Post-EM-Traumata

by Gunnar on 2. Juli 2012 · 6 comments

So, Gottseidank, das Fußballzeug ist vorbei.

Jetzt kann man sich endlich wieder wichtigen Dinge zuwenden, Videospielen etwa. Oder dem Bloggen an sich.

Mit EM-Gewinn wär’s schöner gewesen, aber nun, man soll nicht maßlos sein – die Tatsache, dass wir jetzt schon seit sechs Jahren ein Team haben, das regelmäßig mithalten kann, ist schon nicht übel. Und wenn man ganz ehrlich ist: So zwingend, wie man das der deutschen Mannschaft nachgesagt hat, hat sie nicht gespielt. Also besteht auch kein Grund für allzu lauten Katzenjammer, wir hatten eine Mannschaft am Start, die leistungsmäßig und taktisch zwischen Platz 2 und 4 anzusiedeln ist, hinter Spanien sicher, Portugal möglicherweise, eventuell Italien. Darauf lief das Turnier hin, das Ergebnis hat also gepasst.

In diesem Sinne freue ich mich, ganz ohne Ironie oder Enttäuschung, auf die WM in Brasilien.

Und jetzt wech mit den Nationalteams, ich brauche wieder Bundesliga.

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s1ckn1ck Juli 2, 2012 um 11:44

zweite plätze sind scheisse, dritte interessieren nicht

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Taluien Juli 2, 2012 um 14:13

Achja, Fußball. Es ist Wahnsinn, Religion, Spaß, Unsinn, Sinn und überhaupt Alles oder Nichts. Je nachdem, wen man fragt. Ich wünsche allen, die sich auch nur ein wenig begeistern eine schöne Saison 2012/2013. Und nur vielleicht sollten wir mal anfangen die Vereinslogos als Autofahnen und Seitenspiegelbezüge zu vermarkten. Muss doch auch dafür genug Leute mit zuviel Geld geben. ;)

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Martin Juli 2, 2012 um 14:18

Apropos wichtigen Dingen zuwenden … eine neue “Stay Forever”-Folge wäre super :-).

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hoschi Juli 2, 2012 um 15:25

“So zwingend, wie man das der deutschen Mannschaft nachgesagt hat, hat sie nicht gespielt”

Das hat keine Mannschaft, auch nicht die Spanier (bis auf das Finale). Hätten wir diese blöden Tore im Halbfinale nicht bekommen und wären dementsprechend nicht eingebrochen, wäre Italien durchaus schlagbar gewesen und mit einer guten Leistung auch Spanien. Ich denke die deutschen waren durchaus reif für den Titel und dieses jetzt auftauchende obligatorische “die waren doch eh nicht so gut” finde ich etwas übertrieben.

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Gunnar Juli 2, 2012 um 16:16

Bin auch kein Freund von Defätismus im Fußball, aber bei Spanien hatte ich die ganze Zeit das Gefühl, gleich schießen die eins. Und nach Gegentoren für Spanien sah es nur selten aus.

Bei uns hingegen war einigermaßen oft Polen offen — und gegen Italien hätte wir auch gut 0:4 verlieren können. Und die deutschen Tore waren, mit der Ausnahme von den drei Gomez-Treffern, eigentlich alle vom Zufall begünstigt. Wie etwa das gegen Dänemark, als Klose verpasst und Bender trifft.

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Brad Hammer Juli 3, 2012 um 21:08

So überragend fand ich die Spiele der Deutschen auch nicht, restlos überzeugt hat aber keine Mannschaft. Hat wohl auch mit der kurzen Vorbereitungszeit zu tun, dazu angeschlagene/ verletzte Spieler (Schweinsteiger/ Villa, Puyol). Trotzdem ist der Katzenjammer übertrieben, Deutschland war immer noch die jüngste Mannschaft im Tunier und selbst gegen Italien hatte man zahlreiche Chancen. Für 2014 bin ich zuversichtlich, immerhin kommen noch einige junge Spieler mit riesigen Potential nach.

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