Buchtipp: Walter Tevis, Queen’s Gambit

by Gunnar on 14. Juli 2011 · 5 comments

Neulich, auf Facebook, empfahl der von mir kultisch verehrte Warren Spector[*] seinen Freunden ein Buch oder vielmehr einen Autor, nämlich Walter Tevis:

Ich habe kurzentschlossen Queen’s Gambit gekauft und gelesen und wollte meiner geneigten Leserschaft kurz an dieser Stelle mitteilen, dass Tevis’ kurzer, aber knackiger Schachroman in der Tat sehr lesbar ist. Es geht darin um Beth, ein Waisenkind, das vom Hausmeister des Heims Schach lernt, sich zu einem Wunderkind entwickelt und schließlich um die Weltmeisterschaft spielt. Dieser Plot klingt erstmal nach Pathos und Tränendrüse; Tevis zeigt aber auch sehr klar Beths andere Seite, ihre Angst, ihre Einsamkeit, ihre Abhängigkeit von Benzos und Alkohol. Und er beschreibt das Schachspiel in solcher Schönheit, dass ich stante pede wieder anfgefangen habe, zu spielen — nach über 15 Jahren Abstinenz.

Also, das Ding kann man gefahrlos kaufen oder auch verschenken, die Originalfassung kostet bei Amazon gebraucht nur knapp vier Euro, eine deutsche Version gibt’s leider nicht.

P.S. Wer mehr auf Billard als auf Schach steht, kann sich auch an Tevis’ The Hustler (dt. Haie der Großstadt) versuchen, das soll noch besser sein. Ist die Geschichte eines Billardspielers und wurde übrigens auch sehr großartig und Oscar-prämiert verfilmt, genau wie die Fortsetzung, Die Farbe des Geldes.

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