<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>KALIBAN &#187; Altherrenweisheiten</title>
	<atom:link href="http://kaliban.de/category/altherrenweisheiten/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://kaliban.de</link>
	<description>A hollow voice says &#34;fool&#34;.</description>
	<lastBuildDate>Sat, 11 Feb 2012 08:29:15 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.2.1</generator>
		<item>
		<title>Kaliban-Gespräche, Folge 1: Petra Fröhlich</title>
		<link>http://kaliban.de/2012/01/kaliban-gesprache-folge-1-petra-frohlich/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=kaliban-gesprache-folge-1-petra-frohlich</link>
		<comments>http://kaliban.de/2012/01/kaliban-gesprache-folge-1-petra-frohlich/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 16:03:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Altherrenweisheiten]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[PC-Spiele]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://kaliban.de/?p=13672</guid>
		<description><![CDATA[ Ich hatte mir, wie ich kürzlich in einer alten Mail an mich selber wieder entdeckte, 2008 mal den Vorsatz gesteckt, auf dieser Seite mehr Interviews und Gespräche zu veröffentlichen. Ich fange damit jetzt mal an, no time like the present.

Ich sprach mit Petra Fröhlich, Spielejournalistin der ersten Stunde, über Frauen in der Branche, Jobchancen ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><em> Ich hatte mir, wie ich kürzlich in einer alten Mail an mich selber wieder entdeckte, 2008 mal den Vorsatz gesteckt, auf dieser Seite mehr Interviews und Gespräche zu veröffentlichen. Ich fange damit jetzt mal an, no time like the present.</em></p>
<p>Ich sprach mit Petra Fröhlich, Spielejournalistin der ersten Stunde, über Frauen in der Branche, Jobchancen für Einsteiger und ihre persönlichen Spielevorlieben.</p>
<p><span id="more-13672"></span></p>
<p class='th-box info'>Petra Fröhlich (Jahrgang ´74) entdeckte ihren Spieltrieb Mitte der 80er mit der Anschaffung eines Commodore PC-10 II – damals noch mit Monochrom-Monitor und 5,25-Zoll-Disketten. Bereits als Teenager veröffentlichte sie eine Reihe erfolgreicher Spielebücher und Artikel für Fachzeitschriften. Seit 1992 ist Petra ununterbrochen für <a href="http://pcgames.de" target="_blank">PC Games</a> und das Fürther Medienunternehmen COMPUTEC MEDIA tätig. 1999 wechselte sie in die Chefredaktion und verantwortet heute neben der PC Games Magazine wie play3, PC Games MMORE und N-ZONE. </p>
<p><strong>Gunnar Lott:</strong> Petra, Du hast ja im Spielejournalismus eine beispiellose Karriere gemacht. Die Frauenzeitschrift &#8220;Allegra&#8221; hatte sogar mal einen Artikel über Dich geschrieben, weil Du als Frau in diesem Bereich natürlich schon eine Ausnahme bist. Auf Redaktionsfotos bist Du sogar meist die einzige Frau. Fühlst Du Dich &#8220;exotisch&#8221;?</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-13674" title="276278_1081838248_213114_n" src="http://kaliban.de/wp-content/uploads/2012/01/276278_1081838248_213114_n.jpg" alt="" width="180" height="230" /><strong>Petra Fröhlich:</strong> Über das Thema habe ich tatsächlich seit der charmanten Allegra-Nummer im Jahre 1999 nicht mehr nachgedacht. Damals fühlte sich das alles schon ziemlich exotisch an, das stimmt. Sowohl in den Studios und bei Publishern als auch in den Redaktionsstuben gab es fast ausschließlich Männer, das hat sich heutzutage natürlich alles geändert und normalisiert. Viel exotischer und unheimlicher erscheint mir inzwischen, dass ich seit exakt 20 Jahren für ein- und dieselbe Firma wirke. Das ist mehr als die Hälfte meines Lebens. Im PC-Games-Jubiläumsjahr 2012 wird mir das fast tagtäglich wieder bewusst.</p>
<p><strong>Gunnar Lott:</strong> Du triffst also schon mehr weibliche Entwickler, würdest Du sagen?</p>
<p><strong>Petra Fröhlich:</strong> Natürlich keine Massen wie in den AXE-Werbespots, aber doch mehr als noch vor zehn Jahren. Aus meiner Sicht ist das ein völlig normaler Prozess, wenn sich eine Branche so verändert wie die unsrige. Die Welt der Spiele ist im Allgemeinen spürbar weiblicher geworden, da muss man nur mal einen Blick in die Gamescom-Messehallen werfen.</p>
<p><strong>Gunnar Lott:</strong> Wenn man auf einem PR-Event der Spieleindustrie im Ausland ist, sieht das klassische Bild trotzdem meist noch so aus: gut gekleidete PR-Damen umflattern männliche Redakteure. Müsste nicht auch der Spielejournalismus weiblicher sein?</p>
<p><strong>Petra Fröhlich:</strong> Das ist eine Eigenheit jener PR-Events, die sich üblicherweise den dicken Blockbustern wie Call of Duty, GTA, FIFA, Tomb Raider, Skyrim, Max Payne oder Battlefield widmen. Und deren Zielgruppe war, ist, bleibt natürlich männlich.</p>
<p><strong>Gunnar Lott:</strong> Du hast eine klassische Karriere vom Berufseinsteiger zum Chefredakteur gemacht, ausgelöst durch Deinen <a href="http://www.kultboy.com/pic/166/" target="_blank">berühmten Leserbrief</a>. Sind solche Karrieren im Spielejournalismus heute noch möglich?</p>
<p><strong>Petra Fröhlich:</strong> In stillen Momenten wünscht man sich, das Internet vergäße die Vergangenheit und würde mit diesem Leserbrief starten. Das Absurde ist ja, dass man mich nicht wegen, sondern trotz dieser lächerlichen Epistel mitmachen ließ. Und ja, ich hab mich damals wirklich maßlos über das Heft geärgert – weiß nicht, ob das zwischen den Zeilen hinreichend zum Ausdruck kommt ;) Meine journalistische Laufbahn beruhte auf einem schier unglaublichen Zufall, denn auf dem Nachhauseweg von der Schule hörte ich für zweieinhalb Millisekunden den Radioaufruf eines Nürnberger Verlags. „Spieletester gesucht, Telefon 0911-…“ Ich hab angerufen, Unterlagen eingereicht und mich natürlich persönlich vorgestellt. Zu diesem Zeitpunkt – ich war noch nicht mal volljährig – waren schon ein paar Dutzend meiner Artikel in IT-Fachzeitschriften erschienen, später folgten noch zwei, drei Bücher. Im Grunde gibt es heute nur zwei Wege in die Branche: Der eine führt über ein Engagement als freier Autor – wir sind ständig auf der Suche nach fähigen Leuten, insbesondere im Bereich der Online-Rollenspiele. Der klassische Weg läuft über ein mehrmonatiges Praktikum, gefolgt von einem zweijährigen Volontariat. Wenn alles passt und eine Stelle frei ist, können wir den Leuten einen Redakteurs-Job anbieten. Ein Großteil unseres Line-Ups hat diese Schritte durchlaufen. Zur Ehrlichkeit gehört aber auch, dass die Vollzeitstellen im redaktionellen Bereich begrenzt sind.</p>
<p><strong>Gunnar Lott:</strong> Und die Karriere? Wohin kann ich mich entwickeln, wenn ich denn das Glück habe, eine Volo-Stelle zu ergattern? Die Verlagskarrieren sind nicht mehr das, was sie zu unserer Zeit waren. Und die Wege in die Spieleindustrie oder den breiteren Journalismus sind schwierig.</p>
<p><strong>Petra Fröhlich:</strong> Wenn man sich die Impressi der führenden Print- und Online-Medien anschaut, wird man feststellen, dass die Akteure in leitenden Funktionen schon seit vielen Jahren dort wirken. Das ist keine Spezialität der Games- oder IT-Magazine. Beim Stern sitzt das Duo Osterkorn/Petzold seit 1999, also seit 13 Jahren, in den Chefsesseln. Wer sich als Volontär vornimmt „Eines Tages bin ich Chefredakteur“, braucht so oder so einen langen Atem und viel Fortune. Ich hab Zweifel, dass man sowas planen kann. Redakteur eines Spielemagazins – das ist für eine gewisse Zeit ein echter Traumjob, so wie Bundesliga-Profi. Irgendwann wird es einen Punkt geben, an dem man unter Umständen andere Schwerpunkte setzen muss, etwa Richtung Management. Ganz grundsätzlich bekommt man als Redakteur ein prima Rüstzeug, um seine Laufbahn auch auf anderen Feldern der Branche fortzusetzen, zum Beispiel bei Publishern. Aber wem erzähl‘ ich das? ;)</p>
<p><strong>Gunnar Lott:</strong> Dafür gibt&#8217;s natürlich ein paar schöne Beispiele, aber die Zahl der Kollegen, die das nicht geschafft haben und sich jetzt als Freie mehr schlecht als recht durchschlagen (oder gar die Branche verlassen haben), ist größer, oder?</p>
<p><strong>Petra Fröhlich:</strong> Die Tätigkeit als freiberuflicher Söldner war in den vergangenen Jahren sicher nicht vergnügungssteuerpflichtig, das stimmt. Fast jeder Autor will die dicken Reportagen schreiben, für die man wochenlang recherchieren darf, doch dieser lukrative Auftragskuchen ist begrenzt. Besser dran und auch viel stärker ausgelastet sind jene Schreiber, die sich spezialisiert haben – einen kompetenten und zuverlässigen WoW-Todesritter krieg ich immer unter.</p>
<p><strong>Gunnar Lott:</strong> Spezialisierung hilft, klar, aber auch mit stetigem Auftragsfluss kommt nicht allzu viel Geld ins Haus. ich habe früher mal was für den Focus gemacht, da gab&#8217;s 600 Euro für die Seite. Damit kann man arbeiten und auch Recherchen finanzieren. Später, bei GameStar, habe ich Seitenpreise von 250 Euro bezahlt. Nicht viel, aber einigermaßen okay. Da sind wir heute lange nicht mehr, nehme ich an, bei keiner Publikation. Mir wurden grad vor ein paar Tagen (allerdings auch von einer Nischenpublikation) 200 Euro für 12.000 Zeichen geboten. Da entspricht je nach Layout zwischen drei und sechs Seiten. Das habe ich dann dankend abgelehnt. Würdest Du jungen Leuten heute den Beruf noch empfehlen? Oder anders: Wenn Du einen 20jährigen Bruder hättest, der sich um Volo-Stellen bewerben möchte, würdest Du ihm zuraten?</p>
<p><strong>Petra Fröhlich:</strong> Ich würde zunächst ein Praktikum empfehlen, zum Reinschnuppern. Wenn das gut läuft, nach Möglichkeit gleich das Volontariat hinterher. Und ab diesem Zeitpunkt kann man ohnehin nur noch auf Sicht fahren. Ob und wie es danach weitergeht, hängt ganz vom Timing ab. Wir schenken Bewerbern in den Gesprächen von vornherein reinen Wein ein – und ich habe seit langer Zeit niemanden mehr erlebt, der sich da überzogenen Erwartungen hingibt. Dass die Erwerbsbiographie beim ein- und demselben Unternehmen beginnt und endet, kann man heutzutage ohnehin ausschließen. Aber ganz klar: Hätte ich als Anfangs-, Mitte-, Endzwanziger heute die Chance auf einen Vollzeit-Redakteursposten, würde ich diese Erfahrung auf jeden Fall mitnehmen.</p>
<p><strong>Gunnar Lott:</strong> Stimmt, ist schon immer noch ein schöner Beruf. Anderes Thema: <em>Computerspiele genießen oft noch einen etwas zweifelhaften Ruf. […] „Isolierende Mattscheiben-Manie“ gehört zu den Schlagworten, wenn über Spielesoftware hergezogen wird. Doch die Zeiten von stumpfsinnigen Schießspielen sind längst vorbei.</em> schrieb Heinrich Lenhardt 1985 im Editorial zu einem Spiele-Sonderheft der Zeitschrift Happy Computer. Die Vorurteile gegen Games sind ein Thema, das uns viele Jahre lang begleitet hat. Ist das vollends vom Tisch in den Zehnerjahren dieses Jahrtausends oder begegnet Dir sowas noch zuweilen?</p>
<p><strong>Petra Fröhlich:</strong> Im vergangenen Jahr ist es mir nur noch zwei, drei Mal passiert, dass ich offenkundig fehlinformierte Zeitungs-Chefredakteure freundlich, aber bestimmt auf fachliche Unzulänglichkeiten in Leitartikeln und „Killerspiel“-Kolumnen hinweisen musste – von Kollege zu Kollege. Die haben auch geantwortet und sich bedankt fürs Mitdenken. Mit einer gewissen Quote an Vorurteilen und schlichtem Blödsinn muss man sicher auch künftig leben. Trotzdem bleibt festzuhalten, dass sich in der gesellschaftlichen Debatte seit 1985 schon eine Menge zum Positiven hin geändert hat. Die Teenager von damals sind die Erziehungsberechtigten von heute.</p>
<p><strong>Gunnar Lott:</strong> Hältst Du das privat auch so? Kaufst Du Deinen Neffen und Nichten Spiele?</p>
<p><strong>Petra Fröhlich:</strong> Ja. Wobei die Damen und Herren ohnehin recht präzise Wünsche formulieren und man am Ende nur noch zu entscheiden hat: Lego Star Wars für DS oder Lego Harry Potter für DS? Bei familiären Aufeinandertreffen ist zuweilen nicht immer ganz klar, worauf sie sich mehr freuen – auf Tante Petra oder auf das iPad von Tante Petra.</p>
<p><strong>Gunnar Lott:</strong> Okay, Lego Filmlizenz I-III für die Kids. Und selber? Was spielst Du so? Man merkt ja bei vielen Kollegen mit den Jahren eine leichte geschmackliche Erstarrung. Ich reihe Solo-Rollenspiel an Solo-Rollenspiel, andere hängen immer noch auf World of Crackcraft oder wechseln ihre Battlefield-Unterhose erst mit dem Erscheinen einer neuen Nummer.</p>
<p><strong>Petra Fröhlich:</strong> Ich finde es inzwischen sehr angenehm, wenn man von vornherein das Ende eines Spiels absehen kann – in den Weihnachtsferien war deshalb unter anderem Modern Warfare 3 fällig. Vor XXL-Rollenspielen wie Skyrim schrecke ich zurück, weil mir klar ist, dass ich da wochen- und monatelang dran hängen würde. Noch „schlimmer“ sind Browsergames oder Online-Rollenspiele wie aktuell Star Wars: The Old Republic: Da hab ich es mir zur Gewohnheit gemacht, mich bis zu einem bestimmten Level voranzuspielen und dann radikal die Deinstallation einzuleiten. Kalter Entzug, quasi. Privat am meisten Spaß habe ich mit Open-World-Spielen wie Red Dead Redemption oder L. A. Noire. Neben Diablo 3 ist GTA 5 deshalb das Spiel, auf das ich mich am meisten freue. Unvernünftig viele Stunden sind 2011 auch in Plants vs Zombies geflossen, auf den unterschiedlichsten Systemen.</p>
<p><strong>Gunnar Lott:</strong> Kehrst Du zuweilen noch zu alten Spielen zurück oder fehlt Dir dafür die Zeit?</p>
<p><strong>Petra Fröhlich:</strong> Zwar hab ich im vergangenen Jahr mal wieder das sieben Jahre alte Half-Life 2 durchgespielt. Aber ich gehöre offen gestanden nicht zu den Leuten, die eine DOS-Box anwerfen. Mir gefällt allerdings, dass Plattformen wie gog.com Retro-Klassiker bewahren und zugänglich machen.</p>
<p><strong>Gunnar Lott:</strong> Danke, Petra, für das kurzweilige Gespräch.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://kaliban.de/?flattrss_redirect&amp;id=13672&amp;md5=3cd2082b00f0cb974448cfb36cfefd01" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://kaliban.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://kaliban.de/2012/01/kaliban-gesprache-folge-1-petra-frohlich/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>14</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Leben in Himmelsrand</title>
		<link>http://kaliban.de/2011/12/leben-in-himmelsrand/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=leben-in-himmelsrand</link>
		<comments>http://kaliban.de/2011/12/leben-in-himmelsrand/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 09 Dec 2011 22:44:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Altherrenweisheiten]]></category>
		<category><![CDATA[Spielzeug]]></category>
		<category><![CDATA[EA]]></category>
		<category><![CDATA[Games]]></category>
		<category><![CDATA[GameStar]]></category>
		<category><![CDATA[Immersion]]></category>
		<category><![CDATA[MMO]]></category>
		<category><![CDATA[Rollenspiele]]></category>
		<category><![CDATA[Warhammer]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://kaliban.de/?p=13230</guid>
		<description><![CDATA[Mythic Entertainment, das ist eine MMO-Firma aus Fairfax (Virginia, USA), die später zu EA Mythic, dann wieder zu Mythic Entertainment und schließlich zu Bioware Mythic wurde. Aber das ist eine lange Geschichte und soll ein andermal erzählt werden.

Besagte Firma also besuchte ich mal, Anno 2006, es ging um einen Artikel über Warhammer Online, den ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Mythic Entertainment, das ist eine MMO-Firma aus Fairfax (Virginia, USA), die später zu EA Mythic, dann wieder zu Mythic Entertainment und schließlich zu Bioware Mythic wurde. Aber das ist eine lange Geschichte und soll ein andermal erzählt werden.</p>
<p>Besagte Firma also besuchte ich mal, Anno 2006, es ging um einen Artikel über Warhammer Online, den ich zu schreiben hatte. Ich verbrachte einen schrecklichen Tag in Fairfax, weil ich schwer erkältet ankam (aber das ist noch eine andere Geschichte). Am Rande des Besuchs traf ich das freundliche Team von Dark Age of Camelot, Mythics bekanntestem Titel (das Online-Rollenspiel von 2001, ihr erinnert euch), und führte ein nettes Gespräch mit einem der Entwickler. Der Herr sagte eine Sache, die mir eigenlich instinktiv klar war, die ich aber bis dahin so nicht hätte benennen können — bei Rollenspielen, besonders aber MMOs, findet ein wesentlicher Teil des Spielens abseits vom PC statt. Oder anders: Rollenspiele sind, trotz Charakteridentifikation und Story und ausgefeilter Welt, Spiele, in die man nicht einsinkt, wie in ein Action-Adventure oder einen Ego-Shooter.</p>
<p>Rollenspiele lebt man.</p>
<p>Ein Vergleich, um es zu verdeutlichen: Wenn ich, sagen wir, Crysis 2 spiele, so ist das eine intensive Erfahrung, wie bei einem Kinofilm — ich bin in jeder Sekunde angespannt und voll dabei, ducke mich instinktiv unter den Kugeln weg und darf nicht gestört werden, sonst geht mein Erlebnis kaputt. Wenn ich aber aufhöre, ist es erstmal vorbei. Wenn ich, was Gott verhüten möge, World of Warcraft spiele, so ist das eigentliche Spielen weniger wichtig, ich kann beim Spielen auf dem zweiten Monitor Mails checken, eine Pizza essen und mich mit der Katze unterhalten. Aber in meinem normalen Tag ist das Spiel ständig präsent: Ich denke über meine nächsten Wege nach, über Skillungen, über Orte, die ich besucht habe. Und ich rede mit Freunden über meine Taktiken, meine Erlebnisse, meinen Charakter. Es gibt ja so vieles, mit dem man sich beschäftigen kann.</p>
<p>Klingt jetzt einigermaßen trivial, aber der Gedankenansatz erklärt zum Teil die dauerhafte Faszination von (Online-)Rollenspielen. Mir fiel das alles gerade wieder ein, weil mich Skyrim jetzt schon einige Zeit so begleitet, wie andere Leute das von WoW kennen. Naja, nicht ganz so, aber es geht in die Richtung. Ich bin sogar so weit gegangen (was ich seit Fallout 3 nicht mehr getan habe), die Hauptquest abzubrechen und systematisch Nebenquests zu suchen. Weil ich nicht will, dass das Spiel endet.</p>
<p>Ach, es ist schon schön in Himmelsrand.</p>
<p>Am Rande: Der Typ von Mythic nannte Rollenspiele &#8220;beardy games&#8221; (und machte dabei die Geste des sich nachdenklich am Bart Kratzens). Nett. Ich glaube, wir bezeichneten früher, zu Warhammer Tabletop-Zeiten, die überehrgeizigen Regelfetischsten als &#8220;beardy&#8221;. Keine ganz falsche Analogie.</p>
<p><span style="color: #888888;">[Dies ist eine minimal aktualisierte Neufassung <a href="http://kaliban.de/2008/12/mein-leben-unter-mutanten/"><span style="color: #888888;">eines alten Blogposts</span></a>.]</span></p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://kaliban.de/?flattrss_redirect&amp;id=13230&amp;md5=3c39047e8257afe7e83bed966ccc7109" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://kaliban.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://kaliban.de/2011/12/leben-in-himmelsrand/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>7</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>RPU und CCU</title>
		<link>http://kaliban.de/2011/10/rpu-und-ccu/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=rpu-und-ccu</link>
		<comments>http://kaliban.de/2011/10/rpu-und-ccu/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 11 Oct 2011 21:47:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Altherrenweisheiten]]></category>
		<category><![CDATA[Game Designer]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://kaliban.de/?p=12812</guid>
		<description><![CDATA[

Warren Spector, kreativer Kopf hinter Deus Ex, gefallen Teile der aktuellen Spielebranche nicht so recht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><img src="http://kaliban.de/wp-content/uploads/2011/10/Unbenannt.png" alt="" title="warren" width="504" height="106" class="aligncenter size-full wp-image-12813" /></p>
<p>Warren Spector, kreativer Kopf hinter Deus Ex, gefallen Teile der aktuellen Spielebranche nicht so recht.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://kaliban.de/?flattrss_redirect&amp;id=12812&amp;md5=684f97ad377cac1012e413ddb7ada809" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://kaliban.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://kaliban.de/2011/10/rpu-und-ccu/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>8</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Ron Gilbert fordert leichte Modifikationen an der Todesstrafe</title>
		<link>http://kaliban.de/2011/09/ron-gilbert-fordert-leichte-modifikationen-an-der-todesstrafe/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=ron-gilbert-fordert-leichte-modifikationen-an-der-todesstrafe</link>
		<comments>http://kaliban.de/2011/09/ron-gilbert-fordert-leichte-modifikationen-an-der-todesstrafe/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 22 Sep 2011 12:46:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Altherrenweisheiten]]></category>
		<category><![CDATA[Zitat]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://kaliban.de/?p=12604</guid>
		<description><![CDATA[Wacky idea: we keep the death penalty, but if they are later found innocent, the Governor is guilty of murder and gets the death penalty.



]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><blockquote><p>Wacky idea: we keep the death penalty, but if they are later found innocent, the Governor is guilty of murder and gets the death penalty.</p></blockquote>
<p>[Ron Gilbert, heute morgen auf <a href="http://twitter.com/#!/grumpygamer/status/116746298979393536">Twitter</a>]</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://kaliban.de/?flattrss_redirect&amp;id=12604&amp;md5=c7018e8f8f3b13b64251bee0568be727" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://kaliban.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://kaliban.de/2011/09/ron-gilbert-fordert-leichte-modifikationen-an-der-todesstrafe/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>7</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Zeitgemäße Actionspiele</title>
		<link>http://kaliban.de/2011/09/zeitgemase-actionspiele/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=zeitgemase-actionspiele</link>
		<comments>http://kaliban.de/2011/09/zeitgemase-actionspiele/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 19 Sep 2011 22:10:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Altherrenweisheiten]]></category>
		<category><![CDATA[GameStar]]></category>
		<category><![CDATA[Zitat]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://kaliban.de/?p=12582</guid>
		<description><![CDATA[Ab sofort haben einige Dinge in zeitgemäßen Actionspielen nichts mehr zu suchen. Etwa Gegner, die wenig mehr als Kanonenfutter sind. Oder enge Levels, in denen man sich fühlt wie die Maus im Schuhkarton. Außerdem beweist Unreal, dass 3D-Action auch ohne übertriebene Gewaltszenen einen Heidenspaß macht.

(Action-Experte Peter Steinlechner spricht schon in GameStar 7/1998 der späteren ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><blockquote><p>Ab sofort haben einige Dinge in zeitgemäßen Actionspielen nichts mehr zu suchen. Etwa Gegner, die wenig mehr als Kanonenfutter sind. Oder enge Levels, in denen man sich fühlt wie die Maus im Schuhkarton. Außerdem beweist Unreal, dass 3D-Action auch ohne übertriebene Gewaltszenen einen Heidenspaß macht.</p></blockquote>
<p>(Action-Experte Peter Steinlechner spricht schon in GameStar 7/1998 der späteren <strong>Modern Warfare</strong>-Serie die grundsätzliche Existenzberechtigung ab.)</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://kaliban.de/?flattrss_redirect&amp;id=12582&amp;md5=5cce55bf57b234b2204bf2b274d53e5b" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://kaliban.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://kaliban.de/2011/09/zeitgemase-actionspiele/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>5</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Zitat von Friedrich Dürrenmatt</title>
		<link>http://kaliban.de/2011/09/zitat-von-friedrich-duerrenmatt/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=zitat-von-friedrich-duerrenmatt</link>
		<comments>http://kaliban.de/2011/09/zitat-von-friedrich-duerrenmatt/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 15 Sep 2011 12:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Altherrenweisheiten]]></category>
		<category><![CDATA[Zitat]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://kaliban.de/?p=12520</guid>
		<description><![CDATA[Je planmäßiger die Menschen vorgehen, desto wirksamer vermag sie der Zufall treffen.



In diesem Zusammenhang: Die Mechanik des Zufalls]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><blockquote><p>Je planmäßiger die Menschen vorgehen, desto wirksamer vermag sie der Zufall treffen.</p></blockquote>
<p>[Friedrich Dürrenmatt <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_D%C3%BCrrenmatt">*</a>]</p>
<p>In diesem Zusammenhang: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=uP6USwe-0io">Die Mechanik des Zufalls</a></p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://kaliban.de/?flattrss_redirect&amp;id=12520&amp;md5=ed8f2cca66040661a1ba2db6d6be0677" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://kaliban.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://kaliban.de/2011/09/zitat-von-friedrich-duerrenmatt/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Für Siri (ein Versuch)</title>
		<link>http://kaliban.de/2011/09/fur-siri-ein-versuch/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=fur-siri-ein-versuch</link>
		<comments>http://kaliban.de/2011/09/fur-siri-ein-versuch/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 12 Sep 2011 19:45:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Altherrenweisheiten]]></category>
		<category><![CDATA[Best of Kaliban]]></category>
		<category><![CDATA[Vater sein dagegen sehr]]></category>
		<category><![CDATA[Goldkind]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://kaliban.de/?p=12452</guid>
		<description><![CDATA[Herr Kaliban hält eine leicht altväterliche Rede an seine Tochter, die das hier gottlob noch nicht lesen kann. 

Zuerst das Wichtigste: Niemand sollte mit 16 Entscheidungen treffen, die auf das ganze Leben Auswirkungen haben. Mach also keine Experimente mit Feuerwaffen oder Tätowierungen oder Verhütungsmitteln.

Oder mit Drogen. Eine einzige Zigarette zu rauchen, beispielsweise, bedeutet folgendes: ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><em>Herr Kaliban hält eine leicht altväterliche Rede an seine Tochter, die das hier gottlob noch nicht lesen kann. </em></p>
<p>Zuerst das Wichtigste: Niemand sollte mit 16 Entscheidungen treffen, die auf das ganze Leben Auswirkungen haben. Mach also keine Experimente mit Feuerwaffen oder Tätowierungen oder Verhütungsmitteln.</p>
<p>Oder mit Drogen. Eine einzige Zigarette zu rauchen, beispielsweise, bedeutet folgendes: das ganze Leben lang ein Verlangen nach Zigaretten zu verspüren. Und wenn sich die Drogen gesellschaftlich schon nicht vermeiden lassen, arbeite mit einem Plan: Wenn Du zu trinken vorhast, wähle ein Getränk und bleibe dabei, den ganzen Abend.</p>
<p>Wähle früh dein Hobby und bleibe dabei &#8212; wenn du mit 40 noch das Hobby betreibst, dass du mit 16 begonnen hast, stehen die Chancen gut, dass du es dir jetzt lässig leisten kannst.</p>
<p>Sei höflich, das kostet nichts und sieht gut aus: Öffne Leuten die Türen, benutze den Warentrenner im Supermarkt, bleibe nicht am Ende von Rolltreppen stehen. Und: Trolle nicht in Foren oder Kommentarspalten.</p>
<p>Gib ausreichend Trinkgeld.</p>
<p>Vermeide die Verwendung von Emoticons außerhalb von Chats. Und meide ihre Verwender.</p>
<p>Wenn du wissen willst, ob jemand wirklich schlau ist, beantworte diese einfache Frage: Wie gut beherrscht er seine Muttersprache?</p>
<p>Verlasse dich nicht auf&#8217;s GPS auf Ampelfarben oder Vorfahrtsschilder, verlass dich auf deine Augen.</p>
<p>Das Leben ist eine Bühne, und du wirst nicht vermeiden können, Rollen zu spielen &#8212; aber such&#8217; sie dir gut aus und lege sie so an, dass du nah an dir selbst bleibst. Zu viel Verstellung vergiftet die Seele. Vor allem anderen gilt das für die Liebe.</p>
<p>Verschwende deine Jugend, das ist besser als die Alternative.</p>
<p>Verlasse die Heimat früh, sonst bereust du das Zögern. Aber vergiss nie, dass niemand anderswo deine Sprache <em>genau richtig</em> spricht. Und halte immer die Option der Rückkehr offen.</p>
<p>Glück ist, trotz aller Versuche, nicht erforschbar. Glück ist freies Geld, guter Sex, ein Railgun-Treffer in Quake Live, eine Zwei in Sachkunde. Finde heraus, was dich glücklich macht und halte es fest, notfalls gegen alle Widerstände.</p>
<p>Niemand weiß, ob es Gott gibt, aber Religionen sind tröstlich, für die, die glauben können. Aber egal, was die Priester sagen: In die Hölle kommt nicht, wer Sex mit dem falschen Geschlecht hatte, sondern nur die, die anderen Menschen ihren Willen gewaltsam aufgezwungen haben.</p>
<p>Du bist nicht dumm: Wenn du etwas nicht verstehst, hat es der Lehrer nicht gut erklärt. Sei nicht zickig, aber verlange, was dir zusteht.</p>
<p>Erfolg jeder Art ist stets eine Frage von Präzision, vom gelungenen Witz über den Fernschuss in den Winkel bis zur gloriosen Markteinführung einer Software. Hoffe nicht auf den Zufallstreffer.</p>
<p>Sei nett zu deinen Eltern, versuche, ihnen möglichst früh zu verzeihen. Am Ende tust du es eh, es ist nicht nötig, all die Jahre zornig zu sein.</p>
<p>Wunder geschehen, Katastrophen passieren. Nicht alles ist vermeidbar, nicht alles ist planbar. Mach dir nicht zu viele Sorgen.</p>
<p>Hake Niederlagen rasch ab, nimm Siege sportlich und mit Demut. Schon wenn du das schaffst, hast du mehr erreicht als zwei Drittel der anderen Leute.</p>
<p>Halte an Freundschaften fest, auch über lange Distanzen. Menschen, die dich mit 20 kannten, haben ein besseres Bild von dir als Menschen, die dich mit 40 kennen lernen.</p>
<p>Rede nicht (allzu) schlecht über andere, Lästereien machen schlechtes Karma. Gib keine ungefragten Ratschläge und sprich keine ungefragten Beurteilungen aus.</p>
<p>Bedenke bei der Partnerwahl folgende Gesetzmäßigkeiten: 1. Die für dich attraktivste Person ist, nach normalen Begriffen, ungefähr so attraktiv wie du. Vielleicht ein bisschen mehr. 2. Du wirst dich selten wirklich angezogen fühlen von Menschen, die dich ablehnen. Der Gelegenheit folgt die Fantasie folgt die Anziehung. 3. Frauen werden angezogen von Stärke, Männer von Verletzlichkeit. Außer, wenn es anders herum ist.</p>
<p>Und unabhängig davon: Vermeide asymmetrische Beziehungen.</p>
<p>Finde die Musik, die zu dir passt. Tipp: Die beste Musik erschließt sich nicht beim ersten Hören.</p>
<p>Versuche, ein paar Fertigkeiten wirklich gut zu beherrschen. Es gibt wenig im Leben, was mehr Spaß macht als das Gelingen schwieriger Tätigkeiten oder das Lösen kniffliger Aufgaben.</p>
<p>Tierliebe ist, wie das Rauchen von Haschisch, eine Frage der Dosierung. Ein bisschen macht dich möglicherweise zu einem besseren Menschen; zuviel macht dich merkwürdig.</p>
<p>Dissonanz ist wichtig, aber behalte Augenmaß: Niemand mag dich, weil du recht hast.</p>
<p>Sei kein Behalter. Das Aufheben von Sachen fesselt dich. </p>
<p>Das Multitasking kann deine Generation sicher besser als meine, aber bedenke, wie gut man ist, wenn man sich auf etwas voll konzentriert, sei es ein Gespräch, eine Aufgabe oder auch nur das Lesen eines Textes. </p>
<p>Versuche, mehr Fotos von Menschen als von Gebäuden zu schießen.</p>
<p>Wenn man ein Kind kriegt (und über das erste Jahr hinweg ist), wünscht man sich, man hätte es früher bekommen. Bedenke das bei deiner Lebensplanung.</p>
<p>Hab keine Angst. Probiere Dinge, die dich ängstigen. Iss exotische Lebensmittel, sprich fremde Leute an. </p>
<p>Finde eine Fahne, mit der in der Hand du die Barrikaden stürmen würdest. Schließ dich einer guten Sache an, kämpfe für ein Ideal. Vergieße Herzblut, immer wieder.</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;</p>
<p><em>Inspiriert von Mary Schmichs großartigem Text <a href="http://www.chicagotribune.com/news/columnists/chi-schmich-sunscreen-column,0,4054576.column?page=1">Advice, like youth, probably just wasted on the young</a>, der später von Baz Luhrmann gewinnbringend <a href="http://www.youtube.com/watch?v=sTJ7AzBIJoI">vertont wurde</a>.</em> </p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://kaliban.de/?flattrss_redirect&amp;id=12452&amp;md5=28446ea29ddea33c876f227e5cba64c2" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://kaliban.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://kaliban.de/2011/09/fur-siri-ein-versuch/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>45</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Stay Forever #2</title>
		<link>http://kaliban.de/2011/09/stay-forever-2/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=stay-forever-2</link>
		<comments>http://kaliban.de/2011/09/stay-forever-2/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 10 Sep 2011 05:35:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Altherrenweisheiten]]></category>
		<category><![CDATA[Spielzeug]]></category>
		<category><![CDATA[Games]]></category>
		<category><![CDATA[Retro]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://kaliban.de/?p=12426</guid>
		<description><![CDATA[Etwas eher als geplant ist die zweite Folge von Stay Forever fertig, dem Retro-Games-Podcast von Christian Schmidt und Gunnar Lott. Das Thema ist "Ion Storm!", wir reden über Warren Spector und Deus Ex.

Das Gespräch dauert eine dreiviertel Stunde; und wir verlieren kein Wort darüber, wie Spielekritik sein sollte. Gottseidank.

Vielleicht mag's sich ja jemand anhören, ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Etwas eher als geplant ist die zweite Folge von <a href="http://www.stayforever.de/">Stay Forever</a> fertig, dem Retro-Games-Podcast von Christian Schmidt und Gunnar Lott. Das Thema ist &#8220;Ion Storm!&#8221;, wir reden über Warren Spector und Deus Ex.</p>
<p>Das Gespräch dauert eine dreiviertel Stunde; und wir verlieren kein Wort darüber, wie Spielekritik sein sollte. Gottseidank.</p>
<p>Vielleicht mag&#8217;s sich ja jemand anhören, ein Klick auf das Bild bringt euch hin:</p>
<p><a href="http://www.stayforever.de/2011/09/folge-2-ion-storm/"><img src="http://kaliban.de/wp-content/uploads/2011/08/Logo_RZ_72_dpi.jpg" alt="" title="Logo_RZ_72_dpi" width="283" height="283" class="aligncenter size-full wp-image-12343" /></a></p>
<p>Wir freuen uns über nette Worte, Feedback, Verlinkungen und Empfehlungen. <a href="http://itunes.apple.com/de/podcast/stay-forever/id461077931?l=en">Auf iTunes gibt&#8217;s das Ding auch</a>, natürlich. Der direkte Feed für Podcatcher ist <a href="http://kaliban.podspot.de/rss">hier</a>.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://kaliban.de/?flattrss_redirect&amp;id=12426&amp;md5=0e9f25c54dde4bfc4917951f55b5b512" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://kaliban.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://kaliban.de/2011/09/stay-forever-2/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>10</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Podcast: Stay Forever</title>
		<link>http://kaliban.de/2011/08/podcast-stay-forever/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=podcast-stay-forever</link>
		<comments>http://kaliban.de/2011/08/podcast-stay-forever/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 29 Aug 2011 20:18:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Altherrenweisheiten]]></category>
		<category><![CDATA[Spielzeug]]></category>
		<category><![CDATA[Games]]></category>
		<category><![CDATA[GameStar]]></category>
		<category><![CDATA[Retro]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://kaliban.de/?p=12342</guid>
		<description><![CDATA[Überraschung!

Christian Schmidt, seines Zeichens Ex-Stellvertretender Chefredakteur von GameStar, und Gunnar Lott, Ex-Ex-Chefredakteur selbiger Zeitschrift, haben sich zusammengetan, um ein sensationelles neues Medienangebot zu erschaffen!

"Stay Forever" ist ein Podcast, in dem Herr Schmidt und Herr Lott über alte Spiele philosophieren. Frei gesprochen, ohne Skript und Rubriken. Ja, es ist den Herren auch nicht klar, wer ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Überraschung!</p>
<p>Christian Schmidt, seines Zeichens Ex-Stellvertretender Chefredakteur von GameStar, und Gunnar Lott, Ex-Ex-Chefredakteur selbiger Zeitschrift, haben sich zusammengetan, um ein sensationelles neues Medienangebot zu erschaffen!</p>
<p>&#8220;Stay Forever&#8221; ist ein Podcast, in dem Herr Schmidt und Herr Lott über alte Spiele philosophieren. Frei gesprochen, ohne Skript und Rubriken. Ja, es ist den Herren auch nicht klar, wer außer ihren Müttern oder Brüdern das aufregend finden sollte.</p>
<p>Aber hey, die geneigte Leserschaft möge sich ein eigenes Urteil bilden, ein Klick auf das Bild bringt euch hin:</p>
<p><a href="http://stayforever.de"><img src="http://kaliban.de/wp-content/uploads/2011/08/Logo_RZ_72_dpi.jpg" alt="" title="Logo_RZ_72_dpi" width="283" height="283" class="aligncenter size-full wp-image-12343" /></a></p>
<p>Wir freuen uns über nette Worte, Feedback, Verlinkungen und Empfehlungen. <a href="http://itunes.apple.com/de/podcast/stay-forever/id461077931?l=en">Auf iTunes gibt&#8217;s das Ding auch</a>, natürlich.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://kaliban.de/?flattrss_redirect&amp;id=12342&amp;md5=43ba55a0a1f7067a236949adca577204" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://kaliban.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://kaliban.de/2011/08/podcast-stay-forever/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>30</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Früher war gar nichts besser</title>
		<link>http://kaliban.de/2011/08/fruher-war-gar-nichts-besser/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=fruher-war-gar-nichts-besser</link>
		<comments>http://kaliban.de/2011/08/fruher-war-gar-nichts-besser/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 23 Aug 2011 08:31:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[achdasinternet]]></category>
		<category><![CDATA[Altherrenweisheiten]]></category>
		<category><![CDATA[Früher war alles besser]]></category>
		<category><![CDATA[Retro]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://kaliban.de/?p=12277</guid>
		<description><![CDATA[Ein Beitrag, in welchem Herr Kaliban Content recycelt und in Erinnerungen schwelgt, was möglicherweise dassselbe ist.

Kürzlich erwiderte mir ein junger Kollege auf meine harmlose Bemerkung, der rollbare Koffer an sich sei möglicherweise die beste Erfindung seit dem heißen Wasser, mit Unverständnis in den Augen, dass er sich an keine Zeit erinnern könne, in der ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><em>Ein Beitrag, in welchem Herr Kaliban Content recycelt und in Erinnerungen schwelgt, was möglicherweise dassselbe ist.</em></p>
<p>Kürzlich erwiderte mir ein junger Kollege auf meine harmlose Bemerkung, der rollbare Koffer an sich sei möglicherweise die beste Erfindung seit dem heißen Wasser, mit Unverständnis in den Augen, dass er sich an keine Zeit erinnern könne, in der es keine Rollkoffer gegeben habe. Aufgrund des in diesem Gespräch erlittenen Realitätschocks muss ich jetzt mal wieder dem jungen Publikum darlegen, wie&#8217;s damals war.</p>
<p>Also, das Internet gab es nicht. Gar nicht. Erst in den Neunzigern, viele Jahre nach meinem Abitur, fing das mit dem World Wide Web an. Und nur zaghaft wagten sich die Massenmedien an die Berichterstattung über das Phänomen:</p>
<p><iframe width="600" height="367" src="http://www.youtube-nocookie.com/embed/dyrIuHVgxt8" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Und vor allem ästhetisch gab es dabei immer wieder Rückschläge: <a href="http://kaliban.de/2010/03/im-e-mail-triffst-du-mich/">Surfen Multimedia!</a></p>
<p>Und überhaupt.</p>
<p><strong>Ihr mögt es nicht glauben, aber früher, als wir jung waren…</strong></p>
<p>…  haben wir Lieder aus dem Radio aufgenommen. Auf Kassetten. Stundenlang gewartet, dann vor Schreck zu spät auf “Aufnahme” gedrückt und am Ende hat der blöde Moderator reingelabert. Übrigens: Wenn die Lieder erstmal auf der Kassette waren, gab es keine Möglichkeit mehr, die Reihenfolge zu ändern.</p>
<p>…  gab es drei Fernsehsender. Drei! Und keiner davon sendete Musikvideos oder Zeichentrickfilme. Die glücklichen Leute in Süddeutschland hatten noch ORF, wir im Norden mussten uns mit DDR 1 als Extra-Sender begnügen.</p>
<p>…  konnten wir Haus- oder Seminararbeiten nicht aus dem Internet abschreiben. Wir mussten uns den ganzen Text SELBER AUSDENKEN oder die igelhaarige Brillenschlange aus dem Parallelkurs bestechen, damit er uns das aufschreibt. Es soll vorgekommen sein, dass Studenten oder Schüler zu Recherchezwecken Bibliotheken aufgesucht haben.</p>
<p>…  gab es in der Schule keinen Kopierer. Wenn der Lehrer was vervielfältigen wollte, machte er Abzüge von Wachsmatrizen mit einer absurden <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Matrizendrucker">Maschine</a>. Die Abzüge waren lila auf gelbstichig, stanken erbärmlich, und vermutlich kriegen wir deswegen irgendwann alle Krebs.</p>
<p>…machten Geschäfte unter der  Woche um 18:00 zu. Zack. Und wer am Wochenende einkaufen wollte, musste das bis 12:00 (in Städten: 14:00) erledigt haben. Die Freizeit der  Gewerkschaftsmitglieder war heilig. Erschwerend kam hinzu: Tankstellen haben damals nur Benzin verkauft, nicht etwa Bierkästen, Grillkohle und  Kuchen.</p>
<p>… haben wir uns im Restaurant,  wenn die Wartezeit auf das Essen lang wurde, noch mal eben eine Zigarette angesteckt. Denn nach Murphy’s Gesetz kommt das Essen immer dann, wenn man noch eine halbe Zigarettenlänge vor sich hat.</p>
<p>…  hatten wir zwar schon Computer (C-64! Amiga!), aber sehr lange ohne  Internet und E-Mail. Ich war so um die 24, als ich meine erste  E-Mail-Adresse bekam — und musste mich, um die Mails “abzuholen”, extra  mit dem Modem in eine “Mailbox” einwählen. Die Mailbox hatte auch Boards  zwecks Meinungsaustausch und Trollerei sowie Pornobildchen in  schlechter Auflösung (oder gleich in ASCII-Zeichen, wie <a href="../2009/05/botschaften-an-die-jugend/comment-page-2/#comment-31117">Hazamel anmerkt</a>). Eigentlich fehlte nix, so gesehen.</p>
<p>… gab es Apfelsorten wie “Roter  Pariner” oder “Altländer Pfannkuchenapfel”. Hunderte, von Landstrich zu  Landstrich unterschiedliche. Nicht nur “Golden Delicious” oder “Fuji”  wie heutzutage.</p>
<p>… haben TV-Moderatoren zuweilen  Sätze wie “Oh, ich glaube, das müssen wir für unsere  Schwarzweiß-Zuschauer einmal erklären” gesagt. Und warum? Weil das  Fernsehen früher NICHT FARBIG war! Beim Fußball früher hatte der  Schiedsrichter extra die rote Karte in der Gesäßtasche und die gelbe in  der Hemdtasche, weil im S/W-Fernsehen gelb von rot kaum zu unterscheiden  ist. Daher auch der Ausdruck “Arschkarte”.</p>
<p><em>[Weitere Erinnerungen dieser Art gibt's im Beitrag <a href="http://kaliban.de/2009/05/botschaften-an-die-jugend/">Botschaften an die Jugend</a>, der Anno 2009 hier im Blog lief und zu schön ist, um in Vergessenheit zu geraten. Wer mag, kann gerne noch Ergänzungen beisteuern, dort oder hier.]<br />
</em></p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://kaliban.de/?flattrss_redirect&amp;id=12277&amp;md5=a738cfa0da48cc0dfddae7177d602504" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://kaliban.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://kaliban.de/2011/08/fruher-war-gar-nichts-besser/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>17</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

