Besuch in Bright Falls

by Gunnar on 13. Mai 2010 · 14 comments

Herr Kaliban hat ein Videospiel gespielt. Auf der Xbox 360.

Seit ich nicht mehr vor dem Frühstück mehr Spiele spiele als andere Leute in einer ganzen Woche, scheint mein früher breit gefächterter Games-Geschmack auf einer bestimmten Schiene einzurasten. Ich brauche offenbar, stärker als früher, eine angenehme Mechanik, eine halbwegs konsequent erzählte Story mit wenigstens in Ansätzen vorhandener innerer Konsistenz und ein bisschen Willen zu einem geschlossenen Stil. Ansonsten bin ich die ganze Zeit genervt, auch wenn das betreffende Spiel grundsätzlich okay ist. Dementsprechend konnte ich zum Beispiel Dragon Age nur schwer ertragen (Das alberne Leichendurchsuchen! Die brennenden Schwerter auf den Rücken! Das sinnlos spritzende Blut!), habe aber Mass Effect 2 geliebt (Die Gespräche! Die Gesichter! Keine Inventarhangelei!), obwohl es natürlich eine Reihe von Dingen gibt, die man an Dragon Age loben und an Mass Effect 2 kritisieren könnte.

So ist das auch beim soeben von mir durchgespielten Alan Wake: Es gäbe allerlei Kinkerlitzchen zu bekritteln, wenn man das wollte, aber alle kleinen Macken passen irgendwie zum Spiel. Und hey, gute Dialoge, eine bis zum Ende tragende Idee, eine brillante Kampfmechanik, eine Handlung mit innerer Logik, tolle Musik — was scheren mich da ein paar störende Details? Spiele wie Alan Wake werden zu selten gemacht, die muss man nehmen wie sie kommen. Das Ding liegt bisher in diesem Jahr auf meiner persönlichen, von Testnoten in Spielemagazinen unbeeinflussten, Hitliste auf Platz 2, hinter Mass Effect 2, natürlich.

Falls jemand sich mit dem Gedanken trägt, dieses Spiel zu erwerben, meine Special Edition stünde zum Verkauf — ich hab’s ja schon durch (gut mitgedacht von Microsoft, das vor dem Feiertag rauszubringen). Kostet 50 Euro inklusive Versand, Interesse bitte über’s Kontaktformular anmelden.

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