Liebe Xbox 360 ❤ (ein offener Brief)

by Gunnar on 20. Juni 2013 · 49 comments

Meine liebe 360,

Als ich neulich mit der Liebe meines Lebenstm sprach und ihr alles über deinen Nachfolger erzählte, das mit dem DRM und der Gebrauchtspielrestriktion, dem Online-Zwang, der ewig wachen Kamera (und den theoretischen Implikationen davon), dem ganzen Konzept als Wohnzimmer-Hub, den man per Stimme anschaltet, einer Konsole, die darauf gebaut ist, ständig im Netz, ständig am Strom zu sein, da…

… entfaltete beim Erzählen sehr deutlich das Bild einer Firma, die ein teures Entertainmentgerät entlang einer sehr eigenen, sehr amerikanischen Philosophie baut, einer Philosophie, in der Stromverbrauch keine Rolle spielt, in der Indie-Games keine Rolle spielen, in der Privatheit keine Rolle spielt, in der es überhaupt viel mehr um die Eroberung von Räumen, meinetwegen des oft zitierten Wohnzimmers, geht als um Games und die Gamer. Was besonders schade ist, da deine Erbauer mit dir, liebe 360, eigentlich den Eindruck erweckt hatten, für etwas anderes zu stehen – Xbox Live inklusive Arcade war ein Wunder der digitalen Welt, XNA war ein Startpunkt für viele angehende Spieleentwickler. (Und die Firma mit der “falschen Philosophie”, das war doch immer Sony, Vorreiter in Sachen DRM und sinnloser Konvergenz mit proprietären Formaten. Eine PS3, deine dunkle Schwester, habe ich daher nie gekauft, trotz Heavy Rain, Journey oder The Last of Us.)

Meine Frau hörte mit halbem Ohr zu und sagte am Ende meiner Tirade, äh, die kaufen wir aber nicht, oder? Ich will nicht so ein passiv-aggressives Ding im Wohnzimmer haben, das immerzu Strom verbraucht und auf das Einschaltkommando wartet wie ein Hund auf das Wort Gassi.

Nein, Schatz, die kaufen wir nicht.

Und dann: Warum machen die das eigentlich? Die 360 war doch toll.

(Hörst du, liebe 360, sie gibt es zu!)

Ich weiß auch nicht, warum die das machen.

Aber die möglicherweise dahinter stehende Haltung ist mir derart unsympathisch, dass Microsofts öffentliches Zurückrudern nichts ändert. Die Xbox One kommt mir nicht ins Haus, basta.

Aber du darfst natürlich bleiben, liebe 360, dein

Gunnar

P.S. Ach, und noch was. Keine Angst, liebe 360, das heißt noch lange nicht, dass ich eine PS4 kaufe.

{ 49 comments… read them below or add one }

Dragoon Juni 20, 2013 um 09:17

Ach, die Synchronizität schon wieder. Da kommt der Blog direkt nachdem Microsoft in der Nacht zurück gerudert ist. Aus Xbox One wird Xbox 180

http://kotaku.com/microsoft-is-removing-xbox-one-drm-514390310

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Gunnar Juni 20, 2013 um 09:17

Ach, vielleicht als Ergänzung, damit die schiere Subjektivität dieses Briefleins ein Gegengewicht bekommt, hier eine ganz schlüssige Privatmeinung eines Xbox-Ingenieurs:

http://pastebin.com/uCmdh9jB

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thomas Juni 20, 2013 um 09:20

Schöner auf den Punkt gebrachter Artikel. Freut mich, dass Du hier wieder postest :)

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Alexander Wesselmann Juni 20, 2013 um 09:50

Sehe ich ganz ähnlich.

Aber die Chancen stehen nicht ganz schlecht, dass sich neben die 360 dieses Jahr noch eine PS3 gesellt. Vielleicht einfach, um die Wartezeit zu überbrücken, bis ich dann doch im Frühjahr 2014 schwach werde und mich der NextGen nicht mehr erwehren kann.
Damit dieser Wahn in einer Xbox ONE mündet, müsste sich aber vor allem am Spieleangebot einiges ändern.

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Alex J. Juni 20, 2013 um 11:16

Ich habe dazu einen interessanten Artikel im österreichischen “Standard” gelesen. Also auf der Website natürlich, nix Print. Da war das Thema recht gut zusammengefasst.

Die wesentilche Aussage war: Microsoft hat eine Konsole gebaut, wie sie der Hersteller gerne hätte. Sony hat eine Konsole gebaut, wie sie der Gamer (heute!) gerne hätte. Die PS4 ist gemessen an den doch recht beachtlichen Produktzyklen einer Konsole erstaunlich innovationsarm, finde ich. Im Prinzip stellen sie dir mit der PS4 ja die gleiche Kiste hin, wie vor 7 Jahren schon. Aber das macht eben keine Angst! Kennt man ja alles!

Die XBox hat ja erstmal nur einen, wenn auch wenig originellen, doch konsequenten Schritt nach vorne machen wollen und ist böse auf die Schauze gefallen. Ich erwarte mir jetzt eigentlich von Microsoft eine gute kommunizierte Idee für eine sinnvolle Innovation, die Sony ja schuldig geblieben ist.

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Gunnar Juni 20, 2013 um 13:35

Interessant vor allem im Lichte vergangener Ereignisse, wo Sony eine Konsole für den Konzern gebaut hatte, die PSP nämlich. Und Nintendos 3DS mit Innovation auf den Konsumenten zugegangen ist.

Das Ergebnis dieses Duells ist bekannt.

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Tom Juni 21, 2013 um 10:11

Hm, für mich ist eher die Xbox One eine innovationsarme 2.0-Version der Xbox 360. Das Pad wurde “nur” modifiziert und bringt keine neue Funktionalität mit (vibrierende Trigger zählen nicht, jeder halbwegs ernsthaft Shooter-Spieler schaltet das sowieso ab) und das/die “neue” Kinect ist auch nur ein Aufguss der ersten Generation auf der 360. Nachdem die Xbox One jetzt auch noch das DRM-System der 360 1:1 übernimmt, frage ich mich schon, was ist denn bitte wirklich neu an dem Gerät?

Sony präsentiert mir dagegen eine Touch-Oberfläche auf dem Pad. Davon verspreche ich mir als Spieler(!) mehr als von allem anderen. Das ist nicht nur neu, das ist – ich hasse das Wort – eine Innovation. Dafür gebe ich gerne Geld aus. Aber nicht für etwas, was bereits in der 1.0-Version in meinem Wohnzimmer steht – und im Falle von Kinect nur verstaubt.

MS hat dagegen die einmalige Chance vertan, bei der Zurückruderei in Sachen DRM einen anderen Kurs einzuschlagen. Die hätten das Beste aus beiden Welten vereinen können. Stattdessen haben sie nur auf den Status quo zu Sony hergestellt.

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Dirk Primbs Juni 20, 2013 um 16:16

Allerdings gibt es auch einen validen anderen Blick auf das Thema…
http://gizmodo.com/the-xbox-one-just-got-way-worse-and-its-our-fault-514411905

LG
Dirk

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Gunnar Juni 20, 2013 um 22:47

Das klingt für mich eine von der PR geleitete Meinung.

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Basileus Juni 21, 2013 um 08:21

Ich finde es lustig, dass jetzt allen Ernstes beklagt wird, dass die Abschaffung des ursprünglich geplanten DRM-Modells verhindere, dass Spiele billiger werden, da Publisher jetzt alle Kosten dem ersten Endkunden aufdrücken müssten.

Ja, genau, als ob ich das glauben würde. Ich call BS!

Herr Kaliban Juni 21, 2013 um 10:14

In der Tat. Was man uns verkaufen wollte, war das schlechteste aus beiden Welten, nehme ich an:

70-Euro-Spiele ohne Wiederverkaufswert mit beschränktem Nutzungsrecht.

Markus Juni 21, 2013 um 11:12

Wie schon oft und überall geschrieben: Wenn Entwickler und Publisher was gegen den Gebrauchtspielemarkt unternehmen wollen, sollen sie bessere Spiele machen, die man sein Leben lang behalten will. Klingt komisch, ist aber so.

Dirk Primbs Juni 22, 2013 um 13:38

Uhm… was hätte denn die PR Abteilung jetzt mit dem Leiten dieses Artikels Deiner Meinung nach gewonnen? Vielleicht ist es ja trotz des reflexartigen “Einmal am Tag online, Kinect immer an & DRM auch noch – pfui bäh” eine alternative Sichtweise vorstellbar?

Herr Kaliban Juni 21, 2013 um 12:42
Dirk Primbs Juni 22, 2013 um 14:03

Ich verstehe das immer wieder aufflammende Geschrei um DRM nicht. Bei Filmen ist es akzeptiert, bei eBooks selbstverständlich, bei online Streaming Diensten leuchtet es ein… Aber bei Spielen ist plötzlich Freiheit und Selbstbestimmung in Gefahr? Really?

Was beschützen wir denn hier eigentlich? Das Recht, DVDs zu stapeln?

Ich will endlich weg vom Spieletiteleinkauf hin zu einer Gaming-Flat. Ich will nach gespielten Stunden und Anzahl Nutzern und nicht nach gekaufter DVD berechnet werden, ich will in der Lage sein meine Lieblingsspiele jederzeit zu zocken und das überall wo _ich_ mich anmelde… Lasst uns Spiele endlich als das sehen und nutzen was sie sind: Eine spezielle (weil interaktive) Form von Content.

Für all das braucht es eine moderne Infrastruktur und klassischer DVD Vertrieb gibt das nun mal nicht her. Ein auf einer physikalischen DVD beruhender Schutzmechanismus auch nicht… In der Theorie könnte man vermuten, dass ordentliches DRM mehr Profit bei den Providern der Inhalte erzeugen könnte. Weniger Raubkopien, nutzerbasierte Abrechnung… im Mittel könnte das Effizienzgewinne bringen. Ich stimme der Vermutung zu, dass diese zusätzlichen Gewinne vermutlich nicht unbedingt bei uns ankommen werden. Im schlimmsten Fall werden Spiele also einfach weiterhin kosten was sie heute schon kosten, nur jetzt mit all den Vorteilen einer echten digitalen Medienverbreitung. Was bitte wäre daran so schlimm? Wir haben mehr Komfort, die Industrie mehr Geld und damit evtl. auch die Möglichkeiten unsere Spielexperience weiter auszubauen.

Markus Juni 22, 2013 um 18:54

Wo akzeptieren wir denn bitte DRM bei DVDs? Ich kann meine DVDs oder Blu-Rays beliebig oft anschauen, an meine Freunde verleihen und wenn sie mir nicht mehr gefallen, bei Ebay verticken. Niemand hindert mich durch DRM an einer dieser Aktivitäten.

Selbst meine eBooks (Kindle als Beispiel) kann ich auf mehreren Readern durch die Cloud mit mehreren Leuten teilen, sofern ich ihnen genug traue, und ihnen meine Login-Daten gebe (was bei meiner Freundin z.B. selbstverständlich ist. Wir kaufen einmal das Buch und lesen es dann zeitgleich auf zwei Tablets, kein Problem).

Jetzt erläuter mir doch mal, wie das mit dem DRM Modell von Microsoft auf der XBox One alles möglich ist. Natürlich ist der Eingriff in mein Selbstbestimmungsrecht über einen zum Vollpreis erstandenen Datenträger erheblich größer als bei deinen restlichen Beispielen. Ich versteh nicht, warum du das alles über einen Kamm scheren willst im Bezug auf die Art der Selbstbestimmung. Zwischen Spiele- und Filmindustrie liegen Welten was DRM angeht.

Und was der Artikel, den Gunnar verlinkt hat, mit ner Spiele-Flat zu tun hat, versteh ich auch nicht so richtig. Das ist ein ganz anderer Hebelpunkt. Einer, den ich gut nachvollziehen kann, da mein Spielekonsum durchaus überdurchschnittlich ist (in der Regel mehr als ein Spiel pro Monat). Das ist aber überhaupt nicht das aktuelle Problem. Alles, was Microsoft mit der neuen XBox One und dem darauf basierenden DRM gemacht hätte, hätte unser Spieleerlebnis in keinster Weise ausgebaut, sondern durchweg nur mehr eingeschränkt, ohne die Qualität der Spiele der Nutzung dieser zu erweitern.

Entweder hast du das DRM Modell von Microsoft nicht richtig verstanden, oder du ignorierst die Nachteile bewusst durch eine rosarote Spielerbriller. Beides würde mich sehr beunruhigen.

Dirk Primbs Juni 22, 2013 um 19:40

@Markus: Wir akzeptieren DRM bei Diensten wie Maxdome, Lovefilm, Netflix u.v.a.m.

Dirk Primbs Juni 22, 2013 um 19:57

@Markus: Ansonsten sind alle Deine Beispiele letztlich eine Frage des sinnvollen Angebots. Das XBox DRM hätte genauso vorgesehen, dass Du innerhalb Deiner Familie Spiele teilst, ganz ähnlich wie Du es mit Deinem Kindle beschrieben hast.
DRM als Eingriff in das Selbstbestimmungsrecht zu sehen ist eine Verdrehung der Tatsachen. Letztlich geht es um eine Nutzung von Inhalten. Und wenn Du eben solche nutzt, kann der Inhaltsbesitzer nun mal die dazugehörigen Rechte festlegen. Er hat mindestens genauso viel Recht zur Bestimmung wie Du als Nutzer. Ihr trefft Euch dann auf einem Markt und entscheidet darüber welchen Gegenwert die angebotene Leistung hat. Wenn der Anbieter das Falsche oder zu wenig bietet, verdient er nichts. Dieses Prinzip ändert sich auch mit DRM nicht. Im Gegenteil, potentiell ließen sich mit sauberen Rechteketten sogar Strukturen schaffen in denen die Kundenzufriedenheit direkter Einfluss hat und andere Modelle möglich werden als bisher.

Auch der ständig mitschwingende Gedanke, dass DRM nur Nachteile habe stimmt damit nicht (und das war eigentlich mein Punkt). Ich würde mich beispielsweise über eine nutzungsabhängige Abrechnung freuen. All jene Spiele, die so grottig sind, dass ich sie nach 20 Minuten nicht mehr anfasse würden so weniger Profit machen als Spiele, die mich wochenlang fesseln etc.Wenn die Industrie durch eine gute DRM Hierarchie in der Lage ist von ihren 70% Raubkopieraten runterzukommen, müsste ich vielleicht nicht mehr mitbezahlen. In anderen Branchen hatten solche Effekte Preissenkungen zur Folge. Warum nicht auch beim Gaming?

So oder so: Ich werde Konsolenspieler bleiben und hätte darauf vertraut, auch mit der One coole Spielerlebnisse haben zu dürfen. Letztlich will die Industrie Profit machen und befindet sich im Wettbewerb um Kunden. Daran ändert auch DRM nichts und damit werden Preise sich mittelfristig immer sinnvoll einpendeln solange es mehr als einen potentiellen Anbieter gibt…

Markus Juni 22, 2013 um 20:50

Maxdome, Lovefilm, usw. sind alles digitale Anbieter. Der XBox DRM bezog sich aber ausdrücklich auch auf Disc basierte Spiele. Was im Endeffekt darauf hinauslaufen würde, dass dir Sony oder WB sagen, du darfst dir die DVD auf deinem Spieler zuhause anschauen (aber nur, wenn er von Firma xyz ist), aber bei deinen Freunden läuft er nur, wenn du sie schon länger als einen Monat kennst. Verkaufen? Kannste knicken. Zusätzlich zum Kaufpreis muss der neue Besitzer dann nochmal 20 € zahlen, damit er den Film bei sich auch abspielen kann. Und natürlich weiß Sony immer genau, wann, wie lange und vielleicht auch wo du dir den Film anschaust. Ob sie das was angeht, ist ne andere Kiste.

Und zum Teilen von Spielen mit meiner Familie: Siehe dazu auch weiter unten den Artikel, den Holger gepostet hat. Das war im Grunde eine Demoversion (das volle Spiel für 10-45 Minuten spielen) und hatte mit vollem Sharing nun gar nix zu tun. Das wäre so, um auf das DVD Beispiel zurückzukommen, als würde ich meiner Mutter nen Film leihen und die darf sich dann die ersten 10 Minuten anschauen und ihn sich dann bei Gefallen selber kaufen. Wie du sowas auch noch gut heißen kannst, erschließt sich mir wirklich nicht. Aber ist nunmal deine Meinung, das muss ich akzeptieren. Meine Meinung ist aber nach wie vor, dass du da ne ziemlich rosarote Brille aufhast.

Ich jedenfalls finde sowas nur negativ und kann dem Ganzen wirklich absolut nichts positives abgewinnen. Mir ist bewusst, dass es beim DRM um Nutzungsrechte geht. Aber jede Einschränkung der Nutzung durch mich für ein Produkt, dass ich für den vollen Preis mit komplettem Inhalt kaufe, ist ein Eingriff in mein Selbstbestimmungsrecht, da mir nicht mehr freigestellt ist, was ich mit dem von mir Erworbenen machen kann. Gewisse Einschränkungen sind verständlich (Stichwort Raubkopien), aber mir dann auch noch vorzuschreiben, wie oft ich die Originalsoftware nutzen kann, auf wieviel System und dann vielleicht noch wie lange geht zu weit. Das ist dann nicht mehr kaufen, sondern leihen, und du leihst dir bestimmt auch keine Filme bei Lovefilm oder Maxdome für 70 € pro Film.

Und überhaupt, die Spieleindustrie hat auch größtenteils deswegen ein Problem mit Raubkopien, weil sie im Preis/Leistungsverhältnis einfach schlecht dastehen. 70 € für ein Produkt zu verlangen, bei dem man nach 4 Stunden 90% des Inhalts gesehen hat, ist einfach unverschämt. Ein Spiel, was, wie du sagst, dich hingegen tagelang fesselt, das kaufst du auch gerne, empfiehlst es weiter und trägst so zum Erfolg bei. Nicht umsonst hab ich mein SNES immer noch aufgebaut und zocke ab und zu immer noch mal Mario Kart, Street Fighter 2 oder Zelda wenns mich packt.

Ein Kompromiss, den ich gerne bereit wäre einzugehen, wäre 14 Tage komplett uneingeschränktes Rückgaberecht für Spiele, egal ob auf Disc oder digital, ohne Angabe von Gründen. Dann zahl ich auch gerne 60 € pro Spiel, denn wenn ichs nach 4 Stunden durch hab und es mir nicht gefällt, kann ich es einfach zurückgeben. Oder alternativ wieder zu jedem verdammten Spiel eine aussagekräftige Demoversion. Auch das ist ja leider aus der Mode gekommen. Aber wenn einige Leute gerne für 70 € die Katze im Sack kaufen und die dann nichtmal mehr zurück geben dürfen, naja, dann kann man denen auch nicht mehr helfen.

Holger Juni 20, 2013 um 19:06

Ich verstehe nicht warum es bei Microsoft nur “ganz oder gar nicht” gibt. Warum können Sie nicht Disk-Spiele wie bisher handhaben, mit freiwilliger Installation, Disk einlegen zum spielen und dafür auch immer offline sein, und Download-Spiele, mit ihren Fancy-Features wie Family-Sharing und Almost-Always-On, für die Leute die es haben wollen. Das sind doch zwei Prinzipien die sich nicht beißen und beide funktionieren könnten. Aber MS ist jetzt lieber beleidigt und nimmt uns einfach alles weg. Ällabätsch!

P.S. Die Next-Gen wird für mich als 360-Liebhaber auf dem PC stattfinden.

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Markus Juni 20, 2013 um 19:24

Mittlerweile ist die XBox One ja in Xbox One Eighty umbenannt worden. Microsoft hat dem Mob nachgegeben, der DRM wird fast komplett über den Haufen geworfen, alles soll wieder so ein wie auf der 360 mit einem Day 1 Firmware Update.

Die Konsequenzen ihrer Kampagne werden sie vermutlich trotzdem tragen müssen. Sie haben den Verbraucher in vielen Dingen schlicht belogen (Das Geräte wäre um den DRM gebaut, den könne man nicht einfach abschalten, etc.). Ich bin starker Vertreter der 360 gewesen, auch wenn das Lineup teils schlechter war als auf der PS3, die Hardware war dafür um Längen besser.

Und auch wenn Microsoft jetzt komplett zurückrudert (leider fällt dem Ganzen auch das Family Sharing zum Opfer, eine der wenigen Funktionen, die ich toll fand an der neuen XBox), hat die Firma bei mir Image mäßig Schiffbruch erlitten.

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Holger Juni 21, 2013 um 09:18

Family-Sharing war übrigens, wie ein MS-Mitarbeiter sich jetzt von der Seele geschrieben hat, nur ein verkappter Demo-Mode. Man konnte “Familienmitgliedern” erlauben die Vollversion eines Spiels für 15-60 Minuten zu spielen und anschließend wäre man im XBL-Marketplace gelandet um das Spiel zu kaufen.

Quelle: http://www.heyuguysgaming.com/news/12507/heartbroken-xbox-one-employee-lets-rip-must-read

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Markus Juni 21, 2013 um 11:06

Ah, nice to know. Das war dann also auch so eine Sache, die durch Auslassung cooler klang, als sie war.

Aber wie schon oben geschrieben, den Image Schaden hat Microsoft weg. Nicht nur wegen der Lügen, sondern auch wegen dem gesamten sehr respektlosen Auftreten Spielern gegenüber, die auf ernsthafte Probleme mit den neuen DRM Vorschriften hingewiesen haben (Standardantwort “Spielt doch XBox 360 wenn ihr das Problem habt). Nun ja, es war schön, solange es anhielt, oder wie man das so sagt.

Andreas Juni 20, 2013 um 22:40

Besonders interessant ist ja, wie Sony und Microsoft plötzlich ihre Rollen getauscht haben. Bei der Vorstellung der PS3 hat das Sony-Management potentiellen Käufern noch einen Zweitjob nahegelegt, falls sie die 600 Dollar für die neue Konsole für überteuert hielten. Viele haben sich lieber eine günstigere XBox 360 gekauft. Diesmal ist Microsoft von der Arroganz befallen und glaubt sie könnten sich alles erlauben, als gäbe es keine Konkurrenz.

Für den Moment sieht es so aus, als hätte der Wettbewerb erst Sony und dann Microsoft wieder diszipliniert. So wirklich traue ich dem Braten aber nicht. Wer weiß, was Sony und Microsoft anstellen, wenn sie erstmal genug Konsolen verkauft haben.

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Justus Juni 21, 2013 um 00:52

Gunnar, ich wette, du hast auch nen Steam-Account, den du vermutlich ohne Bauchschmerzen nutzt!? Wo ist/war da der Unterschied zum ursprünglichen Xbox One-Konzept? ;-)

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Holger Juni 21, 2013 um 08:58

Darf ich antworten? Kein Almost-Always-Online! Steam funktioniert, wenn das Spiel einmal geladen ist, auch komplett offline.

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Herr Kaliban Juni 21, 2013 um 10:17

Was Holger sagt.

Und: Ich nutze Steam kaum. Meine bevorzugte Plattform neben iOS ist die 360, wo ich immer genau ein Spiel kaufe, es durchspiele und wieder verkaufe.

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Basileus Juni 21, 2013 um 10:25

*seufz* So charakterstark möchte ich sein. Mein “pile of shame” der Spiele, die ich kaufe und dann aus Zeitmangel nicht oder viel später spiele, hat mindestens Kniehöhe.
Für meine Finanzen wäre es besser, wenn der Wertverlust beim Händler und nicht bei mir stattfände…

MichaelK. Juni 22, 2013 um 20:19

Steam Spiele kosten in der Regel viel weniger als Konsolenspiele, aber es ärgert mich auch, dass ich viel Geld für Hitman Absolution ausgegeben habe und es doch nicht mein Fall ist.

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Der mit dem Gnu im Schuh Juni 21, 2013 um 19:18

Bei der XBox1 macht es mir Freude mir die schlauen Köpfe vorzustellen, die ganz schlaue Strategien und Powerpoints erstellen und vor lauter Konzepten übersehen, dass sie sich komplett vom Kunden getrennt haben und nur noch von der Gier des Vorstands leben. Sind bei mir als Kollegen ähnlich beliebt, wie z.B. Steve Jobs Imitatoren, die auch das IPhone erfunden hätten, wenn die bösen Kollegen das nicht aus Neid verhindert hätten.

Für mich sind böse Menschen jene, die versuchen mir bei Dingen, die ich gerne mache, ein schlechtes Gewissen einzujagen. Ich werde also jene ignorieren, die meinen ein Hersteller sei böser als der andere und mir jene Konsole kaufen, von der ich annehme, dass sie mir mehr Spaß bringt.

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Neon Juni 24, 2013 um 00:04

Ich verstehe ja die Kritik, finde aber schade, dass nicht auch die Chancen gesehen werden:

Haben wir uns nicht spätestens seit Star Trek: TNG einen Computer gewünscht, welcher uns von überall aufs Wort gehorcht? Und passen Sprachbedienung und Videotelefonie nicht besser ins Wohnzimmer, als an den Arbeitsplatz oder in den öffentlichen Raum?

Für berufliche Gespräche braucht es meistens keinen Sichtkontakt, und wer hält sich schon sein Mobiltelefon vor das Gesicht? Trotzdem gibt es seit Jahren Kameras zur Videotelefonie in Mobiltelefonen, Tablets, Notebooks oder für den Arbeitsplatz. Im privaten Umfeld macht Videotelefonie doch viel mehr Sinn: Emotionale Aspekte spielen eine größere Rolle, wenn man mit Freunden oder Familienangehörigen kommuniziert. Meinen Chef will ich nicht unbeding sehen, wenn ich mit ihm telefoniere, meine(n) Partner/in, Kinder, Eltern, ect. schon eher.

Ebenso hat sich Sprachbedienung für professionelle Anwendungen als größtenteils unpraktisch gezeigt, da weniger effizient als andere Methoden. Für kurze Kommandos an die Heimelektronik mag sie aber dann doch ganz intuitiv und praktisch sein. Zumal die XBox One das erste wirklich auf Sprachbedienung ausgerichtete Betriebssystem bieten wird. Wenn Microsoft hier Entwicklern die Entwicklung und Vermarktung eigener Apps nicht zu schwer macht, nutzen wir in ein paar Jahren unseren Fernseher und unsere Konsole für Dinge, die wir uns heute genauso wenig vorstellen können, wie wir und die Nutzung unseres Mobiltelefons vor dem Iphone vorgestellt haben.

Ich erwarte, dass Apple in Kürze mit dem vermuteten neuen Apple TV in eine ganz ähnliche Kerbe schlagen wird. Nicht umsonst gehört diese Art des Computerinterfaces in fast jedes SciFi Szenario der letzten 30 Jahre.

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Holger Juni 24, 2013 um 08:40

> Nicht umsonst gehört diese Art des Computerinterfaces in fast jedes SciFi Szenario der letzten 30 Jahre.

Stummes Tastendrücken und kryptische Zeichen auf Bildschirmen, sind für einen TV-Zuschauer weder sonderlich intuitiv noch verständlich. In Sci-Fi Romanen (die nicht auf Filmen oder TV-Serien beruhen) wird eher nicht mit Computern geredet.

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Klausmensch Juni 24, 2013 um 16:24

Wie wärs mal wieder mit einem ordentlichen Gamer PC Gunnar? Immer noch keine Lust?

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Falco Juni 26, 2013 um 09:07

Ach Gunnar,
da bleibt dir wohl doch nur noch der Rückzug zum PC?! ;-)
Oder gar zur Gamestar… :-)

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Markus Juli 2, 2013 um 09:59

Wie ich grad gelesen habe, wird Don Mattrick (Mister “Wer kein Internet hat, soll sich halt eine XBox 360 kaufen”, für alle, die mit dem Namen nix anfangen können) demnächst CEO bei Zynga.

Wird sicher interessant, seine Handschrift dort in den Spielen wiederzufinden.
- Mindestens alle 24 Stunden einloggen bei Farmville, sonst sind die Erträge weg
- Man kann nur noch Schafe an Leute schicken, die man schon länger als 30 Tage in der Freundesliste hat
- Wenn man ein gebrauchtes Schaf weitergibt, muss der Empfänger erstmal 5 Zynga coins zahlen, um es nutzen zu können

Ach ja, schön wars, Farmville. Good bye ;)

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Lars August 5, 2013 um 09:28

Mein Beileid, wenn du nie eine PS3 hattest.
Grandiose exklusive Meisterwerke auf der 360: 0
” auf der PS3: 5-10

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“The important matter is not to stop questioning; curiosity has its own reason for existing.”

“Two things are infinite: the universe and human stupidity; and I am not certain about the universe.”

“Falling in love is not at all the most dumb thing that people do — but gravitation cannot be held responsible for it.”

“The most beautiful experience we can have is the mysterious.

“Anyone who hass never made a mistake has never tried anything new.”

“Strive not to become a man of success, but rather attempt to
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