Journalistische Jugendsünden: die D&D-Zeitung

by Gunnar on 6. Januar 2012 · 11 comments

Herr Kaliban erinnert sich an seine Nerd-Jugend.

Gemeinhin denkt man, mein erster Job als Chefredakteur sei der bei der GamePro gewesen, die ich Anno 2002 gegründet habe. Aber falschgedacht, bereits Mitte der 80er war ich Chefredakteur der gloriosen “Dwarfs & Dragons”, der Clubzeitung unseres D&D-Rollenspielvereins “Niedermittelbeverns Eisdrache”. Die Auflage betrug zehn Stück; der Umfang (bis zu) fünf Seiten. Nach fünf Ausgaben war die Sache auch schon wieder vorbei.

Das Blättchen haben wir damals erstellt mit der Software “The Newsroom” (von Springboard) auf dem C-64; ausgedruckt auf dem Nadeldrucker meines Freundes Marco, der als Verleger fungierte. Ach, eine schöne Zeit, obwohl wir in einem umkämpften Markt agierten: Es gab sogar eine konkurrierende Zeitung namens “Elfen und Feen”, die auch dieselben zehn Clubmitglieder adressierte.

Ich dokumentiere hier mal die fünfte Ausgabe in voller Länge.

Ich könnte die Bilder noch auf Klick vergrößerbar machen, aber richtig gut lesbar wird’s dann auch nicht. Und rein aus Selbstschutz ist’s mir ganz recht, wenn’s ungelesen bleibt, insbesondere die schauderhafte Kurzgeschichte auf Seite 4. Das ist keine Koketterie, die ist wirklich schlecht, auch für einen Minderjährigen. Dafür ist die Zeichnung auf Seite 5 ganz nett, die hat unser Freund Hugo gemacht, der später sein zeichnerisches Talent allerdings als Geschäftsführer in einem Games Workshop-Laden verschleudert hat.

Eine Anmerkung für die hartgesottenen Leute, die bis hierhin gescrollt haben: Mit meiner D&D-Vergangenheit beschäftigt sich auch der ältere Beitrag Game Master, Level 69.

{ 8 comments… read them below or add one }

Leave a Comment

{ 3 trackbacks }

Previous post:

Next post: