Januar 2012

by Gunnar on 30. Januar 2012 · 5 comments

Totaler Pc-Notstand im Hause Kaliban. Kurze Blogpause bis zur Reparatur.

Without you I’m nothing

by Gunnar on 28. Januar 2012 · 1 comment

In der letzten Therapiesitzung der Anonymen Gadget-Abhänigigen haben wir herausgearbeitet, dass es für alle irgendwie auch gute Gefühle machen würde, wenn wir mehr schöne Musik hören würden. Auch und gerade am Ende einer anstrengen Arbeitswoche. Dann ging leider die Diskutierkerze aus und wir kamen nicht mehr zu konkreten Songvorschlägen. Daher versuche ich’s mal einfach so:

Ah, was für eine sensationelle Version eines eh schon großartigen Liedes.

GamePro Arcade

by Gunnar on 26. Januar 2012 · 2 comments

Herr Kaliban hat beim Aufräumen eine Mini-Publikation von historischem Wert gefunden:

Anfang 2004 hatten wir in der GamePro mal ein paar Penny Arcade-Cartoons zu einer gedruckten Beilage zusammengestellt. Die dann auf dem Heft klebte. Man beachte, wie clever und sprachlich versiert ich das angepriesen habe: “KULT! Der Spiele-Comic aus Amerika”. Seufz. Naja, hat leider damals der Auflage nicht geholfen. Wir hatten dann noch eine Weile einen Strip im Heft, aber der fand auch keine große Beachtung.

War leider auch ein bisschen schlampig gesetzt, wie mir jetzt auffällt. Nun, Schwamm drüber.

Dear Zynga, we love you too

by Gunnar on 25. Januar 2012 · 10 comments

Hat sicher jeder schon anderswo gelesen, aber ich muss das nochmal bringen.

Folgende Botschaft verbreitete der iPhone-Entwickler Nimblebit kürzlich:

Interessant, dass eine Firma wie Zynga, mit massenhaft gutem Personal und mehr als ordentlicher Kapitalausstattung, bei ihrem Angriff auf den mobilen Spielemarkt erstmal nichts Besseres zu tun hat, als das “Spiel des Jahres” zu kopieren.

Ziemlich clever ist dafür die Reaktion von Nimblebit, die natürlich genau wissen, dass Konzepte nicht rechtlich schützbar sind und sich daher auf die David gegen Goliath-Nummer verlegen. Und das mit (bösen) Humor.

Nett auch die Anmerkung dazu auf Twitter:

Hintergrund: Zynga hatte (angeblich) vorher versucht, Nimblebit zu kaufen.

Die Episode wirft aber auch ein Schlaglicht auf den Social-Games-Zweig der Spieleindustrie, dem es offenbar sehr schwer fällt, den bestehenden (bekanntlich sehr gut funktionierenden) Konzepten etwas Neues, Innovatives hinzuzufügen. Die Facebook-Spiele von Zynga sind ja auch fast alle Iterationen von Farmville, das wiederum sehr, sehr nahe an MyFarm oder Happy Farm ist. Und das siegreiche Sims Social von EA, derzeit nahezu das einzige Facebook-Spiel, das den Ville-Spielen Paroli bieten kann, fühlt sich an, als hätte da ein sehr versiertes Team alle Erkenntnisse von Zynga re-engineered.

Liebe Content-Industrien,

ich habe durchaus Verständnis für Copyrights. Ich habe mein ganzes Berufsleben und auch privat als Blogger und Autor täglich das produziert, was heute so abwertend “Content” heißt. Und möchte nicht, dass Leute sich ohne zu fragen daran bedienen. Ich habe auch die dramatische Amiga-Zeit mitbekommen, als die Firma Thalion unterging, deren Spiele ich mochte, die aber wegen der Raubkopien keine Zukunft für sich mehr sah. Ich war dabei, als Anno 1602 in Deutschland im ersten Jahr gut das Fünffache von Starcraft verkaufte, weil Starcraft eben keinen Kopierschutz hatte und Anno immerhin einen schwachen. Ich stehe auf dem altmodischen Standpunkt, dass wenn man etwas nutzen möchte, auf dem ein Preisschild klebt (und für dessen Erschaffung jemand hart gearbeitet hat), man gefälligst zahlen möge.

Aber das ist die eine Ebene, die intellektuelle Ebene sozusagen.

Meine Lebenserfahrung lehrt mich etwas ganz anderes.

Vor langer Zeit, da kaufte ich regelmäßig CDs. Bis mir auffiel, dass sich gekaufte CDs in meinem Auto-CD-Player nicht mehr abspielen ließen, wegen des Kopierschutzes, gebrannte aber schon. Da ich im Auto Musik hören wollte, stieg ich um.

Dann kaufte ich Musik auf iTunes, bis mir irgendwann gleichzeitig iPod und PC crashten und sich die gekaufte Musiksammlung, wegen des Kopierschutzes, nicht mehr legal abspielen ließ, die gerippten Tracks aber weiterhin liefen. Ich kaufte dann Musik bei Amazon, DRM-frei, das löste das Problem.

Dann kaufte ich Serien auf iTunes, bis mir gestern auffiel, dass ich die Folgen nicht auf meine Xbox streamen kann, wegen des Kopierschutzes, im Netz herrenlos aufgefundene Filme aber schon. Ich kann mir jetzt ein Apple-TV kaufen oder wieder nach DRM-freien Quellen suchen, bin’s aber durchaus auch leid, durch immer neue Feuerreifen zu springen, während die Industrie mir weiterhin Steine in den Weg legt.

Liebe Entscheider der Content-Industrien, ich gehöre zur ersten Generation der Internet-User. Wir sind die Leute, die iTunes mit unserer Kaufkraft überhaupt erst möglich gemacht haben. Wir sind die Leute, die mit Flattr spenden, die über Paypal Serials für Software kaufen, die den Indies über die Humble Bundles ein bisschen Herzblut zurück geben, die die ganze App-Ökonomie am Leben halten.

Wir tun das nicht, weil wir nicht wüssten, wie ein Jailbreak funktioniert. Oder wo wir Keygens und Cracks und Serialz und Musik und ganze Filme finden. Wir tun das aus Überzeugung, weil wir für das, was wir konsumieren, gerne bezahlen. Ich würde erwarten, dass man uns für diese Haltung liebt. Aber nein, wir sind die Feinde, denen man widerstrebend gerade so viel Nutzungsrecht überlässt, damit ein Vertrag erfüllt werden kann.

So geht das nicht. Ich will mein Eigentum so nutzen, wie’s mir gerade gefällt, auf welcher Plattform auch immer. Und ich möchte, in einer globalisierten Welt, Werke dann kaufen können, wenn sie auf den Markt kommen und nicht erst dann, wenn ein Portfolio-Manager entscheidet, dass er mein Land jetzt endlich doch auch freischalten möchte, weil alle anderen Verwertungsketten erschöpft sind.

Johnny von Spreeblick hat das kürzlich noch ein bisschen hübscher gesagt: “Und wenn sich die Unterhaltungsbranche dann irgendwann mal dazu bequemen könnte, aus dem Erfolg von Megaupload etc. zu lernen und internationale Lösungen für Konsumenten anzubieten, statt ihre Energie in nicht minder schmutzige Lobbyisten-Arbeit in der Politik zu vergeuden, dann kommt vielleicht langsam mal was ins Rollen. Von mir aus kann dieser ganze Schrott wie Megaupload nämlich gerne aus dem Netz verschwinden, ich will weder beschissene Pornowerbung noch flackernde Download-Timer ertragen müssen und an solche Portale erst recht kein Geld zahlen, um den Film meiner Wahl sehen zu können, sobald er fertig produziert wurde. Ich lege gerne fünf oder zehn Euro im Monat aufs Trackpad, wenn ich davon ausgehen kann, dass die Produzenten einen Teil davon erhalten und der ganze Kram legal ist.”

Geht in euch, ich bin den ganzen Ärger ein bisschen leid.

Herzlichst,

ein zahlender Kunde

Sonntagslinks #122

by Gunnar on 23. Januar 2012 · 11 comments

Ah. die Sonntagslinks. Heute mal wieder leicht verspätet.

VIDEO und AUDIO

PODCAST: Bonustrack unseres Stay Forever-Podcasts: Chris Schmidt erzählt dem Guardian (aus Ultima 7) schlüpfrige Witze . ###

VIDEO: Die Enten kommen mit dem Wind nicht recht klar. ###

VIDEO: Warum manche Frauen immer Single bleiben. ###

VIDEO: Es geschah vor 42 Jahren (für die Live-Fassung gibts auch eine Webcam). ###

VIDEO: “Kann ich mir deine Nickelback-CD brennen” und andere Dinge, die niemals jemand sagt. ###

STANDUP: Der großartige George Carlin spricht über das Wählen. ###

VIDEO: Sensationeller Zusammenschnitt von Filmszenen zu einem Text. ###

VIDEO: Die Katze bellt, wird dabei ertappt und miaut dann wieder. Endlich ein Videobeweis für die Tücke von Katzen. ###

VIDEO: 100 schöne Tore aus dem Jahr 2011. ###

MUSIK: Alle musikalischen Themen der Elder Scrolls-Reihe in einem Medley. ###

GRAFIKEN UND FOTOS

GRAFIK: Wie die arabischen Ziffern (angeblich) entstanden sind. ###

DEMOTIVATOR: Frodo hat keine Chance. ###

KUNST: 12 wunderschöne Kalenderblätter, die sich mit dem Untergang der Welt beschäftigen. ###

FOTOS: Kunst mit Alltagsobjekten. Sehr schön. ###

FOTO: Nerdiger kann ein Nummernschild nicht mehr werden, denke ich. ###

FOTO: Alltagsentdeckungen: Diese Lüftung sieht aus wie… ein Star Wars-Bösewicht. ###

GRAFIK: Die ZEIT hat mal nachgerechnet, wie viel Geld Bundesligisten pro Tor ausgeben. ###

INFOGRAFIK: Das Internet 2011. In Zahlen. ###

TEXTE

BERICHT: Eine Zusammenfassung des Erreichten bei SOPA Blackout Day. ###

BERICHT: Die Lizenzbestimmungen von Apples iAuthor-Dingens sind erstaunlich unfair. ###

BLOGPOST: Müsste es nicht auch mal einen schwulen Videospielehelden geben? ###

ESSAY: Wie sieht eigentlich eine realistische Weltraumschlacht aus? ###

ARTIKEL: Der Regisseur Paul Poet besucht in seinem sehenswerten Film “Empire me” sechs winzige Nationalstaaten, schreibt die ZEIT. ###

BLOGPOST: Bei Anmut und Demut beschäftigt sich der Autor mit dem Thema Verdummung. ###

INTERVIEW: T-Online spricht mit dem Erschaffer der Daedalic-Adventures (Deponia, Edna bricht aus etc.). ###

ESSAY: Martin Lorber von EA schreibt über linares Gameplay. ###

INTERVIEW: Herr Kaliban spricht mit Petra Fröhlich. ###

WISSEN: Google fasst alles, was man über die Google-Suche wissen muss, in einer Tipps-Sammlung zusammen. ###

EIN KESSEL BUNTES

DING: So sehen Handschuhe für richtige Männer aus. ###

SITE: Was ist eigentlich Chantalismus? ###

SITE: Kunst und Kreativität für Jung und Alt: Mister Snuggels. ###

GAME: Kingdom Rush kennt sicher jeder schon, der Tower Defense mag. Oder? ###

SITE: Codecandies sammelt lustige Anmerkungen, die Programmier in den Quellcode geschrieben haben. ###

SITE: Herr Fabu (of Superlevel.de fame) hat jetzt auch ein persönliches Blog. Ich wäre bereit, die eine oder andere Vorschusslorbeere zu investieren. ###

WIE DAS LEBEN BESSER WIRD

TOOL: Wie man Abos leichter kündigt. ###

Dies war die heutige Ausgabe der wöchentlichen Linkliste vom Herrn Kaliban, wie immer entstanden unter Mithilfe einiger freundlicher Linkeinsender (Alex, Der Gnu im Schuh, Julian, Jan). Sachdienliche Link-Hinweise werden vom dankbaren Herrn Kaliban jederzeit per Kontaktformular entgegen genommen.

Sounds like melody

by Gunnar on 21. Januar 2012 · 3 comments

Die Bad Tölzer Elektrorocker A Life [Divided] covern ganz hübsch ein Highlight meiner Jugend, den Song “Sounds like a melody” von Alphaville (Originalsong hier). Falls die Nachgeborenen den Namen nicht mehr kennen, das war eine deutsche Synthpopband, die 1984 ein paar Hits hatte. Größter Treffer war das auch heute noch halbwegs anhörbare “Big in Japan”. Das Video hingegen, naja, schaut selbst.

 Ich hatte mir, wie ich kürzlich in einer alten Mail an mich selber wieder entdeckte, 2008 mal den Vorsatz gesteckt, auf dieser Seite mehr Interviews und Gespräche zu veröffentlichen. Ich fange damit jetzt mal an, no time like the present.

Ich sprach mit Petra Fröhlich, Spielejournalistin der ersten Stunde, über Frauen in der Branche, Jobchancen für Einsteiger und ihre persönlichen Spielevorlieben.

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Der Kanton im Lande Mauerbau

by Gunnar on 19. Januar 2012 · 10 comments

Herr Kaliban scheitert an der modernen Technik. Wie immer.

Immer, wenn ich freie Zeit habe und nicht gerade Medien konsumiere, mache ich irgendwas mit Text. Schreibe Blogposts, podcaste, arbeite an meinem nächsten Buch, spinne Ideen für Webseiten, Bücher, Spiele, Vorträge et cetera. Vieles bleibt im “Ich mach mal ein Rohkonzept”-Stadium stecken, unter anderem auch, weil mich das ewige Schreiben schon auch ein bisschen ankäst.

Ich wollte daher mal eine Alternative Methode der Textproduktion versuchen, inspiriert durch die Liebe meines Lebens, die täglich mit großer Effizienz ihre berufliche Korrespondenz runterdiktiert. Ich dachte mir, hey, vielleicht kann ich einfach im Auto oder daheim einfach mit einem Headset herumlaufen oder -sitzen, meine Gedanken in die Maschine sprechen und hinterher auf Knopfdruck einen Text daraus machen, der dann als Basis für weitere Arbeit dient – wie jeder Schreibende weiß, ist es vergleichsweise leicht, mit vorliegendem Text zu arbeiten, aber schwer das weiße Blatt zu Beginn erstmal zu füllen.

Also probierte ich’s mal mit Dragon Dictation, deren App ist wohl führend. Das Resultat war Kauderwelsch. Liegt vielleicht an meiner Aussprache oder am Sujet, dachte ich und sprach testhalber klar und sauber ein bekanntes Gedicht ein. Vielleicht erkennt’s ja wer:

Hm. Nun, offenbar funktioniert die Methode nicht für mich. Ich bleibe beim Tippen, erstmal.

SOPA Blackout

by Gunnar on 18. Januar 2012 · 3 comments

Okay, heute ist der Tag des Protests gegen Internetzensur. Ein amerikanisches Thema, erstmal (SOPA / PIPA sind ja US-Initiativen), aber es ist ja nicht so als wären wir in Europa auf einer Insel der Glückseligen. Ich empfehle, so noch nicht geschehen, sich einzulesen: mit Warum SOPA auch uns angeht, beispielsweise. Weiterführend auch hier, hier oder hier. Oder auch hier, bei der Protestaktion der US-Gamer.

Kaliban.de spart sich allerdings die aktive Teilnahme und das leicht alberne Abdunkeln der Seite, weil’s ja doch nur Preaching to the Choir wäre.

Aber hey, für einen Protestsong muss Zeit sein:

Und am besten auf den Punkt bring’s dieses GIF von The Oatmeal:

Works both ways

Januar 16, 2012

Alles, was man über’s Vatersein wissen muss: Aus einem Projekt von Rebecca Dreistadt und Ryan Sohmer, mehr Bilder hier. Alles, was man über’s Vatersein wissen muss: Aus einem Projekt von Rebecca Dreistadt und Ryan Sohmer, mehr Bilder hier.

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Sonntagslinks #121 (Update)

Januar 15, 2012

Wieder eine Woche ordentlich was weggesurft. Hier sind die Highlights. Habe übrigens endlich Zeit gefunden, allerlei eingesandte Links nachzuholen, sorry für’s Liegenlassen und nochmals Danke an die Einsender. Wieder eine Woche ordentlich was weggesurft. Hier sind die Highlights. Habe übrigens endlich Zeit gefunden, allerlei eingesandte Links nachzuholen, sorry für’s Liegenlassen und nochmals Danke an die […]

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