Dieses Internet, Folge 2

by Gunnar on 15. Januar 2011 · 16 comments

Schnelles Update aus dem Leben des Herrn Kaliban

Okay, KabelBW hat es geschafft, meine Wohnung in Karlsruhe mit der Außenwelt zu verbinden.

Minimal befremdlich, dass dazu ein Unternehmen aus dem Raum Würzburg beauftragt werden musste, das Termine im Badischen erstmal solange sammelt, bis sich die weite Anfahrt lohnt, aber hey, wer bin ich, die industrielle Weisheit der Kabelnetzbetreiber zu hinterfragen. Der Fahrer kam denn auch eine gute halbe Stunde zu spät und entschuldigte sich mit dem Stau auf der A5, aber ich darf mich darüber nicht beschweren, denn das Unternehmen hatte immerhin überhaupt erstmal einem festen Termin zugestimmt — ich erinnere mich da noch ganz gut an Telekom-Techniker vor ein paar Jahren, die zu einer genaueren Ansage als “zwischen 10 und 16 Uhr” nicht zu überreden waren. Besser jedenfalls als die Klempnerbude, die schneidig “wir kommen in zwei Stunden” versprochen und sich dann nie wieder gemeldet hat.

Und ein bisschen schade ist’s schon, dass man mir den bestellten WLAN-Router erst zwei, drei Tage nach der Installation zuschickt (Begründung des Technikers: “Der kommt immer erst danach, könnte ja sein, dass der Anschluss nicht klappt”), aber hey, wer bin ich, die industrielle Weisheit der Kabelnetzbetreiber zu hinterfragen. Ich sitz’ dann eben hier mit meinem Macbook auf den Knien auf dem Fußboden, mit einem 80cm-Kabel an die Anschlussstelle gefesselt und betrachte aus der Ferne mein neu gekauftes Verwandlungssofa.

Immerhin bin ich im Netz.

P.S. Weil’s vage passt, sei am Rande “Ohne Netz” empfohlen, ein Buch des SZ-Redakteurs Alex Rühle über sein Experiment, ein halbes Jahr komplett offline zu leben und zu arbeiten. Der Erkenntnisgewinn hält sich im solala, aber der Schreibstil ist eine reine Freude.

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