Herr Kaliban wundert sich über das Goldkindtm.
Alle Kinder fabulieren gerne, aber unsere Tochter hat, möglicherweise durch den schädlichen Einfluss von Kinderbüchern und Gesprächen, erstaunlich früh angefangen, plausiblen Unsinn zu erzählen. Wir wunderten uns über den Bericht, sie sei mit der Tagesmutter im strömenden Regen draußen gewesen und habe Blätter gesammelt (gelogen). Wir staunten über den Anruf der Oma, den sie allein entgegen genommen hatte (gelogen). Wir schauten uns ratlos an, als sie berichtete, die allzeit brave M. aus der Kindergruppe sei böse und habe sie gebissen (gelogen).
Neuerdings übertreibt sie’s allerdings ein bisschen:
Ihre neue (imaginäre) Freundin nennt sie, in krasser Missachtung aller Autorenregeln für sinnvolle Namen, Eldouaksch. Ihre (imaginäre) Schwester versucht sie, nichtsahnenden Verwandten als Allux, Allux Lott, unterzujubeln. Und dann sind da noch diese (imaginären) Tiere, die Beißenden Bikola, die zuweilen durch unsere Straße streifen, wenn die Erwachsenen nicht hinsehen.
Nun, wenn das mit dem Nobelpreis für Atomphysik nicht klappt, kann sie vermutlich immer noch Fantasy-Autorin werden.

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Lasst sie doch als Muse für Dan Brown oder andere Super Ultimate Blockbuster Hyper Top Bestseller Autoren “arbeiten”.
Das wäre eine gute Tat. Ja , ja , ja.
Ja wohl, denn dann schreiben jene auch mal gute Bücher.
Eine Muse, ihr habt eine Muse.
… warum eigentlich nicht selbst ein Buch schreiben?
hmmm?
“Wahrlich wunderbar die Seele eines Kindes ist.” würde Yoda da sagen.
Hach, noch einmal so Fantasievoll sein.
“plausibler Unsinn”. Find ich gut.
Sei froh wenn es mit Physik nix wird zum Schluß wird sie noch Kanzlerin einer christlichen Volkspartei. Dann lieber hanebüchene Geschichten ausdenken.
Dein Kind scheint sich gut zu entwickeln, schöne Sache :)
Sind Kinder nicht herrlich?
früher gabs ein paar hinter die löffel fürs lügen…
Noch ein paar Vornamenskürzel und dann klappt das schon mit der Fantasy-Autorin, denk ich.
Nicht schlecht. Die Charaktere für den ersten Thriller habt ihr bald zusammen. Unsere Tochter war deutlich bodenständiger. Sie hatte einige Monate einen Drachen, der sie begleitete – der dann aber durch 25 (!) Kinder abgelöst wurde, um die sie sich “kümmerte”.