Amerika, du brauchst es blutig?

by Gunnar on 10. März 2010 · 21 comments

Ein kurzer Beitrag über die Unterschiede von amerikanischen und europäischen Computerspielern. Oder das, was Spiele-Marketiers dafür halten.

Der Amerikaner, das weiß man ja, der braucht’s derb. Simple Plots, blatante Werbung, einfache Botschaften, grelle Farbe und immer ordentlich auf die Fresse. Der Europäer, völlig gegensätzlich, kann die Möglichkeit, dass die Welt nicht schwarzweiß sein könnte, besser aushalten, bevorzugt seine Geschichten subtil, mit Nebenbedeutungs-Unterströmungen, in gedämpften Grautönen und irgendwie sophisticated.

Jaja, ich habe auch keine Erklärung dafür, wie die Amis Futurama erfinden konnten, Mass Effect, die Wired und Six Feet Under, während die Europäer die BILD-Zeitung, den Big Brother-Container und, äh, Crysis auf dem Kerbholz haben.

Jedenfalls müssen die im ersten Absatz zitierten Zerrbilder stimmen, sonst käme ein internationales Unternehmen wie Ubisoft sicher nicht auf die Idee, ihr Spiel Siedler 7 in zwei so unterschiedliche Versionen anzubieten.

Hier ist die für Europa:

Und hier die für Amerika:

Wenn da man nicht die Käufer enttäuscht sind, die sich ein blutiges Mittelalter-Gemetzel erwarten und ein buntes Knuddelspiel bekommen. Aber Ubi ist ja da fairerweise nicht konsequent und stellt auf der Amazon.com-Seite für das Spiel knirschend den familienfreundlichen UK-Werbespot mit europäischem Logo neben die düstere US-Packung. Naja.

[via]

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