Herr Kaliban ist ein bisschen spät dran, wie so oft.
Erstaunlicherweise ist es mir fast ein halbes Jahr lang entgangen, dass Neil Gaiman (einer meiner Lieblingsautoren*) sich mit Amanda Palmer (eine meiner Lieblingsmusikerinnen*
) verlobt hat.
Ist ein bisschen so, als würde, um mal ein Beispiel aus dem deutschen Mainstream zu wählen, Campino plötzlich Anna Gavalda heiraten. Oder Günther Grass die Catarina Valente. Oder so. Oder auch nicht. Ist jedenfalls irgendwie lustig.
Dafür bin ich mit der Nachricht, dass Frau Palmer ein leicht schräges Album herausgebracht hat, auf dem sie Radiohead-Songs mit Ukulele interpretiert, nur knapp zwei Wochen zu spät dran. Uh. Die Vinyl ist zwar schon ausverkauft, aber man kann die sieben Tracks auch einfach auf Frau Palmers Webseite herunterladen, für den bescheidenen Preis von (mindestens) 0.84 Dollar.
Klick auf das Bild bringt euch hin:


hat die frau tatsächlich ihre (kinder)ukulele geklebt? ich bin zutiefst beschämt…
Ach, da haste aber was verpasst. Die beiden haben im letzten Jahr heftig auf Twitter rumgeturtelt – wie zwei kleine Teenager, war sehr nett… wie ne kleine Daily-Soap ;) Amanda Palmer war mir aber vorher kein Begriff, obwohl mir die Dresden Dolls Sachen im Nachhinein betrachtet, ganz gut gefallen…. aber Radiohead auf Ukulele, hm… manche Dinge überlass ich lieber der Phantasie…
Ich habe beide aus meiner Timeline geworfen, weil sie mir zu viel gepostet haben.
Amanda Palmer ist einfach mal großartig. Was nicht gleich bedeutet, daß alles gefällt, was sie so macht, aber sie ist so wunderbar schräg, daß ich gerne auf jeden noch so abwegigen (künstlerischen) Pfad folge.
Hab mich gleich mal zum Kauf des T-Shirts hinreißen lassen. Das MP3-Album gab’s gratis mit dazu, sehr schön.
Also nach meinem Geschmack gehen da viel zu viele wichtige Details vom Original verloren.
Man merkt den Songs richtig an, dass sie stark reduziert wurden um von ihr überhaupt gesungen werden zu können, sie hängt fast immer in der gleichen tonlage.
Trotzdem ist es ganz nett, aber es erinnert an ein Kleinkind das in den Kleidern der Eltern spielt, was ja auch recht süß ist…