Herr Kaliban, im Februar

by Gunnar on 8. Februar 2012 · 13 comments

Medienmissbrauchsdokumentation.

Hören –> Höre gerade viele alte CDs mal wieder, nebenbei beim Digitalisieren (weil endlich mal alle diese Datenträger aus der Wohnung müssen, verflucht). Wiederentdecktes Highlight: Dig your own hole. Und das Gesamtwerk von Tom Waits geht auch immer wieder.

Sehen –> Gucke derzeit Dexter, Staffel 4. Immer noch gut, finde ich. Erscheint übrigens morgen auf deutsch. Danach wartet endlich Mad Men.

Lesen –> Lese endlich Infinite Jest, da habe ich mich lange nicht rangetraut. Nebenbei alle Fables-Comics nochmal, weil sie bekanntlich so besonders großartig sind.

Spielen –> Habe mit Kingdoms of Amalur begonnen, gefällt mir bislang besser als den Ex-Kollegen. Nebenbei suche ich Ablenkung mit New Orbit auf dem iPad und immer mal wieder mit dem sensationellen Kingdom Rush.

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Killerloop Februar 8, 2012 um 10:25

Hallo Herr Kaliban,

ist es möglich Ihre Anhängerschaft über Ihr Projekt “Infinite Jest” auf dem laufenden zu Halten? Vielleicht ein kleiner Ersteindruck ? Oder ein klitzekleines Review nach Beendigung des Werkes? Lesen Sie das etwa in der englischen Version? Dann: Respekt. Ich meine gehört zu haben das die Übersetzung dieses Buches 2 Jahre in Anspruch genommen haben soll, keine Ahnung ob das stimmt, aber das lässt das Werk noch ein Stückweit furchteinflößender dastehen :-)

Dig your onw hole -> *staun* Ich dachte Herr Kailban ist eher der gemäßigten Gitarrenmusik zugetan… Ich bin entzückt!

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player1 Februar 8, 2012 um 11:25

Infinite Jest. Liegt bei mir auch schon ewig herum. Mal schauen, ob ich mich irgendwann aufraffen kann.

Bisher kenne ich allerdings nur Menschen, die es es trotz bester Vorsätze nicht mal übersetzt durchgehalten haben. Das macht nur begrenzt Mut.

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Killerloop Februar 8, 2012 um 12:32

Erinert mich an den Dune-Zyklus. Band 1-6. Irgendwo zwischen Faszination und purer Qual. Aber ich hab’s duchgehalten, am Schluss, so Band 5 und 6, ist das ganze vom Lesespass zur reinen Machbarkeitsstudie mutiert. Nein, das war kein Spass… echt nich’…

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Tobi Februar 8, 2012 um 14:22

Beide Daumen hoch für die Serie “Mad Men”, deren zweite Staffel mich gerade begeistert.

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kimchen Februar 8, 2012 um 16:28

Dig your own hole war lange mein Soundtrack zum Shadowrun spielen, (in den 90ern) und einfach nicht tot zu hören! Auch wenn viele meinen es gäbe bessere Alben von den Chemical Brothers, bei mir ist es das absolute Highlight!

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TFJ Februar 9, 2012 um 10:13

Eine Frage Herr Kaliban… wieso müssen CDs den Haushalt verlassen? Gerade Perlen wie Tom Waits hat man doch gerne in greifbarer Form im Plattenschrank. Und wenn sie wirklich weg müssen, wo gehen Sie hin?

Gruß TFJ

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Gunnar Februar 10, 2012 um 09:34

Fort, in den CD-Himmel.

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Rene Februar 9, 2012 um 21:57

Höre gerade den Soundtrack von “Wer ist Hanna?” der auch von den Chemical Brothers gemacht ist. Hört man sofort raus, dass es die Beiden gemacht haben. Zu empfehlen.

Was das “Datenträger aus der Wohnung” angeht tu ich mich gerade bei Büchern schwer. CDs sind ja kein Problem. Aber bei Büchern ist die Sachlage irgendwie kompliziert.

Habe mir zwar vor einiger Zeit den 99-Euro-Kindle gekauft und bin eigentlich auch mehr als zufrieden mit dem Gerät, aber mittlerweile tun sich doch ein paar Nachteile auf.

Beispielsweise jemanden ein Buch ausleihen: Geht nicht. Dabei will ich unbedingt jemandem “Eis und Feuer” näher bringen. Muss ihm dann aber leider sagen: “Liegt alles auf dem Kindle, musst dir kaufen”. Toll..

Und auch dass das Bücherregal so leer bleibt ärgert mich mittlerweile doch ein wenig. Man steht mit leeren Regalen/Taschen da und meint, man würde nichts besitzen.

Also irgendwie bin ich was Bücher angeht mittlerweile etwas unschlüssig, ob man alles digital haben möchte.

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Buchstabenverkäufer Februar 10, 2012 um 10:35

Danke für den Dexter-Hinweis! Staffel 4 ist bestellt – meine Frau schaut ja leider nichts auf Englisch.

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Kai Februar 10, 2012 um 16:30

Infinite Jest! Aaarrrrgghhllllll….

Ich habe es ja wirklich getan. Das ganze Buch gelesen, über 1000 Seiten Hardcover, im Original, inkl. aller Anmerkungen. Ein Scheißbuch (sorry)! Entweder habe ich es nicht verstanden (und ich habe Trainspotting i. O. gelesen) oder das Buch wurde im permanenten Drogen/Delirium/Depressionsrausch geschrieben (wenn man die Bio des Autors liest, weiß man was ich damit meine).

Man kann es auch in die Kurzfassung packen: I don’t get it. Weder wollte das dystopische Zukunftsszenario (bei mir) zünden, noch konnte ich irgendeinen Zusammenhang der einzelnen Handlungsstränge erkennen oder überhaupt verstehen, was Wallace mit dem Buch eigentlich ausdrücken wollte (außer vielleicht, dass er gewaltig einen an der Marmel hatte – ein Fakt, dass er selbst ja immer wieder ausdrücklich betonte). Es soll ja eine Satire sein. Ich empfand das Buch als Frechheit. Frechheit gegenüber dem Leser, der damit seine Zeit verschwendet. Und manchmal meinte ich, Wallace im Hintergrund leise kichern zu hören…

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Drizzt Februar 11, 2012 um 15:35

Also das mit dem Kingdoms of Amalur finde ich etwas inkonsequent, wenn ich an den Origin-Zwang denke… (außer Ex-GS-Redakteure bekommen Sonderversionen ohne den DRM-Müll)

Ich hatte überlegt, ob ich mir das anschaffe, aber das ist dann sofort gestorben, als ich den Kopierschutz gesehen habe. Bevor die Publisher nicht lernen, dass ich kein Krimineller, sonden deren Kunde bin, kaufe ich nichts mehr von denen (gibt ja auch Alternativen).

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Gunnar Februar 11, 2012 um 21:08

Ich spiel’s auf der Xbox. Mit Datenträger. Erst spielen, dann verkaufen.

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Drizzt Februar 11, 2012 um 21:31

Ah, ok. Da soll sich das Digital Restriction Management ja etwas mehr im Hintergrund halten. Obwohl es ja immernoch vorhanden ist, was einer verkrüppelten Software entspricht.

Mir läge wirklich an Spielen, die ganz ohne DRM kommen (sollte ja auch schon enorme Lizenzkosten sparen), damit ich die auch noch in x Jahren spielen kann, gerade auch, wenn die CD schon leichte Kratzer hat. Urheberrechtswidrige Kopien verhindert man sowieso nicht effektiv mit DRM, nur zahlende Kunden werden i.A. belästigt. Wir müssen wirklich alle mehr auf freien Systemen bestehen.

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