Linkliste, fast sonntäglich. Wird manchmal sogar vor dem Tatort fertig. Kleiner Hinweis vorab: In Leipzig ist Ende des Monats Gamejam, mitmachen kann man auch ohne Programmierkenntnisse oder Grafikdesigndiplom. Wer immer schon dachte, er könne das auch, soll halt mal teilnehmen.
VIDEO und AUDIO
KILLZONE INTERCEPT – Live Action Fan Film from Brian Curtin on Vimeo.
MUSIK: Meine Ex-Kollegen singen. Und das ganz schön super. ###
VIDEO: 27 Arten, das Schulfoto zu ruinieren. ###
AUDIO: Cosmo Gelinger ist eine Serie von Krimihörspielen. Die Macher haben offenbar den einen oder anderen Clown gefrühstückt, aber hey, es ist kostenlos. ###
CARTOON: All the Cats join in von 1946 groovt auch heute noch ganz ordentlich. ###
TRAILER: Das Remake von Karateka ist nicht so meins, aber das Promo-Video ist der Hammer. ###
KURZFILM: Catzilla ist ein cooles, originelles Animationsfilmchen. ###
GRAFIKEN UND FOTOS
GIF: So viel Zeit muss sein. ###
COMIC: Wie Eltern es mit Hygiene halten. ###
KUNST: So könnte ein Assassin’s Creed in einem asiatischen Setting aussehen. ###
TEXTE
TEXT: Möglicherweise die coolste Pressemeldung ever. ###
BLOGPOST: Gut beobachtet: “Want to destroy Azeroth? Make sure you’re not carrying any valuables, and the heroes will ignore you completely.”
TEXT: Eine Mutter hat für ihren 13jährigen Sohn ein paar Regeln aufgestellt, die er beim Einsatz seines neuen iPhones zu beachten hat. Ich find’s ziemlich passiv-aggressiv von der Mutter, andere Leute in meinem Bekanntenkreis finden den Ansatz bewundernswert. Nun. ###
RANT: Texte, die noch eine Weile aktuell bleiben werden: Jason Alexanders Wutrede gegen Waffenbesitz vom letzten Sommer. ###
ARTIKEL: Die Geschichte von Apollo Robbins, dem Meisterdieb. Neurologen und Psychologen studieren seine Taten. ###
ARTIKEL: Was sind das für Leute, deren Hauptspaß in Spielen es ist, andere zu ärgern? ###
BLOGPOST: Warum all die Tipps für mehr Produktivität nichts nützen. ###
BLOGPOST: Volker nennt Game of Thrones (also die Bücher) eine Art “GZSZ mit Drachen”. ###
BLOGPOST: Ben von der Actionbude fasst zusammen, was das Zeug des Jahres 2012 war. ###
KOMMENTAR: Nun, da hat er wohl recht. ###
LISTE: Alle Anspielungen auf die Popkultur in Tarantinos Filmen, chronologisch geordnet. ###
LISTE: Die zehn aufregendsten Star Trek-Momente. ###
INTERVIEW: Ein Gespräch darüber, was Führungspositionen aus Menschen machen. ###
ARTIKEL: Tolkien entwickelte für seine Fantasy-Welt ganze Sprachsysteme mit Grammatik. Die passenden Schriftarten für Computer haben Fans nachgeliefert. ###
ARTIKEL: George Lucas’ galaktische Glückwunschkarten. ###
Erstaunlich, wie viel weniger Gescheiß wir um Kind 2 als um 1 machen. Einem dritten würden wir vermutlich nicht mal mehr einen Namen geben.
— der_handwerk (@der_handwerk) Dezember 8, 2012
EIN KESSEL BUNTES
DATA: Eine interaktive Karte des Waffenbesitzes in den Bezirken Westchester und Rockland im US-Staat New York. ###
KICKSTARTER: Die Leute wollen offenbar unbedingt Android-Konsolen. Der GameStick hat auch sehr schnell sein Finanzierungsziel erreicht. ###
SITE: Ein bisschen Belgien-Diskriminierung: hässliche belgische Häuser. ###
SITE: Hobo Lobo of Hamelin ist, nun, was eigentlich? Eine Art Gedicht mit Parallax-Scrolling vielleicht. ###
SITE: Welches “First World Problem” möchte ich heute gelöst haben? ###
DING: Die Nerds der Welt wollen diese Wollmütze haben, hört man. ###
Dies war die heutige Ausgabe der wöchentlichen Linkliste vom Herrn Kaliban, wie immer entstanden unter Mithilfe einiger freundlicher Linkeinsender (Knut, Julian, Klaus, Dave, Dragoon). Sachdienliche Link-Hinweise werden vom dankbaren Herrn Kaliban jederzeit per Kontaktformular entgegen genommen.



{ 17 comments… read them below or add one }
Zum Iphone – Vertrag: ich würde jeden dreizehnjährigen verstehen, der unter solchen Bedingungen das Ding sofort zuruckgibt.
Schon, oder?
Verstehe die Begeisterung diverser Nerd-Eltern in meinem Bekanntenkreis über das Textlein überhaupt nicht.
Vertraut sie ihrem Kind jetzt, oder nicht? Ich würde das nicht akzeptieren.
die zwei dreizehnjährigen, die ich kenne, hätten so eine rahmenabmachung dringend nötig. vielleicht nicht in allen punkten, aber doch in vielen. das ganze “genieße-dein-offline-leben”-gedöns dürfen nur eltern sagen, denn die sind uncool. die art und weise und insb. die selbstherrliche veröffentlichung des ganzen ist sicherlich eine streitbare maßnahme. aber kinder zum bewussten umgang mit technologie und ihren möglichkeiten zu erziehen, ist mittlerweile eine basisaufgabe für eltern geworden. über stil lässt sich doch immer streiten.
Bei Punkt 2 hört das Verständnis bei mir schon auf. Wer die Tagebücher oder Briefe seiner Kinder liest handelt nicht pädagogisch sondern psychotisch.
Joy of Tech haben mal einen möglichen Antwortbrief verfasst:
http://www.geekculture.com/joyoftech/joyarchives/1790.html
Bisschen überdreht, aber in der Sache richtig.
Der Link auf George Lucas’ Glückwunschkarten ist irgendwie … kein Link, sondern eine Überschrift? (–> 404)
Fixed.
Schön, dass man des jetzt scheinbar etwa lauter sagen darf: Ein ähnlicher Vergleich zu Game of Thrones dämmerte mir etwa zur Hälfte des zweiten Buchs (Nach US-Zählung). Wohl altersbedingt kamen mir allerdings eher Dallas/Denver Clan in den Sinn. Nach einem Viertel des dritten Buchs war dann für mich Schluss. Nett wegzulesen ist das alles natürlich, aber im nachhinein ärgere ich mich fast ein wenig, einer derartigen Seifenoper auf den Leim gegangen zu sein.
Der Artikel von Jason Alexander ist leider wirklich nur eine Wutrede. Voll von ignoranten Übertreibungen und Abschweifungen. Wenn man über Waffen im Zusammenhang mit einem Amoklauf redet, dann sollte beispielsweise das Thema der Milizen nebensächlich sein.
Er verfällt unter anderem dem selben Denken wie viele andere: ist ein schwarzes Gewehr => ist dasselbe wie vom Militär. Egal, ob es jetzt halb- oder vollautomatisch feuert. Egal, ob es dieselbe Magazinkapazität auch für Waffen im weniger einschüchternden Jagdgewehr-Stil gibt.
Wie wird ein Amoklauf fast immer gestoppt? Mit Waffen. Ist die Polizei jemals rechtzeitig da? Viel zu selten. In Colorado und Newtown handelte es sich jeweils um waffenfreie Zonen. Wenn sich nur die Täter daran halten würden…
Ich werde jetzt erst mal aufhören. Wahrscheinlich denken viele schon, dass ich “so ein Spinner” bin. Dabei gibt es logisch wesentlich schlüssigere Gründe für privaten Waffenbesitz als emotionale Gefühle dagegen.
Ach, das mit den Milizen ist nicht unwichtig. Die Verfassung wird ja immer herangezogen, um das Recht auf Waffenbesitz zu begründen. Dabei hatten die Gründerväter sicher nicht vorgesehen, dass die Bevölkerung Kriegswaffen hortet, obwohl die USA das mächtigste Militär der Welt haben.
Und das Argument mit dem Stoppen von Amokläufen steht imho auf schwachen Füßen. Zugang zu Waffen ist vor allem erstmal der Hauptauslöser für die modernen “Amokläufe”, die ja keine sind, sondern so genannte erweiterte Suizide. Aber das ist eine lange Diskussion.
Und schon wieder “Kriegswaffen”. Es sind die selben Kaliber und die zivilen AR-15 sehen den militärischen M4/M16 ähnlich, aber wie schon erwähnt leisten andere Gewehre das gleiche. Selbst wenn das US-Militär groß und stark ist, Nordamerika hat ja auch eine große Fläche. Und dass auch unerwünschte Personen die Oberbefehlshaber einer Streitmacht werden können sollten wir Deutschen doch nie vergessen.
Was den Zugang zu Waffen angeht, bitte mal den Abschnitt “Großbritannien” im Artikel “Waffenmissbrauch” auf Wikipedia lesen. Was nützt einem ein Verbot von Schusswaffen wenn den Straftätern die Legalität egal ist? Was nützt ein Verbot, wenn statt dessen Messer und andere gefährliche Gegenstände benutzt werden? Wenn ich jetzt mal polemisch werden darf: Wie lange wird es dauern, bis man Fleisch nur noch vom Metzger vorgeschnitten kaufen kann, weil alle Messer illegal sind? “Warum wollen Sie eine Axt kaufen? Den Baum im Garten darf nur noch ein ausgebildeter Forstbeamter fällen; macht 200 Euro!” “Für dieses Auto bekommen Sie keine Zulassung. Das Modell wurde zu oft von Betrunkenen gefahren.”
Ich muss zugeben, ich bin hier einem Irrtum unterlegen. Mit “Kriegswaffen” meinte ich “automatische Waffen”, wie Sturmgewehre und so. Die scheinen aber in der Tat verboten zu sein. Asche auf mein Haupt.
Das Problem ist, dass die Verfügbarkeit von Waffen dazu führt, dass sie auch eingesetzt werden. Der betrogene Mann, um mal ein Beispiel zu erfinden, hätte den Liebhaber der Frau vielleicht vermöbelt — mit der Waffen in Reichweite, ein bisschen Alkohol und genügend Wut wird daraus vielleicht ein Mord im Affekt. Der auf frischer Tat ertappte Einbrecher wäre vielleicht abgehauen, bedroht durch die Waffe des Hausbesitzers feuert er wild um sich. Et cetera. Kann schon sein, dass auch Täter gestoppt werden, die ansonsten einen höheren Bodycount erreicht hätten, aber die Statistiken sprechen dafür, dass die Zahl der durch den Überfluss an Waffen erzeugten Toten höher ist als der der verhinderte Toten, wenn ich das mal so krude ausdrücken darf. Und die Abschreckungswirkung scheint ja gering zu sein.
Und Amokläufe sind ein besonderer Fall. Das sind ja, ich sagte es bereits, im Grunde Selbstmorde. Wenn man nur Tabletten hat, muss man sich eben still umbringen — hat man noch Granaten und zwei halbautomatische Gewehre, kommt man, bei genügend Irrsinn, vielleicht auf die Idee, die Peiniger noch mitzunehmen. Nicht umsonst kommen erweiterte Suizide am häufigsten nicht bei computerspielenden Studenten vor, sondern bei Polizisten und Soldaten, den waffentragenden Berufen.
Und die Polemik ist unnötig und auch falsch: Ein Messer ist eine Nahkampfwaffe — ein Amoklauf mit einem Messer führt vielleicht nur zu 20 Verletzten, ein Amoklauf mit Schusswaffen möglicherweise zu Dutzenden Toten.
Das nicht Vorhandensein von Waffen verhindert aber auch keine Morde, die vorhandenen Waffen sorgen nicht für mehr Morde. Honduras hat die weltweite höchste Mordrate mit 91,6 pro 100k bei 6,2 Waffen pro 100k. Uruguay hat 5,8 Morde bei 31,8 Waffen pro 100k.[1+2]
Die Statistiken, dass Waffen mehr töten als sie beschützen gibt es mit einer so klaren Aussage nicht. Laut [3] gibt es in den USA pro Jahr ungefähr 5000 Selbstverteidigungen mit Waffen die sonst tödlich für den Verteidiger geendet hätten (die Dunkelziffer liegt wahrscheinlich höher). Laut [4] sinkt die Kriminalitätsrate in den US-Bundesstaaten, die das verdeckte Tragen von Waffen für jedermann erlauben. Wie man im Artikel unter Controversy sehen kann ist dies sehr umstritten und es gibt sowohl positive als auch negative Studien dazu. Es gibt ebenfalls Theorien, dass die Pille oder der Umstieg auf bleifreies Benzin für weniger Kriminalität sorgen.
Ein Messer ist eine Nahkampfwaffe ja, aber es ist für den ungeübten Menschen einfacher zu benutzen als eine Schusswaffe. Und wenn er kein Messer nimmt, dann baut er vielleicht eine Bombe und sprengt ein ganzes Hochhaus in die Luft (siehe Oklahoma City) oder geht auf den Marktplatz und sprengt sich dort in die Luft.
Die Fixierung auf Waffen als einziges Mittel und Grund von solchen Amoktaten/Massenmorden/Erweiterten Suiziden mehr politisch motiviert als alles andere. Die Täter von Columbine wollten eigentlich die Mensa während der Mittagspause sprengen und mit ihren Waffen nur etwaige Überlebende die aus der Schule fliehen töten, dass dies nicht passiert ist, ist nur der Inkompetenz der Täter beim Bombenbau geschuldet.[5]
Niemand bestreitet, dass Waffen missbraucht werden und das Kriminelle keinen Zugang zu ihnen haben sollten. Aber ein Total-Verbot für Gesetzestreue Bürger ist nicht das Allheilmittel fürs Paradies. Dann erstechen oder erschlagen sich die Verbrecher wieder gegenseitig und ihre Opfer (siehe England) und wir haben nichts gegen die Kriminalität und ihre Ursachen getan. Und ein Verrückter findet immer einen Weg soviel Leute wie möglich zu töten, die Anzahl der Opfer hängt nur davon ab wie schnell er gestoppt werden kann und nicht ob er ein Gewehr, ein Messer oder eine Bombe hat.
Sorry falls das ein bisschen rantig und lang wurde, aber dies ist ein Thema wo jeder eine Meinung hat, aber viele nur mit Hörensagen und persönlichen Gefühlen unter Ausschluss von Fakten argumentieren (nicht persönlich an dich gerichtet).
[1]http://en.wikipedia.org/wiki/Number_of_guns_per_capita_by_country
[2]http://en.wikipedia.org/wiki/Murder_rate
[3]http://propagandaprofessor.net/2012/02/18/estimating-defensive-gun-uses-reasonably/
[4]http://en.wikipedia.org/wiki/More_Guns,_Less_Crime
[5]http://www.slate.com/articles/news_and_politics/assessment/2004/04/the_depressive_and_the_psychopath.html
Hab mich im ersten Absatz vertan, die Anzahl der Waffen ist pro 100 Einwohner, nicht pro 100.000.
Zwei gute Videos zum Thema:
http://www.youtube.com/user/AmidsTheNoise
Danke, Truthiness. Endlich mal jemand, der von was schreibt und dann auch die Quelle hinterlegt.