Oh, ich darf das Spiel behalten?!

by Gunnar on 28. Mai 2010 · 9 comments

Folgende Mail erreichte mich kürzlich. Ich dokumentiere das mal hier vollständig, weil’s ein bisschen lustig ist, habe aber die Namen durch [XXXXX] ersetzt.

Hi Gunnar,

ich war mir nicht ganz sicher, wo ich meine E-Mail hinschicken sollte, aber habe mich letztendlich für diese Adresse entschieden!
Ich habe gesehen, dass du manchmal Spiele austestest und deine Meinungen als Review in Blog-Einträgen veröffentlichst. Ich wollte deswegen fragen, ob wir vielleicht bei dir einen Review sponsern könnten?

Wir würden dir eines der neuesten Spiele auf dem Market bestellen und senden, welches du natürlich aussuchen und behalten kannst. Vielleicht ein Spiel, das für dich und deine Leser interessant wäre, was käme momentan eventuell in Frage?

Das einzige, das wir gern im Gegenzug hätten, vielleicht irgendwo am Ende des Reviews, sind paar Links zu unserer Seite. Etwas wie z.B.: „Testmuster von [XXXXX]“ Sonst nichts J

Hoffentlich hört sich das wie eine interessante Idee an und bei Fragen kannst du mich jederzeit per E-Mail erreichen.

Viele Grüße,
[XXXXX]

——————–
Mit freundlichen Grüßen,
[XXXXX]
Site Editor
[XXXXX]

Seufz. Schlechtes Deutsch, anbiederndes Duzen, albernes Ansinnen. Ach, und ziemlich schlechte Recherche.

Die Linkkäufer sind auch nicht mehr das, was sie mal waren.

{ 8 comments… read them below or add one }

Konrad Mai 28, 2010 um 12:59

Hat Herr Kaliban den kein Herz für ein paar verzweifelte Studienabbrecher die krampfhaft versuchen ihr Startup irgendwie zum laufen zu bekommen?

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Fabu Mai 28, 2010 um 13:42

Hab’ ich auch bekommen. Mein Gegenvorschlag (Nintendo DSi + Giana Sisters) wurde jedoch abgelehnt.

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WhiteWolf Mai 28, 2010 um 13:56

Wenn man das Ganze mit mehr Ahnung über den Arbeitsverlauf von Herrn Kaliban liest ist das doch die wunderbarste Satire :D

Sicher dass der Absender nicht von hier kam und “Sonneborn” drunter stand? http://www.titanic-magazin.de/

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einkay Mai 28, 2010 um 15:09
Petra Mai 28, 2010 um 17:01

Wieso bekomme ich diese fantastische Mail nicht? Nun bin ich beleidigt. Oder so.

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Maschinist Mai 29, 2010 um 02:43

Was ist denn so schlimm?
Dilettantisch. OK. Aber nicht mit Erwartungen verknüpfelt. In der Sache kann ich keine Einflussnahme erkennen. Da gibt es ganz andere Sachen über die ich mich aufrege…

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Le Rainer Mai 29, 2010 um 11:16

“Einflussnahme”, das hat Herr Kaliban ja auch gar nicht behauptet. Ich nehme an, er fand es lustig, dass er (Ex-Chefredakteur von einem der größten Spielemagazine) ausgerechnet Spiele angeboten bekommt, die er dann sogar “behalten darf” .

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krodi Mai 30, 2010 um 13:22

Ein klassischer Fall von Massenmail, bei der nur der Name ausgetauscht wurde. Hab ich auch bekommen. Ich war kurz davor zuzusagen, um zu testen, ob man da wirklich ein Spiel geschenkt bekommt ;)

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