Herr Kaliban scheitert an der modernen Technik. Wie immer.
Immer, wenn ich freie Zeit habe und nicht gerade Medien konsumiere, mache ich irgendwas mit Text. Schreibe Blogposts, podcaste, arbeite an meinem nächsten Buch, spinne Ideen für Webseiten, Bücher, Spiele, Vorträge et cetera. Vieles bleibt im “Ich mach mal ein Rohkonzept”-Stadium stecken, unter anderem auch, weil mich das ewige Schreiben schon auch ein bisschen ankäst.
Ich wollte daher mal eine Alternative Methode der Textproduktion versuchen, inspiriert durch die Liebe meines Lebens, die täglich mit großer Effizienz ihre berufliche Korrespondenz runterdiktiert. Ich dachte mir, hey, vielleicht kann ich einfach im Auto oder daheim einfach mit einem Headset herumlaufen oder -sitzen, meine Gedanken in die Maschine sprechen und hinterher auf Knopfdruck einen Text daraus machen, der dann als Basis für weitere Arbeit dient – wie jeder Schreibende weiß, ist es vergleichsweise leicht, mit vorliegendem Text zu arbeiten, aber schwer das weiße Blatt zu Beginn erstmal zu füllen.
Also probierte ich’s mal mit Dragon Dictation, deren App ist wohl führend. Das Resultat war Kauderwelsch. Liegt vielleicht an meiner Aussprache oder am Sujet, dachte ich und sprach testhalber klar und sauber ein bekanntes Gedicht ein. Vielleicht erkennt’s ja wer:
Hm. Nun, offenbar funktioniert die Methode nicht für mich. Ich bleibe beim Tippen, erstmal.


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:D
Das wirft ja die Frage auf, was der Lott über den Hobbit-Trailer denkt? Mehr vom gleichen?
Kann ja nicht genug vom Gleichen geben, wenn das Gleiche so schön ist.
Bei Dragon Dictation dauert das Einsprechen und das anschließende Korrigieren im Nachgang länger als es gleich Niederzuschreiben. Das macht das Diktieren beim Autofahren noch gefährlicher, da man regelmäßig runterschaut, was jetzt wieder für ein Mist da steht und im Anschluss noch den Cursor platzieren muss.
Siri ist einen Tacken besser. Trotzdem muss man bei Passagen mit mehr als drei Wörtern in 75% der Fälle auch wieder Hand anlegen, was das Ganze in Hinblick auf die Effektivität ad absurdum führt.
Offenbar hast du das “drohn” ganz am Ende verschluckt. Und diese Dragon Dictation App, ja, die mag wohl keine Hobbits und dergleichen. Aber vielleicht auch ein bisschen nachvollziehbar, sind doch Drachen im “Herrn der Ringe” inzwischen ausgestorben.
Wie Boromir bereits sehr trefflich bemerkte:
“Man kann nicht einfach nach Mauerbau spazieren!”
Ich hab mit Dragon auch mal Erfahrung gemacht vor vielen Jahren. Damals ging es doch relativ gut. Man muss nur, wie auch bei Android oder iOS, darauf achten, dass man natürlich spricht. Klar und deutliche Aussprache bringt irgendwie nur Blödsinn heraus.
Zum Zweiten musste man damals Dragon noch viiiieeeel trainieren. Da gabs haufenweise Trainingstexte, um Dragon zu kalibrieren. Hast du das gemacht?
Und da mache ich mir schon Sorgen ob ich am Puls der Zeit bin, wenn ich meine Gedanken erst in ein Aufnahmegerät diktiere und sie dann abtippe. Anscheinend bin ich sogar schneller wenn ich es so “old-school” mache. Oo
Habe alleine vor meinem Bildschirm lachen müssen, als ich das Gedicht gelesen habe. Das passiert nicht oft, danke!
Hahaha, wie genial, und Hut ab vor der Fähigkeit, über sich selber lachen (lassen) zu können.
“Ich Schaf”, dass hätte ich so auch über mich selber veröffentlicht.
Großes Kino, sagar ganz großes.