Linkliste, fast sonntäglich. Oder so. (Und jaja, wieder nur schnellschnell)
ACHTUNG: Mein geschätzter Freund, Ex-Kollege und Mit-Podcaster Christian Schmidt hat einen neuen Podcast, mit dem schönen Namen Young in the 80ies. Thema des monatlichen Formats ist das Aufwachsen in den 80ern, Gesprächspartner von Chris ist sein Bruder. Die erste Folge dreht sich um TV-Serien.
VIDEO und AUDIO
VIDEO: Wie Holzoberflächen auf Starkstrom reagieren. ###
RADIO: Die Gamergesellschaft, die keine sein möchte. ###
VIDEO: Vater moddet ROM, damit Tochter (3) Donkey Kong als Peach spielen kann. ♥♥♥
VIDEO: Die Wiederentdeckung des realen Legolas-Bogenschießens. ###
VIDEOS: Penny Arcarde fragt sich, ob es sinnvoll ist, eine echte X-COM zu gründen und streift dabei wunderbar schönste wissenschaftliche Theorien: Folge 1, Folge 2. ###
VIDEO: Tim Burton, eine illustrierte Filmographie. ###
GRAFIKEN UND FOTOS
PLÄNE: Grundrisse von fiktiven Wohnungen aus TV-Serien. Cool. ###
BILDER: Schöne Illustrationen von Nivanh Chanthara. ###
FOTOS: Porno-Starlets mit und ohne Makeup (SFW). ###

TEXTE
INTERVIEW: Superlevel spricht mit dem Designer vom neuen XCOM. ###
ESSAY: Deutsches Fernsehen — stirbt das Land vor Langeweile? ###
LISTE: Die zehn inkompetentesten Zeitreisenden. ###
ARTIKEL: Oh, Autos sind benutzerunfreundlich? Wäre ich nie drauf gekommen. (Neulich bei einem geliehenen Auto 15 Minuten den Ölkontrollstab gesucht, bis ich rausgefunden habe, dass man das nur bei stehendem Fahrzeug an ungeraden Tagen und Mondschein per Bordcomputer kontrollieren kann.) ###
ESSAY: Wer ist eigentlich Gordon Freemann? ###
ARTIKEL: Apple löscht Mails in der Cloud. Huh? ###
KOLUMNE: Warum erlaubt man eigentlich den Payday-Loan-Firmen, sich an den Armen zu bereichern. ###
BLOGPOST: Warum zur Kultur des Scheiterns ein bisschen Demut gehört. ###
BLOGPOST: Was passiert eigentlich, wenn Großbritannien aus der EU austritt, fragt sich Charles Stross. ###
BLOGPOST: Alltäglicher Sexismus, in Deutschland. Und wenn wir schon so ungefähr beim Thema sind: Zum Selbstverständnis von Männern in der Arbeitswelt. ###
Wenn man mal eine politisch kluge Haltung sucht, fährt man mit der exakten Gegenposition zu Alexander Dobrindt stets perfekt.
— Sascha Lobo (@saschalobo) 10. März 2013
EIN KESSEL BUNTES
EBAY: Eben versteigert, eine der wenigen erhaltenen Versionen von Akalabeth. ###
Dies war die heutige Ausgabe der wöchentlichen Linkliste vom Herrn Kaliban, wie immer entstanden unter Mithilfe einiger freundlicher Linkeinsender (Julian, Thomas). Sachdienliche Link-Hinweise werden vom dankbaren Herrn Kaliban jederzeit per Kontaktformular entgegen genommen.


{ 21 comments… read them below or add one }
Ich liebe Anita Sarkeesian. Okay, nicht wortwörtlich, obwohl sie zu ihrem Verstand noch mit gutem Aussehen gesegnet ist. Aber ich finde ihre Artikel und ihren Blog echt klasse und lesenswert. Gerade als Gamer kriegt man diese Stereotypen doch immer wieder reingedrückt ohne überhaupt groß drüber nachzudenken, “es dient ja der Story”. Auch finde ich es sehr erfrischend, wie sie ihre Punkte vertritt, und nicht a la Alice Schwarzer nur die “Männer sind alle scheisse” Keule schwingt.
Spätestens seit dem Flamewar, der um ihre Person entstanden ist, und wie sie damit umgegangen ist, sollte jeder mal näher gelesen haben. Die Frau hat echt was auf dem Kasten.
“…, obwohl sie zu ihrem Verstand noch mit gutem Aussehen gesegnet ist”
Eigentlich fängt der unterschwelliger Sexismus hier schon wieder an. Als wenn ihr Aussehen irgendeinen Einfluss hätte auf die Validierung ihrer Aussage.
So was macht man ja notwendigerweise nicht auch bei Männer? Wobei…
Also der Test von Gunnar Lott über Command & Conquer Alarmstufe Rot 2 war ja so was von an den Haaren herbeigezogen. Auch kein Wunder bei so einer Gesichtsschabracke.
Ganz anders das Preview über Hellgate London verpackt als Modenschau von Christan Schmidt . Ein Ausbruch von Geistreichigkeit und Kreativität. Das hätte man gar nicht erwartet von dem blonden Dummerle.
Es ist also sexistisch, sich bei einer potentiellen Partnerin Verstand und gutes Aussehen zu wünschen? Ich bin ja so ein Misogyn.
Das Einzige, was du grad demonstriert hast, ist die schöne Praxis, eine Aussage aus dem Kontext zu reissen :)
Ich war von dem Tropes-vs-Women-Video enttäuscht. Die Produktionsqualität ist gut, aber leider fehlt es mir an Substanz und Reflektion. Es gibt also einige alte Konsolenspiele (Computersysteme werden nicht betrachtet?) und Filme, die die “damsel in distress”-Routine einsetzen. Ohh-kay. Und? Nintendo verwurschtet dieselben Geschichten wieder und wieder? Dann ist ja irgendwie klar, dass im Kontext der Geschlechterrolle veraltete Sichtweisen auch mit wiedergekäut werden. Wobei das Fantasy-Setting (von Zelda) nun mal traditionell bestimmte Tropes nutzt, die für Feminist(inn)en anstößig sein können.
Ich hoffe weiter Folgen der Serie zeigen nicht nur “Fehlverhalten” auf, sondern gehen etwas tiefer.
Warum musste sie leugnen, dass Frauen meistens tatsächlich körperlich schwächer sind als Männer? Ich glaube da war auch noch eine andere Aussage im Video, die glatt gelogen war. Aber ich werde mir das nicht noch mal anschauen, um die Stelle zu finden.
Gerade im Adventure-Genre auf dem PC gibt es sehr viele Spiele mit weiblichen Protagonisten. Ich hoffe, das findet mal in einem ihrer Videos Erwähnung. (http://www.mobygames.com/game-group/protagonist-female)
Erstes Kontra: Fantasy kann doch ALLES sein. Warum muss man dann an Traditionen hängen, die eventuell ein falsches Bild vermitteln können? Besonders in einem Medium, das noch nicht generell zur Selbstreflektion neigt?
Zweites Kontra: Die Unterschiede in männlicher zu weiblicher Stärke werden an einem theoretischen Durchschnittsmenschen festgemacht. Durchschnittsmännlein hat einen Vorteil von ~20% durch die leichtere Beanspruchung die sein Körper braucht um Muskelaufbau anzuregen. Durchschnittsweibchen neigt dazu eher Fett anzusetzen, bei gleicher Durchschnittsbelastung. Soweit Durchschnittsfakt.
Die Frage ist nun: Was hat das nun mit der erzählerischen und figurenschöpferischen Freiheit in einem Medium zu tun, zu dessen ikonischen Figuren, unter vielen anderen, ein dicker italienische Klempner, eine chinesische Kempo-Kämpferin mit Beinen wie Baumstämmen, dutzende geschminkte Typen mit gigantischen Schwertern, eine stark gepanzerte Weltraumpiratenjägerin, ein pillenfressender gelber Kreis, und ein stetig reinkarnierendes Paar von Prinzessin und Held in grün gehören?
Wie bereits weiter unten geschrieben: Das ist das erste von X geplanten Videos. Vielleicht wäre es ja einfach mal angesagt, mit dem Gackern abzuwarten, bis das Ei auch gelegt ist.
@Vee
> Fantasy kann doch ALLES sein
Ist aber meist so angelegt, dass es dem (europäischen) Mittelalter ähnelt.
> Zweites Kontra. …
Weiss wirklich nicht worauf du hinaus willst. Natürlich kann man nicht von Ausnahmefällen ausgehen, wenn man verallgemeinert.
@Eiermann: Wenn eine Folge einzeln veröffentlicht wird, darf sie kritisiert werden. Hast du Menschen auch reingeredet, die bei Lost ihre Meinung gesagt haben, bevor sie die letzte Folge gesehen haben?
Bei fiktiven Werken warte ich das Ende eines Handlungsbogens ab, bevor ich ihn bewerte – bei Serien muss man da ja nicht mal immer eine ganze Staffel abwarten; Lost habe ich nie gesehen.
Bei Argumentationen – und das soll diese Videoserie ja sein: eine Darlegung von Anita Sarkeesians Argumenten – warte ich erstmal ab, bis zuende argumentiert wurde. Dafür muss man nicht alle Videos gesehen haben, das ist richtig; aber zumindest zum Tropus “Damsel in Distress” steht ja noch mindestens ein weiteres Video aus.
Ja, es ist natürlich zu Begrüßen, wenn eine Feministin nicht die Kastration des Mannes verherrlicht.
Aber leider trennt sie sich nicht von dem Spiel mit dem schlechten Gewissen. Genauso wenig wie ein Millionär ein Problem damit hat, dass die Reichen immer reicher werden, habe ich als Mann kein Problem damit, dass Frauen in Action-Filmen immer die Trophäe am Ende, oder eben in Spielen das zu rettende Dummerchen sind.
Wenn die Frau möchte, dass ich sie ernst nehme, könnte sie z.B. zum Erstellen von entsprechenden Patches aufrufen und Download-Links bereit stellen oder eine Top-Ten von in ihren Augen “guten” Spiele bereit stellen etc. Kurz: Nicht heulen, Machen (ja, ich weis, heulen ist einfacher…)
Das ist das erste von X geplanten Videos. Vielleicht wäre es ja einfach mal angesagt, mit dem Gackern abzuwarten, bis das Ei auch gelegt ist.
Die Damsel in Distress mag ja für viele Männer ein gut laufender Tropus sein, ich persönlich finde die Reduzierung einer Person zum McGuffin grundsätzlich etwas problematisch, zumal es bei zu rettenden Prinzessinnen/Love Interests mittlerweile doch arg ausgenudelt ist. Noch dazu wird es doch recht platt, wenn es ein unsouveränes Dummchen ist (“Please save me, Mr. Hero-Man.”)
@Volker: Es ist sicherlich richtig, dass die Serie noch Überraschungen beinhalten könnte. Meine Erwartungen sind allerdings auf eher niedrigen Niveau. Generell schätze ich es, meine Denkweise zu überprüfen und an gegenteiligen Meinungen zu wachsen. Die Kritik von Herrn Spitzer an Videospielen hat mich zu seiner Serie “Geist und Gehirn” geführt. Obwohl ich so manchem nicht zustimme, war es lehrreich und interessant. Meine Nachforschungen zum Feminismus haben mich zu “Maedchenmannschaft.Net” geführt – und die dort zelebrierte kollektive Selbstbemitleidung macht es mir eben schwer, Frauen überhaupt Respekt entgegen zu bringen (was definitiv hinderlich ist).
Ich stimme Dir ebenfalls zu, dass die Handlung in Computerspielen intellektuell wenige Stimuli enthält; falls ich jedoch nach solchen Stimuli verlange, schalte ich die Konsole nicht ein.
“Meine Nachforschungen zum Feminismus haben mich zu “Maedchenmannschaft.Net” geführt – und die dort zelebrierte kollektive Selbstbemitleidung macht es mir eben schwer, Frauen überhaupt Respekt entgegen zu bringen (was definitiv hinderlich ist).”
Geht´s noch? Steht da wirklich so was wie “ich habe das www durchforstet bis ich ne Site über Feminismus gefunden habe die ich richtig kacke finde und deshalb bringe ich Frauen “keinen Respekt mehr entgegen”?
Das ist so flach wie dumm – und reiht sich ganz wunderbar ein hinter den ” Frauen in Action-Filmen immer die Trophäe/ in Spielen das zu rettende Dummerchen”- da hab ich als Mann kein Problem mit-Kommentar.
“Wenn die Frau möchte, dass ich sie ernst nehme, könnte sie z.B. zum Erstellen von entsprechenden Patches aufrufen und Download-Links bereit stellen oder eine Top-Ten von in ihren Augen “guten” Spiele bereit stellen etc. Kurz: Nicht heulen, Machen (ja, ich weis, heulen ist einfacher…)”
Anita Sarkeesian heult an keiner Stelle, sie belegt differenziert, wie sich das “Damsel in Distress”-Thema durch die Geschichte der frühen Spiele zieht.
Und hat nicht weniger Recht mit dem, was sie da aufzeigt, nur weil sie sich nicht für dich in eine “helpful damsel” verwandelt.
Mann, es ist 2013 – “Respekt” sollte sich keine Frau und kein Mann erarbeiten müssen. Es ist unser Geburtsrecht.
Aussage: “Respekt”…ist unser Geburtsrecht.
Frage: Hast Du die Erfahrung gemacht, dass diese Meinung allgemein von allen Menschen geteilt wird?
@Der mit dem Gnu im Schuh:
Wenn ich mal für Antonia antworten darf:
Nein. Es soll tatsächlich noch Hinterwäldler oder auch einfach zurückgebliebene, dumme Menschen geben, die diese Meinung nicht teilen.
Natürlich ist Respekt den Menschen gegenüber ein Geburtsrecht, aber genauso ist es mein Recht, Leuten meinen Respekt abzusprechen, wenn sie sich entsprechend verhalten.
Wir reden hier aber nicht vom menschlichen Respekt gegenüber der Person Anita Sarkeesian sondern gegenüber ihrer Arbeit. Und auf dem Gebiet Arbeit muss man sich Respekt und Anerkennung IMMER erarbeiten. Für mich hat sie das geschafft, für andere hier nicht. So ist das eben. Aber bitte setz nich Kritik an ihrer Arbeit mit Kritik an ihrer Person oder gar ihrem Geschlecht gleich.
Najaaaa, eigentlich ging es um Respekt gegenüber Frauen im Allgemeinen, und den hat Der mit dem Gnu im Schuh laut eigener Aussage nicht oder nur mit Mühe, weil die Autorinnen einer Website ihm zu selbstmitleidig sind.
Warum man unter diese Brücke natürlich unbedingt noch Futter werfen muss, verschließt sich mir ;)
@Volker: Empfindest Du es als höflich anderen Ansichten zu unterstellen, die diese nicht geäußert haben?
“Meine Nachforschungen zum Feminismus haben mich zu “Maedchenmannschaft.Net” geführt – und die dort zelebrierte kollektive Selbstbemitleidung macht es mir eben schwer, Frauen überhaupt Respekt entgegen zu bringen”
Mag sein, dass ich das falsch verstehe. Ich lasse mich da gern korrigieren.
Das Donkey Kong-Video ist leider nicht verlinkt :(
Aber trotzdem leicht zu finden: http://www.youtube.com/watch?v=JeXDNg7scyU
Ich möcht mal als guten Kontrapunkt zum Video den Blogeintrag von Destiny anmerken, hat recht gut die Probleme des Videos angesprochen. http://www.destiny.gg/n/a-critique-of-damsel-in-distress-part-1-tropes-vs-women-in-video-games/