Amazon, Buchhandel ohne Knicks

by Gunnar on 10. Dezember 2012 · 13 comments

Heute in der Mittagspause, da überflog ich kaffeeberauscht das weiße Rauschen bei Twitter. Ein Tweet stach mir ins Auge:

Ein Herr Unglaub wünschte, ich solle meine Bücher nicht bei Amazon kaufen, sondern bei Literatur Moths in München. Was auch online ginge. Er appellierte damit an, hm, ja was? Wenn ein US-Großkonzern im Fokus steht, ist ja immer erstmal nicht so klar, ob ich den aus (rechtem) Patriotismus oder (linkem) Anti-Amerikanismus doof finden soll. Wurscht, man kann sich das ja aussuchen.

Ich surfte also auf die angegebene Website und bestellte ein Buch, eigentlich vorbestellte ich es, es erscheint erst Mitte 2013. Das ganze Bestellen ist ein bisschen langsam und umständlich, tut aber auch nicht weh. Immerhin muss man nicht gleich ein Kundenkonto anlegen und seine Daten rüberreichen. Dafür ist als Bezahlmethode einzig “Rechnung” vorgesehen, was ich hasse. Nun denn.

Ein paar Minuten nach Abschluss des Bestellvorgangs erreichten mich zwei Mails, einmal die Bestätigung und dann folgender Hinweis:

Das war mir bewusst, aber es ist natürlich sehr aufmerksam, danach noch einmal zu fragen. Vor allem, wenn ein Buch kurz vor Weihnachten bestellt wird, da kann ein Missverständnis ja leicht zu Tränen führen. Das gibt Extrapunkte für Service, würde ich sagen.

Die Dame verabschiedete sich in der Mail dann noch so:

“Mit Gruß und Knicks, Ixxxx Exxxx”

Und das ist natürlich wirklich putzig, ich bin ja fürs Altmodisch-Charmante immer zu haben. Also, einen Knicks kriege ich beim US-Großkonzern nicht. Allein dafür hat sich der Einkauf gelohnt, würde ich sagen.

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