Interessante Variante von Spam: Ein echt aussehender Eintrag (offenbar von Hand gemacht, nicht per Bot), der sich über Spam auf dem eigenen Blog beklagt und um Tipps bittet. Meta-Spam, quasi.

Erkennbar ausnahmsweise nicht an schlechter Syntax, sondern an falscher Sprache, thematischer Zusammenhanglosigkeit und dem Posten bei einem alten Beitrag (der aber auch nix mit Spam zu tun hatte). Wissen die Leute eigentlich nicht, dass in WP-Blogs alle Kommentar-Links automatisch auf rel=”nofollow stehen?
Ach, das Internet.


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Spam und Nofollow sind ja zwei paar Schuhe, der Spamer will über seinen Beitrag ja weniger eine Linkaufbau betreiben, dafür sind die mittlerweile sehr persönlich wirkenden Botnachrichten auch nicht gedacht, zumal die ZielURLs meist im Monatstakt wechseln. Wozu wirklich gedacht, keine Ahnung, denn so einen Crap erkennt das geübte Auge ja schon meilenweit ….
Btw. der Sinn und Zweck von Nofollow wird glaube oft missverstanden. Siehe Google: http://support.google.com/webmasters/bin/answer.py?hl=de&answer=96569 “Nicht vertrauenswürdiger Content” warum man per WP-standard-Einstellung also alle Kommentiere “abstraft” ist auch eher unverständlich und kontraproduktiv.
Nofollow wird schon seit Ewigkeiten eingesetzt, um “Link-Juice” bei sich zu behalten. Das hat dazu geführt, dass einige große Seiten zu schwarzen Löchern wurden, Techcrunch etwa, Twitter, aber auch die Wikipedia.
Techcrunch hat das wohl aus SEO-Gründen getan, Twitter und Wikipedia eher, um Linkspammer zu entmutigen.
Google hat dann versucht, dem einen Riegel vorzuschieben und die Regeln geändert. Seither ist die Lage ein bisschen unklar: Twitter wird trotzdem berücksichtigt, Wikipedia vielleicht.
Mehr zum Thema hier: http://seo.zurmuehleweb.ch/seo/warum-nofollow-links/