Dezember 2010

Jahresrückblicke …

by Gunnar on 31. Dezember 2010 · 2 comments

Dies ist ein Gastbeitrag von Fabian Krapp aka Styg. Der Autor muss sich dringend noch der Beschaffung von  Sprengstoff widmen, daher erfolgt lediglich ein kurzer Hinweis auf einen unerwartet plötzlich anstehenden Jahreswechsel.

Ähnlich wie die Weihnachtsdevotionalien, die ab ca. Mitte September die Discounter fluten (um pünktlich zum Fest hastig durch Osterhasen ersetzt zu werden), hat man Jahresrückblicke zum eigentlich fälligen Termin bereits ziemlich über. Wahrscheinlich, weil man das gesamte Elend dieser Erde derart kondensiert wiedergekäut nicht erträgt. Daher an dieser Stelle kein Jahresrückblick, dafür Links in grob thematischer Nähe und Sonntagslinks-Manier.
Zum Zeitvertreib, bis Muttern das Raclette angeworfen oder Vaddern die Raketenbatterien in optimierter Zündfolge aufgestellt hat. Oder die Kumpels vorbeikommen. Oder man selbige besucht … ich schweife ab, es geht los:

INFOGRAFIK: Das Jahr 2010 aus der Sicht von Twitter. ###

VIDEOS: Youtube Rewind 2010, mit Timeline. ###

INFOGRAFIK: Das Jahr 2010 aus der Sicht von Facebook. Die fünf Unternehmen mit den meisten Fans gibt’s dann hier. ###

SITE: Google kondensiert den Zeitgeist der Suchanfragen aus 2010. Schön gemacht. ###

VIDEO: Der satirische Jahresrückblick des ZDF geht okay und versenkt immerhin 30 Minuten Wartezeit bis zur Jahresendvöllerei. ###

BILDER: Die Bilder des Jahres der BBC, kommentiert. ###

BILDER: Auch die New York Times reiht ihre “Pictures of the Year” in einer kommentierten Timeline auf. ###

INFOGRAFIK: Das Grün-O-Gramm, beste Infografik 2010, fasst auf  hübsche Art und Weise 30 Jahre Geschichte der Grünen zusammen. Leider nicht hochauflösender auffindbar. ###

SITE: Netvibes, sowas wie iGoogleAllyve oder Pageflakes. Personalisierbare Startseite bzw. persönliches Webportal mit Widgets, RSS-Feeds und eben diesem ganzen Web2.0-Gedöns auf einem Blick. Praktisch.  ###

VIDEO: Bei aller Kritik an unseren Winterdiensten: Wir sollten froh sein, dass diese Spezialisten hier nicht bei uns nicht arbeiten. ###

BILD: Dieser entzückende StarCraft-Kuchen würden bei vielen Fans wohl im Regal statt im Magen landen. ###

COMIC: Im Prinzip eine Frage der Zeit, bis jemand diese Weihnachtsbaum-Steilvorlage nerdig verwursten würde. ###

SITE: Erinnert sich nach der globalen Entrüstung über die Facebook-Nutzungsbedingungen eigentlich noch jemand an DIASPORA*? Oder macht da sogar schon mit? ###

GESCHENKIDEE, VERSPÄTETE: Jahresringe-Puzzle aus, nun, echtem Holz. Geschenkidee für Freunde, die alle käuflichen Kombinationen aus Plastik und Silizium bereits besitzen. ###

MINECRAFT: Die GameStar testet Minecraft und findet wahre Worte dazu. ###

BILD: iPhone-Besitzer aufgepasst: Leere Klopapierrollen ab sofort aufbewahren! ###

SITE: Tool zur Berechnung des Spritbedarfs der Sylvesterparty. Jawoll! ###

SCHAMLOSE CONTENT-REGURGITATION: Die Wünsche an das Jahr 2010 von Herrn Kaliban sind rückblickend nach wie vor amüsant, bisschen was ging ja auch in Erfüllung. Da Herr Kaliban ab Montag wieder höchstselbst salbungsvolle Worte an seine Gemeinde richten wird, können wir auf eine 2011er-Version hoffen. Bin mir fast sicher, dass darin ein gewisser Guido “Fast Drei Prozent” W. Erwähnung finden wird. ###

Bis dahin – frohes Jahr 2011, viele gute Spiele, mehr gute Musik, Weltfrieden und so!

Zum Abschluss dann noch etwas besinnliche Musik.

O Immersion, where art thou?

by Gunnar on 29. Dezember 2010 · 6 comments

Dies ist ein Gastbeitrag von Fabian Krapp aka Styg.

Computerspiele, die man noch Jahr(zehnt)e später nostalgisch verklärt und vehement gegen niederträchtige Kritisierungsversuche verteidigt, besitzen eine Art hauseigene Matrix: Man entscheidet sich für die rote Pille, taucht ein, wenige Augenblicke später ist es vier Uhr morgens. Such is the power of immersion!

2010 war mein Jahr der blauen Pillen, Pech gehabt.
Schnelle Zugänglichkeit und Oberflächlichkeit, diese “Casual”-Sache da, für den kurzen Feierabend-Zock genau richtig! Bei den dicken Brocken aber sieht die Sache anders aus: Viele AAA-Titel erlauben kein Innehalten, möchte man hinter der hauchdünnen Zwiebelschicht aus Skriptsequenzen und Grafikvorhängen nicht auf ein klappriges Motivations-Gerüst stoßen. Wenn am Fantasy-Lagerfeuer der dunkle Wald im Hintergrund ausmodelliert und nicht nur schemenhaft angedeutet ist, wenn in der SciFi-Oper jeder Gang einer Raumstation auch tatsächlich begehbar ist, dann muss oder kann nichts mehr hinzugedacht werden. Der Trend zur expliziten “Komplettdarstellung” kann zum Problem werden – weil er die Vorstellungskraft entmündigt.

Kopfkino wird unterschätzt.
Die C-Beams in der Nähe des Tannhauser Gate habe ich nie über einen Bildschirm flimmern sehen. Meine eigenen implizierten Vorstellungen und Gedanken dazu habe ich daher auch nicht durch explizit vorgegebene Interpretationen einer Grafikabteilung ersetzt. In der Flut von Polygonen, Texturen, Shadern (und kreuzdämlichen Dialogen) wird gerne übersehen, dass Immersion voraussetzt, etwas aus der eigenen Vorstellungskraft oder Gefühlswelt in ein Spiel einweben zu können.

Vielleicht ist diese Wahrnehmung der lange Schatten der Vielspielerei, schließlich hat man alles schon einmal irgendwie gesehen, hat Mechaniken längst klar umrissen und in zig Abwandlungen konsumiert. Sehr wahrscheinlich legt man die im Alltag ganz praktische Ratio auch nicht konsequent genug ab und wendet sie dann dummerweise auf zur Bespaßung gedachte Unterhaltungssoftware an. Mag sein.

Vielleicht aber haben zwischen die groben Pixelraster vergangener Tage auch tatsächlich mehr dieser Immersion-Partikel gepasst.
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Who the Fuck is Fabian Krapp?

Fabian Krapp ist Informatiker, 28, selbstverständlich langhaarig, jedoch noch unbebrillt. Er trinkt Kaffee ausschließlich schwarz, macht beruflich “irgendwas mit Medien” und in seiner Freizeit Heavy-Metal oder Fotos. “Styg” ist ein Überbleibsel aus seligen Quake-Zeiten, als die Sache mit den jugendlichen Reflexen noch funktionierte. Er spielt leidenschaftlich gerne RPGs, ist von Shootern mittlerweile übersättigt und für MMO-Gaming nicht mehr empfänglich. Styg trauert seligen LAN-Zeiten nach, als man noch tageweise in verdunkelten Zimmern saß und die lokalen Pizzadienste subventionierte. Persönliche Nemesis ist der Hang zu Logik, Abstraktion und Bauchgefühl gleichzeitig. Diese Selbstbeschreibung besteht aus exakt 100 Wörtern, wie von Gunnar gewünscht. Pedant.

Gedanken zu Computerspielen I

by Gunnar on 26. Dezember 2010 · 7 comments

Dies ist ein Gastbeitrag von Fabian Krapp aka Styg.

Die Weihnachtszeit ist eine Zeit des Müßiggangs, zumindest in meinem Fall. Für Gunnar kann ich nicht sprechen, er dürfte gerade seinen Hausrat grimmigen und entschlossenen Blickes mit bloßen Händen durch kataklystische Niederschlagsmengen und unerbittlichen Eisregen in Karlsruhe tragen. Zeigen wir uns also solidarisch und wünschen ihm an dieser Stelle viel Erfolg, ganz ernst gemeint.

Zurück in’s warme Wohnzimmer, zurück zum Müßiggang, den Kataklysmus behalten wir bei: An einem grauen Dezembersonntag gebe ich meine jahrelang kultivierte Totalverweigerung auf, sitze vor meinem Rechner und aktiviere eine Trial-Version des bislang erfolgreichsten Hamsterrads aller Zeiten. Mal ausprobieren, rein der Meinungsbildung zuliebe. Auf die Nachfragen von Bekannten kann ich schließlich nicht ständig lapidar antworten, ich könne mit dem Grafikstil von “World of Warcraft” nichts anfangen …

Einen Tag und wenige Stunden Schlaf später habe ich die WoW-Probepackung ausgequetscht: Mein Elben-Jäger ist Level 20, die Levelgrenze der Trial-Version erreicht. Herzlichen Dank an dieser Stelle an Blizzard. Denn dieser vielleicht etwas zu geizige Umgang mit effektiv spaßigem Content könnte mir eine Menge Geld und Zeit gespart haben. Wäre die Sache bis, sagen wir, Level 30 offen gewesen, hätte ich wohl für einen ganzen Monat reingeschaut. Oder gleich für zwei Jahre, hat man heute ja so. Dank diesem spielerischen Coitus interruptus werde ich nun vielleicht doch noch Vater, heiraten und Jahrzehnte später ergraut im Schaukelstuhl sitzen, umgeben von einer grandiosen Zahl an Enkelkindern. Und diese “Rockstar werden”-Sache ist ja auch noch angedacht.

MMORPGs sind in Unterhaltungsmedien verpackte Ausprägungen des Traveling-Salesman-Problems: “Wie bekomme ich meine(n) <Charakterklasse> in minimaler Zeit auf <Levelcap> um dann <diverse Überitems> benutzen zu können?” Geboten werden simple und stark repetative Abläufe, Story und Lore sind selten mehr als das Schmiermittel für das Prinzip des konstanten positiven Feedbackflows und der Konkurrenzsituation der Mitspieler untereinander. Ich unterstelle Blizzard ein bischen mehr Polishing im Vergleich zu (den meisten) Konkurrenten. Soweit keine neuen Erkenntnisse, sicher. Beim Anspielen war mir auch schnell wieder bewusst, dass ich mehr der Mechanik und weniger dem eigentlichen Spieleinhalt fröne. Zumindest könnte ich auswendig weder NPC- noch Ortsnamen aufsagen. Spaß gemacht hat es irgendwie trotzdem. Dem in sanften Wellen wiederkehrenden Kaufreflex (damn you, PayPal!) der Vollversion konnte ich trotzdem erfolgreich widerstehen (Stand: 26.12.2010). Bin zuversichtlich, dass ich dieses “vernünftig werden” bis 30 noch in den Griff bekomme.

Tage später widme ich mich dann doch einer Ersatzhandlung, ich suche aus selbstverständlich rein wissenschaftlichen Gründen nach Abonnenten-Zahlen gängiger MMORPGs – und werde fündig. Die Zahlen dürften nicht sonderlich belastbar oder exakt sein, was der Betreiber der Seite auch so kommuniziert. Größenordnungen und Tendenzen sind jedoch ablesbar. WoW dominiert erwartungsgemäß,  hübsch zu sehen ist auch der Effekt des “Antestens” neuer Titel, nur um nach kurzer Zeit doch wieder zu WoW zu gravitieren. Erstaunlich finde ich auch, wie viele Zocker insgesamt sich auf dieses Spielprinzip einlassen – Tendenz eindeutig steigend.

Warum setzen immer mehr Spieler heutzutage auf Produkte, deren Content hinter der Spielmechanik klar zurücksteht? Denn, seien wir ehrlich, wer liest in MMORPGs tatsächlich noch Questtexte durch, entwickelt eine tiefergehende Verbindung zu Charakteren und Orten der Spielwelt oder denkt sich Biografien für seine Charaktere aus? Die eventuell mitlesende Minderheit wird an dieser Stelle höflichst darum gebeten, mir meine rhetorisch-selbstgerechte Frage nicht durch “ICH!ICH!ICH!”-Proteste zu versauen. Hatten wir früher einfach nichts anderes oder ist die zunehmende Reduzierung auf Spielmechaniken (betrifft natürlich nicht nur MMORPGs) an sich vielleicht eine Art “Mode”? Liegt es an uns Spielern selbst, wollen wir das sogar, ist es eine Alterssache?

Dazu demnächst mehr, Montag Dienstag ganz sicher Mittwoch.  Ich hoffe, dass es bis dahin in Karlsruhe nicht mehr schneit …

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Who the Fuck is Fabian Krapp?

Fabian Krapp ist Informatiker, 28, selbstverständlich langhaarig, jedoch noch unbebrillt. Er trinkt Kaffee ausschließlich schwarz, macht beruflich “irgendwas mit Medien” und in seiner Freizeit Heavy-Metal oder Fotos. “Styg” ist ein Überbleibsel aus seligen Quake-Zeiten, als die Sache mit den jugendlichen Reflexen noch funktionierte. Er spielt leidenschaftlich gerne RPGs, ist von Shootern mittlerweile übersättigt und für MMO-Gaming nicht mehr empfänglich. Styg trauert seligen LAN-Zeiten nach, als man noch tageweise in verdunkelten Zimmern saß und die lokalen Pizzadienste subventionierte. Persönliche Nemesis ist der Hang zu Logik, Abstraktion und Bauchgefühl gleichzeitig. Diese Selbstbeschreibung besteht aus exakt 100 Wörtern, wie von Gunnar gewünscht. Pedant.

Samstagslinks//Blog-Übergabe

by Gunnar on 25. Dezember 2010 · 2 comments

Herr Kaliban verabschiedet sich hiermit bis zum 2.1. in eine kurze Blogabstinenz, einerseits wegen Weihnachten, andererseits wegen seines anstehenden Umzugs nach Karlsruhe. Herr Kaliban ist nämlich von einer schicken Mietwohnungen in Karlsruhe angetan :)

Liebe Leser,

ich bin ein paar Tage nicht da und übergebe das Blog hiermit, und das ist ein Experiment, an einen Kaliban-Leser, nämlich Fabian Krapp aka Styg. Fabian hat sich häufiger mit cleveren Kommentaren auf dieser Seite hervorgetan; ich bin sicher, dass er euch gut unterhalten wird. Also, Fabian, you have the bridge.

Bis denn,

Gunnar

P.S. Da die Sonntagslinks entfallen, schicke ich hier schnell noch ein paar Links am Samstag voraus. Habe nämlich, ahem, noch einen Haufen Linktipps von netten Lesern gefunden, die im Spamfilter gefangen waren. Die Mails, nicht die Leser. Ich danke Hilko, Ingo, Florian, Martin, Robert, Knut und RJ. Meistgeklickter Link letzte Woche war übrigens der mit den sprachlosen Talkshow-Gästen. Und los:

VIDEO: Oh, ein Magazin nur aus Infografiken. Das würde mir gefallen. Leider kostet es mehr als 30 Euro. ###

VIDEO: Santa Claws ist die aktuelle Weihnachtsfolge von Simons hochviraler Katze. ###

VIDEO: Wie man Weihnachten überlebt, trotz all der Zombies. ###

VIDEO: Erinnert sich noch jemand an das Spiel Ghouls’n’Ghosts? Hier ist die Lego-Fassung. Und für Liebhaber aktuellerer Spiele: CoD Black Ops in Lego. ###

VIDEO: Das 8-Bit-Remake von Halo. Sehr cool. ###

VIDEO: Hinter diesem Link findet sich ein hübscher kleiner Scifi-Kurzfilm. ###

MUSIK: Kaliban-Leser Robert B. möchte, dass ich auf die kostenlos downladbare Debut-EP seiner Band Nero hinweise. Tu’ ich doch gern, da’s schöne Musik ist. ###

MUSIK: Johnny und Tanja vom Spreeblick hatten Anfang des Jahres angekündigt, den diesjährigen Weihnachtshit zu schreiben. Radio Christmas sollte er heißen, was ja schon mal kein schlechter Name ist. Nun, der Song ist tatsächlich fertig geworden, aber ein Weihnachtshit wird’s wohl nicht mehr werden. ###

BILDER: Weiß nicht, ob ich in Slowenien wohnen wollen würde, aber diese Märcheninsel würde mir schon gefallen. ###

BILD: Von Guttenberg, Held der Neuzeit. ###

BILDER: Interessanter Designansatz: bekannte Produktpackungen auf das Wesentliche reduziert. ###

BILDER: Ein sehr cooles Haus aus Legosteinen. ###

COMIC: Wie man Weihnachten feiert, aufgeteilt nach Altersgruppen. ###

INFOGRAFIK: Die komplette Geschichte der Social Games, vom, uh, antiken Ägypten bis heute. ###

INFOGRAFIK: Die Evolution des Bloggers. ###

TEXT: Die Markenbildung im sozialen Web wird von 4 Prozent der Onliner bestimmt, sagt Forrester. ###

PDF: Santa Claus, unter Markenbildungsgesichtspunkten behandelt. ###

SITE: Die Encyclopedia Astronautica ist genau das, was man sich darunter vorstellt. ###

AKTION: Oh, die deutschen Spieleblogs wählen ihre Spiele des Jahres. ###

Frohes Fest!

by Gunnar on 24. Dezember 2010 · 6 comments

Ein weihnachtlicher Beitrag, in welchem Herr Kaliban ein Geschenk kauft, die Folgen der Schneekatastrophe am eigenen Leib erlebt und seinen Lesern alles Gute wünscht.

Wer hätte gedacht, dass es plötzlich, mitten in Deutschlands drittgrößter Stadt München, einer Konsummetropole ersten Ranges, mitten im Winter faktisch unmöglich ist, einen Schlitten zu kaufen. Bin von Laden zu Laden zu Laden gerannt, immer meine Frage “Sie haben nicht zufällig noch einen Schlitten zu verkaufen?” abspulend, immer auf’s Neue konfrontiert mit dem kurzen, bitteren Auflachen der Verkäuferinnen, die dann mit dem Daumen hinter sich zeigen, wo noch genau EIN grellhässlicher Plastikschlitten aus taiwanesischer Produktion auf den Zeitpunkt wartet, an dem ein verzweifelter Onkel, Vater oder Opa seine ästhetischen Grundsätze über Bord wirft, um am Heiligabend nicht mit leeren Händen dazustehen. So tief bin ich nicht gesunken, ich habe allerdings, auch schon reichlich würdelos, einen wildfremden Menschen mit einem frischgekauften Schlitten auf der Schulter angebettelt, mir seine Quelle zu verraten und bin dann im Laufschritt dorthin geeilt, um tatsächlich noch das vorletzte Exemplar zu ergattern. Was tut man nicht alles für den Nachwuchs.

Herr Kaliban wünscht allen Mitlesenden ein frohes Fest, viele Geschenke, ein leichtverdauliches Abendessen und generell einen schönen Heiligabend. Außer eventuell mitlesenden Arschlöchern, denen wünscht der Herr Kaliban allenfalls mittelgute Geschenke mit übermäßigem Stromverbrauch. Und einen fetten Gänsebraten zum Abendessen, der noch bis zum nächsten Jahr große Teile der Verdauungskapazitäten blockiert. Oder so.

Wie GamePro hätte werden sollen

by Gunnar on 23. Dezember 2010 · 25 comments

So. Da ich ja nicht mehr so richtig bei IDG angestellt bin, kann ich ja endlich AUSPACKEN!

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Der Wandel der Welt

by Gunnar on 22. Dezember 2010 · 15 comments

Wir leben in schnellen Zeiten, die Welt veraltet zusehens. Wenn ich mit dem Goldkindtm ein Wimmelbuch durchschaue, das kaum zehn Jahre alt ist, muss ich schon ständig den Wandel erklären.

Goldkind: Papa, was macht der Mann da?
Herr Kaliban: Der telefoniert.
Goldkind: Aber was ist der Kasten?
Herr Kaliban: Das ist eine, nun, Telefonzelle. Das sind, sozusagen, uh, Handys in Kästen an Schnüren auf Straßen.
Goldkind: (blinzelt verständnislos)

Goldkind: Papa, was hält sich der Mann da ans Ohr?
Herr Kaliban: Ein Handy.
Goldkind: Und was ist der dünne Strich am Handy?
Herr Kaliban: Ein Antenne.
Goldkind: Hast du auch eine Antnene an deinem Handy?
Herr Kaliban: Nein. Doch. Ja, aber die sieht man nicht.
Goldkind: Ist die unsichtbar?
Herr Kaliban: Nein, die ist im Rahmen eingebaut und man merkt nichts davon, außer wenn man draufdrückt und der Empfang aussetzt.
Goldkind: (blinzelt verständnislos)

Goldkind: Papa, was hat der Junge da auf der Schulter?
Herr Kaliban: Das ist ein, uh, Ghettoblaster. Der macht Musik.
Goldkind: Wie ein iPod?
Herr Kaliban: Ja.
Goldkind: Warum nimmt der Junge nicht einfach seinen iPod mit anstatt den großen Getoblaser?
Herr Kaliban: (seufzt)

Wash Away

by Gunnar on 21. Dezember 2010 · 1 comment

Herr Kaliban, Menschenfreund, möchte mit ruhiger Musik auf die besinnliche Jahreszeit hinweisen.

Fahren und Schießen

by Gunnar on 20. Dezember 2010 · 2 comments

Herr Kaliban hat komische Bekannte, die aber coole Bilder malen.

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Winterwundersonntagslinks

by Gunnar on 19. Dezember 2010 · 4 comments

Und hier ist die wöchentliche Linksammlung, immerhin knapp vor’m Tatort fertig. Meistgeklickter Link letzte Woche war der mit der Weltkarte.

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Ende einer Ära

Dezember 18, 2010

Nun, da ihr, liebe Leser, so ausdauernd diesen Blog lest, in dem es ja am Ende eigentlich immer nur um mich geht, kann ich es auch wagen, euch mit einer weiteren privaten Information zu belästigen: Ich ziehe um. Nach, nun, Karlsruhe. Nun zieht man natürlich nicht einfach wegen des exotischen Klimas und der unverständlich sprechenden […]

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Dominory

Dezember 15, 2010

Herr Kaliban verliert immer in Spielen mit dem Goldkindtm. Meine Tochter und ich spielen neuerdings zuweilen Dominory, ein selbst erfundenes Spiel, das Domino ähnelt, aber mit Memorykarten gespielt wird. Es geht so: Eine Karte wird in die Mitte gelegt, jeder nimmt eine Karte von Stapel. Das Goldkind fängt an, legt ihre Karte an. Dazu gibt […]

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