Gomez und das Ende der Hoffnung

by Gunnar on 8. Juli 2010 · 12 comments

Das Ende der WM für mich: ein trauriges Bild und eine kurze Twitter-Konversation zwischen den Herren Kaliban* und Agitpop*.

Herr Kaliban: Ein Bild, das mir lange in Erinnerung bleiben wird: das bitterlich weinende Kind mit Deutschland-Kappe im TV gestern.

Herr Agitpop: Härtet ab, sowas. Wo die Enttäuschung herkommt, da lauert noch mehr. Aber bezeichnend, dass selbst Netzer “oooch” sagte.

Agitpop: Wobei mir wirklich der Ghana-Spieler näher ging, den man wie tot vom Platz tragen musste nach dem Elfmeterschießen. Das tat weh.

Herr Kaliban: Stimmt. Überhaupt war das Ghana-Spiel fast so schlimm wie eine Deutschland-Niederlage.

Agitpop: Schlimmer. Deutschland hat verdient verloren. Ghana hätte in der 121. das 2:1 gemacht, hätte Suarez nicht gefaustet.

Herr Kaliban: Ja. Klar. Aber bei Deutschland geht’s mir näher. So ein Fan-Dings eben. Ich hoffe ja bei Hannover 96 auch gegen alle Vernunft auf das Glückstor.

Agitpop: Das schon, aber das Spiel gestern war so einseitig, dass die Enttäuschung nicht aufkam. Da war fast nie die Hoffnung da.

Herr Kaliban: Hoffnung? Hoffnung ist immer.

Agitpop: Hoffnung war bei Kroos. Die Hoffnung endete, als Gomez eingewechselt wurde.

Agitpop? Herr Agitpop ist so eine Art “Internet-Freund” vom Herr Kaliban. Obwohl er FC Bayern-Fan ist. Er twittert zu viel und hat ein sensationelles Blog, das er leider seit einem Jahr nicht mehr updatet, in dem aber noch viele schöne Texte zu finden sind. Der über Bioshock etwa. Oder den über Moral in Games oder den über Schäuble und die Vorratsdatenspeicherung.

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