden.

Ach nee, ist ja auch aus der Bibel.

Was ich damit sagen will: Was in alten Büchern geschrieben (*) steht, muss nicht direkt unser Zusammenleben im Jahr 2009 beeinflussen. Außerdem hey, die amerikanischen Christen, die Brandbomben auf Abtreibungskliniken werfen (einfach mal “Army of God” googlen), hält man uns von muslimischer Seite auch nicht ständig vor.

Das Christentum hat die halbe Welt unterworfen, Christen haben die Öfen in Auschwitz befeuert, die Indianer ausgerottet, die Inkas hingeschlachtet, den Regenwalt gerodet et cetera pp. Alles vielleicht nur, weil Moses gesagt hat “Geht hin und macht euch die Erde untertan”. Ist eben eine aggressive, auf Expansion gerichtete Religion, könnte man denken.

Wenn dich Intoleranz stört, solltest du lieber Buddhist werden, denke ich.

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Marcus Dezember 7, 2009 um 09:33

*stöhn*
ach, komm Sebi, du willst hier doch gar keine Antworten auf deine doofen Fragen. Diskutiere doch in den YouTube-Kommentarspalten :)..Oder google doch lieber nach Antworten. Ich verspreche dir, du findest viele intelligente Menschen, die dein krummes Meinungsbild sekundenschnell zum Einstürzen bringen. Wird dich natürlich nicht davon abhalten, denen – wie auch mir, wahrscheinlich – Politische Korrektheit oder Gutmenschentum “vorzuwerfen”. Und nein – ich weiß – du bist nicht rechtsradikal oder fremdenfeindlich, davon gehe ich jetzt wirklich aus. Du willst halt bloß mal “unbequeme” Fragen stellen, weil du dich, natürlich, einer Minderheit zugehörig fühlst, die sich, natürlich, als einzige dem fiesen Islamfaschismus entgegenzustellen traut. “Denkt denn hier auch mal jemand an unsere Kinder”
Klarer Fall von Minarett-Syndrom.

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Sebi_313 Dezember 7, 2009 um 09:57

@Marcus: Du kannst mir ruhig vorwerfen, dass ich “unintelligent” und rechtsradikal bin, was du ja zu wissen scheinst.
Verrate mir nur eins: Habe ich die Unwahrheit gesagt? Jeder Moslem muss sich, per Definition seines Glaubens, an die Worte des Korans halten. Und was ist, wenn er das wirklich tut? Davor kannst du nicht einfach deine Augen verschließen. Was dann passiert kannst du im Iran sehen ;-)

Übrigens: Politisch Korrekt, wie du dich ja bezeichnest, wäre es, auch unbequeme Fragen über den Koran zuzulassen und nicht sofort jeden zu verunglimpfen der solche Fragen aufwirft ;-)
Du kannst ja mal versuchen mir eine “Intelligente” Antwort auf diese Fragen zu geben!

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Gunnar Dezember 7, 2009 um 10:14

Nur die Ruhe. Was Leute wie Marcus und auch mich aufregt, ist diese Henryk M. Broder-Attitüde, die auch bei Dir durchscheint, dieses “Man wird ja wohl noch ohne Denkverbote sagen dürfen, dass der Islam per se eine gewalttätige Religion ist”.

Das haben wir, ehrlich, schon ein bisschen oft gehört.

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Sebi_313 Dezember 7, 2009 um 10:23

@Gunnar: Ich was nicht was der Broder so alles gesagt. Das interessiert mich auch ehrlich gesagt nicht sonderlich. Ich kann nicht alles verfolgen was irgendein Verleger irgendwann mal sagt. Dann hätte ich viel zu tun.
Ich sage nur, was ich denke und was Richtig ist. Und es ist eine Tatsache dass der Islam eine Gewalttätige und Intollerante Religion ist. Denn im Koran steht ganz eindeutig, dass man die Ungläubigen verfolgen und mit dem Schwert zum Islam bekehren soll. Mit anderen Worten, alle die nicht zum Islam überteten sollen getötet werden.

Warum soll ich also tolerant gegenüber eine intolleranten Religion sein?!

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Gunnar Dezember 7, 2009 um 10:24
Sebi_313 Dezember 7, 2009 um 10:54

@Gunnar: Ja, was dort steht ist aus dem Alten Testament. Ich beziehe mich hier ganz eindeutig nur auf das Neue Testament und die Worte und Lehre Jesu.
Zur Info: Das Alte Testament ist größtenteils an das Volk Israel gerichtet, nicht an die Christen!

Und wer behauptet, dass es Christen waren, welche die Hochöfen von Ausschwitz befeuerten irrt. Denn selbst wenn sie sich als solche bezeichneten, sind es noch lange keine. Christ ist man durch seinen Glauben und seine Taten, nicht durch Geburt oder durch ein bestimmtes Ritual. Tötet man wahllos Menschen, ist man kein Christ mehr. Genauso wie die ganzen Kreuzfahrer auch keine Christen waren, sondern sich nur so bezeichneten. Die haben den Glauben nur vorgeschoben um ihre Taten zu rechtfertigen und andere zu blenden und zu betören. So ähnlich wie diverse Moslems welche die Beschneidung der Frau mit dem Koran rechtfertigen, obwohl es dort nicht geschrieben steht.

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Gunnar Dezember 7, 2009 um 11:22

Ah, mordende Christen sind natürlich keine richtigen Christen, die schieben das bloß vor, das ist dann Individualschuld, da muss man praktischerweise keine Grundsatzdiskussionen führen. Mordende Moslems hingegen, oho, die folgen dem Koran, das ist Kollektivschuld und gibt uns natürlich das Recht, über eine ganze Religion zu richten. Sorry, aber das ist doch alles nur ein Fall von “Ich mach’ mir die Welt Widdewidde wie sie mir gefällt.”

Man kann (ohne sein Hirn übermäßig mit Wissen zu belasten) auch aus der hohlen Hand die Gegenthese zu dir konstruieren, geschichtliche Ereignisse und religiöse Texte lassen sich bekanntlich so und so auslegen.

Ich zitiere mal einfach aus dem freundlichen Koran, einer Kampfschrift der Toleranz: Rufe mit Weisheit und milder Ermahnung die Menschen auf den Weg deines Herrn, und wenn du mit ihnen streitest, so tu es auf die sanfteste Weise; denn dein Herr kennt den, welcher von seinem Weg abweicht, ebenso wie er die kennt, welche recht geleitet sind. Wenn ihr Rache an jemandem nehmt, so nehmt sie nur im Verhältnis des Bösen, welches er euch zugefügt hat. Doch wenn ihr das Böse mit Geduld hinnehmt, so ist das noch besser für die geduldig Tragenden. Darum ertrage du mit Geduld. Diese Geduld kann dir nur durch den Beistand Allahs zuteil werden (deine Geduld sei in Allah). Sei auch wegen der Ungläubigen nicht traurig und sei nicht darüber betrübt, was sie listig ersinnen; denn Allah ist mit denen, welche gottesfürchtig und aufrichtig und rechtschaffen sind. (16,126-129)

Und jetzt zwei Stellen aus dem hasserfüllten Neuen Testment, das gläubige Christen quasi zur Intoleranz und Selbstverstümmelung verpflichtet: Er aber antwortete und sprach: Jede Pflanze, die mein himmlischer Vater nicht gepflanzt hat, wird ausgerottet werden. (Das Evangelium nach Matthäus 15.13) oder auch Und wenn deine rechte Hand dir Anlass zur Sünde gibt, so hau sie ab und wirf sie von dir; denn es ist dir besser, dass eins deiner Glieder umkommt und nicht dein ganzer Leib in die Hoelle geworfen wird. (Matthäus 5.27-30)

QED. The river runs both ways. Man macht sich das Leben natürlich schwerer, wenn man einen Blick für Grautöne entwickelt, aber die Erfahrung lehrt uns, dass man mit schwarzweißen Pauschalbehauptungen eigentlich immer falsch liegt.

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Marcus Dezember 7, 2009 um 11:35

Sebi_313, wie ich oben schon geschrieben habe; ich gehe wirklich, ohne Ironie, erstmal davon aus, dass du nicht rechtsradikal bist. Ehrlich. Und Intelligenz habe ich dir nicht abgesprochen. Ich verstehe nur nicht, wie man sich mit einigermaßen viel Aufwand durch “berüchtigte” Suren arbeitet und daraus eine Absolutheit ableitet, dann aber wahrscheinlich nicht mal halb so viel Arbeit in Recherche zu stecken, um seine Fragen auch wirklich aus Lust an der Information beantwortet zu bekommen. Viel interessantere Fragen wären doch: Wie viele verschiedene Übersetzungen der Suren gibt es? Wie werden generell einzelne Suren in verschiedenen Kulturkreisen interpretiert? Was sagen aufgeklärte, am Dialog interessierte Muslime zu den von dir so panisch bewertete Suren? Wie stark ist der Konflikt zwischen moderaten und fanatisierten Muslimen? Welche Islamauslegung hat generell eine breitere Anhängerschaft? Und das ginge ewig so weiter.
Ich unterstelle dir mal ganz frech, dass du dir schon längst ein Gerüst aus unreflektiertem Halbwissen, Verschwörungstheorien und verallgemeinernden Stereotypen gebaut hast, an dem du natürlich nicht rütteln willst. Könnte ja einstürzen. Du nimmst über eine Milliarde Menschen in Sippenhaft, steckst alle in einen Sack, schlägst mit dem Knüppel drauf und erklärst dann süffisant lächelnd, dass du ja eh den Richtigen getroffen hättest. So funktioniert die Welt nicht. Ich empfehle dir wirklich mal eine ehrliche Auseinandersetzung mit Personen, die sich tatsächlich gut auskennen. Sei aber auch bereit, deine eigene Meinung und Ansicht in Frage zu stellen.

PS: beginne niemals nicht deine Sätze mit “es ist eine Tatsache…” ohne Entsprechende mit einem Link zu beweisen.

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Sebi_313 Dezember 7, 2009 um 12:15

Natürlich ist das ganze Individuell. Der Christ muss nicht seinen Nächsten lieben und der Moslem muss nicht die Ungläubigen töten.
Doch sind sie dann noch wahre Christen oder Moslems?
Ist das dann nicht vielmehr ein sehr individueller Privatglaube der sich aus Elementen von diesem oder jenem zusammensetzt? So ähnlich wie jeder Hindu seinen eigenen Hausgott verehrt der ihm dies und das vorschreibt, währen sein Nachbar das und dies gesagt bekommt?

Ich denke da sehr strikt. Der wahre Gläubige hält sich an das was ihm seine Religion vorschreibt. Grundlage der Religion ist in beiden Fällen ein bestimmtest Buch (Koran oder NT). Und nun stellt ein Vergleich an. Zwischen dem Christen der sich genau an das neue Testament hält und an den Moslem der sich genau an den Koran hält. Und mit dieser einfach Schlussfolgerung mach ich mir die Welt keineswegs wie sie mir gefällt sondern beziehe mich nur auf das was in diesen Büchern geschrieben steht.

@Marcus: Um es dir als Tatsache zu beweisen habe ich mal meinen Koran aus dem Schrank geholt und zitiere aus Sure 2, 190: “Und tötet sie (die Ungläubigen), wo immer ihr auf sie stoßt, und vertreibt sie…”. Daneben findest du in Sure 4,33 eine Aufforderung Frauen zu schlagen wenn sie dir nicht gehorchen. Das wären nur zwei Stellen. Links dazu oder derartiges wirst du im Netz wohl genug finden. Ich lese das lieber selber nach, anstatt mich auf das zu verlassen was irgendwer in irgendwelchen Foren schreibt. Da kann man schließlich alles mögliche behaupten ;-)

Und natürlich gibt es verschiedene Übersetzungen. Sowohl des Neue Testamentes als auch des Korans. Und jeder Übersetzer bringt in die Übersetzung seine eigenen Überzeugungen und seine eigenen Gedanken mit ein, indem er es auf die eine oder andere Art und Weise übersetzt.
Trotzdem wirst du, egal welche Übersetzung du nimmst, einen Grundtenor raus hören. Eine Grundeinstellung die eben diese Religion ausmacht.

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Gunnar Dezember 7, 2009 um 12:29

Ah, jetzt sind wir schon beim “Grundtenor”.

Ist allerdings ein bisschen schwierig, dir dorthin zu folgen: Man muss erstmal die Hälfte von Gottes Wort (das alte Testament nämlich) ausblenden, obwohl Jesus die dort aufgestellten Regeln keineswegs abgeschafft hat. Dann geschichtliche Ereignisse und tägliche Wirklichkeit vergessen. Und, jetzt wird’s ein bisschen schmerzhaft, auf konkrete Textexegese verzichten. Der komplette Vers lautet nämlich Und tötet sie, wo immer ihr auf sie stoßt, und vertreibt sie, von wo sie euch vertrieben haben; denn die Verführung (zum Unglauben) ist schlimmer als Töten. Und kämpft nicht gegen sie bei der heiligen Moschee, bis sie dort gegen euch kämpfen. Wenn sie aber gegen euch kämpfen, dann tötet sie. Solcherart ist der Lohn der Ungläubigen. (2:191) Das klingt schon weniger nach einer Auffforderung, wahllos Christen zu sprengen, sondern nach dem was, es ist: die Rechtfertigung, als Selbstverteidigung Gewalt anzuwenden. Dazu passt auch hübsch die nächste Zeile: Wenn sie aber aufhören, so ist Allah allverzeihend, barmherzig. (2:192) Das hätte dir auffallen können, wenn du wirklich den Koran aus dem Schrank genommen hättest, wie du sagst.

Wie ich schon sagte: Man macht sich das Leben natürlich schwerer, wenn man einen Blick für Grautöne entwickelt, aber die Erfahrung lehrt uns, dass man mit schwarzweißen Pauschalbehauptungen eigentlich immer falsch liegt.

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Sebi_313 Dezember 7, 2009 um 13:31

Ja, Jesus widerruft diese Regeln nicht, da sie nicht an alle Menschen gerichtet sind. Ansonsten hätten sich sämtliche Christliche Kirchen in den letzten 2000 Jahren auch dafür aussprechen müssen Ehebrecherinnen oder ungehorsame Kinder zu steinigen (kommt beides im AT vor). Jesus hat mit dem was er sagte und lehrt einen neuen Weg begründet. Nicht nur für das Volk Israel sondern diesmal für alle Menschen. Und Jesus hat keineswegs behauptet, das alle im Alten Testament aufgestellten Regeln für sämtliche Menschen gelten. Er hat die dortigen Regeln, mit Ausnahme der 10 Gebote nicht übernommen.

Und ich vergesse keineswegs geschichtliche Ereignisse. Aber nur weil jemand behauptet Christ zu sein, ist er es noch lange nicht. Jeder kann schließlich behaupten was er will. Aber das hat mit dem, was in den Evangelien steht, nichts zu tun. Wie bitteschön bringst du Jesus Gebot “Liebt einander” mit den Kreuzzügen oder der Hexenverbrennung überein? Beides wurde angeblich von Christen begangen. Ich würde sagen, das bringt man gar nicht überein. Sondern da hat jemand die Religion als Vorwand genommen seine eigenen kranken Ideen durchzusetzen und sich zur Religion kräftig was dazu gedichtet.

Zu den oben zitierten Suren: Wenn du noch einen Vers weiterliest (2,193) steht dort aber auch: “Und kämpft gegen sie, bis es keine Verwirrung (mehr) gibt und die Religion Allah gehört. Wenn sie aber aufhören so soll es keine Gewalttätigkeiten geben außer gegen diejenigen die Unrecht tun.”.
Mit anderen Worten wird hier Gewalt gegen alle die, die sich nicht zum Islam bekennen wollen befürwortet.
(Diese Stellen sind mir also aufgefallen. Aber ich wollte nicht den ganzen Koran zitieren ;-)

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Gunnar Dezember 7, 2009 um 13:46

“Mit anderen Worten wird hier Gewalt gegen alle die, die sich nicht zum Islam bekennen wollen befürwortet.” (Seb_313)

Man könnte aber auch ein bisschen genauer hinschauen und herausfinden, dass bei all diesen Stellen im Koran (u.a. auch 22: 39 ff), bei denen es um Krieg gegen andere geht, eine vorangegangene Vertreibung angesprochen wird: “und vertreibt sie, von wo sie euch vertrieben haben”. Das deutet stark darauf hin, dass hier historisch auf den Kampf in der Umgebung Mekkas Bezug genommen wird. Wäre es anders, wäre es auch grob widersprüchlich, denn der Koran spricht sich zwar stark gegen “Götzenanbeter” und andere Polytheisten aus (etwa in 2:221), geht aber normalerweise freundlich mit den anderen Schriftvölkern um: “Diejenigen, die glauben, und diejenigen, die Juden sind, und die Säbier und die Christen, all die, die an Gott und den Jüngsten Tag glauben und Gutes tun, haben nichts zu befürchten, und sie werden nicht traurig sein. (5:69)”

Aber ich bin kein Islamtheologe und habe wenig Lust, hier stundenlang Textstellen zu tauschen — nichts, was die Realität oder ich vorzubringen haben, wird dich umstimmen, nehme ich an.

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Pomme Dezember 7, 2009 um 13:33

Ach, Religion. Ehm… and now for something completely different. Hahaha, das Einhorn kannte ich noch nicht. Und Charly ist bestimmt nochmal doppelt so komisch, wenn man vorher irgendwas genommen hat. Oh, was natürlich nicht gut wäre, der ist auch so schon komisch genug. Man muss es ja nicht übertreiben.

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ingo Dezember 7, 2009 um 14:26

Lieber Sebi*Zahl*,

wir sind uns doch sicherlich einig, dass weder die Bibel, noch der Koran vom Himmel gefallen sind, sondern von Menschen verfasst wurden, nach dem damaligen Gesellschaftsbild. Beiden Schriften auch nur im Ansatz in allen Punkten generelle Vernunft und überdauernde Gültigkeit zuzuweisen, halt ich persönlich für Bockmist. In beiden Büchern steht (ohne dass ich sie gelesen habe) unendlich viel tumber Mist, selbst durch liebevolle Deutung der Texte bleibt es vermutlich bei… Mist. Eine Religion auf dieser Grundlage aufzubauen ist mMn absolut grob fahrlässig (diese persönliche Beurteilung liegt mein Menschnebild zugrunde, dass Menschen als eher verkomplizierenende, selbstzerstörerische, relativ dumme Wesen hält).

Aber portieren wir das doch mal in die Gegenwart. Nehmen wir an Günther Jauch/Michael Schumacher/i-dont-care-who schreibt/schreiben ein Buch, nennen es Bubel oder Kurin und behaupten der Inhalt wäre vomnm “Herrn” zu ihnen herabgetragen worden. Würde dem jmd folgen? Nein? Aus gutem Grund nicht! Leider Gottes gibt es aber Leute die diese steinalten, grauenvoll formulierten Schinken für der Weisheit letzter Schluss halten. Genauso gibt es aber auch Leute, die die ganze Sache sehr relativiert sehen, diese sind dann aber nicht zwingend weniger Christ oder Moslem als andere, man könnte sie (positiv formuliert) “aufgeklärt” nennen.

Vieles was fremd ist und wir nicht in Gänze verstehen können, macht uns Angst und löst auch oft Abneigung aus. Es ist aber sehr gefährlich aus dieser Position heraus ein striktes Urteil zu fällen. Insbesondere, wenn die Informationen die zur Meinungsbildung beitragen nicht aus erster Hand stammen / selbst erarbeitet sind, sondern über dritte weitergetragen werden.

Einigen kann man sich aber eigentlich grundsätzlich auf “keiner ist perfekt”, man darf auch unbequeme Fragen stellen und grau ist besser als schwarz-weiß. Leider Sebi*Zahl* bist du bei deiner Betrachtung eher schwarz-weiß.

Und btw. die kath. Kirche hat erwiesener Maßen die Schandtaten des dritten Reichs mind. toleriert und sich dafür auch (soweit ich meine mich zu erinnern) auch schon entschuldigt. Und komm mir nicht mit Kirche ungleich Cristentum.

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Sebi_313 Dezember 7, 2009 um 14:35

@Gunnar: Ja, man könnte davon ausgehen das eine vorherige Vertreibung gemeint war. Aber historisch betrachtet ist es ehr so, dass der Islam seit seiner Gründung ehr diverse andere Völker vertrieben hat und sich so nach und nach im ganzen Nahen Osten und nördlichen Afrika bis nach Indien hin ausbreitete.
Und bei dieser einen Stelle. Was ist denn wenn ich kein Jude, Säbier oder Christ bin, sondern beispielsweise Buddhist, der eben nicht an den jüngsten Tag glaubt? Ist Gewalt gegen diese dann zu rechtfertigen?

Aber du hast natürlich Recht, dass wir beide keine Theologen sind. Und wir könnten wahrscheinlich noch diverse Stellen austauschen. Das würde wohl nicht viel bringen.

Ich selbst, als überzeugter Christ, versuche jedoch stets den Menschen das Evangelium näher zu bringen. Denn das was dort drin steht ist auch nach 2000 Jahren noch aktuell und predigt die Nächstenliebe und nicht die Gewalt. Wenn sich mehr Menschen daran halten würde, würden wir sicherlich in einer besseren Welt leben.

Dessen ungeachtet sollte man sich selbst, ohne fremden Druck und Einfluss mit dem Thema Religion beschäftigen und auseinander setzen. Denn wenn man einen Vergleich anstellt, zwischen den Worten Jesu und dem Koran, sollte jedem vernunftbegabten Menschen irgendwann klar werden, welcher Weg der richtige ist.

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Gunnar Dezember 7, 2009 um 15:25

@sebi:

“Ich selbst, als überzeugter Christ, versuche jedoch stets den Menschen das Evangelium näher zu bringen.”

Naja, ob das Diffamieren anderer Religionen dafür der richtige Weg ist?

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Robart Dezember 7, 2009 um 14:42

Für Charlie muss man was geraucht haben…. wahrscheinlich sogar in großen Mengen. Besser finde ich von den gleichen Machern “Lamas with hats”, gibts auch deutsch synchronisiert: “Kaaaarl, das tötet Leute!!!”

http://www.youtube.com/watch?v=1WfD4wg2ltY

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Sebi_313 Dezember 7, 2009 um 14:56

@Ingo: Ja, ich komme dir mit: Kirche ungleich Christentum. Wenn Kirche gleich Christentum wäre, müssten schließlich alle Kirchen das gleiche predigen. Und trotzdem gibt es die Katholische Kirche, die Evangelische die Orthodoxe usw. Es gibt also einen gewissen “Spielraum” in der Auslegung der Schrift. Aber das wird wohl bei allen Schriften so sein. Selbst bei penibel verfassten Deutschen Gesetzestexten.

Und wenn du schon sämtliche Glaubensrichtungen kritisierst: Die Menschen wollen nun mal glauben. Ca. 95% der Menschen glauben an eine überirdische Macht. Selbst in der heute “aufgeklärten” Gesellschaft. Ob sie jetzt an Jesus glauben, an Allah, einen Führer die Lottozahlen oder den Osterhasen, und welcher Glaube der Richtige ist, sei einmal dahin gestellt. Aber mehr oder weniger alle Völker dieser Erde haben sich ihren eigenen Glauben und ihre eigenen Mythen geschaffen. Nicht zu vergessen den eigenen häuslichen Aberglaube stets eine Hasenpfote dabei zu haben und nicht unter Leitern hindurchzugehen.

Die Menschen suchen sich also auch in der heutigen Gesellschaft immer noch einen Glauben. Es ist nur die Frage an was sie glauben. Und ich bin nun einmal davon überzeugt, dass es der Welt besser gehen würde, wenn es mehr Menschen gäbe, die dem Beispiel Jesu folgten.
Denn ohne diesen Glauben, gibt es kaum einen rationalen Grund, warum ich meinem Nächsten helfen sollte. Schließlich könnte mich das ja Geld oder Zeit kosten. Und das ist aus egoistischer, kapitalistischer Sicht eine mittelschwere Katastrophe ;-)

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Sebi_313 Dezember 7, 2009 um 15:19

Korrektur: Ich meinte ca. 95% glauben an Irgendetwas. Damit meine ich nicht unbedingt eine überirdische Macht.

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Orcbandit Dezember 7, 2009 um 16:06

Glauben strenggläubige Christen denn nur an das Neue Testament ? Oo Ohne jetzt sehr bibelfest zu sein hab ich in Erinnerung das Jesus das Alte Testament ,welches ohne Zweifel dem Koran in zweideutigen Gewaltaufrufen in nichts nachsteht, voll bekräftigt und hauptsächlich die Habgier und Verblendung der Pharisäer(laut NT) geißelt . Immerhin waren alle Christen der damaligen Zeit auch Juden und mehr eine jüdische Sekte als ein neuer Glauben. Die extrem negative Darstellung der Pharisäer, die von allen jüdischen Gruppierungen damals die größte Schnittmenge mit den Christen hatten, im neuen Testament ist vermutlich der Abwendung des Christentums vom Judentum (und damit auch vom Alten Testament) zu zuordnen, die deutlichere Abgrenzung gegenüber dem ehemaligen Glauben nötig machte. Ob das von Jesus gewollt war darf stark bezweifelt werden.

Was ich aus meinen 13 Jahren aufgezwungenem Religionsunterricht mitgenommen habe ist, das man alle religiösen Texte im historischen Zusammenhang sehen muss. So war Auge um Auge ,Zahn um Zahn für die damaligen Verhältnisse ein revolutionär gerechtes Prinzip, da es damals durchaus verbreitet war bei einem Mord an einem Familienmitglied die ganze andere Sippe auszumerzen, oder bei einem Diebstahl den Dieb direkt hinzurichten. Ich denke ähnliches gilt für die beschriebenen kriegerischen Texte des Islams. Wenn man sich jeglicher freien Interpretation der Schriften verschließt, und nicht die Hintergründe betrachtet, verfolgt man meines Erachtens einen Glauben der in der Moderne nicht bestehen kann, weil er davon ausgeht das sich die Welt in 2000 Jahren nicht geändert hat.

Im übrigen ist die Bibel wie wir sie kennen ja auch von Menschen verfasst worden und die Texte und Schriften die enthalten sind wurden so ausgewählt wie es dem Konklave damals passte und nicht wie es eventuell von Gott oder Jesus vorgesehen wäre. Es gibt ja durchaus noch andere Glaubenstexte die teilweise Bilder von Jesus zeichneten (zb. das er eine gleichberechtigte Frau hatte) die der damaligen Kirche (und auch der heutigen) nicht passten.

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Sebi_313 Dezember 7, 2009 um 17:19

@Orcbandit: Nein, es ist nicht das ganze AT für Christen gültig. Diese richtet sich fast ausschließlich an das Volk Israel, also die Juden. Jesus hat einen Teil der Gebote übernommen. Doch bei weitem nicht alle. Einige hat er auch aufgehoben und ihnen deutlich wiedersprochen. So war es den Juden damals zum Beispiel erlaubt ihre Frau aus der Ehe zu entlassen, was nach christlichem Verständnis nicht ohne weiteres möglich ist.

Also Beispiel sei wie oben schon erwähnt angeführt: Würden alle Gebote des AT auch für Christen gelten, würden sich auch die Christlichen Kirchen dafür stark machen ungehorsame Ehefrauen und Kinder zu steinigen. Man müsste regelmäßig in ein Horn blasen, Opfer darbringen und Tiere schächten. Die fünf Bücher Mose sind voller Anweisungen von denen die meisten Leute bestimmt noch nie etwas gehört haben. Wären sie auch für Christen gültig, wären sie euch bestimmt schon mal beigebracht worden ;-)

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Orcbandit Dezember 7, 2009 um 17:57

„Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen”, sagt Jesus in der Bergpredigt. (Matthäus 5, 17) Das hört sich für mich so an als würde er das Alte Testament komplett beglaubigen. Es gibt einige Sachen die er relativiert wie Ehebruch oder Beschneidung und Speisegebote aber Jesus war bis zu seinem Tod gläubiger Jude er hatte nie die Idee eine neue Religion zu gründen. Wenn man glauben mag das Jesus Gottes Sohn ist, ist es doch der selbe Gott den die Juden in ihrer Tora verehren. Du stellst das so dar als bräuchte das Christentum das AT nicht und bräuchte es nicht befolgen aber Jesus ist der Sohn des Gottes der im AT verehrt wird, er selbst sagte er sei gekommen um das AT zu erfüllen und zitierte andauernd die Alte Schrift. Man kann das AT nicht aus dem Christentum ausklammern, denn es ist Ursprung und fester Bestandteil des Christentums. Wenn man das neue Testament als akademische Arbeit begreifen würde müsste man überspitzt gesagt alle 2 Sätze Quellenangaben machen und aufs alte Testament verweisen.

Antworten

JBird Dezember 7, 2009 um 18:44

Ich möchte mich nur für die Linklist bedanken, die ist diesmal besonders großartig geworden!

Antworten

Styg Dezember 7, 2009 um 22:28

Allen Ganzschriften großer Religionen ist gemeinsam, dass sie nicht wiederspruchsfrei sind. Aus einer mit Widersprüchen behafteten Menge aus Aussagen ist die Herleitung jeder Aussage als wahr oder falsch möglich. Klassische Aussagenlogik. Sich “wahr” für die Christen und “falsch” für den Islam anhand von Textzitat-Wedelei zusammen zu reimen, stellt daher keine sinnvolle Tätigkeit dar.

Ja, nun ist die Welt kein logisches Tierchen, aber wer anderen rät, sich mit Religion zu beschäftigen, zeitgleich eine “korrekte Sicht der Dinge” (auch “Wahrheit” genannt) parat hat, wer anderen also eine zwangsläufig relative Ansicht als absolut verkaufen möchte, der sollte doch erst einmal selbst seinen objektiven Sachverstand beisammen haben, nicht wahr?

In der Bibel als auch im Koran steht alles und nichts. Die Inhalt sind hinsichtlich sachlicher Aussagekraft von beliebiger Natur, dürfen und sollen meinetwegen aus Gründen der Spiritualität und des Glaubens Anwendung in diversen religösen Riten finden. Sobald derartiger Literatur Deutungskraft darüber hinaus zugestanden wird, kann eine Diskussion um sachliche Inhalte als beendet betrachtet werden. Oder man führt die üblichen Stellvertreterdebatten, siehe oben.

Wie man überhaupt auf die Idee kommt, in 2000 Jahre alter Belletristik enthaltene Aussagen je nach persönlicher Befindlichkeit für wahr oder falsch zu erklären, ist mir als denkender Mensch absolut unklar.

… und komme man mir nicht mit “Glaube” – denn glauben hat mit behaupten rein garnichts zu tun!

Antworten

DdCno1 Dezember 7, 2009 um 22:46

Hier geht es ja zu wie bei Youtube. Können diese ganzen religiösen Fanatiker (“Ich selbst, als überzeugter Christ, versuche jedoch stets den Menschen das Evangelium näher zu bringen.” – Ja, genau. Meine Religion ist aber die richtigste und deine ist falsch!) nicht wenigstens diesen schönen kleinen Blog hier in Ruhe lassen?

Ansonsten wieder mal eine schöne Linkliste. Besonders gut hat mir der hier für soviel ungewohnte Unruhe sorgende Auftritt von Hagen Rether gefallen. Wirklich brilliant und unangenehm wahr.

Antworten

Orcbandit Dezember 7, 2009 um 23:10

@Styg: So in etwa seh ich das auch

@DdCno1: Ich hatte mir eigentlich für dieses Jahr und damit für das Ende meiner Schulzeit an einem Bischöflichen Gymnasium zum Vorsatz genommen zu solchen Diskussionen keine Beiträge mehr abzugeben, da solche Diskussionen immer irgendwann bei “Mein Gott ist cooler als deiner”, “Religion XY erzieht Massenmörder” oder “Beweise das es keinen Gott gibt” enden und sich keine der Seiten von der Stelle bewegt. Naja habs immerhin bis zum Dezember durchgehalten, länger als das Vorhaben 1 Jahr kein Bier zu trinken.

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Sebi_313 Dezember 7, 2009 um 23:50

@Orcbandit: Nein. Er sagt er kommt um das Gesetz DER PROHPETEN zu erfüllen. Jesus wurde von den Propheten mehrfach angekündigt. Aus diesem Grund wartete das Volk Israel auch auf einen Messias, bzw. tun es die Juden heute noch.
Und das Gesetz der Propheten ist ungleich dem Alten Testament. Im Alten Testament gibt eine Sammlung von Prophetischen Büchern. Jesaja, Jeremia, Ezechiel etc.
Die speziellen Gesetze, zum Beispiel die mit der Steinigung stehen aber nicht in diesen Büchern sondern u.a. in den fünf Büchern Mose. Die Propheten hingegen hatten vor allem die Aufgabe auf Missstände hinzuweisen, nicht Gesetze zu erlassen.

Und Jesus hat nicht einfach gesagt, ich mache jetzt eine neue Religion, alternativ zu den bisherigen. Er hat einen neuen Weg gezeigt, der für ALLE Menschen gültig ist. Das schließt die Juden mit ein, die fortan nicht mehr den alten Weg gehen sollten, sondern den neuen, also seinen. Die alten Gesetze hingegen galten nicht für alle Menschen sondern nur für das Volk Israel.

Und Jesus war zwar als Jude geboren. Aber er war viel mehr als das. Er war, bzw. ist Gottes Sohn. Und sogar noch mehr. Er ist Gott. Und er bezieht sich da natürlich auch auf das Alte Testament. Aber wie es aber auch Frau Merkel, bzw. dem Bundestag frei steht neue Gesetze zu erlassen und alte aufzuheben, so hat es auch Jesus getan. Denn er hatte dazu die Vollmacht. Und so hat er uns allen einen neuen Weg aufgezeigt. Ansonsten würden wir heute noch nach dem Prinzip Auge um Auge leben, bzw. nach Germanischer Sitte die Schädel einschlagen.

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DdCno1 Dezember 8, 2009 um 01:05

Meine Güte, der Sebi labert ja wie ein Zeuge Jehovas. Ist ja echt zum Türenzuknallen…

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paule Dezember 9, 2009 um 16:43

holy shit! was gehtn da ab?

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Sebastian Dezember 10, 2009 um 00:04

http://www.youtube.com/watch?v=MeSSwKffj9o

Was hat eigentlich ein übermächtiges, allwissendes und unsterbliches Wesen davon, das wir -unbedeutende Klumpen von Atomen und Molekülen- es anbeten? Füllt sich dadurch dessen Manabalken wieder auf? Habe ich noch nie verstanden.

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Sebi_313 Dezember 10, 2009 um 14:36

Das man sich über Religionen und deren Anhänger lustig macht ist nichts neues. Dass man eine Religion in den Dreck zieht auch nicht. Es ist aber auch klar, dass das nicht jeder verstehen kann. Und vor allem nicht jeder verstehen will. Wenn die Religion A ein sittsames und moralisches Handeln vorschreibt, will vielleicht irgendwer doch lieber ein Schweinehund sein, der sich selbst sagt, jeder ist sich selbst am nächsten; was kümmern mich die anderen.

Und auch mit dem unsichtbaren Mann im Himmel. Damit kommt nicht jeder klar. Nimm daher die Religion einfach als eine Sammlung von Verhaltensregeln für den Alltag. Die hat jeder. Entweder seine eigenen, die des Grundgesetzes oder eben die seiner Religion. Ich persönlich fühle mich in meinem Christlichen Glaube fast täglich bestätigt, wenn ich in den Nachrichten sehe, wie viel Leid und Elend es auf der Welt gibt und ich weiß, dass meist die Habgier und der Egoismus der Menschen dafür verantwortlich ist. Ich selbst will nicht so leben wie der eben beschriebene Schweinehund sondern mit meinem Gewissen im reinen sein, eben nicht andere Menschen zu verletzen.

Und ich kann auch mit anderen Religionen wunderbar auskommen solange diese friedlich und tolerant sind. Und hier komm ich auf den Ursprung des ganzen Threads zurück. Hindus, Buddhisten, Taoisten usw. sind friedliche und tolerante Religionen. Im Koran aber gibt es jede Menge Stellen die sich ausdrücklich dafür aussprechen, den Islam auch mit dem Schwert durchzusetzen wenn es sein muss. Neben Aufrufen zur Gewalt gegen Frauen etc. Und das halte ich für so gefährlich. Das dadurch eben vermittelt wird, dass Gewalt ein legales Mittel zum Zweck ist. Und das man es, wenn man es dort liest, eben auch im Alltag als akzeptables Mittel einsetzt seinen eigenen Willen durchzusetzen.

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