Eine wahre Geschichte über das Goldkindtm.
Meine Tochter hat ein neues Bilderbuch. Es heißt “Kleiner weißer Fisch”. Darin geht es um einen kleinen weißen Fisch, der auf dem ersten Bild weinend gezeigt wird, weil er seine Mama verloren hat. Auf den folgenden Bildern trifft er allerlei bunte Meerestiere (Hummer, Seestern, Krake et cetera) und der nebenstehende Vorlesetext fragt jedesmal “Ist das die Mama vom kleinen weißen Fisch?”, worauf in der angedachten Choreografie das auf dem Schoß sitzende Kind “Neeeein” kräht, worauf man selber “Richtig, denn der Hummer ist ja ROT, nicht weiß” entgegnet. Kinder lieben solche Rituale. Auf der letzten Seite findet der Fisch dann seine Mama. Natürlich.
Meine gerade mal zweijährige Tochter hat das erste Mal die Geschichte aufmerksam verfolgt. Beim zweiten Lesen am nächsten Tag frage ich wieder “Ist das die Mama vom kleinen weißen Fisch”, worauf das Gör mich anguckt wie einen Neanderthaler, auf die letzte Seite blättert, auf die Fischmama deutet und “Nein, die ist doch hier” sagt. In diesem “Das müsstest du doch eigentlich selber wissen”-Tonfall.
Seufz.
Da steht uns noch einiges bevor.

Ha ha, das ist gut! Das wird so eine, mit der ihr später keinen Film gucken könnt, weil der Fluxkompensator so doch gar nicht funktionieren kann!
Da kann ich nur schmunzeln und sagen, genieße es so lange du kannst.
Ich schließe mich Gorni an.
Am niedlichsten sind sie, wenn sie Klugscheissen.
Ich hab da auch so einen:
http://www.dieolsenban.de/blog/?s=Finnspeak
Klingt nach nem guten Gedächtnis. Zum nächsten Geburtstag gibts dann Memory geschenkt ;)
Made my day^^
Tja, das passiert halt, wenn Kinder zu intelligent für einfache Geschichten und Spielzeug sind…
Schön ist es natürlich nur, wenn das Kind dann halt farbig ist, die Mutter z.B. aber nicht… “nein, die ist ja weiß, das geht ja gar nicht” hört man bestimmt gerne ;)
Ich habe meiner Nichte ein Buch geschenkt, in der es um eine kleine gelbe Ente geht, die ihre Mami sucht. Auf ihrer Suche trifft sie viele nette Tiere – und am Ende endlich ihre Mama. Ich bin entsetzt über diesen Plagiatismus.
@Pomme: Schrecklich sowas… da gibt es doch auch so einen Film mit einem aNEMOnenfisch dem etwas ähnliches passiert…
Nochwas, Gunnar: Nach dem Klick auf “Submit” erzeugt dein Server jedesmal einen php-error. Der Kommentar wird zwar gespeichert – nerven tut’s aber trotzdem.
weiß schon. habe aber gerade keine rechte ahnung, wie ich’s beheben soll. und die wp-expertin meines vertrauens ist gerade mit anderen dingen beschäftigt.
Wir haben sowohl das Buch mit der Ente als auch das (wesentlich schönere) mit dem Fisch. Bei uns hat es damit aber ganz gut geklappt (nur dass das mit der Ente schon ziemlich zerfleddert ist). Aber was soll’s, das Goldkind kann ja noch nicht lesen – Du kannst die Geschichte ja auch anders erzählen.
Das Problem am anders erzählen wird dann nur sein, dass man vorwurfsvoll darauf hingewiesen wird, dass die Geschichte doch gestern noch anders gegangen habe und dass man dieses und jenes vergessen habe.
Zwar habe ich selbst keine Kinder (das wär wohl zu früh (-: ), aber ich les schonmal gerne anderen kleinen Kindern vor. Und wehe, man ändert was oder wagt sogar, die Geschichte abzukürzen. Eine ganz schlechte Idee.
Ich finde es immer so schön, davon zu erfahren, was eure Tochter so macht und wie Du es dann hier verschriftlichst, was sie wie sagt – wahrhaft goldig. (;