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Herr Kaliban, Ende Mai

by Gunnar on 30. Mai 2008 · 12 comments

Hören –> Thomas Mann: Der Zauberberg (Hörbuch)
Sehen –> Prison Break, Staffel 2
Lesen –> Richard Morgan: Altered Carbon
Spielen –> Warhammer 40: Squad Command (DS)
Reisen –> gestern Ingolstadt (uh), Dienstag Berlin
Lässliche Sünde –> Stressdämpfung durch Schokolade-Abusus
Zu was ist es? –> zu warm, jedenfalls im Büro

Das Anzug-Syndrom

by Gunnar on 15. Mai 2008 · 9 comments

Wenn ich, wie heute, im Anzug ins Büro gehe und alle mich überrascht anschauen und sich nach dem Anlass erkundigen und Bemerkungen wie Das ist ja ein Kontrast nach dem Wohnungsrenovierungslook gestern fallen lassen, dann, ja dann, sollte ich mich vielleicht fragen, ob meine Frühlingsgarderobe in angemessenem Zustand ist.

Liebe Leute von der Lufthansa,

Wenn ihr glaubt, dass ich es ganz normal finde, dass ihr meine Miles-and-More-fähige Kreditkarte, die ich mir in meinen Vielfliegertagen habe aufschwatzen lassen, um die Zahl der Karten in meiner Brieftasche zu reduzieren, dass ihr also diese Karte, die ich ständig benutze, von Visa auf Mastercard umstellt, dann habt ihr euch geschnitten. Konnte man dem Schachtelsatz noch folgen? Mir doch egal. Also, liebe Lufthansa-Schergen, meine Kreditkarte benutze ich bei Amazon, bei Xbox Live, bei Paypal, beim Reisebüro, bei allen möglichen Firmen ist sie hinterlegt. Und ihr wollt, dass ich das überall ändere, nur weil euch irgendeine Bank einen besseren Koop-Deal angeboten hat? Klar wollt ihr das. Ich will das aber nicht. Ich kann’s selbstverständlich nicht verhindern, weil ihr mir mit Zusendung der neuen Karte die alte gekündigt habt. Ohne ein Wort der Entschuldigung, im Gegenteil, das Anschreiben liest sich, als würdet ihr mir noch einen Gefallen tun. Als wäre das, was ihr da abzieht, gar keine Zumutung. Huh. Also: Wenn ich schon alles umstellen muss, dann kann ich das auch gleich auf eine komplett neue Kreditkartenfirma umstellen. Ist auch nicht mehr Arbeit, ihr Arschgeigen. Ich bin dann also weg — sucht euch doch einen neuen Kunden.

Mit freundlichen Grüßen, euer Ex-Kunde

Herr Kaliban

P.S. Und es hilft auch gar nicht, dass ihr mir Brieflein schreibt, in denen ihr eurem Erstaunen darüber Ausdruck verleiht, dass ich die neue Mastercard noch gar nicht benutzt habe, obwohl ihr doch doppelte Meilen als Belohnung ausspuckt.

RTL feuert eine Salve Platzpatronen

by Gunnar on 15. April 2008 · 20 comments

Der Schauspieler Thomas Moretti in Das jüngste Gericht. (c) Foto: RTL/ Stefan Haring.

Ich bin ja kein Medienjournalist und verstehe auch sonst mangels Anteilnahme nicht viel vom Fernsehen, aber wie soll denn in Deutschland jemals halbwegs brauchbares TV laufen, wenn die zählbaren Zuschauer der magischen werberelevanten Zielgruppen RTLs mutigen Versuch vom Sonntag, etwas arg vorhersehbar Das jüngste Gericht geheißen, einfach verhungern lassen? Und das, obwohl nicht mal ein Tatort als Konkurrenz kam?

Jaja, klar war der Zweiteiler letztendlich nur ein Abklatsch des US-Thrillers Se7en, aber an vielen Stellen gut besetzt, spannend erzählt und ordentlich geschrieben und — keine Sekunde langweilig. Und wer auf gut geschrieben nicht so steht, bekam immerhin Sex, Polizeigewalt, Macho-Allüren und religiösen Fanatismus. Das sollte doch eigentlich reichen. Hat es aber nicht, der Streifen lag unter dem Senderschnitt. Schade drum.

Verstehe die Zuschauer nicht: Mir ist ein europäischer Krimi einigermaßen bekannten Schauplätzen, mit unsynchronisierten (und schon dadurch glaubhafteren) Schauspielern allemal lieber als fast jede glattgebürstete Folge von Navy CIS, CSI: Ostküste, The Closer oder wie sie alle heißen. Aber offenbar bin ich unter den deutschen Fernsehguckern nicht in der Mehrheit. Das habe ich nun von meinem jahrelang propagierten Fernsehhass. Ach.

Hundewaschanlage

by Gunnar on 12. April 2008 · 10 comments

hund waschen

Obiges Schild, rührend in seinem hilflosen Deutsch, hängt im Schaufenster der Firma mit dem absurden Namen Beauty-Dog-Bogenhausen. Aber hey: zwölf Euro? Dafür, dass man dahin kommt und seinen Hund selber wäscht? Wer nimmt denn solche Dienstleistungen in Anspruch? Dafür müssen sie aber schon eine Art High-Tech-Waschstraße auffahren dachte ich mir und, nun ja, tatsächlich: Klar haben die eine Hunde-Waschanlage. Absurd. Kann man die eigene Töle nicht einfach in die Badewanne werfen oder im Vorgarten mit dem Schlauch abspritzen?

Uniformhosen

by Gunnar on 4. April 2008 · 27 comments

jeans

Was macht man eigentlich als normaler Mann in dieser Gesellschaft, wenn man, sagen wir, noch nicht 65 und nicht mehr 5 ist, aber trotzdem aus irgendwelchen Gründen keine Jeans anziehen will? Und keine Anzughose? Und generell nichts krass Ungewöhnliches oder allzu Exzentrisches wie Goldkreppwickelrock oder Hanfleggins? Ich weiß schon, ein absurder Gedanke, warum sollte man was anderes tragen als Jeans, wer macht schon sowas? aber man wird als, huh, querdenkender Blogger ja wohl auch mal an die Grenzen des Denkbaren gehen dürfen. Was also zieht man an? Richtig, es gibt nichts Passendes. Außer zur Wiesn in München, da darf man sich traditionell kleiden. Und im Sommer geht man, bei entsprechender Wadenstärke natürlich, mit Shorts gerade eben noch als bekleidet durch.

Keine Ahnung, wie ich auf den Quatsch komme, aber ich habe das Gefühl als sei das Straßenbild irgendwie homogener als früher, weniger bunt. Wenn man durch die Stadt geht, trägt heutzutage jeder Jeans, blaue zudem. Schon schwarze Jeans sind kaum zu sehen. Und all die Khakis, Bundfaltenhosen, Cord- oder Stretchbeinkleider sind irgendwie auch weg. Verschwunden. Wo sind die hin? Wer die gar nicht mehr hergestellt? Oder wohnen sie in irgendeiner Kleinstadt in Vorpommern oder im Fichtelgebirge, zusammen mit den Vokuhilas und den Holzfällerhemden und all diesen anderen Dingen, die man nicht vermisst?

Oder ist das wieder nur so ein München-Phänomen, und anderswo läuft alles mit gestreiften Matrosenhosen, geschnürten Lederbuxen und Knickerbockern herum?

Schnappschuss, April 2008

by Gunnar on 2. April 2008 · 4 comments

Gerade höre ich… Mark Knopfler: Sailing to Philadelphia
Gerade höre ich auch noch… Babygeschrei
Gerade spiele ich… eigentlich gar nichts, man hört ja sein eigenes Maschinengewehrfeuer nicht bei dem Geschrei
Gerade lese ich… Stieg Larsson: Verblendung (großartiger Krimi!)
Zuletzt auf DVD gesehen… Heroes, Staffel 1 (rockt mich aber nicht so)
Zuletzt herzlich gelacht über… Hilkos Rechenkünste

Ostern -- (c) revov 2005

Hey, Frohe Ostern und schöne Tage drumherum. Wollte ich nur mal rasch allen hier Mitlesenden wünschen. Obwohl das eigentlich was ist, was man eher zu Tanten sagt, finde ich. Egal, jetzt ist es unwideruflich gewünscht. Und gute Wünsche kann ja wohl jeder gebrauchen, zu jeder Gelegenheit. Also wünsche ich auch noch der Regierung besseres Regieren, Hannover 96 eine Siegeserie bis zum Saisonende und mir selber, dass endlich der
nächste Band von Fables erscheint.

Und, wenn ich gerade so ins Wünschen komme, dann wünsche ich gewissen (Spiele-)Entwicklern endlich die göttliche Einsicht, dass es — wenn man schon die Kunden nicht selber abspeichern lässt — blöd ist, nur ein einziges Savegame vorzusehen, was bedeutet, dass der zahlende Kunde, wollte er beispielsweise auf einem anderen Schwierigkeitsgrad neustarten, alles bisher geleistete überschreibt. Mann. Echt.

Und den Jungs von BMW, die die Elektronik der 1er-Serie entwickelt haben, wünsche ich die Kraft, aus ihren Fehlern zu lernen, auf das bei den nächsten Baureihen nicht immer Navi und PDC ausfallen.

Wobei das mit dem BMW-Navi eine Geschichte ist, die ich kurz mal erzählen muss: Also, ich fahre im nördlichen Leipzig herum, eine Gegend, die ich ü-ber-haupt nicht gut kenne. Bin also auf’s Navi angewiesen. Das jedoch fällt plötzlich aus, gleichzeitig mit der Park Distance Control (PDC) Und geht wieder an. Ohne PDC. Und fällt wieder aus. Dann plötzlich erscheint im Display die Warnung Fahrzeug-Elektronik ausgefallen. Weiterfahrt unmöglich. Oder so ähnlich. Jedenfalls der Blue Screen of Death, nur in freundlichem BMW-Displaygrau. Ich habe natürlich getan, was alle Leute täten, die Erfahrung mit bockigen Computern haben: Anhalten. Motor aus. Motor an. Geht wieder. Fahre also vorsichtig weiter, mich an, huh, wie letztes Jahrtausend, an Schildern orientierend, denn das Navi fällt aber immer mal wieder aus. Und dann kommt die Stelle, wo es mich per Pfeil nach rechts zur nächsten Autobahnausfahrt dirigiert. Ich bin aber der felsenfesten Überzeugung, wegen der Schilder vorher, dass rechts abbiegen falsch sein muss. Das Navi insistiert, ich gucke und überlege und gucke und denke und fahre schließlich dran vorbei. Und schaue mich um — die Ausfahrt hätte direkt aufs Werksgelände des BMW-Werkes geführt! Es gibt nur eine Erklärung: Das arme Navi fühlte sich krank und wollte offenbar nach Hause. Zu seinen Freunden. Wie nachvollziehbar. Als ich am BMW-Werk aber vorbei bin, korrigiert es seinen Kurs komplett und bringt mich ohne weitere Zicken nach München zurück. Und funktioniert seither tadellos. Offenbar wollte es nur mal sein Glück versuchen, als es so nah an Zuhause war und hat danach jeden Gedanken an Rebellion aufgegeben. Absurd. Ich habe übrigens Zeugen für diesen Vorfall, allerdings keine Erklärung. Strange.

Egal, jedenfalls danke für’s Zuhören, ich wünsche euch allen noch eine gute Zeit mit dem Fernsehprogramm, dem Internet, dem DVD-Player, der Familie, dem CoD4-Server, dem Lieblingsbuch, der Droge der Wahl oder was immer euch über den Abend bringt.

Schlechtes Wetter

by Gunnar on 21. März 2008 · 4 comments

Falls man einen langsamem Karfreitag vertrödeln muss und nicht recht Lust auf sinnvolle Tätigkeiten hat, könnte man…

Questionaut spielen. Ist von den Helden, die
Samorost gemacht haben.

…oder Cory Doctorows hübsche Geschichte When Sysadmins ruled the Earth lesen.

Oder natürlich was richtig Sinnvolles tun. Soll ja Leute geben, die an langsamen Karfreitagen mit schlechtem Wetter Werke der Bildenden Kunst erschaffen, Wände streichen, Autos reparieren oder Konfitüre einkochen. Lobenswert. Ein Hoch den Konfitüre-Einkochern!

Ich habe ja leider für derlei Dinge kein nachweisbares Talent, also versuche ich’s mit dem Schreiben. Natürlich habe ich — wie alle Journalisten — seit langem den brennenden Wunsch, ein Buch zu verfassen. Bin aber — wie alle Journalisten — Kurzstreckenläufer. Und ein richtiges Buch, will sagen, ein Roman, das ist wenigstens ein Halbmarathon. Das wird eh nix, dachte ich mir. Da probiere ich es mal mit einer wenig genutzen Form, dem autobiografisch geprägten Sachbuch, dachte ich mir. Eines über die Erziehung von Jungs, dachte ich mir. Da mixe ich dann hübsch allgemeine Erkenntnisse mit persönlicher Erziehungerfahrung und autobiografischen Erlebnissen. Sicherer Bestseller, dachte ich mir. Doch was tut Gott? Schenkt mir eine Tochter. Der ganze schöne Plan ist hin. Ach.

Also bleibt’s für heute mal wieder bei einem Blogeintrag.

Danke-schön, ihr Lieben

by Gunnar on 12. März 2008 · 9 comments

Hey! Danke für all die guten Wünsche und freundlichen Worte, auch an die Jungs aus dem GameStar-Forum (GSPB), die sehr nett hierher verlinkt haben, um mir zu meinem, ich zitiere, Level-1-Twink* zu gratulieren. Was übrigens für einen Besucherrekord auf dieser Seite gesorgt hat, auch wenn ich mir dafür unverblümt sagen lassen musste, dass Marleen Siri Lott nahezu ein Name der Kategorie Jimi Blue Ochsenknecht sei. Aber nun, das GSPB wäre ohne seine Leidenschaft zur Kritik nicht das GSPB, und GameStar wäre nicht GameStar ohne das GSPB. So ist die Welt eben eingerichtet.

Jedenfalls war es sehr schön, meine exorbitante Freude über das gestrige Wunder der Welt mitteilen zu können und von so vielen Menschen, die mich gar nicht persönlich kennen, beglückwünscht zu werden.

Das macht meine strahlende Welt noch einen Funken heller.

Meine Fresse, die SPD

März 7, 2008

Huch, da geissele ich gerade noch die derzeit unfassbar rückgratlose SPD und dann findet sich doch noch eine Abgeordnete mit Zivilcourage und Anstand. Erstaunlich. Aber es spricht natürlich Bände, dass die Funktionäre die Ypsilanti loben, für ihren, uh, verantwortungsvollen Rückzug. Und nicht die Abgeordnete Dagmar Metzger. Dabei wäre eine Anerkennung der Position der Frau Metzger […]

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Ach.

März 7, 2008

Mein Blog-Fu ist schwach in diesen Tagen. Mein Blog-Fu ist schwach in diesen Tagen.

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