Der Herr Schmidt, mein geschätzer Freund und Mit-Podcaster, schrub neulich einen Artikel zum Thema Spielspaß, diesen hier. Die Sonntagslinks von gestern enthielten einen Link dorthin.
Im Artikel findet sich dieser Autorenkasten:
Auf Facebook postete dann ein Kollege denselben Link, da ergaben sich Nachfragen:
Ah, der Gebrauch von Ironie ohne Smiley ist immer ein Problem: Macht man’s cool, versteht’s die Hälfte nicht, macht man’s blatant, ist’s nicht cool.
Daher die alte Journalistenregel: Nie Ironie verwenden. Nie. Nie. Nie.




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Schade, als ich diese Selbstbeschreiung erstmals las, amüsierte ich mich durchaus. Für mehr Ironie! Egal ob erkannt oder unerkannt!
Ironie ist halt auch eine Frage von Mimik und Betonung. Textbausteinen fehlt leider beides.
“Außer die von Bigpoint natürlich, die seien wirklich exzellent.”
- Das ist nicht betont, das ist geschrien :)
Das Problem teilen Journalisten ja mit jedem schriftlichen Kommunikator. Manchmal muss man auch cool sein dürfen. Nur nicht bemüht witzig. Aber wer ist das schon.
Das Erste, was ich dachte, als ich das unter dem Artikel gelesen habe, war:”Lustig, aber da gibt es sicher wieder einen Haufen Ironieresistente, die das nicht verstehen.”
Ist ja auch schwer nachzuvollziehen, dass jemand, der seit mindestens 13 Jahren Spielejournalist ist, logischerweise auch Spaß am spielen haben müsste. (Vorsicht, Ironie)
Oje, und das war doch schon *so* offensichtlich. Seufz.
Ich habe mich über die Stelle amüsiert. Habe ehrlich gesagt nicht daran gedacht, dass es missverstanden werden könnte.
@Dragoon:
Naja :). Dass beides dazu taugt, Ironie deutlich zu machen, ist schon richtig. Es gibt aber auch andere Mittel, Ironie so zu verwenden, dass sie verstanden wird. Wichtig ist nur, dass die Ironie erkennbar ist. Das Beispiel hier ist dafür sogar ziemlich gut: Die Tatsache, dass ihm kein Spiel Spaß macht, kann schon deshalb nicht die Wahrheit sein, weil Christian derart lang bei der GameStar in leitender Position war. Dass er nur BigPoint-Spiele für gute Spiele hält, kann schon deshalb nicht ernst gemeint sein, weil jemand, der so lange in einer leitenden Position bei der Gamestar arbeitete, solche Dinge einschätzen kann. Und dann noch diese nicht alltägliche Wortwahl im Spiel-Zusammenhang (“exzellent”) sowie der Konjunktiv im pointiert-kurzgehaltenen Nachsatz.
Auch wenn es hier weder Mimik noch Betonung gibt, finde ich, dass das doch schon sehr viele Hinweise sind, über die man zumindest stolpern und dann beim Darübernachdenken bemerken könnte, dass der Satz wohl nicht so gemeint ist, wie er dort steht.
Ich hoffe nur, dass sich die Herren und Damen Schreiberlinge nicht an Gunnars “Nie. Nie. Nie.” halten, mir würde dadurch dann doch einiges an Lesespaß verloren gehen.
Ich hoffe mal, dass Christians Chef bei Bigpoint genauso viel Freude an der Ironie hat.
Und noch eine vollkommen unironische Bitte an Christian (falls er hier mitlesen sollte): Könntest du bitte dafür sorgen (durch gutes Zureden, Drohungen, finanzielle Zuwendungen, egal was), dass das Game of Thrones MMO ein exzellentes Spiel wird?
Danke für den sachdienlichen Hinweis Gunnar, wir werden Christian in der Firma morgen entsprechend für seine Begeisterung unsere Spiele betreffend paddeln … errr … belobigen ;)
Seufz!
Die Frage ist eher: Ironie oder Sarkasmus? Ich tippe auf letzteres.
Gemessen an der Firmenkultur im großen Punkt, darf Christian sich nun eine lange Predigt von Heiko Hubertz anhören, dass es nicht seine Sache ist, die tollsten, besten, innovatisten, geldgeil- äh geldgesteuerten Spiele von Bigpoint zu kritisieren.
Wobei ich vermute, dass bis zum heutigen Post dort niemand das als Ironie verstanden hat…