»I’m a little bored of movies.«

by Gunnar on 19. Juli 2012 · 5 comments

Gerade beim Stöbern in alten Fotoarchiven wiedergefunden: ein von mir leider exzeptionell schlecht fotografiertes historisches Dokument. Aber hey, es war acht Uhr morgens in Barcelona, am Tag nach der Party, ich war müde. Von links nach rechts sind zu sehen: Peter Molyneux (seinerzeit Lionhead), Greg Zeschuk (Gründer von Bioware) und Peter Jackson (Regisseur von Herr der Ringe). Die sind vor knapp sechs Jahren (im September 2006) auf einem Event von Microsoft aufgetreten, weil Jackson damals gerade sein Games-Studio Wingnut Interactive gegründet hatte, um, wie er sagte, neue Formen des Geschichtenerzählens zu explorieren.

»”From a movie-maker’s point of view, it is clear to me that the Xbox 360 platform is the stage where storytellers can work their craft in the same way they do today with movies and books but taking it further with interactivity.”« sagte er. Und: »I’m a little bored of movies.«

Hatte das schon fast wieder vergessen, aber jetzt, sechs Jahre später, weiß man, was passiert ist: nichts. Das angedachte Spieleprojekt im Halo-Universum ist gescheitert, die Firma gibt’s nicht mehr. Jackson macht, was er immer macht: Filme.

Schade, eigentlich. Oder Gottseidank?

[Für historisch Interessierte: IGN hat ein komplettes Transkript des Gesprächs; bei MSXboxWorld gibt's auch ein Video.]

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PhanThomas Juli 20, 2012 um 10:24

Hobbitseidank, würde ich dem Fall eher sagen. Wobei sich das wohl erst gegen Jahresende sagen lässt. Episches Motiv auf jeden Fall. Also das Bild.

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Dos Corazones Juli 20, 2012 um 11:23

Seltsam so einen Spruch von einem Regisseur zu hören. Ich hatte das gar nicht mitbekommen, aber so im Nachhinein ist es ja eine ganz lustige Anekdote.

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Tanne Juli 22, 2012 um 00:08

Ach, naja. Peter Jackson sagt ja selbst, warum er die Platform interessant findet. Die Frage ist, würde ihm Interaktivität so viel für seine Arbeit bringen? Ich glaube, dass ein Regisseur immer daran interessiert ist, Feedback auf seine Arbeit zu erhalten. Problem: Er hat am Ende immer ein fertiges Produkt, ohne Alternativen. Spiele würden ihm mehr Alternativen in den Handlungssträngen bieten, die er so nicht verfilmen respektive schneiden kann. Ob das für Zuschauer bzw. Spieler aber wirklich interessanter wäre, lasse ich mal dahin gestellt. Wäre in jedem Fall mal ein interessantes Experiment (gewesen).

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ellenn Juli 22, 2012 um 08:27

Das Spiel zum King Kong – Film von Michel Ancel, den sich Jackson dafür ja ausgesucht hat, war auch nicht so dolle. Schuster bleib’ Deinen Leisten, oder so. Einen Euro in die Phrasenkasse.

Bei der Anekdote, für deren Erzählung ich mich herzlich bedanke, kommt schon ein bisschen Neid auf. Dem Hern Jackson wäre ich auch gerne mal persönlich begegnet, und sei es auch nur in einer Pressekonferenz ohne direkten persönlichen Kontakt.

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Rüdiger Juli 23, 2012 um 20:19

Ich für meinen Teil bin froh, dass sich Jackson für Modellflugzeuge (Wingnut Wings, siehe .com) entschieden hatt, statt für Spiele. Hätten diese allerdings eine ähnliche Qualität erreicht wie seine Bausätze, wäre uns ein zweites Blizzard (Kann man die nach dem Diablo-Reinfall noch als Messlatte nehmen?) beschert worden.

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