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	<title>KALIBAN &#187; Die Doofheit der Medien</title>
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	<description>A hollow voice says &#34;fool&#34;.</description>
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		<title>Herrn Wulffs Kleinkredit</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Dec 2011 21:15:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Doofheit der Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Journaille]]></category>
		<category><![CDATA[Politiker]]></category>

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		<description><![CDATA[Herr Kaliban sinniert über den Fall Wulff.

Also, ich verstehe die Sache mit dem Bundespräsidenten und seinem Privatkredit nicht. Warum leiht sich ein Mann wie er, 2008 in der zweiten Legislaturperiode als niedersächsischer Ministerpräsident in der Blüte seiner politischen Karriere, privat 500.000 Euro? Scheidung hin, Alimente her, mit 12.700 Euro Monatsgehalt (und der einen oder ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><em>Herr Kaliban sinniert über den Fall Wulff.</em></p>
<p>Also, ich verstehe die Sache mit dem Bundespräsidenten und seinem Privatkredit nicht. Warum leiht sich ein Mann wie er, 2008 in der zweiten Legislaturperiode als niedersächsischer Ministerpräsident in der Blüte seiner politischen Karriere, privat 500.000 Euro? Scheidung hin, Alimente her, mit 12.700 Euro Monatsgehalt (und der einen oder anderen Zusatzeinnahme) kann man sich ja wohl trotzdem ein Haus kaufen. Und mit den ordentlich erworbenen Pensionsansprüchen aus 14 Jahren Abgeordnetentätigkeit und fünf Jahren Regierungschefigkeit ist man ja wohl auch kreditwürdig, nehme ich an, zumal für einen Hauskauf. Die Sparkasse Großburgwedel hätte sich sicher überschlagen, um Wulff Geld leihen zu dürfen.</p>
<p>Warum also dieses Risko?</p>
<p>Don Alphonso bringt es <a href="http://rebellmarkt.blogger.de/stories/1960351/" target="_blank">drüben bei rebellmarkt</a> auf den Punkt:</p>
<blockquote><p>Einen Kredit über eine halbe Million Euro ohne jede Sicherheit von einer in der Schweiz lebenden Person, der in Form eines anonymen Bundesbankschecks überreicht wird. Das ist nicht weit weg vom Koffer mit Bargeld. Normalerweise würde man da automatisch an Geldwäsche denken.</p></blockquote>
<p>Das ist doch alles cheesy, einerseits Scheck, um den Geldfluss zu verschleiern, andererseits ein ordentlicher Vertrag.</p>
<p>Leider beschäftigt sich die Journaille hauptsächlich mit Empörung, anstatt mal die Merkwürdigkeiten und Details dieses Falls aufzuarbeiten. Und wenn sie&#8217;s doch tut, wie die ansonsten immer lobenswerte ZEIT, <a href="http://www.zeit.de/politik/2011-12/wulff-kredit-zinsen" target="_blank">bleiben mehr Fragen offen als beantwortet werden</a>.</p>
<p>Zum Beispiel schreiben die Kollegen:</p>
<blockquote><p>Im Herbst 2008, als Wulff das Geld benötigte, waren die Bedingungen für Bauherren nicht die günstigsten. Der durchschnittliche Kreditzins für Baudarlehen mit bis zu fünfjähriger Laufzeit betrug laut Bundesbank knapp 5,5 Prozent. Und ohne dingliche Sicherung, also etwa einem Grundbucheintrag, hätte er einen derart hohen Kredit wahrscheinlich gar nicht bekommen.</p></blockquote>
<p>Hm, nee. Zum einen ist die Zahl ein bisschen hoch, 5,0 konnte man mit ein bisschen Umgucken auch 2008 schaffen. Und was die Sicherheit angeht: ja und? Kann ihm doch Wurscht sein, ob&#8217;s einen Grundbucheintrag gibt, hat ja quasi jeder Hausbesitzer.</p>
<p>Aber weiter:</p>
<blockquote><p>Hinzu kommt, dass der damals frisch geschiedene Ministerpräsident mehr Geld haben wollte, als er für seinen Hauskauf benötigte. Das Objekt kostete 415.000 Euro, der Darlehensvertrag der Wulffs wurde jedoch über 500.000 Euro unterzeichnet. Normalerweise ist es andersherum: Hauskäufer bekommen nur einen günstigen Kredit, wenn sie einen Teil des Finanzbedarfs über Eigenkapital bestreiten können. In Wulffs Fall wären Experten zufolge Risikoaufschläge von bis zu eineinhalb Prozent fällig gewesen. Wulff hätte folglich selbst unter günstigen Bedingungen einen Zinssatz von gut 6,5 Prozent zu verkraften gehabt – statt der vier Prozent, die ihm die Geerkens gewährten.</p></blockquote>
<p>Ach was: Ich habe 2005 auch 100 Prozent der Kaufsumme für meine Wohnung von der Bank geliehen, ganz ohne Risikoaufschlag, zu marktüblichen Zinsen. Keine Ahnung, was da für &#8220;Experten&#8221; zitiert werden. 6,5 sind unrealistisch &#8212; und damit schrumpft der Vorteil von Privatkredit zu Bankkredit auf 5.000 Euro Mehrzinszahlung pro Jahr (wenn man mal 20 Jahre Laufzeit ansetzt). Keine ganz kleine Summe, aber auch nicht genug, um dafür Haus und Hof zu riskieren. Und was die 85.000 angeht, die Wulff über den Hauspreis hinaus brauchte: Die hätte er sich gesondert leihen können, meinetwegen sogar bei Geerkens, wodurch immerhin die Summe beherrschbarer gewesen wäre.</p>
<p>Aber weiter mit der ZEIT, die noch mehr Merkwürdigkeiten in ihrem Artikel hat:</p>
<blockquote><p>Und geldwert wären auch drei weitere Sonderbedingungen: Erstens verzichtete sein privater Kreditgeber auf den üblichen Tilgungsanteil, Wulff hätte über fünf Jahre nur Zinsen zahlen müssen. Zweitens hatte der Geerkens-Kredit keine Zweckbindung. Gewöhnlich ist der Zins günstiger, wenn das Geld ausschließlich für Wohnbauzwecke verwendet wird. Und drittens durfte er den Kredit nach gusto früher zurückzahlen. Im Normalfall lassen sich Banken auch großzügige Sondertilgungs-Vereinbarungen bezahlen.</p></blockquote>
<p>Das ist alles Unsinn: Die Bank will ja, dass man möglichst wenig tilgt, weil sie von den Zinsen lebt. Der Berater akzeptiert mit Kusshand eine minimale Tilgungsrate von einem Prozent. Und normalerweise lässt sich die Tilgung über die Laufzeit auch noch mehrmals anpassen, falls sich das Einkommen ändert. Dann die Zweckbindung: Klar ist ein Bankdarlehen zweckgebunden und ein Privatdarlehen nicht, aber Wulff wusste doch schon, dass er die Kohle in eine Immobilie stecken will, die Zweckbindung ist also auch wurscht. Und was die Sondertilgung angeht: Immobilienkredite von Banken können nach zehn Jahren immer auf einen Schlag abgelöst werden, zudem enthalten alle vernünftigen Verträge Sondertilgungsrechte, die mit jährlichen Extrazahlungen geleistet werden können. Auch hier: kein wirklicher Vorteil von Privatkredit zu Bankkredit.</p>
<p>Mich überzeugt das alles nicht. Logischer wäre es, wenn die 500.000 Steine kein Kredit, sondern ein Geschenk oder eine Bestechungssumme wären. Aber warum und wofür?</p>
<p>Und wieso löst Wulff 2010, offenbar panisch nach der Anfrage im Landtag (und seiner Lüge), den Kredit von Geerkens ab, ausgerechnet mit einem Kredit von Geerkens Hausbank? Argh. Und wieso ist der Geerkens plötzlich so freigiebig mit Infos und gibt offen zu, dass die Kohle von ihm stammt? Der ganze Witz an der Einbeziehung von Geerkens&#8217; Ehefrau war doch die Verschleierung oder nicht? Da stimmt doch was nicht.</p>
<p>Oder geheimnisse ich da zu viel rein? Gilt am Ende etwa doch Hanlon&#8217;s Razor, das da lautet: <em>Never attribute to malice that which is adequately explained by stupidity.</em> Sind die handelnden Personen vielleicht alle nur doof, plump und nachlässig?</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://kaliban.de/?flattrss_redirect&amp;id=13391&amp;md5=8e7d9c90336ff4628605621507a24c04" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://kaliban.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Ad Blocker</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Dec 2011 09:33:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[achdasinternet]]></category>
		<category><![CDATA[Die Doofheit der Medien]]></category>
		<category><![CDATA[internet]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>

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		<description><![CDATA[Herr R., ein Ex-Kollege von GameStar hat in seinem Blog eine lesenswerte und auch diskussionswürdige Abhandlung über das Thema "Ad Blocker" geschrieben.

Ich zitiere:

Je mehr Besucher eine Homepage hat, desto geringer wird der Anteil des Einzelnen. Solange, bis er gefühlt nichtig wird: Jeder Akteur denkt, der Inhalt werde unabhängig von seinem Besuch und seinem Beitrag ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Herr R., ein Ex-Kollege von GameStar hat in seinem Blog eine lesenswerte und auch diskussionswürdige Abhandlung über das Thema &#8220;Ad Blocker&#8221; geschrieben.</p>
<p>Ich zitiere:</p>
<blockquote><p>Je mehr Besucher eine Homepage hat, desto geringer wird der Anteil des Einzelnen. Solange, bis er gefühlt nichtig wird: Jeder Akteur denkt, der Inhalt werde unabhängig von seinem Besuch und seinem Beitrag bereitgestellt. Diese falsche Erkenntnis begünstigt jetzt Trittbrettfahrertum: Die Auszahlungen sind für das Individuum, den rational kalkulierenden Akteur, höher, wenn es aus dem impliziten Vertrag aussteigt, sprich: einen Adblocker installiert. Auszahlungen sind in diesem Fall gesparte Zeit, weil Seiten schneller laden oder nicht erst 30 Sekunden Werbespots angeschaut werden müssen. Geld wäre auch denkbar, wenn man per Volumentarif surft, erscheint aber in Zeiten der Flatrates nicht mehr von Bedeutung.<br />
Der Einzelne profitiert so zunächst, weil die anderen Mitglieder des Kollektivs weiterhin für die Bereitstellung des Guts aufkommen. Das geht aber nur so lange gut, wie es ausreichend Akteure gibt, die für die Trittbrettfahrer mitbezahlen.</p></blockquote>
<p>Mehr <a href="http://weltraumer.de/2011/12/adblocker-ein-kollektivgutdilemma/" target="_blank">drüben, beim Weltraumer</a>.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://kaliban.de/?flattrss_redirect&amp;id=13319&amp;md5=ff67e0df3a36fc0a57fdaf64d8ec6480" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://kaliban.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Spielekritik-Kritik, kleiner Nachklapp</title>
		<link>http://kaliban.de/2011/10/spielekritik-kritik-kleiner-nachklapp/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=spielekritik-kritik-kleiner-nachklapp</link>
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		<pubDate>Sat, 29 Oct 2011 13:50:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Doofheit der Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Games]]></category>
		<category><![CDATA[Journaille]]></category>

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		<description><![CDATA[Nun, die Spuren der von Christian Schmidt angestoßenen Debatte um die Qualität des Spielejournalismus sind verweht, aber auf zwei Dinge würde ich diesbezüglich noch gerne hinweisen.

Zum einen auf den schönen Beitrag von Chris (anderer Chris) namens "Die Schmidt-Show" auf Polyneux, der die ganze Sache aus seiner Sicht nochmal aufnimmt und sich auch nicht scheut, ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Nun, die Spuren der von Christian Schmidt angestoßenen Debatte um die Qualität des Spielejournalismus sind verweht, aber auf zwei Dinge würde ich diesbezüglich noch gerne hinweisen.</p>
<p>Zum einen auf den schönen Beitrag von Chris (anderer Chris) namens <a href="http://www.polyneux.de/archiv/530-schmidt-show.html">&#8220;Die Schmidt-Show&#8221;</a> auf Polyneux, der die ganze Sache aus seiner Sicht nochmal aufnimmt und sich auch nicht scheut, mal Beispiele für schlechte Texte zu bringen, zum Beispiel aus GameStar:</p>
<p><em>&#8220;Am gleichen Artikel sehen wir auch, warum es keine gute Idee ist, es beim Faktenauflisten zu übertreiben. Es ist nicht notwendig, in einem Review zu erwähnen, ob ein Adventure – ohne alternative Pfade in der Story und ohne Möglichkeit, zu Tode zu kommen &#8211; ein Autosave-Feature bietet, weil das niemanden interessiert. Aber wenn man schon in seine Wertungstabelle einträgt, das Spiel hätte kein Autosave, dann sollte man sich wirklich sicher sein, dass das Spiel nicht rein zufällig über das beste Autosave-System verfügt, das je ein Adventure mitbrachte, dass es nicht in jedem verdammten Raum abspeichert – also ungefähr alle zwanzig Sekunden -, und dass diese Funktionalität nicht auch noch im Handbuch ausführlich erläutert wird.&#8221;</em></p>
<p>Aber auch die GEE bekommt ihr Fett weg:</p>
<p><em>&#8220;Die Reviews der GEE  sind mir – wenn ich kurz konkret werden darf &#8211; beispielsweise oft zu schwammig. Die Hälfte des Textes zu Dragon Age II in der Ausgabe vom April 2011 steuert auf diesen Satz hin: „Jede Entscheidung zieht Konsequenzen nach sich.“ Das wäre schön, wenn es denn so wäre. Leider gehört zu den Hauptkritikpunkten an Dragon Age II, dass praktisch keine Entscheidung spürbare Konsequenzen nach sich zieht. Vom Schlusssatz – es sei ein fast perfektes Rollenspiel, an dem höchstens perfekte Rollenspieler etwas auszusetzen hätten – kann man sich, wenn man die Kontroversen um das Spiel kennt, nur verschaukelt fühlen.&#8221;</em></p>
<p>Aber Chris beschränkt sich nicht auf Kritik, er ordnet Christian Schmidts Anstoß sehr gut ein, erläutert, bestärkt ihn in Teilen und relativiert in anderen. Sehr lesenswert.</p>
<p>Parallel dazu ist in England ein <a href="http://www.eurogamer.net/articles/2011-10-21-uncharted-3-drakes-deception-review">sehr lesenswerter Text</a> erschienen, der zeigt, wie man Spielejournalismus auch betreiben kann, auch in einer viel gelesenen Website wie Eurogamer. Simon Perkin richtet im Test zum (in den meisten Texten vollständig heiliggesprochenen) Uncharted 3 respektlos die ganze Serie hin. Ohne zu unterschlagen, dass die Spiele natürlich auch viel Spaß machen. Auszug:</p>
<p><em>&#8220;Uncharted 3 is the most exciting game in the world, but only until you deviate from the script. Even in this chase the conflict between the developer&#8217;s theatrical choreography and player-controlled interactions is clear. In order to ensure each set-piece is set off correctly, the game commits the cardinal sin of insinuating you have full control of your character, but in fact tugging you towards trigger points &#8211; making sure you&#8217;re in the right spot to tumble over the bonnet of that braking car, for example. Likewise, mistimed leaps are given a gentle physics-defying boost to reduce the staccato rhythm of having to restart a section. It&#8217;s entirely understandable given what the developer is attempting to achieve &#8211; an unbroken flow of action that leads to climax &#8211; but, at the same time, beneath the spectacle there&#8217;s a nagging feeling that your presence in the scene is an irritation rather than a preference.&#8221;</em></p>
<p>Brillante Sprache, klare Argumentation, toller Text. Lesenswert, auch und gerade, wenn man das Spiel schon kennt.</p>
<p>Kotaku hat sich des Perkin-Texts und des daraus resultierenden Waserglasstürmchens auch noch mal in einem <a href="http://kotaku.com/5853319/that-uncharted-3-review-everyones-talking-about">kleinen Text angenommen</a>.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://kaliban.de/?flattrss_redirect&amp;id=12935&amp;md5=cac01bc756acddcd8beafda5c68631d3" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://kaliban.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Sonntagslinks und Folge 3 von Stay Forever</title>
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		<pubDate>Sun, 09 Oct 2011 15:41:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Doofheit der Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Links]]></category>
		<category><![CDATA[Surftipps]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist wieder Sonntag! Und es gibt einen Haufen Links als Resultat der kaliban'schen Surfbemühungen unter der Woche. Und: STAY FOREVER: Folge 3 ist da. Stay Forever ist ein launiger Audiopodcast über alte PC-Spiele von Christian Schmidt und mir. Diesmal geht es um Vampire.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><em>Es ist wieder Sonntag! Und es gibt einen Haufen Links als Resultat der kaliban&#8217;schen Surfbemühungen unter der Woche.</em></p>
<h2><p class='th-box default'><strong>EIGENWERBUNG</strong></p></h2>
<p><strong>STAY FOREVER</strong>: Folge 3 ist da. Stay Forever ist ein launiger Audiopodcast über alte PC-Spiele von Christian Schmidt und mir. Diesmal geht es um Vampire. Ein Klick auf&#8217;s Bild bringt euch hin:</p>
<p><a href="http://www.stayforever.de/2011/10/folge-3-vampire/"><img src="http://kaliban.de/wp-content/uploads/2011/08/Logo_RZ_72_dpi.jpg" alt="" title="stay forever podcast logo" width="283" height="283" class="aligncenter size-full wp-image-12343" /></a></p>
<h2><p class='th-box default'><strong>VIDEOS</strong></p></h2>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/29413609?color=ff9933" width="600" height="338" frameborder="0" webkitAllowFullScreen allowFullScreen></iframe></p>
<p><strong>VIDEO:</strong> Okay, Du willst wirklich <a href="http://www.penny-arcade.com/patv/episode/so-you-want-to-be-a-producer">Game Producer werden</a>? ###</p>
<p><strong>VIDEO:</strong> Wie man Hunden Zungenküsse beibringt. <a href="http://www.youtube.com/watch?v=JpyK6Ojnl-0">Uh</a>. ###</p>
<p><strong>VIDEO</strong>: Das komplexe Leben der, uh, <a href="http://vimeo.com/4745451">Hühner</a>. ###</p>
<p><strong>VIDEO</strong>: Apples Spracherkennungssystem Siri wäre mit <a href="http://youtu.be/aTg00wIijNY">dieser Stimme</a> noch viel besser. ##</p>
<p><strong>VIDEO:</strong> Ein <a href="http://vimeo.com/30081785">interessanter Blick</a> auf die OccupyWallstreet-Bewegung. ###</p>
<p><strong>SONG</strong>: Ein Lied über <a href="http://www.youtube.com/watch?v=HeY-2ovpF9c&#038;feature=youtu.be">Mass Effect 2</a>: &#8220;You can fight like a Krogan, run like a leopard, you&#8217;ll never be better tha  Commandr Shepeard&#8221;. ###</p>
<h2><p class='th-box default'><strong>BILDER und GRAFIKEN</strong></p></h2>
<p><a href="http://neurotech.imgur.com/"><img src="http://kaliban.de/wp-content/uploads/2011/10/11m8R.png" alt="" title="11m8R" width="600" height="188" class="aligncenter size-full wp-image-12786" /></a></p>
<p>Und <a href="http://neurotech.imgur.com/">hier</a> gibt&#8217;s noch viel mehr schöne Hintergründe aus alte LucasArts-Adventures. ###</p>
<p><strong>BILD:</strong> Trage immer deine <a href="https://secure.flickr.com/photos/etsyjoojoo/5809065258/in/faves-28709854@N05/">unsichtbare Krone</a>. ###</p>
<p><strong>BILD:</strong> <a href="http://imgur.com/gallery/LV1UU">I find your lack of faith disturbing</a>.</p>
<p><strong>BILDER</strong>: Spielepackungen mit äh, Spiegelungen, uh, ach, <a href="http://freaky.imgur.com/the_art_that_is_called_haah_waaw">guckt selber</a>. ###</p>
<p><strong>FOTO</strong>: Pin-Ups von <a href="https://secure.flickr.com/photos/clickandclash/sets/72157626584908000/with/5658641656/">Männern in typischen Frauenposen</a>. ###</p>
<p><strong>BILDER:</strong> <a href="http://www.titlescream.com/">16-Bit-Ära-Spielepackungsmotive</a>. ###</p>
<p><strong>BILDER</strong>: Am <a href="http://www.kuriositas.com/2011/10/mount-nemrut-home-to-gods-beheaded.html">Mount Nemrut</a> liegen die abgeschlagenen Köpfe der alten Götter. ###</p>
<h2><p class='th-box default'><strong>TEXTE</strong></p></h2>
<p><strong>ARTIKEL</strong>: Der CCC hat den Staatstrojaner (den&#8217;s ja angeblich gar nicht gibt) <a href="http://www.faz.net/aktuell/chaos-computer-club-der-deutsche-staatstrojaner-wurde-geknackt-11486538.html">geschnappt und seziert</a>. ###</p>
<p><strong>ARTIKEL:</strong> <a href="http://www.zeit.de/2011/41/Hartz-IV-Familie/seite-1">Innenansicht einer HartzIV-Familie</a>. ###</p>
<p><strong>ARTIKEL:</strong> Was ist stärker, <a href="http://bps-research-digest.blogspot.com/2011/10/can-friendship-triumph-over-prejudice.html">Freundschaft oder Vorurteil</a>? ###</p>
<p><strong>ARTIKEL</strong>: Der <a href="http://youarenotsosmart.com/2011/10/05/the-benjamin-franklin-effect/">Benjamin-Franklin-Effekt</a> erklärt, warum man auch zu Leuten nett ist, die man nicht mag. ###</p>
<p>ARTIKEL: &#8220;Jetzt also wieder die Banken. Wieviele Milliarden dürfen es denn diesmal sein? 100, 200 oder 300? &#8221; <a href="http://www.sprengsatz.de/?p=3741">Michael Spreng über den Rettungsschirm</a>. ### </p>
<p><strong>DO IT YOURSELF:</strong> So macht man zu Halloween <a href="http://www.fantasypumpkins.com/carving-the-deathstar.htm">einen Todesstern-Kürbis</a>. ###</p>
<p><strong>TWEET</strong>: <a href="http://twitter.com/WeAreVertic/status/121575791636135937">Nobelpreisträgerhumor</a>. ###</p>
<h2><p class='th-box default'><strong>EIN KESSEL BUNTES</strong></p></h2>
<p><strong>SITE:</strong> Irgendwer musste ja mal die ganzen <a href="http://blackboardsinporn.blogspot.com/">Schultafeln in Pornofilmen</a> untersuchen. ###</p>
<p><strong>GAME:</strong> Für Achievement-Jäger: <a href="http://armorgames.com/play/6561/achievement-unlocked-2">Achievement Unlocked 2</a>. ###</p>
<p><strong>GAME</strong>: Glitch ist ein spielerisch nur mitteloriginelles Online-Spiel, das aber toll Texte hat. Anmeldung zur Beta: <a href="http://www.glitch.com/">hier</a>. ###</p>
<p><strong>SITE</strong>: <a href="http://www.ourmobileplanet.com/">Statistiken über die weltweite Nutzung von Mobiltelefonen</a>, frei zusammenstellbar. ###</p>
<p><strong>DING</strong>: Für Kartenspielfans ist das <a href="http://blogs.epb.uni-hamburg.de/metagames/2011/10/05/at-last-my-printable-werewolf-game-is-here/">ausdruckbare Werwolfspiel</a> sicher was. ###</p>
<p><strong>DING: </strong><a href="http://www.etsy.com/listing/74274980/star-wars-poster-a3-print">Star Wars-Filmposter</a> (die es so nie gegeben hat) für&#8217;s Wohnzimmer. ###</p>
<p><strong>TOOL:</strong> Fernsehen on Demand, sozusagen &#8212; mit <a href="http://www.appdrive.net/mediathek/">Mediathek</a> kann man TV-Sendungen archivieren. ###</p>
<p class="note"><em>Dies war die heutige Ausgabe der wöchentlichen Linkliste vom Herrn Kaliban, diesmal entstanden unter Mithilfe einiger freundlicher Linkeinsender (u.a. Julian, Hilko, Klausmensch, RJ). Sachdienliche Link-Hinweise werden vom dankbaren Herrn Kaliban jederzeit <a href="http://www.kaliban.de/contact">per Kontaktformular</a> entgegen genommen.</em><br />
&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://kaliban.de/?flattrss_redirect&amp;id=12780&amp;md5=307dd908f8cd09ed46aa48fec1feface" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://kaliban.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Spracherkennungstücken</title>
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		<pubDate>Sat, 08 Oct 2011 09:04:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Doofheit der Medien]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://kaliban.de/2011/10/spracherkennungstucken/</guid>
		<description><![CDATA[Herr Kaliban sollte weniger mit seinem Telefon sprechen.

Da vergesse ich mal kurz, dass die Spracherkennung der To-Do-App Orchestra nur Englisch versteht und spreche klar und deutlich die Aufgabe "Präsentation für Alex" ein. Das Resultat ist nichts weniger als eine Beleidigung:



In diesem Zusammenhang möchte ich nochmal auf ein wegweisendes Experiment der GameStar-Redaktion von Anfang 2009 ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><em>Herr Kaliban sollte weniger mit seinem Telefon sprechen.</em></p>
<p>Da vergesse ich mal kurz, dass die Spracherkennung der To-Do-App Orchestra nur Englisch versteht und spreche klar und deutlich die Aufgabe &#8220;Präsentation für Alex&#8221; ein. Das Resultat ist nichts weniger als eine Beleidigung:</p>
<p><img src="http://kaliban.de/wp-content/uploads/2011/10/20111007-1103481.jpg" alt="" title="orchestra speech recognition" width="600" height="496" class="aligncenter size-full wp-image-12759" /></p>
<p>In diesem Zusammenhang möchte ich nochmal auf ein wegweisendes Experiment der GameStar-Redaktion von Anfang 2009 verweisen: der schwäbisch-badische Härtetest für das sprachgesteuerte Spiel Endwar. Vorspulen bis 3:45, bitte.</p>
<p><object width="560" height="335"><param name="movie" value="http://www.gamestar.de/jw5/player.swf?config=http://www.gamestar.de/emb/getVideoData5.cfm?vid=11907"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.gamestar.de/jw5/player.swf?config=http://www.gamestar.de/emb/getVideoData5.cfm?vid=11907" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="560" height="335"></embed></object></p>
<p>Und wenn wir grad bei Spracherkennung und Dialekten sind: <a href="http://youtu.be/8iNtOWLS7aY">Schotten haben&#8217;s auch nicht leicht</a>.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://kaliban.de/?flattrss_redirect&amp;id=12754&amp;md5=5093c3d18b43c81273781e1ac9caa5d2" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://kaliban.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Apple-Bashing bei der SZ</title>
		<link>http://kaliban.de/2011/10/apple-bashing-bei-der-sz/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=apple-bashing-bei-der-sz</link>
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		<pubDate>Fri, 07 Oct 2011 08:22:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Doofheit der Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Apple]]></category>

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		<description><![CDATA[Herr Kaliban sollte nicht mehr Zeitung lesen.

Heute morgen gab's in der Süddeutschen mal wieder einen Artikel über Apple und Steve Jobs, diesmal von Karl-Heinz Büschemann, dem Ressortleiter und Chefreporter des Wirtschaftsteils. Der Mann beobachtet schon sein ganzes Berufsleben große Konzerne und hat auch zwei Bücher verfasst, über die Energiewirtschaft und die Autoindustrie.

Keine Ahnung, ob ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><em>Herr Kaliban sollte nicht mehr Zeitung lesen.</em></p>
<p>Heute morgen gab&#8217;s in der Süddeutschen mal wieder einen Artikel über Apple und Steve Jobs, diesmal von Karl-Heinz Büschemann, dem Ressortleiter und Chefreporter des Wirtschaftsteils. Der Mann beobachtet schon sein ganzes Berufsleben große Konzerne und hat auch zwei Bücher verfasst, über die Energiewirtschaft und die Autoindustrie.</p>
<p>Keine Ahnung, ob die Bücher gut sind, über Apple jedenfalls schreibt er hanebüchenen Quatsch. Büschemann rückt den Konzern in die Nähe einer &#8220;Sekte&#8221;, nennt Jobs &#8220;Gott&#8221; und &#8220;Guru&#8221; und &#8220;Magier&#8221;; die Kunden der Firma sind für ihn samt und sonders &#8220;Fans&#8221;, &#8220;Opfer&#8221; und &#8220;Gläubige&#8221;. Der übliche Anti-Apple-Sermon halt, begründungsfrei und selbstgefällig runtergeschrieben. Man mag dem grundsätzlich zustimmen oder auch nicht, aber die Beschreibung ignoriert ein bisschen den Massenmarkterfolg jüngerer Apple-Produkte. Und beleidigt Millionen Kunden, die sich keine Jobs-Keynotes angucken oder vor Läden kampieren, sondern einfach ein leicht bedienbares Produkt haben wollen. Aber hey, geschenkt – völlig falsch ist das ja nun auch wieder nicht.</p>
<p>Weiterhin versteigt er sich aber auch zu der Aussage, Apples &#8220;Geschäftsmodell&#8221; sei nicht &#8220;nachhaltig&#8221; – und das ist zumindest eine gewagte Behauptung, wenn man sie nicht mit Fakten unterfüttert. Denn Apples &#8220;Geschäftsmodell&#8221; ist erstmal das Verkaufen von IT-Produkten und spezialisierter Software, das ist nicht weniger nachhaltig als bei anderen Firmen auch. Büschemann meint damit auch eigentlich, das wird beim Weiterlesen klar, nicht das Geschäftsmodell selber, sondern die Art, wie Apple Steve Jobs als Ikone einsetzt. Von einem Wirtschaftsjournalisten sollte man erwarten, dass er Fachwörter korrekt benutzt, aber hey, geschenkt.</p>
<p>Weiterhin schreibt er, Apple sei im Konkurrenzkampf mit Microsoft beinahe pleite gegangen, woraufhin Jobs ausgestiegen sei. Und impliziert, die Krise habe an Jobs&#8217; Guru-Status gelegen (&#8220;Und niemand sollte in seiner schönen Welt stören.[...] Sein großer Gegenspieler Bill Gates machte es anders.&#8221;] Das passt hübsch in den Text, hat aber mit der <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Apple_Inc.#1986.E2.80.931993:_Rise_and_fall">wirklichen Historie</a> nicht allzu viel zu tun. Von einem Wirtschaftsjournalisten sollte man erwarten, dass er die Fakten korrekt wiedergibt, aber hey, geschenkt. </p>
<p>Und er sagt, dass &#8220;spätestens jetzt jedem klar sein müsse, dass der Apple-Erfolg eine Blase ist&#8221;. Das ist <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/digital/computer/Apple-soll-weiterwachsen/story/20312163">vielen Analysten so nicht klar</a>, aber bestimmt weiß Büschemann da mehr. Ungewöhnlich auch die Verwendung des Wortes &#8220;Blase&#8221;, welches <a href="http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Archiv/2277/spekulative-blase-v7.html">normalerweise</a><br />
eine Überbewertung einer Firma oder eines Segments anzeigt, die hier nicht gegeben ist, weil Apple sich (auch wenn sie ab jetzt deutlich Marktanteile verlieren sollten) in einem expandierenden Markt bewegt und allein im letzten Quartal horrende 7,308 Mrd. USD Gewinn gemacht hat. Aber geschenkt, das mit den Fachwörtern und Fakten sagte ich ja schon.</p>
<p>Nachgerade bizarr wird&#8217;s aber hier:</p>
<blockquote><p>Er versuchte mit seiner Macht, die Freiheit des Journalismus zu beschneiden und setzte Verlage mit brutaler Preispolitik unter Druck. So hat Jobs den Abstieg von Apple selbst mit eingeläutet. Er machte sich Feinde. [Quelle: <a href="http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/apples-riskantes-geschaeftsmodell-goettlich-und-gefaehrlich-1.1156760">SZ</a>]</p></blockquote>
<p>Man könnte <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Apple#Kritik">viel gegen Apple einwenden</a>, aber Angriffe auf den freien Qualitätsjournalismus ist nicht das, was einem als erstes einfiele. Hier wird unverhüllt die eigentliche Absicht des Autors deutlich: Er greift Apple an, weil die Verlage in mancherlei Hinsicht ein Problem mit Apple haben. Hinter &#8220;die Freiheit des Journalismus beschneiden&#8221; verbirgt sich die lächerliche <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,679750,00.html">Sache mit den Titten</a> und, vielleicht, die rigide <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/0,1518,691202,00.html">Embargo-Politik gegenüber Redaktionen</a>. Und die &#8220;brutale Preispolitik&#8221; meint die Tatsache, dass Verlage <a href="http://www.taz.de/!65541/">für Zeitschriftenverkäufe innerhalb ihrer Apps Apple 30 Prozent vom Umsatz abgeben sollen</a> – wie alle anderen App-Anbieter bei In-App-Verkäufen auch. Und mit der Platzierung des Satzes &#8220;Er machte sich Feinde&#8221; direkt hinter der Erwähnung von Journalismus und Verlagen ist auch klar, wer nach Meinung Büschemanns Apples Feind ist oder sein sein sollte: die Redakteure der Verlagshäuser.</p>
<p>Erstaunlich, dass sich eine tolle Zeitung wie die SZ hier auf Bashing-Niveau begibt. Ist sowas befohlene Linie oder persönliche Beißlust eines Journalisten?</p>
<p>Wobei man der Fairness halber zugeben muss, dass sich in der SZ insgesamt Lobhudelei und Kritik die Waage halten.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://kaliban.de/?flattrss_redirect&amp;id=12742&amp;md5=ea802f7f38a07bc8363c2dfbfe601854" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://kaliban.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Warbreaker</title>
		<link>http://kaliban.de/2011/10/warbreaker/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=warbreaker</link>
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		<pubDate>Sat, 01 Oct 2011 16:46:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Doofheit der Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Medienmissbrauch]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Fantasy]]></category>

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		<description><![CDATA[Herr Kalian hat schon wieder so Fantasy-Zeug gelesen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><em>Herr Kaliban hat schon wieder so Fantasy-Zeug gelesen.</em></p>
<p>Neulich empfahl ich mit ein paar dürren Worten die <a href="http://www.amazon.de/gp/product/076536543X/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&#038;tag=kalirealcanbe-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=076536543X">Mistborn Trilogy</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=076536543X" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" />-Trilogie von Brandon Sanderson und nannte sie <em> sehr schlau gebaut, mit einem sehr eigenen Magiekonzept und einer clever ausgedachten Welt. Nicht immer wahnsinnig inspiriert geschrieben, aber sensationell gutes Handwerk. </em> </p>
<p>War auch so, das sind sehr schön konstruierte Bücher, ordentlich geschrieben. Nicht so berauschende Blut-und-Sperma-Epen wie die <a href="http://www.amazon.de/gp/product/0345529057/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&#038;tag=kalirealcanbe-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=0345529057">A Song of Ice and Fire</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=kalirealcanbe-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=0345529057" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" />-Sachen von G. R. R. Martin, aber schon auch angenehm ab vom Standard, weil zum Beispiel der böse Herrscher&#8230; </p>
<p>&#8212;<br />
<fieldset class="spoiler">
			<legend>
				<input type="button" onclick="tiny_spoiler('SPOILERsueolswmkf')" id="SPOILERsueolswmkf_button" value="+" />
				SPOILER
			</legend>
			<div id="SPOILERsueolswmkf">bereits in Band 1 von 3 besiegt wird, unter großen Opfern der Helden, wonach ihnen aber klar wird, das der eigentlich gar nicht das Problem war. Oder weil das Magiesystem in der ersten Erklärung bereits völlig logisch klingt, man die ganze Bandbreite davon aber (wie die Helden selber) erst nach und nach erfährt: Es gibt gar nicht nur acht Metalle! Die Magie funktioniert ganz anders!
			</div>
		</fieldset><br />
&#8212;</p>
<p>Ich bin dann ein bisschen auf dem Autor hängen geblieben und habe noch <a href="http://www.amazon.de/s?ie=UTF8&#038;x=0&#038;ref_=nb_sb_ss_c_2_7&#038;y=0&#038;field-keywords=elantris&#038;url=search-alias%3Denglish-books&#038;sprefix=elantri&#038;_encoding=UTF8&#038;site-redirect=de&#038;tag=kalirealcanbe-21&#038;linkCode=ur2&#038;camp=1638&#038;creative=19454">Elantris</a><img src="https://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=kalirealcanbe-21&#038;l=ur2&#038;o=3" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /> gelesen, sein erstes veröffentlichtes Buch. Das war auch ganz okay konstruiert, gefiel mir aber vom Stil und dem Setting her nicht. Da wollte ich den Herrn Sanderson schon wieder aufgeben, habe dann aber noch <a href="http://www.amazon.de/gp/product/0765360039/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&#038;tag=kalirealcanbe-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=0765360039">Warbreaker</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=kalirealcanbe-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=0765360039" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /> angefangen. Und das ist ja mal ein wirklich tolles Buch!</p>
<p><img src="http://kaliban.de/wp-content/uploads/2011/09/warbreaker.jpg" alt="" title="warbreaker" width="232" height="350" class="alignright size-full wp-image-12708" />Warbreaker ist zwar ein blöder Name (der auch nahezu nichts mit dem Inhalt zu tun hat), aber das Buch hat alles, was ein Fantasy-Roman braucht: eine lebendige Welt (mit genügend fiktiver Historie eingestreut), ungewöhnliche Helden, ein abgefahrenes Magiesystem, Liebe und Hass und Einsicht und Verzweiflung und sogar den einen oder anderen Plot-Twist. Kann man lesen, als Fantasy-Fan sowieso, aber auch, wenn man dem Genre nur so mittelnah steht, immerhin kommen keine Elfen vor und auch keine axtschwingenden Zottelmonster. </p>
<p>Das Grundszenario ist dafür politisch interessant: Sanderson konstruiert ein politisches Dreieck aus einem großes Land, einer Mega-Militärmacht, einem kleinen Nachbarland, das von der ehemaligen Königsfamilie des großen Landes regiert wird und von Menschen mit ähnlicher Sprache bewohnt wird, und einem anderen kleinen Land, das offiziell nur eine Provinz des großen Landes ist, aber eine eigene Kultur und Sprache bewahrt hat. Ein bisschen so wie die Konstellation von China, Taiwan und Tibet.</p>
<p>Aber mehr will ich gar nicht erzählen, sonst muss ich noch so ein Spoiler-Ding einfügen. Kurz gesagt, das Buch ist lesbar. Was mich aber besonders fasziniert hat, ist wie konsequent der Autor mit diesem Werk umgeht: Auf einer <a href="http://www.brandonsanderson.com/portal/Warbreaker">eigenen Webseite</a> gibt es Kapitelkommentare zum Nachlesen, gestrichene Szenen, alle Fassungen von &#8220;erster Wurf&#8221; bis &#8220;fertig für den Lektor&#8221;. Und die fertige Version als kostenloses E-Buch. Ich habe mich quer durch alle Fassungen gelesen und fand&#8217;s außerordentlich spannend, zu sehen, wie der Autor auf seinem Weg zum fertigen Buch den Text ändert, kürzt, hinzufügt, korrigiert. So ausführlich dokumentiert habe ich das noch nirgendwo gesehen. Sehr cool.</p>
<p>Ich lese übrigens gerade Buch 1 der <a href="http://www.amazon.de/gp/product/0765326353/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&#038;tag=kalirealcanbe-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=0765326353">Stormlight Archives</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=kalirealcanbe-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=0765326353" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /> von Sanderson, eine Serie, die angeblich auf zehn (!) Bände angelegt ist und find&#8217;s bislang auch gut. Dann habe ich aber alles Wesentliche von Sanderson durch und muss einen neuen Autor entdecken&#8230;</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://kaliban.de/?flattrss_redirect&amp;id=12674&amp;md5=134102dd0b71925cd663a671c663514e" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://kaliban.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Ich bin nicht Papst</title>
		<link>http://kaliban.de/2011/09/ich-bin-nicht-papst/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=ich-bin-nicht-papst</link>
		<comments>http://kaliban.de/2011/09/ich-bin-nicht-papst/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 27 Sep 2011 21:10:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Doofheit der Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Journaille]]></category>

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		<description><![CDATA[Als „krasse Geschichtsverfälschung“ wertete Schmidt-Salomon, dass der Papst vor dem Parlament behauptete, „dass die Idee der Menschenrechte und die Idee der Gleichstellung aller Menschen von der Überzeugung eines Schöpfergottes her entwickelt worden sei. Denn diese Rechte mussten von säkularen Kräften gegen den erbitterten Widerstand der kirchlichen Schöpfungsgläubigen erstritten werden. Über viele Jahrzehnte haben Päpste, ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><blockquote><p>Als „krasse Geschichtsverfälschung“ wertete Schmidt-Salomon, dass der Papst vor dem Parlament behauptete, „dass die Idee der Menschenrechte und die Idee der Gleichstellung aller Menschen von der Überzeugung eines Schöpfergottes her entwickelt worden sei. Denn diese Rechte mussten von säkularen Kräften gegen den erbitterten Widerstand der kirchlichen Schöpfungsgläubigen erstritten werden. Über viele Jahrzehnte haben Päpste, Kardinäle, Bischöfe die Menschenrechte als gotteslästerliche Selbstanmaßung verdammt. Dies ist eine ebenso unbestreitbare Tatsache wie der scharfe Protest der katholischen Kirche gegen die Gleichstellung von Mann und Frau im deutschen Grundgesetz. Ich kann mir nicht vorstellen, dass FAZ-Reportern diese historischen Hintergründe völlig unbekannt sind.“</p></blockquote>
<p>Zu ganzen Gejubel um den Papst und seine Rede vor dem deutschen Bundestag gibt&#8217;s hier mal eine Gegenmeinung: <a href="http://www.giordano-bruno-stiftung.de/meldung/praedikat-besonders-peinlich">Prädikat: &#8220;Besonders peinlich!&#8221;</a>.</p>
<p>Und hier ist noch eine <a href="http://toomuchinformation.de/2011/09/28/unfundierte-papstkritik-von-schmidt-salomon/">Gegenmeinung</a> zur Gegenmeinung.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://kaliban.de/?flattrss_redirect&amp;id=12671&amp;md5=810faada3227496d28868465899a1108" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://kaliban.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Wired, GQ und die Wunderwelt der Zeitschriften</title>
		<link>http://kaliban.de/2011/09/wired-gq-und-die-wunderwelt-der-zeitschriften/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=wired-gq-und-die-wunderwelt-der-zeitschriften</link>
		<comments>http://kaliban.de/2011/09/wired-gq-und-die-wunderwelt-der-zeitschriften/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 14 Sep 2011 12:20:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Doofheit der Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitschrift]]></category>

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		<description><![CDATA[Herr Kaliban kehrt zu seinem ehemaligen Lieblingsmedium zurück, als Kunde wenigstens.

Ich lese ja nicht mehr allzu oft Zeitschriften, musste mir aber heute, um mitreden zu können, gleich zwei kaufen. Denn die deutsche WIRED ist erschienen, unter der Regie von Thomas Knüwer (Ex-Handelsblatt-Redakteur, bekannter Blogger), und das deutsche Internet zerreißt sich das Maul über Goodness ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><em>Herr Kaliban kehrt zu seinem ehemaligen Lieblingsmedium zurück, als Kunde wenigstens.</em></p>
<p>Ich lese ja nicht mehr allzu oft Zeitschriften, musste mir aber heute, um mitreden zu können, gleich zwei kaufen. Denn die deutsche WIRED ist erschienen, unter der Regie von Thomas Knüwer (Ex-Handelsblatt-Redakteur, bekannter <a href="http://www.indiskretionehrensache.de/">Blogger</a>), und das deutsche Internet zerreißt sich das Maul über <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/0,1518,785188,00.html">Goodness</a> or <a href="http://wirres.net/article/articleview/5910/1/6/">Gayness</a> des Heftes. Da das Druckwerk nicht allein erscheint, sondern dem Männermagazin GQ beigebündelt ist, gehören mir jetzt zwei aktuelle Magazine von Condé Nast. Zur GQ später, erstmal meine 2 Cents zur WIRED:</p>
<p><a href="http://kaliban.de/wp-content/uploads/2011/09/wired.jpg"><img src="http://kaliban.de/wp-content/uploads/2011/09/wired.jpg" alt="" title="wired" width="200" height="262" class="alignright size-full wp-image-12500" /></a>Das Heft macht grundsätzlich erstmal fast alles richtig, Grafik, Layout und Struktur sind originell und sauber gemacht. Es gibt tolle Fotos, viel Kleinteiliges zum Stöbern und schöne Infografiken, darunter eine zum Oktoberfest, die Fakten enthielt, die mir unbekannt waren. Manche der Artikel haben allerdings ihr Thema zu groß gewählt und sind deshalb zu kurz. Ein paar Mal sind die Kleinformate belanglos, ein paar Mal sind sie überkandidelt, aber grundsätzlich stimmt die Richtung. Das Cover finde ich, ganz persönlich, doof und unzugänglich, aber das tut nicht weh &#8212; auch die heilige US-WIRED hat <a href="http://www.wired.com/images_blogs/photos/uncategorized/2008/01/28/sky_dayton_wired_cover.jpg">nicht immer</a> Volltreffer gelandet. Ein Vorteil gegenüber der amerikanischen Ausgabe ist, dass weniger Werbung drin ist &#8212; die deutschen Regeln sind da nämlich anders: Wer hierzulande eine Zeitschrift auf den Markt bringen will, muss weniger als 50 Prozent des Seitenumfangs mit Werbung bestreiten, ansonsten gilt das Druckerzeugnis nicht als Magazin, sondern als Katalog &#8212; und verliert eine Reihe von Privilegien, vom ermäßigten Mehrwertsteuersatz bis zum billigeren Postversand. Die US-WIRED bringt es schamlos auf eine Werbeanteil nördlich von 70 Prozent, was ein bisschen nervt. Dafür haben die Deutschen ein, zwei störende paar Promotion-Strecken drin, Werbung im Magazin-Layout. Bäh. Naja, Schwamm drüber, das Problem von Knüwers WIRED ist nicht die Werbung, nicht das Cover, nicht das Layout, sondern das Fehlen eines großen Themas. Der Leitartikel &#8220;Gebt Deutschland den Geeks&#8221; ist nachgerade Blödsinn (Analyse dazu: <a href="http://print-wuergt.de/2011/09/10/wired-wo-sind-blos-diese-ganzen-geeks/">hier</a>) und wird durch die nachgeschobenen Porträts von deutschen &#8220;Machern&#8221; nicht gerettet &#8212; das ist kein Debattenbeitrag, keine Anregung, kein Aha-Moment. Schade. Dadurch wirkt das Heft irgendwie unvollständig. Aber hey, für eine Erstausgabe ist es solide Arbeit. Das kann noch werden.</p>
<p><a href="http://kaliban.de/wp-content/uploads/2011/09/gq.jpg"><img src="http://kaliban.de/wp-content/uploads/2011/09/gq.jpg" alt="" title="gq" width="189" height="252" class="alignright size-full wp-image-12501" /></a>So viel zur WIRED, erstaunlicher war die GQ. Ich bin ja nur so mittel stilbewusst und schaue immer wieder staunend auf die Weisheiten, die mir in solchen Publikationen vermittelt werden: Herrenhandtaschen kann man in Ausnahmefällen tragen; Gummistiefel zur Jeans sind verboten; auf Klamotten mit den Accessoires der Nullerjahre (schmales Revers etc.) sollte man dieser Tage verzichten; der aktuelle Haarschnitt von Jared Leto ist der Hammer; Rot (in allen Abstufungen bis Müllmann-Orange) ist neben Knallblau und Grün die Farbe des kommenden Winters; die Wayfarer bleibt eine zeitlose Brille, auch wenn sie mittlerweile von kleinen Mädchen getragen wird. Und so weiter und so fort.</p>
<p>Eine ganz neue Welt tut sich mir auf.</p>
<p>Und man kann das alles kaufen. Toll.</p>
<p>Besonders erstaunlich aber finde ich die Tatsache, dass Bärte derzeit offenbar TOTAL IN sind. In meiner Welt trägt man Bart ja hauptsächlich zum Verbergen eines nicht allzu gelungenen Gesichtsteils oder aus schlichter Rasierfaulheit, aber offenbar ist der Bart in DER RICHTIGEN WELT wieder total salonfähig. Ich kann das beweisen, ich habe mal die Gesichter der männlichen Models in der aktuellen GQ auf Behaarung untersucht:</p>
<p><a href="http://kaliban.de/wp-content/uploads/2011/09/graph1.png"><img src="http://kaliban.de/wp-content/uploads/2011/09/graph1.png" alt="" title="bärte sind wieder in" width="600" height="463" class="alignright size-full wp-image-12503" /></a></p>
<p>Wer mir nicht glaubt, kann sich auch mal <a href="http://store-de.hugoboss.com/herrenmode/neuheiten/30100,de_DE,sc.html?prefn1=line&#038;prefv1=BOSS%20Black&#038;wt_ga=1628355983_7020081023&#038;wt_kw=1628355983_boss&#038;gclid=COenl66snasCFUW9zAodqHpHjw">die Startseite von Hugo Boss angucken</a>.</p>
<p>Man sieht, glattrasierte Männer sind auf dem Rückzug. Interessant übrigens der hohe Anteil an Models, die das Kunststück fertig bringen, mit 1-Tages-Bärten trotzdem gepflegt zu wirken. Das hat mich eine Stunde lang verwirrt, aber mein Ex-Kollege Sven B. aus, natürlich, M. konnte in den Kommentaren aushelfen: <em>&#8220;Für den Ein-Tagesbart benötigt man einen elektrischen Bartschneider mit einer 1mm-Stellung, wird dann am 3ten Tag mit 2mm rasiert und danach wieder auf 1mm.&#8221;</em>. Aha. </p>
<p>[<em>Dieser Beitrag wurde ermöglicht durch einen sinnlos durchprokrastinierten Urlaubstag.</em>]</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://kaliban.de/?flattrss_redirect&amp;id=12494&amp;md5=e26dfc41b0e936a43f5d176a33cf06a3" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://kaliban.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Spielekritikdebatte: Nachlese</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Sep 2011 11:48:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Doofheit der Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Games]]></category>

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		<description><![CDATA[Zum aktuellen Sturm im Wasserglas eine kurze Chronik:

Es fängt alles an mit Christian Schmidts Essay auf SpOn: "In den Redaktionsstuben wird eine verknöcherte, selbstzweckhafte und in vieler Hinsicht anachronistische Form des Spielejournalismus gepflegt, die diesen Namen nicht verdient."

Alex von Areagames schreibt die erste Contrakolumne: "Spiele sollen schlichtweg Spaß machen und Zeit totschlagen. Wer das ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Zum aktuellen Sturm im Wasserglas eine kurze Chronik:</p>
<p>Es fängt alles an mit <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/games/0,1518,784531,00.html">Christian Schmidts Essay auf SpOn</a>: &#8220;In den Redaktionsstuben wird eine verknöcherte, selbstzweckhafte und in vieler Hinsicht anachronistische Form des Spielejournalismus gepflegt, die diesen Namen nicht verdient.&#8221;</p>
<p>Alex von Areagames schreibt <a href="http://www.areagames.de/artikel/detail/Da-irrt-der-Schmidt--Ueber-intelligenten-Spielejournalismus/115578">die erste Contrakolumne</a>: &#8220;Spiele sollen schlichtweg Spaß machen und Zeit totschlagen. Wer das noch junge Medium zu ernst nimmt, läuft Gefahr seine Leser auf diesem Wege zu verlieren.&#8221;</p>
<p>Derweil toben in Twitter und Facebook schon die Debatten; Altredakteure, Spieler, Industrievertreter, alle beziehen Stellung. Heinrich Lenhardt nennt den Beitrag &#8220;lesenswert&#8221;; Anatol Locker kommentiert zunächst &#8220;Da ist viel Wahres dran&#8221;, sieht dann aber auch viel &#8220;Unwahres&#8221;. </p>
<p>Die Kollegen aus der deutschen Gamesblogger-Szene lehnen sich zurück und holen das Popcorn raus.</p>
<p>Weiter geht&#8217;s: Auf Kaliban.de erscheint die <a href="http://kaliban.de/2011/09/zum-zustand-der-deutschen-spielekritik/">ungekürzte Fassung</a> der Schmidt&#8217;schen Einlassungen. Gunnar fügt ein paar Anmerkungen hinzu und kritisiert die Kritiker: &#8220;So macht man’s sich natürlich leicht. Wenn man den Beitrag so liest, als wolle der Schmidt nur eine Art akademische Super-Kritik oberhalb der normalen Spielebesprechungen ansiedeln, kann man sehr viel leichter die eigenen schlechten Texte als normal ansehen und Christians Debattenanstoß von vornherein abwürgen.&#8221;</p>
<p>Mick Schnelle antwortet mit einem <a href="http://www.gamersglobal.de/meinung/lieber-christian-schmidt">offenen Brief auf Gamesglobal</a> und greift Christian persönlich an: &#8220;Dein Fehler ist die Verachtung deiner eigenen Zunft, deren Vertreter und – das finde ich das Schlimmste – deiner langjährigen Leserschaft.&#8221;</p>
<p>Petra Fröhlich, Chefredakteurin der PCGames, bekommt <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/games/0,1518,784689,00.html">auf SpOn die offizielle Gelegenheit zur Gegenrede</a>: &#8220;Die meisten Games sind viel zu platt für kluge Texte.&#8221;</p>
<p>Gamesblogger Christian <a href="http://www.endoflevelboss.de/2011/09/08/spielekritikerfubar/">findet</a>, dass die Kritik aus der falschen Richtung kommt, schließlich hätten Leute wie Schmidt (aber auch dieser Lott) das System lange mitgetragen: &#8220;So sehr Herr Schmidt von vielen Lesern und auch Bloggern für seine angeblich andersartigen Ansätze gelobt wurde, hat er sich doch 15 Jahre lang demütig einem System untergeordnet und dieses mitverantwortlich weiterentwickelt.&#8221;</p>
<p>Toni von Shodannews bringt seine <a href="http://shodannews.wordpress.com/2011/09/07/in-defense-of-game-star">ganz eigene Weltsicht</a> ein und provoziert eine Diskussion, an der dann noch ein Ex-GameStar&#8217;ler und ein aktiver Vertreter von GameStar teilnehmen.</p>
<p>Was mir, wenn ich da nichts übersehe, bislang fehlt, ist eine konstruktive Fortführung der Debatte, ein konkreterer Hinweis darauf, wie guter Spielejournalismus im Hier und Jetzt aussehen könnte.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://kaliban.de/?flattrss_redirect&amp;id=12418&amp;md5=99f4379f5d259858042ddd14a49ea6e9" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://kaliban.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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