In Memoriam Ray Bradbury , Science Fiction-Autor, 22.12.1920 – 5.6.2012.
Einer der größten Autoren meiner Lieblingsliteraturgattung ist verstorben, im gesegneten Alter von 92 Jahren. Auf seinem Grabstein steht “Der Autor von Fahrenheit 451″. Der Kurzroman von 1953, brillant in seiner schnörkellosen Aufdenpunktigkeit, ist denn auch bei weitem sein bekanntestes Werk und der Grundstein seines Ruhm. Dazu gab’s übrigens neben einem Film auch mal ein tolles Spiel. Und wie so oft in meiner persönlichen Lesebiografie stand das Spiel am Anfang — ich spielte, erfuhr, dass es eine literarische Vorlage gibt, wurde neugierig, kaufte das Buch, entdeckte Ray Bradbury für mich. Fahrenheit blieb nicht das einzige Werk, ich las mich quer durch, mochte nicht alles, aber vieles, besonders blieben mir Die Mars-Chroniken
und Der illustrierte Mann
, eine clevere Kurzgeschichtensammlung mit übergreifendem Thema (jede Tätowierung auf der Haut des illustrierten Mannes ist ein Einstieg in eine kleinere Erzählung).
Schön sind aber auch seine Gedichte oder Kinderbücher, vor allem das wunderschöne Switch on the Night.
Wer mit seinem Werk noch unvertraut ist, könnte mit der Kurzgeschichtensammlung I Sing the Body Electric: And Other Stories einsteigen. Die zeigt einen ganz okayen Überblick.
Für mehr visuell orientierte Menschen:
Ein Gespräch mit Ray Bradbury
Story of a Writer (Doku)
Fahrenheit 451 (Film-Ausschnitte)
Und auf YT findet sich auch die folgende, huh, Liebeserklärung:


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Der Song hat ja richtige Ohrwurm-Qualitäten. Das hätte ein Top 10 Hit werden können, wenn der Inhalt nicht so obszön wäre…
Die Dame ist ja auch eine Art Musical Comedian, und bei Titeln wie “you can touch my boobies” oder “pictures of your dick” hat auch der Rest keine allzu großen Airplay-Chancen. ;-)
Mit Bradbury ist dann wohl der letzte große klassische US-SF-Autor gestorben…oder ist mir jemand entfallen?