Ich bin ein Einhorn

by Gunnar on 30. Juli 2012 · 11 comments

Herr Kaliban hat die Schlacht um die Gender-neutrale Erziehung irgendwie verloren.

Goldkind: (hüpft durch die Wohnung, mit sphärischem Gesichtausdruck)
Herr Kaliban: Was machst’n du da?
Goldkind: Ich bin ein Einhorn.
Herr Kaliban: Ah.
Goldkind: Auf der Stirn trage ich rosa Glitzer, mein Horn ist rosa und funkelt, meine Augen leuchten. Mein Fell ist rosa, mit Glitzer.
Herr Kaliban: Ah.
Goldkind: (breitet die Arme aus) Auf meinen Flügeln sind gelbe Blumen aufgemalt, ohne Stängel.
Herr Kaliban: Ah.
Goldkind: Mein Name ist Pegasus.

Ah, Pegasus, daher die Flügel. Nun. Ist ja irgendwie folgerichtig.

Möglicherweise müssen wir von den Feengeschichten am Abend mal zu Rittern, Piraten, Autos und, sagen wir, Raumschiffen umschwenken. Aber vielleicht erst nächstes Jahr, man erzählt sich ja in Elternkreisen, dass Mädchen, die sich in der rosa Phase nicht voll ausleben können, als Teenager dann drauf hängen bleiben. Die logisch folgende Tragödie, erwachsene Frauen mit Hello-Kitty-Shirts und lustigen Zöpfchen, kann man ja täglich in deutschen Innenstädten beobachten.

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Pseudonym Juli 30, 2012 um 20:29

Was für ein neumodischer Quatsch soll “Gender-neutrale Erziehung” bitte sein? Jungs mögen Autos und Mädchen Pferde (von mir aus auch Pegasus-Einhörner). Was gibt’s denn da zu rütteln?

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Kajol Juli 30, 2012 um 21:21

An dieser Aussage? Alles

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Gunnar Juli 30, 2012 um 21:25

Genau. Dieser ganze neumodische Kram. Ist doch so: Mädchen machen den Haushalt, Jungs spielen Fußball. Frauen gebären Kinder, Männer gehen arbeiten. Was gibt’s denn da zu rütteln, das war doch schon immer so?

Seufz.

Gender-neutrale Erziehung heißt nicht, den Mädchen Pferde zu verbieten, aber es heißt durchaus, Kinder nicht in Rollenstereotype zu pressen. Ist durchaus ein ganz anstrebenswertes Ziel, finde ich.

http://eltern.t-online.de/jenseits-von-pink-und-blau-kinder-geschlechtsneutral-erziehen/id_57362220/index

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Der mit dem Gnu im Schuh Juli 31, 2012 um 06:44

Als Konsequenz von selbst erfahrenen Erziehungsexperimenten diesbezüglich, verschenke ich an Neu-Eltern gerne ein Buch von dieser Autorin (im Bekanntenkreis): http://youtu.be/Wuk85rgslfk

Forgotten Nick Juli 31, 2012 um 00:27

Ich glaube, das war Ironie. Glaube ich.

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twitter_redviv Juli 31, 2012 um 14:57

Hoffentlich. Ansonsten will mein Optimus Prime ein Wörtchen mitreden.

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Werner Juli 31, 2012 um 08:56

Meine Nichte spielt dafür mit Rosarennautos.
Wer weiß vielleicht startet sie mal in der DTM mit einem Rosa Abt TT.

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nun3z Juli 31, 2012 um 09:30

Geht wirklich vorbei. Nach rosa kommt lila! Auch Feen und Prinzessinnen verlieren irgendwann ihren Reiz. :)

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Falcon030 Juli 31, 2012 um 09:38

Das wächst sich bei den meisten irgendwann raus – gebt ihr jetzt einfach den Niedlichkeitsoverkill in Form von “Sternenschweif” (fliegendes Einhornpony, eine furchtbare Serie) und mit spätestens 11 hat sie die Nase voll davon – hat bei unserer Tochter ganz gut geklappt.

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Zuffi Juli 31, 2012 um 10:39

Aber die wesentlichen Punkte scheinen doch überall gleich zu sein – allein schon das Wort “Glitzer”… kenne ich von meiner Tochter nur zu gut. Ebenso die Einhörner und sonstigen Pferdl, ob mit oder ohne Flügel…

Naja, egal… solange sie trotzdem noch Plants vs. Zombies spielen will, ist noch nicht alles verloren.

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