Heute Morgen hat der Internetsuchdienst Google seinen Dienst in Deutschland eingestellt und leitet Suchanfragen über die deutsche Google-Adresse ins benachbarte Holland weiter. Grund dafür war ein langjähriger Streit mit den deutschen Behörden über die Filterung bestimmter Suchergebnisse, die gegen deutsche Gesetze verstoßen. Neben Inhalten, die nach Meinung der Machthaber in Berlin gegen den Jugendschutz verstoßen, trifft die deutsche Internetzensur – “Digital Berlin Wall” – vor allem politische Inhalte. So werden die Thesen rechtsextremer Dissidenten und sogenannter Holocaustleugner in Deutschland per Gesetz verfolgt. Bislang kooperierte der Suchmaschinengigant Google mit den deutschen Behörden und enthielt deutschen Internetnutzern Suchergebnisse vor, die auf entsprechende Seiten verweisen. In den benachbarten Niederlanden existieren derlei politische Zensurmaßnahmen nicht. Es bleibt abzuwarten, wie die deutschen Behörden auf Googles Kampfansage reagieren. [...]
[Text komplett geklaut beim Spiegelfechter, weiterlesen kann man dort. Lohnt sich.]

Ihr habts echt drauf, mir einen Schrecken einzujagen…
Mhhh.. nächste woche ist doch erst 1.April ….
Die Strategie des Westens anderen Kulturen seine Ideale und Werte aufzuzwingen scheint zwar zunächst verwerflich, aber wenn man ehrlich ist, Meinungsfreiheit – egal welcher Meinung man ist – sollte eine globale Grundressource sein.
Worauf möchte der Text eigentlich hinaus? Ist es eine Reportage über die Imagekampagne von Google? Oder eine Erinnerung, dass Zensur auch in Deutschland stattfindet, nur verdeckter?
Zuerst merkt der Autor an, dass es berechtigte Zensur im Sinne des Opferschutzes z.B. gibt. Anschließend versteht er die Zensur von “Nazi-Inhalten” nicht.
In meinen Augen stehen Nazis FÜR die Verleumdung der vielen Opfer, die diese Verbrechen gefordert haben. Es wird also im Sinne der vielen Kriegsopfer zensiert.
Zu diesem Zweck muss man natürlich zwischen politisch rechts und rechtsextrem unterscheiden. Und das geschieht nach rechtsstaatlichem Vorgehen.
Hat google nicht erst kürzlich China genau dieselbe Behandlung verpasst und suchergebnisse nach hong kong weitergeleitet?(http://news.yahoo.com/s/ap/20100322/ap_on_hi_te/us_tec_google_china)
Dann hast du nicht den ganzen Text gelesen ;)
Hmmm, ist jetzt vielleicht ein wenig off-topic … ich wollte mich vor kurzem über ein in Deutschland nicht erschienenes 360-Spiel und dessen Nachfolger informieren (so was auf englisch mit “Ursprung des Kriminellen” und so) … und die offizielle, englischsprachige Webpräsens aufrufen. Ich wurde auf die deutsche SEGA-Seite weitergeleitet, wo mir die Suchmaske ebenfalls kein Ergebnis offerierte. Erst ein Wechsel auf die englischsprachige Präsens von SEGA gab mir Infos über das Nachfolgerspiel (nicht den ersten Teil).
Für Zensur brauchen wir kein Google, das schaffen die Anbieter diverser Inhalte ganz gut selbst.
Hervorragender Artikel. Danke für den Link.
@siR: Der Text möchte mMn dazu anregen, dass du dir selbst Gedanken machst, wann, wie und warum du Zensur gut findest, wo du die Grenze für dich ziehst, ob es im Sinne der Meinungsfreiheit eventuell Menschen gibt, die diese Grenze anders ziehen würden und ob du glaubst, dass der Staat das schon richtig machen wird. Zugegeben, nicht so leicht verdaulich wie ein SpOn-Artikel ;-)
@Alex: Jetzt wo du es sagst, ich glaube da war irgendwas……lol
*umguck* Ja, is denn heut scho Weihna… der 1. April?!
“Oder eine Erinnerung, dass Zensur auch in Deutschland stattfindet, nur verdeckter?”
Wieso verdeckter? Verdeckter als in China wohl nicht, da auf google.de angzezeigt wird, wenn was Zensiert wird…
Oh weh, jetzt geht es hier auch schon los. Ich frage mich, wie jemand ernsthaft die Situation in Deutschland, einem Rechtsstaat, mit der in China vergleichen kann. Dass gewissen Inhalte zensiert werden ist wohl in jeder Gesellschaft so, aber bei uns geht es nicht um Machterhalt oder darum, dass Angela Merkel eine Internetseite nicht passt, sondern es basiert klar definiert auf dem Grundgesetz und kann sicher zur Not vor Gericht angefochten werden.
Das soll nicht heißen, dass man nicht auch anders mit rechtsextremen Seiten umgehen könnte, aber diese Vergleiche sind lächerlich.