Trio und ich

by Gunnar on 10. Juli 2010 · 4 comments

Herr Kaliban erinnert sich dunkel an die Musik der frühen 80er.

Anfang 1982, da war ich 12. Es war das Jahr, in dem ich mich in Nena* verlieben sollte. Kohl wurde Kanzler, Großbritannien besiegte Argentinien im Falklandkrieg, Italien besiegte Deutschland im WM-Finale, der C-64 kam auf den Markt und — die Großenknetener Band Trio* wurde erstmals einem überregionalen Publikum bekannt, als die Single Da Da Da erschien.

Stephan Remmler, der Sänger, lebte bis Ende der Siebziger in Bevern (Niedersachsen), dem Ort, an dem auch ich aufgewachsen bin. Und unterrichtete an der Grund- und Hauptschule von Bevern, an der auch ich meine ersten drei Schuljahre erduldete. Ich hatte nie Unterricht bei ihm, daher wurde mir die ganze Sache erst bewusst, als Trio in die Charts einzogen. Ich fragte daraufhin meine Tante Paula, Handarbeitslehrerin an besagter Schule in Bevern, was sie vom Herrn Remmler wisse. Sie sagte, der habe seine Stelle 1979 hingeworfen, um fortan ausschließlich “Popmusik” zu machen. Das erschien ihr ein blödsinniger Plan zu sein. “Herr Remmler, dafür haben Sie doch gar kein Talent. Behalten Sie doch Ihre sichere Stellung”, will sie gesagt haben. Aber der Lehrer Remmler hat nicht auf sie gehört, und der Rest ist Geschichte.

Trio wurde eine stilbildende Band, trotz und wegen ihrer musikalischen Beschränktheit. Leider erinnert man sich heute fast nur noch an “Da Da Da”, dabei hatten Trio auch sonst wirklich große Momente, vor allem live auf kleinen Bühnen.

Mein Lieblingslied der Band ist “Los Paul”, das kann ich auch fast 30 Jahre später noch beinahe ohne Schmerzen hören:

Lustig übrigens, wie befremdet die Zuschauer im Studio von Radio Bremen den Pogotänzer anschauen.

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