Styg

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by Styg on 5. September 2011 · 7 comments

Kurzer Gasteinwurf zum Wochenstart: Doom, Urahn der modernen “Selbstheilung nach zwei Sekunden Deckung in DX11-Optik”-Shootern, steht jetzt ja nicht mehr auf dem Index. Die Begründung zur Listenstreichung ist übrigens durchaus lesenswert.

Die Zockergemeinde darf sich nun auch öffentlich in salbungsvollen Worten über die Bedeutung dieses heiligen FPS-Relikts ergehen, denn Doom ist mindestens Kult. Tun wir das an dieser Stelle doch geschwind, bevor das Thema im Spielenews-Getöse wieder untergeht. Auf Platte hatte das Spiel wohl sowieso fast jeder und Retro ist gerade auch wieder in.

Ich erinnere mich an den Beginn des LAN-Zeitalters mit ausufernden Deathmatch-Sessions über wackelige Nullmodem-Verbindungen und an Neid gegenüber Besitzern anständiger Soundkarten, weil die Musik der Soundtrack damit einfach besser klang. Wir haben uns in Editoren an selbstgebauten Maps versucht und dubiose Zusatz-CDs gekauft um an neue (selbstgebaute) Episoden, Texturen und Editoren zu kommen. Auf Schulhöfen wurden Secrets der einzelnen Level getauscht und wer eine Episode mit 100% abgeschlossen hatte, war zumindest solange eine Respektsperson, bis die Cheatcodes die Runde machten. Die tippt wohl heute noch so mancher Konsument im Schlaf ein. Natürlich hätte auch niemand von uns Pimpfen zugegeben, während des Spielens ständig die Hosen gestrichen voll gehabt zu haben – unsichtbare pinky demons mag’ ich bis heute nicht. Und sonst? Hm, der Sound der Schrotflinte ist für mich noch heute Referenz und die Entdeckung der Kettensäge war für uns ein epochaleres Ereignis als die Eröffnung des Eurotunnels.

Verklärung abgeschlossen, wie war’s bei euch?

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Styg ist Informatiker und liefert während Gunnars Urlaub hier etwas Content ab. Aufgrund eines Umzugs und dem damit verbundenen Internet-Entzug gibt’s die Sonntagslinks wahrscheinlich gegen Mittwoch erst wieder nächsten Sonntag. Einsendungen willkommen!